Steirische Wirtschaftstreuhand

Informationen auf einen Blick

In dieser Rubrik stellen wir Ihnen nützliche steuerliche und betriebswirtschaftliche Informationen zur Verfügung.
Sie sind im Untermenü gegliedert nach Berufsgruppen bzw. Organisationsform.

Hier geben wir Ihnen einen Überblick über wichtige Themen in alphabetischer Reihung.

aufzeichnung_von_losungen_in_der_gastronomieAufzeichnung von Losungen in der Gastronomie <div id="e137397" class="zms_textarea "><h3>Einzelaufzeichnungs- und Belegerteilungspflicht, Registrierkassenpflicht</h3> <p>Seit dem 1.1.2016 gelten eine generelle Einzelaufzeichnungs- und Einzelerfassungspflicht von Barumsätzen sowie eine Belegerteilungspflicht. Die Registrierkassenpflicht gilt seit dem 1.5.2016</p> <p>Für Umsätze bis jeweils € 30.000,00 pro Jahr, die ausgeführt werden</p> <ul> <li>außerhalb von festen Räumlichkeiten (z. B. von Haus zu Haus oder auf öffentlichen Orten),</li> <li>in unmittelbarem Zusammenhang mit Hütten (z. B. Alm-, Berg-, Schi- und Schutzhütten),</li> <li>in einer Buschenschank, wenn der Betrieb an nicht mehr als 14 Tagen im Jahr geöffnet ist,</li> <li>durch einen gemeinnützigen Verein geführte Kantine, die nicht mehr als 52 Tage im Jahr betrieben wird,</li> <li>besteht keine Registrierkassenpflicht, Einzelaufzeichnungspflicht und Belegerteilungspflicht.</li> </ul> <h3>Einzelaufzeichnungspflicht</h3> <p>Alle, auf die keine Ausnahmeregelung zutrifft, haben nun Barumsätze ab dem ersten Euro einzeln zu erfassen. Für sie kommt eine Losungsermittlung mittels Kassasturz nicht mehr in Frage.</p> <p>Erleichterungen hinsichtlich der zeitlichen Erfassung regelt die Barbewegungs-Verordnung 2015 für Gruppen, die „mobil“ tätig sind. Wenn für sie Registrierkassenpflicht besteht, können die Umsätze nach Rückkehr an den Betriebsort (ohne unnötigen Aufschub) in der Kasse erfasst werden. Es muss allerdings bei Barzahlung des Kunden ein Beleg ausgestellt und eine Durchschrift davon aufbewahrt werden.</p> <h3>Belegerteilungspflicht</h3> <p>Seit 1.1.2016 müssen Unternehmer für jede empfangene Barzahlung einen Beleg ausstellen.</p> <p><strong>Mindestangaben am Beleg</strong></p> <p>Bislang gab es lediglich im Umsatzsteuergesetz Bestimmungen, welche Bestandteile eine Rechnung beinhalten muss. Davon abweichend muss der Beleg nach der Belegerteilungspflicht nun folgende Angaben enthalten:</p> <ol> <li>eindeutige Bezeichnung des liefernden oder leistenden Unternehmers oder desjenigen, der statt dem Unternehmen einen Beleg erteilen kann,</li> <li>fortlaufende Nummer mit einer oder mehreren Zahlenreihen, die zur Identifizierung des Geschäftsvorfalles einmalig vergeben wird,</li> <li>den Tag der Belegausstellung</li> <li>die Menge und handelsübliche Bezeichnung der gelieferten Gegenstände oder die Art und den Umfang der sonstigen Leistungen und</li> <li>den Betrag der Barzahlung, wobei es genügt, dass dieser Betrag auf Grund der Belegangaben rechnerisch ermittelbar ist.</li> </ol> <p>Die Punkte 1 und 4 können auch durch Symbole oder Schlüsselzahlen ausgedrückt werden, wenn ihre eindeutige Bestimmung aus dem Beleg oder anderen Unterlagen ersichtlich ist. Ist der Empfänger der Leistung bzw. Lieferung Unternehmer, können die im 4. Punkt geforderten Angaben auch in anderen Unterlagen enthalten sein, wenn auf diese Unterlagen im Beleg hingewiesen wird.</p> <p>Der Unternehmer muss eine Durchschrift oder eine sonstige Zweitschrift anfertigen und aufbewahren.</p> <p>Seit 1.4.2017 muss der Beleg weitere Merkmale aufweisen:</p> <ul> <li>die Kassenidentifikationsnummer,</li> <li>Datum und Uhrzeit der Belegausstellung,</li> <li>Betrag der Barzahlung getrennt nach Steuersätzen</li> <li>Inhalt des maschinenlesbaren Codes, das kann ein QR-Code sein oder ein Link in maschinenlesbarer Form, z. B. als Barcode.</li> </ul> <p><strong>Registrierkassenpflicht</strong></p> <p>Die Registrierkassenpflicht besteht seit 1.5.2016 und trifft Betriebe</p> <ul> <li>ab einem Jahresumsatz von € 15.000,00 netto je Betrieb, wenn</li> <li>davon über € 7.500,00 netto als Barumsätze gelten.</li> </ul> <p>Daher kann diese Verpflichtung z. B. auch Ärzte, Rechtsanwälte oder Landwirte treffen, aber nicht Vermieter und Verpächter.</p> <p>Zum Barumsatz zählen: Bargeld, Kredit- oder Bankomatkarte sowie andere vergleichbare Zahlungsformen (wie z. B. Zahlung mit dem Mobiltelefon).</p> <p><strong>Technische Sicherheitslösung</strong></p> <p>Die Registrierkassen sind mit technischen Sicherheitslösungen gegen Manipulation zu schützen. Die Registrierkassensicherheitsverordnung ist sehr umfangreich und technisch sehr komplex. Daher beschreiben wir hier nur einige ausgewählte wichtige Punkte näher.</p> <p>Als Registrierkasse wird jedes elektronische Datenverarbeitungssystem bezeichnet, das elektronische Aufzeichnungen zur Losungsermittlung und Dokumentation von einzelnen Barumsätzen erstellt, insbesondere elektronische Registrierkassen jeglicher Bauart, serverbasierte Aufzeichnungssysteme (auch zur Abwicklung von Online-Geschäften), Waagen mit Kassenfunktionen und Taxameter.</p> <p>Diese muss laut der Registrierkassensicherheitsverordnung folgende Voraussetzungen erfüllen:</p> <ol> <li>Jede Registrierkasse muss über ein Datenerfassungsprotokoll und einen Drucker zur Erstellung oder eine Vorrichtung zur elektronischen Übermittlung von Zahlungsbelegen verfügen.</li> <li>Jede Registrierkasse muss über eine geeignete Schnittstelle zu einer Sicherheitseinrichtung mit einer Signaturerstellungseinheit verfügen. Mit einer Signaturerstellungseinheit können auch mehrere Registrierkassen verbunden sein. Jede Registrierkasse muss mit dem frei verfügbaren Verschlüsselungsalgorithmus AES 256 ausgestattet sein, um die für den maschinenlesbaren Code erforderlichen Verschlüsselungen durchführen zu können.</li> <li>Jeder Registrierkasse muss eine eindeutige Kassenidentifikationsnummer im Unternehmen zugeordnet werden.</li> <li>Die Registrierkasse darf keine Vorrichtung enthalten, über die das Ansteuern der Sicherheitseinrichtung umgangen werden kann.</li> <li>Die Nutzung einer Registrierkasse durch mehrere Unternehmer ist nur unter der Voraussetzung zulässig, dass jeder Unternehmer ein ihm zugeordnetes Zertifikat verwenden und die Registrierkasse für jeden Unternehmer ein gesondertes Datenerfassungsprotokoll führen kann.</li> </ol> <p>Unternehmer müssen die Signaturerstellungseinheiten über FinanzOnline registrieren. Wird die Signaturerstellungseinheit nach dem 31.3.2017 registriert, muss die Inbetriebnahme innerhalb einer Woche nach der Registrierung erfolgen. Unmittelbar nach der Registrierung muss der Unternehmer die Erstellung der Signatur und die Verschlüsselung des Umsatzzählers mit Hilfe des Startbeleges überprüfen. Wenn diese Punkte nicht ordnungsgemäß funktionieren, muss die Registrierkasse unmittelbar als Registrierkasse mit ausgefallener Signaturerstellungseinheit behandelt werden. Das Prüfergebnis muss protokolliert und mit dem ausgedruckten Startbeleg aufbewahrt werden.</p> <p>Jene, die ein geschlossenes Gesamtsystem und mehr als 30 Registrierkassen haben, können mit einem Feststellungsbescheid eine Sicherheitseinrichtung ohne Signaturerstellungseinheit genehmigt bekommen.</p> <h3>Wie funktioniert der laufende Betrieb einer Registrierkasse?</h3> <p>Im Folgenden finden Sie eine Übersicht zu den wichtigsten Bestimmungen des laufenden Betriebs einer Registrierkasse:</p> <p><strong>Welche Kontrollbelege und Sicherungen müssen erstellt werden?</strong></p> <ul> <li>Zu jedem Monatsende sind die Zwischenstände des Umsatzzählers zu ermitteln (Monatszähler) und als Barumsatz mit Betrag Null (0) zu speichern. Die meisten Kassensysteme bieten dafür eine Extra-Anwendung an.</li> <li>Zu jedem Ende eines Kalenderjahres muss ein Jahresabschluss gemacht werden. Dafür kann der Monatsbeleg für Dezember verwendet werden, muss jedoch zusätzlich als Jahresbeleg ausgedruckt werden. Der Jahresbeleg ist mit der Belegcheck-App des Finanzministeriums zu prüfen.</li> <li>Zumindest Quartalsweise ist das vollständige Datenerfassungsprotokoll extern zu speichern. Das gespeicherte Protokoll ist laut Bundesabgabenordnung mindestens sieben Jahre aufzubewahren.</li> </ul> <p><strong>Was ist bei einem Ausfall der Sicherheitseinheit zu tun?</strong></p> <p>Die Barumsätze sind auf einer anderen Registrierkasse mit funktionierender Sicherheitseinheit zu erfassen. Wenn dies nicht möglich ist, verwenden Sie für die zwischenzeitlichen Barumsätze die Zeichenkette „Sicherheitseinrichtung ausgefallen“ anstatt des Signatur- oder Siegelwertes und versehen Sie den Beleg mit einem entsprechenden Vermerk. Nach der Reparatur ist über die Belege, die während des jeweiligen Ausfalles mit dem Hinweis „Sicherheitseinrichtung ausgefallen“ zu versehen waren, ein Sammelbeleg mit Betrag 0 zu erstellen. Der Beleg ist im Datenerfassungsprotokoll zu speichern.</p> <p>Wenn die Sicherheitseinheit nicht nur vorübergehend (lt. BMF für mehr als 48 Stunden) ausfällt, müssen Beginn und Ende des Ausfalls ohne unnötigen Aufschub (lt. BMF binnen einer Woche) über FinanzOnline gemeldet werden.</p> <p><strong>Was ist bei einem Ausfall der Registrierkasse zu tun?</strong></p> <p>Zur Fehlerbehebung wenden Sie sich am besten an den Kassenhersteller. Weichen Sie in der Zwischenzeit auf eine funktionierende Kasse aus oder – wenn das nicht möglich ist – nehmen Sie die Ausstellung der Belege samt Zweitschrift händisch vor. Die händischen Zweitschriften sind nach der Reparatur nachzuerfassen (eine Bezugnahme auf den händischen Beleg ist lt. BMF ausreichend) und aufzubewahren.</p> <p>Werden Buchungen vorgenommen, die die Fehlersuche unterstützen sind diese als Trainingsbuchungen zu kennzeichnen. Ist die Reparatur nicht möglich oder sind Daten beschädigt, muss das alte Datenerfassungsprotokoll gesichert werden und die Registrierkasse außer Betrieb genommen werden. Eine neuerliche Inbetriebnahme ist erforderlich.</p> <p>Wenn die Registrierkasse nicht nur vorübergehend ausfällt (lt. BMF für mehr als 48 Stunden), müssen Beginn und Ende des Ausfalls und eine allfällige Außerbetriebnahme ohne unnötigen Aufschub (lt. BMF binnen einer Woche) über FinanzOnline gemeldet werden.</p> <p><strong>Was ist bei einer geplanten Außerbetriebnahme der Registrierkasse zu tun?</strong></p> <p>Erstellen Sie einen Schlussbeleg mit Betrag Null und sichern Sie das Datenerfassungsprotokoll. Bewahren Sie beides entsprechend der Vorschriften der Bundesabgabenordnung für mindestens sieben Jahre auf. Melden Sie die Außerbetriebnahme mittels FinanzOnline. Die Meldung ist lt. BMF nur dann erforderlich, wenn die die Registrierkasse geplant dauerhaft außer Betrieb genommen wird – also nicht bei Betriebsferien oder zwischen den Saisonen bei einem Saisonbetrieb.</p></div> <div id="e137731" class="zms_textarea "><p>Stand: 2. Jänner 2019</p></div> <div class="hideme_print top_anchor"> <a class="arrow" href="#content" title="nach oben">nach oben</a> </div> <div id="e137733" class="zms_textarea "><p class="disclaimer">Trotz sorgfältiger Datenzusammenstellung können wir keine Gewähr für die vollständige Richtigkeit der dargestellten Informationen übernehmen. Sollten Sie spezielle Fragen zu einem der Themen haben, stehen wir Ihnen jederzeit gerne für ein persönliches Gespräch zur Verfügung.</p></div> auslandsgeschaefteAuslandsgeschäfte <div class="infolist_section item_1 first" id="infolist_section_lieferungen_in_die_eu-mitgliedstaaten"> <h2 title="Lieferungen in die EU-Mitgliedstaaten">Lieferungen in die EU-Mitgliedstaaten</h2> <div class="content"> <div id="e134857" class="zms_textarea "><p>Eine steuerfreie innergemeinschaftliche Lieferung liegt grundsätzlich vor, wenn</p> <ul> <li>ein Gegenstand in andere Mitgliedstaaten der EU befördert oder versendet wird</li> <li>der Erwerber ein Unternehmer ist, der den Gegenstand für sein Unternehmen erwirbt bzw. eine nicht unternehmerisch tätige juristische Person ist und</li> <li>der Erwerb bei dem Abnehmer im anderen Mitgliedstaat steuerbar ist.</li> </ul> <p>Die Voraussetzungen sind buchmäßig nachzuweisen. Unternehmer müssen auf die Steuerfreiheit der Lieferung auf der Rechnung hinweisen, z. B. mit "Steuerfreie, innergemeinschaftliche Lieferung" und zusätzlich zu ihrer eigenen UID-Nummer die UID-Nummer des Abnehmers vermerken. Der Versand, die Beförderungen oder die Abholung sind zu dokumentieren.</p> <p>Um die Empfangsbestätigungen oder Verbringungserklärungen zu vereinheitlichen, stellt die Finanzverwaltung Muster im Anhang zu den Umsatzsteuerrichtlinien zur Verfügung (Anhang 5 und 6 der UStR).</p> <p><strong>Downloads:</strong></p> <p><a title="Muster Empfangsbestätigung" href="http://atikon.com/common/infolisten_download/Muster_Empfangsbestaetigung_AT.pdf" target="_blank">Muster Empfangsbestätigung</a><br /><a title="Muster Verbringungserklärung" href="http://www.atikon.com/common/infolisten_download/Muster_Verbringungserklaerung_AT.pdf" target="_blank">Muster Verbringungserklärung</a></p> <p><strong>Verbringungsnachweis</strong></p> <p>a) Beförderungsnachweis</p> <p>Wird der Gegenstand durch den Unternehmer oder durch den Abnehmer befördert, so werden folgende Nachweise benötigt:</p> <ul> <li>Durch- oder Abschrift der Rechnung</li> <li>ein handelsüblicher Beleg, aus dem der Bestimmungsort hervorgeht (z. B. Lie­fer­schein)</li> <li>Empfangsbestätigung des Abnehmers</li> </ul> <p>b) Versendungsnachweis</p> <p>Wird die Ware versendet, so bestehen die benötigten Nachweise aus einer Durch- oder Abschrift der Rechnung und einem Versendungsbeleg (z. B. Frachtbriefe, Postaufgabebescheinigungen).</p> <p>Ist es dem Unternehmer nicht möglich, den Versendungsnachweis in dieser Form zu er­bringen, kann er den Nachweis wie im Fall einer Beförderung erbringen.</p> <p>c) Abholbestätigung</p> <p>Wird die Ware durch einen Beauftragten abgeholt, ist es die Aufgabe des Lieferanten, sich darüber Gewissheit zu verschaffen, dass die mit ihm in Kontakt tretende Person dazu berechtigt ist, die Ware abzuholen. Allein die Kopie eines Reisepasses reicht dazu nicht aus. Es müssen noch eine Reihe anderer Nachweise erbracht werden.</p> <p>Der Abholer muss eine schriftliche Erklärung, dass er den Gegenstand in das übrige Ge­mein­schafts­ge­biet befördern wird, sowie eine Spezialvollmacht vorlegen.</p> <p>Diese Spezialvollmacht muss beinhalten:</p> <ul> <li>eine Erklärung, dass der Abholende dazu berechtigt ist, die Ware abzuholen</li> <li>die Identität des Abholenden</li> <li>die Funktion des Abholers in Bezug auf die konkrete Lieferung (Leistungsempfänger, unselbständiger Erfüllungsgehilfe oder selbständiger dritter Unternehmer) muss ein­deu­tig festgestellt werden können</li> </ul> <p>Eine Spe­zial­voll­macht wird in folgenden Fällen nicht benötigt:</p> <ul> <li>bei Geschäftsbeziehungen, die über einen längeren Zeitraum gleich laufen</li> <li>bei Abholung durch einen Dienstnehmer</li> <li>bei Teillieferungen</li> </ul> <p>In diesen Fällen muss jedoch aus weiteren Unterlagen hervorgehen, dass der Lieferant über die bloße Vorlage von Geschäftspapieren beziehungsweise einer solchen all­ge­mei­nen Vollmacht hinausgehend mit dem Leistungsempfänger in Kontakt getreten ist und mit diesem die jeweiligen Modalitäten der Warenabholung vereinbart hat. Im Zweifel wird der konkrete Einzelfall geprüft.</p> <p><strong>Buchnachweis</strong></p> <p>Die Voraussetzungen für die Steuerbefreiung bei innergemeinschaftlichen Lieferungen und die UID-Nummer des Abnehmers müssen buchmäßig nachgewiesen werden. Diese Voraus­setzungen müssen leicht nachprüfbar aus der Buchhaltung ersichtlich sein.</p> <p>Bei der innergemeinschaftlichen Lieferung muss aufgezeichnet werden:</p> <ul> <li>Name, Anschrift, UID–Nummer des Abnehmers</li> <li>Name, Anschrift des Beauftragten (wenn die Ware abgeholt wird)</li> <li>handelsübliche Bezeichnung und Menge des gelieferten Gegenstandes</li> <li>Lieferdatum</li> <li>vereinbartes Entgelt oder bei der Besteuerung nach vereinnahmten Entgelten das vereinnahmte Entgelt und den Tag der Vereinnahmung</li> <li>Art und Umfang der Be- oder Verarbeitung vor der Beförderung oder Versendung</li> <li>Beförderung und Versendung in andere EU-Mitgliedstaaten</li> <li>Bestimmungsort</li> </ul> <p><strong>Zusammenfassende Meldung (ZM)</strong></p> <p>Jeder Unternehmer, der</p> <ul> <li>innergemeinschaftliche Lieferungen durchführt</li> <li>in EU-Mitgliedstaaten steuerpflichtige sonstige Leistungen ausführt, für die der Leis­tungs­empfänger die Steuer schuldet, wenn sich der Leistungsort nach dem Em­pfän­ger­­ortprinzip laut Generalklausel richtet</li> <li>Dreiecksgeschäfte innerhalb der EU durchführt</li> </ul> <p>hat eine Zusammenfassende Meldung (ZM) zu erstellen. Sie ist elektronisch mittels FinanzOnline einzureichen. Die ZM ist monatlich abzugeben, wenn der Unternehmer seine Umsatzsteuervoranmeldung (UVA) ebenfalls monatlich übermittelt.</p> <p>Hat der Unternehmer seine UVA quartalsweise abzugeben, bleibt es bei der quartalsweisen Übermittlung der ZM. Die Übermittlung hat in beiden Fällen <strong>bis zum Ende des Fol­ge­monats</strong> zu erfolgen. Maßgeblich für die Meldung an die Finanz ist der Zeitpunkt der Leis­tungs­er­bringung.</p> <p><strong>Inhalt der Zusammenfassenden Meldung</strong></p> <p>Die Zusammenfassende Meldung (ZM) muss die UID der Geschäftspartner und den Ge­samt­wert aller an sie aus­ge­führ­ten innergemeinschaftlichen Umsätze enthalten. In bestimmten Fällen sind noch weitere Angaben zu machen.</p></div> </div> <p class="hideme_print top_anchor"> <a class="arrow" href="#top" title="nach oben">nach oben</a> </p> </div> <div class="infolist_section item_2" id="infolist_section_lieferschwelle"> <h2 title="Lieferschwelle">Lieferschwelle</h2> <div class="content"> <div id="e137402" class="zms_textarea "><p>Bei Lieferungen an</p> <ul> <li>private Abnehmer, oder</li> <li>Unternehmer, die nur unecht steuerbefreite Umsätze ausführen,</li> <li>Kleinunternehmer,</li> <li>pauschalierte Landwirte und</li> <li>juristische Personen, die nicht Unternehmer sind (z. B. Gemeinden) bzw. nicht für ihr Unternehmen tätig werden,<br />(Für die oben angeführten Unternehmer gilt auch noch die Voraussetzung, dass diese die Erwerbschwelle nicht überschreiten bzw. auf diese verzichtet haben.)</li> </ul> <p>hat der Unternehmer bis zur Lieferschwelle die Lieferung der österreichischen Umsatzsteuer zu unterwerfen, sofern beim unternehmerischen Kunden nicht die Er­werbs­schwelle überschritten wird.</p> <p>Die Lieferschwelle gilt für alle Lieferungen pro EU-Mitgliedstaat (z. B. alle Lieferungen nach Deutschland werden zusammengezählt, die Lieferschwelle in Deutschland, die € 100.000,00 beträgt, ist entscheidend).</p> <p>Wird die Lieferschwelle im jeweiligen EU-Mitgliedstaat überschritten, ist der österreichische Unternehmer im jeweiligen EU-Mitgliedstaat umsatzsteuerpflichtig. Wird zum Beispiel die Lieferschwelle in Deutschland überschritten, so hat der Unternehmer in Deutschland die deutsche Umsatzsteuer abzuführen.</p></div> <div id="e137403"> <table class="ZMSTable"> <colgroup> <col /><col /><col /><col /> </colgroup> <tbody> <tr class="odd"> <td>Mitgliedstaat</td> <td>Währung</td> <td><span class="amount">Lieferschwelle</span></td> <td><span class="amount">Euroäquivalent<sup>1</sup></span></td> </tr><tr class="even"> <td>Belgien</td> <td>€</td> <td><span class="amount">35.000,00</span></td> <td></td> </tr><tr class="odd"> <td>Bulgarien</td> <td>BGN</td> <td><span class="amount">70.000,00</span></td> <td><span class="amount">35.791,00</span></td> </tr><tr class="even"> <td>Dänemark</td> <td>DKK</td> <td><span class="amount">280.000,00</span></td> <td><span class="amount">37.595,00</span></td> </tr><tr class="odd"> <td>Deutschland</td> <td>€</td> <td><span class="amount">100.000,00</span></td> <td></td> </tr><tr class="even"> <td>Estland</td> <td>€</td> <td><span class="amount">35.000,00</span></td> <td></td> </tr><tr class="odd"> <td>Finnland</td> <td>€</td> <td><span class="amount">35.000,00</span></td> <td></td> </tr><tr class="even"> <td>Frankreich</td> <td>€</td> <td><span class="amount">35.000,00</span></td> <td></td> </tr><tr class="odd"> <td>Griechenland</td> <td>€</td> <td><span class="amount">35.000,00</span></td> <td></td> </tr><tr class="even"> <td>Irland</td> <td>€</td> <td><span class="amount">35.000,00</span></td> <td></td> </tr><tr class="odd"> <td>Italien</td> <td>€</td> <td><span class="amount">35.000,00</span></td> <td></td> </tr><tr class="even"> <td>Kroatien</td> <td>HRK</td> <td><span class="amount">270.000,00</span></td> <td><span class="amount">36.291,00</span></td> </tr><tr class="odd"> <td>Lettland</td> <td>€</td> <td><span class="amount">35.000,00</span></td> <td></td> </tr><tr class="even"> <td>Litauen</td> <td>€</td> <td><span class="amount">35.000,00</span></td> <td></td> </tr><tr class="odd"> <td>Luxemburg</td> <td>€</td> <td><span class="amount">100.000,00</span></td> <td></td> </tr><tr class="even"> <td>Malta</td> <td>€</td> <td><span class="amount">35.000,00</span></td> <td></td> </tr><tr class="odd"> <td>Niederlande</td> <td>€</td> <td><span class="amount">100.000,00</span></td> <td></td> </tr><tr class="even"> <td>Österreich</td> <td>€</td> <td><span class="amount">35.000,00</span></td> <td></td> </tr><tr class="odd"> <td>Polen</td> <td>PLN</td> <td><span class="amount">160.000,00</span></td> <td><span class="amount">37.859,00</span></td> </tr><tr class="even"> <td>Portugal</td> <td>€</td> <td><span class="amount">35.000,00</span></td> <td></td> </tr><tr class="odd"> <td>Rumänien</td> <td>RON</td> <td><span class="amount">118.000,00</span></td> <td><span class="amount">35.305,00</span></td> </tr><tr class="even"> <td>Schweden</td> <td>SEK</td> <td><span class="amount">320.000,00</span></td> <td><span class="amount">31.390,00</span></td> </tr><tr class="odd"> <td>Slowakei</td> <td>€</td> <td><span class="amount">35.000,00</span></td> <td></td> </tr><tr class="even"> <td>Slowenien</td> <td>€</td> <td><span class="amount">35.000,00</span></td> <td></td> </tr><tr class="odd"> <td>Spanien</td> <td>€</td> <td><span class="amount">35.000,00</span></td> <td></td> </tr><tr class="even"> <td>Tschechien</td> <td>CZK</td> <td><span class="amount">1.140.000,00</span></td> <td><span class="amount">44.873,00</span></td> </tr><tr class="odd"> <td>Ungarn</td> <td>€</td> <td><span class="amount">35.000,00<sup>2</sup></span></td> <td></td> </tr><tr class="even"> <td>Vereinigtes Königreich</td> <td>GBP</td> <td><span class="amount">70.000,00</span></td> <td><span class="amount">80.197,00</span></td> </tr><tr class="odd"> <td>Zypern</td> <td>€</td> <td><span class="amount">35.000,00</span></td> <td></td> </tr> </tbody> </table> </div> <div id="e137404" class="zms_textarea "><p><sup>1</sup> Euroäquivalente iHd von der Europäischen Zentralbank am 23.3.2018 veröffentlichten Euro-Umrechnungskurses</p> <p><sup>2</sup> Angabe in Euro aufgrund ausdrücklicher Regelung in Ungarn</p> <p>Stand April  2018. Quelle: <a href="http://ec.europa.eu/taxation_customs/business/vat/eu-country-specific-information-vat_de" target="_blank">http://ec.europa.eu/taxation_customs/business/vat/eu-country-specific-information-vat_de</a></p></div> </div> <p class="hideme_print top_anchor"> <a class="arrow" href="#top" title="nach oben">nach oben</a> </p> </div> <div class="infolist_section item_3" id="infolist_section_grenzueberschreitende_dienstleistungen"> <h2 title="Grenzüberschreitende Dienstleistungen">Grenzüberschreitende Dienstleistungen</h2> <div class="content"> <div id="e138122" class="zms_textarea "><p>Neben grenzüberschreitenden Lieferungen lösen auch grenzüberschreitende Dienstleistungen unterschiedliche Registrierungs- und Steuerpflichten aus.</p> <p>Im Umsatzsteuergesetz findet sich nur eine rein negative Abgrenzung der sonstigen Leistungen zu Lieferungen. Sonstige Leistungen sind danach alle Leistungen, die keine Lieferungen darstellen.</p> <h3>Ort der Dienstleistung</h3> <p>Bei Dienstleistungen mit Auslandsbezug ist es für den Fiskus wichtig festzustellen, wo tatsächlich der Ort der Dienstleistung ist. Daran geknüpft ist, welcher Staat die Umsatzsteuer aus dieser Leistung lukrieren kann.</p> <p>Um festzustellen, an welchen Staat nun eine etwaige Umsatzsteuer abzuführen ist, ist es notwendig, den Ort der sonstigen Leistung im Sinne des Umsatzsteuergesetzes zu definieren. Dabei muss man im Wesentlichen in zwei Schritten vorgehen:</p> <h4>1. Schritt: Ist mein Leistungsempfänger Unternehmer oder nicht?</h4> <p>Bei sonstigen Leistungen ist zu unterscheiden, ob der Empfänger der Leistung ein Unternehmer oder ein Nichtunternehmer ist.</p> <p>Für die Frage, wann eine sonstige Leistung von einem Unternehmer an einen Unternehmer erbracht wird, wurde der Unternehmerbegriff ausgedehnt.</p> <p>Als Unternehmer gilt u. a.,</p> <ul> <li>wer eine gewerbliche oder berufliche Tätigkeit selbständig ausübt und eine Einnahmenerzielung verfolgt. Eine Gewinnerzielungsabsicht muss nicht vorliegen. Dazu zählen z. B. auch (USt-)pauschalierte Land- und Forstwirte.</li> <li>ein Unternehmer, der ausschließlich steuerfreie Umsätze bewirkt, z. B. Kleinunternehmer, Arzt.</li> <li>eine nicht unternehmerisch tätige juristische Person mit einer UID-Nummer, z. B. Gemeinde, Verein.</li> </ul> <p>Unter diesen ausgedehnten Unternehmerbegriff können z. B. auch fallen: Körperschaften öffentlichen Rechts, Liebhaberei-Betriebe, Mittelstandsfinanzierungsgesellschaften, gemeinnützige Vereine und Privatstiftungen.</p> <p>Nicht unter diese Regelung fallen Dienstleistungen, die ausschließlich für den Privatbereich des Unternehmers oder für den Bedarf seines Personals erbracht werden und dies bereits im Zeitpunkt des Leistungsbezugs feststeht. In diesem Fall kommen die Regelungen für Nichtunternehmer zur Anwendung.</p> <p>Sonstige Leistungen, die ihrer Art nach mit hoher Wahrscheinlichkeit nicht für das Unternehmen bestimmt sind, sind zum Beispiel:</p> <ul> <li>Krankenhausbehandlungen und ärztliche Heilbehandlungen</li> <li>von Zahnärzten und Zahntechnikern erbrachte sonstige Leistungen</li> <li>persönliche und häusliche Pflegeleistungen</li> <li>Betreuung von Kindern und Jugendlichen</li> </ul> <h4>2. Schritt: Welche Leistung wurde erbracht?</h4> <p>Im 2. Schritt ist zu klären, welche Leistung erbracht wird. Daraus bestimmt sich der Ort, an dem die sonstige Leistung steuerbar ist.</p> <p><span style="text-decoration: underline;">Generell gilt (Generalklausel):</span></p></div> <div id="e138123"> <table class="ZMSTable"> <colgroup> <col /><col /> </colgroup> <thead> <tr class="even"> <th>Leistungsempfänger ist Unternehmer</th><th>Leistungsempfänger ist Nichtunternehmer</th> </tr> </thead> <tbody> <tr class="odd"> <td>Ort, an dem der Empfänger sein Unternehmen betreibt <strong>(Empfängerort)</strong>.</td><td>Ort, an dem der Unternehmer sein Unternehmen betreibt <strong>(Unternehmerort)</strong>.</td> </tr> </tbody> </table> </div> <div id="e138124" class="zms_textarea "><p>Diese Grundregel ist immer anzuwenden, außer es handelt sich um eine sonstige Leistung, für die eine Sonderregel vorhanden ist, wie zum Beispiel:</p> <h5>Vermittlungsleistung</h5> <p>Eine Vermittlung liegt vor, wenn ein Unternehmer einen Leistungsaustausch zwischen einem Leistungsempfänger und einem Leistenden herbeiführt. Der Vermittler tätigt seine Leistung in fremdem Namen und auf fremde Rechnung.</p></div> <div id="e138125"> <table class="ZMSTable"> <colgroup> <col /><col /> </colgroup> <thead> <tr class="even"> <th>Leistungsempfänger ist Unternehmer</th><th>Leistungsempfänger ist Nichtunternehmer</th> </tr> </thead> <tbody> <tr class="odd"> <td>Empfängerort</td><td>Ort, an dem der vermittelte Umsatz ausgeführt wird.</td> </tr> </tbody> </table> </div> <div id="e138126" class="zms_textarea "><h5>Grundstücksleistung</h5> <p>Grundstücksleistungen sind z. B. auch die Vermietung und Verpachtung von Grundstücken und von Wohn- und Schlafräumen, die Leistungen eines Grundstücksmaklers, Leistungen zur Vorbereitung oder zur Koordinierung von Bauleistungen mit Bezug auf ein konkretes Grundstück.</p></div> <div id="e138127"> <table class="ZMSTable"> <colgroup> <col /><col /> </colgroup> <thead> <tr class="even"> <th>Leistungsempfänger ist Unternehmer</th><th>Leistungsempfänger ist Nichtunternehmer</th> </tr> </thead> <tbody> <tr class="odd"> <td>Grundstücksort</td><td>Grundstücksort</td> </tr> </tbody> </table> </div> <div id="e138128" class="zms_textarea "><p>Als Grundstück gilt nun im Wesentlichen</p> <ul> <li>ein bestimmter Teil der Erdoberfläche, an dem Eigentum und Besitz begründet werden kann.</li> <li>mit oder im Boden befestigte Gebäude oder Bauwerke, die nicht leicht abgebaut oder bewegt werden können.</li> <li>Sachen, die einen wesentlichen Bestandteil eines Gebäudes oder eines Bauwerks bilden, ohne die es unvollständig ist (z. B. Türen, Fenster, Dächer, Aufzüge).</li> <li>Sachen, Ausstattungsgegenstände oder Maschinen, die auf Dauer in einem Gebäude oder Bauwerk installiert sind und die nicht bewegt werden können, ohne dass das Gebäude oder Bauwerk zerstört oder verändert wird.</li> </ul> <p>Nur Dienstleistungen, die in einem hinreichend direkten Zusammenhang mit dem Grund­stück stehen, werden als Grundstücksleistungen betrachtet: So fällt beispielsweise die Erstel­lung von Bauplänen für ein konkretes Grundstück unter die Kategorie Grund­stücksleistung, eine Planerstellung ohne Bezug auf ein konkretes Grundstück jedoch nicht. Ebenso sind Reparaturarbeiten an einem Gebäude eine Grundstücksleistung, die Reparatur oder Wartung von Maschinen, die kein fester Bestandteil des Grundstücks sind oder sein werden, jedoch nicht.</p></div> <div id="e138129" class="zms_textarea "><h5>Personenbeförderung</h5></div> <div id="e138130"> <table class="ZMSTable"> <colgroup> <col /><col /> </colgroup> <thead> <tr class="even"> <th>Leistungsempfänger ist Unternehmer</th><th>Leistungsempfänger ist Nichtunternehmer</th> </tr> </thead> <tbody> <tr class="odd"> <td>Ort, an dem die Beförderung stattfindet.</td><td>Ort, an dem die Beförderung stattfindet.</td> </tr> </tbody> </table> </div> <div id="e138131" class="zms_textarea "><h5>Güterbeförderung innerhalb der EU</h5> <p>Zu einer Güterbeförderungsleistung gehören auch die Beförderungsnebenleistungen. Das sind z. B. das Be- und Entladen, die Lagerung und alle anderen Leistungen, die eng mit der Beförderungsleistung verbunden sind.</p></div> <div id="e138132"> <table class="ZMSTable"> <colgroup> <col /><col /> </colgroup> <thead> <tr class="even"> <th>Leistungsempfänger ist Unternehmer</th><th>Leistungsempfänger ist Nichtunternehmer</th> </tr> </thead> <tbody> <tr class="odd"> <td>Empfängerort</td><td>Abgangsort</td> </tr> </tbody> </table> </div> <div id="e138133" class="zms_textarea "><h5><strong>Leistungen in Zusammenhang mit kulturellen, künstlerischen, wissenschaftlichen, unterrichtenden, sportlichen und unterhaltenden Tätigkeiten</strong></h5></div> <div id="e138134"> <table class="ZMSTable"> <colgroup> <col /><col /> </colgroup> <thead> <tr class="even"> <th>Leistungsempfänger ist Unternehmer</th><th>Leistungsempfänger ist Nichtunternehmer</th> </tr> </thead> <tbody> <tr class="odd"> <td>Empfängerortprinzip</td><td>Ort, an dem der Unternehmer ausschließlich oder zum wesentlichen Teil tätig wird.</td> </tr> </tbody> </table> </div> <div id="e138135" class="zms_textarea "><h5>Eintrittsberechtigung</h5> <p>Darunter fallen auch alle mit den Eintrittsberechtigungen zusammenhängenden sonstigen Leistungen für kulturelle, künstlerische und ähnliche Veranstaltungen</p></div> <div id="e138136"> <table class="ZMSTable"> <colgroup> <col /><col /> </colgroup> <thead> <tr class="even"> <th>Leistungsempfänger ist Unternehmer</th><th>Leistungsempfänger ist Nichtunternehmer</th> </tr> </thead> <tbody> <tr class="odd"> <td>Ort, an dem die Veranstaltung tatsächlich stattfindet.</td><td>Ort, an dem die Veranstaltung tatsächlich stattfindet.</td> </tr> </tbody> </table> </div> <div id="e138137" class="zms_textarea "><h5>Kurzfriste Vermietung eines Beförderungsmittels</h5> <p><strong>Kurzfristige Vermietung:</strong></p> <ul> <li>nicht mehr als 90 Tage bei Wasserfahrzeugen</li> <li>nicht mehr als 30 Tage bei allen anderen Beförderungsmitteln</li> </ul></div> <div id="e138138"> <table class="ZMSTable"> <colgroup> <col /><col /> </colgroup> <thead> <tr class="even"> <th>Leistungsempfänger ist Unternehmer</th><th>Leistungsempfänger ist Nichtunternehmer</th> </tr> </thead> <tbody> <tr class="odd"> <td>Ort, an dem das Beförderungsmittel dem Leistungsempfänger tatsächlich zur Verfügung gestellt wird.</td><td>Ort, an dem das Beförderungsmittel dem Leistungsempfänger tatsächlich zur Verfügung gestellt wird.</td> </tr> </tbody> </table> </div> <div id="e138139" class="zms_textarea "><h5>Langfristige Vermietung eines Beförderungsmittels</h5></div> <div id="e138140"> <table class="ZMSTable"> <colgroup> <col /><col /> </colgroup> <thead> <tr class="even"> <th>Leistungsempfänger ist Unternehmer</th><th>Leistungsempfänger ist Nichtunternehmer</th> </tr> </thead> <tbody> <tr class="odd"> <td>Empfängerort</td><td>Empfängerort (Ausnahme Sportboote: Ort, an dem das Boot zur Verfügung gestellt wird, wenn der leistende Unternehmer dort sein Unternehmen betreibt.)</td> </tr> </tbody> </table> </div> <div id="e138141" class="zms_textarea "><p>Weiters gibt es Sonderregelungen für bestimmte Leistungen (Katalogleistungen), wenn der Empfänger der Leistung eine Privatperson im Drittland ist.</p> <p><strong>Telekommunikations- bzw. Rundfunkdienstleistungen und elektronische Dienstleistungen</strong></p> <p>Werden diese Leis­tun­gen an Privatpersonen innerhalb der EU erbracht werden, führt dies zu einer Steuer­pflicht im Wohnsitzstaat.</p> <p>Der leistende Unternehmer muss daher die ausländischen Steuerbeträge an die je­wei­li­gen ausländischen Finanzverwaltungen abführen. Um die neue Rechtslage für Unter­neh­mer zu vereinfachen, ist die Umsatzsteuererklärung auf einem eigenen Web­portal (dem so­­genannten Mini-One-Stop-Shop) zu machen.</p> <p>Auf elektronischem Weg erbrachte Leistungen sind solche, die über das Internet oder ein anderes elektronisches Netz erbracht werden und deren Erbringung in hohem Ausmaß auf Informationstechnologie basiert (die Leistung ist im Wesentlichen automatisiert).</p> <p>Zu den elektronischen Dienstleistungen, Telekommunikations- und Rundfunkdienstleistungen zählen auch:</p> <ul> <li>Übertragung, Ausstrahlung oder Empfang von Bild- und Tonsignalen oder Infor­ma­tio­nen jeglicher Art über Draht, Funk oder sonstige elektromagnetische Medien</li> <li>die Abtretung und Einräumung von Nutzungsrechten an Einrichtungen zur Über­tra­gung, Ausstrahlung oder zum Empfang</li> <li>die Verbreitung von Rundfunk- und Fernsehprogrammen über Kabel, Antenne oder Satellit</li> <li>Leistungen, die über das Internet oder ein elektronisches Netz, einschließlich Netze zur Übermittlung digitaler Inhalte erbracht werden und deren Erbringung aufgrund der Merkmale der sonstigen Leistungen in hohem Maße auf Informationstechnologie angewiesen sind z. B. Bereitstellung von Datenbanken, Internet-Service-Pakete</li> </ul> <p>Für Unternehmen, deren Umsatz für diese Leistungen den Betrag von € 10.000 Euro im vorangegangen Kalenderjahr nicht und im laufenden Kalenderjahr noch nicht überstiegen hat, gilt ab 2019 eine Ausnahme vom Empfängerortprinzip. In diesem Fall sind diese Leistungen am Unternehmerort steuerbar. Beim Vorliegen aller Voraussetzungen kann gegebenenfalls auch die Kleinunternehmerregelung in Anspruch genommen werden und die Umsätze sind somit von der Umsatzsteuer befreit. Der Unternehmer kann auf diese Regelung verzichten und ist an diesen Verzicht für mindestens zwei Kalenderjahre gebunden.</p></div> <div id="e138142" class="zms_textarea "><h3>Sie erbringen eine grenzüberschreitende Dienstleistung</h3> <p>Erbringen Sie Dienstleistungen, deren Leistungsort im Ausland ist, so ist diese Leistung im Ausland der Umsatzsteuer zu unterwerfen.</p> <p>Die Ausgangsrechnung wäre grundsätzlich also auch mit ausländischer Umsatzsteuer auszustellen und diese Steuer ist an das ausländische Finanzamt abzuführen. Ist der Leistungsempfänger ein Unternehmer, geht diese Steuer in vielen Fällen aber auf den ausländischen Leistungsempfänger über (Reverse Charge) und man erspart sich als Leistungserbringer damit die Steuererklärung im Ausland. Ausgangsrechnungen an Unternehmer sind in diesen Fällen daher ohne Umsatzsteuer auszustellen. Weisen Sie z. B. mit dem Text "Übergang der Steuerschuld" auf Ihrer Rechnung darauf hin und führen Sie beide UID-Nummern auf der Rechnung an. Die Rechnung muss spätestens am 15. Tag des auf die Leistung folgenden Monats ausgestellt werden.</p> <p><em>Beispiel: Die Leistung wird im Juni 2019 erbracht. Daher muss die Rechnung bis 15. Juli 2019 ausgestellt werden.</em></p> <h4>Meldungen an die Finanz</h4> <p>Dienstleistungen mit Leistungsort in einem anderem EU-Mitgliedstaat, für welche es zum Übergang der Steuerschuld auf den Leistungsempfänger kommt, sind auch in die <strong>Zusammenfassenden Meldungen</strong> aufzunehmen, welche der österreichischen Finanz bis zum Ablauf des auf den Meldezeitraum (Monat/Quartal) folgenden Kalendermonates elektronisch zu übermitteln sind. Betroffen sind nur Dienstleistungen, die unter die Generalklausel (Empfängerortprinzip) fallen. Beachten Sie auch, dass Sie für diese Meldungen die gültigen und bestätigten UID-Nummern Ihrer Kunden benötigen.</p> <h3>Für Empfänger von Dienstleistungen</h3> <p>Alle Unternehmer, die sonstige Leistungen aus dem Ausland empfangen, deren Leistungsort Österreich ist, und auf die die Steuerschuld übergeht, brauchen eine <strong>UID-Nummer</strong>. Dies gilt auch für Kleinunternehmer, unecht befreite Unternehmer und Landwirte.</p> <p><strong>Eingangsrechnung</strong></p> <p>Erhalten Sie eine Rechnung eines ausländischen Dienstleisters mit Leistungsort Österreich, so wird Sie Ihr Lieferant in vielen Fällen auf den Übergang der Steuerschuld hinweisen. Sollte fälschlicherweise eine ausländische Umsatzsteuer ausgewiesen sein, so ist diese auch im Zuge einer Vorsteuerrückerstattung im Ausland meist nicht lukrierbar. Lassen Sie diese Rechnungen vom Lieferanten berichtigen und bezahlen Sie nur den Nettobetrag.</p> <p><strong>Meldungen an die Finanz</strong></p> <p>Eingangsrechnungen, bei denen die Steuerschuld auf Sie übergeht, sind in Summe der Finanz in der Umsatzsteuervoranmeldung bzw. Umsatzsteuererklärung zu melden. Sofern Sie zum Vorsteuerabzug berechtigt sind, wird in der gleichen UVA der gleiche Betrag als Vorsteuer aus Reverse Charge wieder abgezogen (ein Nullsummenspiel).</p> <h3>Meldung an die <strong>Statistik Austria </strong>für Leistenden und Leistungsempfänger</h3> <p>Die Österreichische Nationalbank erhebt jährlich die Zahlungsbilanz. Darin werden die Leistungs- und Kapitaltransaktionen zwischen Österreich und dem Ausland abgebildet. Um eine Zahlungsbilanz erstellen zu können, ist es nötig zu wissen, wie sich die Leistungsexporte bzw. -importe entwickeln.</p> <p>Daher sind Unternehmen verpflichtet, quartalsweise die <strong>Dienstleistungsimporte und -exporte</strong> an die Statistik Austria zu melden.</p> <p>Meldepflicht besteht für alle Unternehmen, die</p> <ul> <li>ihren Sitz im Inland haben und</li> <li>deren Dienstleistungsexporte bzw. -importe € 500.000,00 im Vorjahr erreicht oder überschritten haben, spätestens aber</li> <li>ab dem Quartal, in dem im Laufe des Kalenderjahres dieser Schwellenwert erreicht oder überschritten wurde.</li> </ul> <p>Für die Ermittlung des Schwellenwerts sind alle grenzüberschreitenden Dienstleistungen zusammenzurechnen.</p> <p><a href="http://www.statistik.at/web_de/frageboegen/unternehmen/erhebung_des_grenzueberschreitenden_dienstleistungsverkehrs/meldeformulare_und_erlaeuterungen/index.html" target="_blank">Ausführliche Erläuterung und Meldeformular der Statistik Austria</a></p></div> </div> <p class="hideme_print top_anchor"> <a class="arrow" href="#top" title="nach oben">nach oben</a> </p> </div> <div class="infolist_section item_4" id="infolist_section_uid-bestaetigungsverfahren"> <h2 title="UID-Bestätigungsverfahren">UID-Bestätigungsverfahren</h2> <div class="content"> <div id="e138144" class="zms_textarea "><p>Damit sich Unternehmer von der Gültigkeit der UID-Nummer eines EU-Geschäftspartners überzeugen können, wurde EU-weit das sogenannte Bestätigungsverfahren eingeführt.</p> <p>Hat ein Unternehmer eine Lieferung steuerfrei behandelt und stellt sich in der Folge heraus, dass die UID-Nummer nicht richtig ist, ist die Steuerbefreiung grundsätzlich verwirkt. Es sei denn, dass die Inanspruchnahme auf unrichtigen Angaben des Abnehmers beruht und der Unternehmer die Unrichtigkeit dieser Angaben trotz Anwendung der Sorgfalt eines ordentlichen Kaufmannes nicht erkennen konnte. In diesem Fall schuldet der Abnehmer die entgangene Steuer.</p> <p>Auch bei Inlandslieferungen muss vom Rechnungsempfänger die UID-Nummer überprüft werden. Ist diese nicht gültig, geht für den Rechnungsempfänger das Recht auf einen Vorsteuerabzug ver­loren.</p> <p>Die Überprüfung ist am einfachsten mittels FinanzOnline möglich:</p> <p>Auf <a href="https://finanzonline.bmf.gv.at/" target="_blank">finanzonline.bmf.gv.at</a> können Sie nach Eingabe Ihrer Zugangsdaten diese Überprüfung im Menü "Eingaben" unter "Anträge" und "UID-Bestätigung" durchführen. Durch Eingabe der eigenen UID und jener Ihres Kunden bzw. Lieferanten erhalten Sie den gespeicherten Namen und die Adresse aus­gegeben (Stufe 2 Überprüfung). Diese Ausgabe ist als Ausdruck zu den Buchhaltungsunterlagen zu nehmen.</p> <p>Die UID-Abfrage hat verpflichtend elektronisch zu erfolgen. Eine Anfrage nach Stufe 2 soll insbesondere dann angewendet werden,</p> <ul> <li>wenn Zweifel an der Richtigkeit der Angaben des Warenempfängers bestehen,</li> <li>wenn mit einem Geschäftspartner erstmals Geschäftsbeziehungen aufgenommen werden,</li> <li>bei Gelegenheitskunden und</li> <li>bei Abholfällen.</li> </ul></div> </div> <p class="hideme_print top_anchor"> <a class="arrow" href="#top" title="nach oben">nach oben</a> </p> </div> <div class="infolist_section item_5" id="infolist_section_vorsteuerrueckerstattung_aus_eu-staaten"> <h2 title="Vorsteuerrückerstattung aus EU-Staaten">Vorsteuerrückerstattung aus EU-Staaten</h2> <div class="content"> <div id="e138146" class="zms_textarea "><p>Österreichische Unternehmer, die zum Vorsteuerabzug berechtigt sind, können sich auch Vorsteuern, die außerhalb Österreichs angefallen sind, erstatten lassen. Ebenso können sich ausländische Unternehmen die österreichische Vorsteuer rückerstatten lassen.</p> <p><strong>Voraussetzung</strong> für die Vorsteuererstattung ist, dass der Unternehmer</p> <ul> <li>im EU-Mitgliedsstaat der Erstattung nicht ansässig ist,</li> <li>im EU-Mitgliedstaat keine Umsätze – ausgenommen bestimmte Beförderungsleistungen, bestimmte auf elektronischem Weg erbrachte Leistungen oder Reverse Charge Umsätze - getätigt hat und</li> <li>mit seinen Umsätzen im Ansässigkeitsstaat vorsteuerabzugsberechtigt ist.</li> </ul> <h3>Wie läuft nun das Verfahren ab?</h3> <p>Der Antrag ist elektronisch zu machen (in Österreich über FinanzOnline).</p> <p>Der Nachweis der Vorsteuerabzugsberechtigung des Unternehmers ist nicht mehr notwendig (Unternehmerbescheinigung). Der Antrag wird bei Nichterfüllen der Voraussetzungen im Ansässigkeitsstaat einfach nicht weitergeleitet. Für jede Rechnung sind im elektronischen Antrag bestimmte Angaben zu machen: Name, Anschrift und UID-Nummer des Leistenden, Rechnungsdatum und -nummer, Nettobetrag und Umsatzsteuerbetrag, hiervon der abzugsfähige Betrag, Art der er­wor­benen Gegenstände und Dienstleistungen, aufgeschlüsselt nach einer Kennziffer von 1 bis 10. Es müssen keine Originalbelege übermittelt werden.</p> <p>Die Übermittlung von Kopien jener Rechnungen, deren Steuerbemessungsgrundlage mindestens € 1.000,00 (bzw. € 250,00 bei Kraftstoffrechnungen) beträgt, kann verlangt werden. Der Mitgliedsstaat der Erstattung kann vom Antragsteller auch eine Beschreibung sei­ner Geschäftstätigkeit verlangen sowie die Sprache festlegen, in welcher die An­ga­ben im Erstattungsantrag zu erfolgen haben. Die Frist, bis zu der spätestens der Antrag gestellt werden muss, ist der 30.9. des folgenden Kalenderjahres.</p> <p>Der Erstattungsantrag darf einen Betrag von € 400,00 (bzw. € 50,00 bei An­trag­stel­lung für ein ganzes Kalenderjahr oder den Rest eines Kalenderjahres) nicht unter­schreiten.</p> <p>Nach Antragstellung können zusätzliche Unterlagen angefordert wer­den, wie z. B. Rechnungskopien oder -originale.</p> <p>Zwei Monate nach Eingang von angeforderten Informationen, jedenfalls aber inner­halb von acht Monaten nach Eingang des Erstattungsantrages, wird die Entscheidung über eine vollständige oder teilweise Erstattung mitgeteilt. Der erstattungsfähige Be­trag wird daraufhin innerhalb von zehn Werktagen erstattet.</p> <p>Festsetzung einer Säumnisabgeltung unter bestimmten Voraussetzungen.</p></div> </div> <p class="hideme_print top_anchor"> <a class="arrow" href="#top" title="nach oben">nach oben</a> </p> </div> <div class="infolist_section item_6 last" id="infolist_section_vorsteuerrueckerstattung_aus_einem_drittland"> <h2 title="Vorsteuerrückerstattung aus einem Drittland">Vorsteuerrückerstattung aus einem Drittland</h2> <div class="content"> <div id="e138148" class="zms_textarea "><p>Mangels Anwendbarkeit des Gemeinschaftsrechts ist das nationale Recht des jeweiligen Erstattungsstaates maßgeblich. So gilt für diese Erstattungsanträge von Drittlandsunternehmern in Österreich insbesondere weiterhin eine Erstattungsfrist von sechs Monaten (bis 30. Juni des Folgejahres).</p> <p>Für eine Vorsteuerrückerstattung aus einem Drittland muss ein Antrag in Papierform gestellt und die Originalbelege mitgeschickt werden. Wir empfehlen Ihnen, die Originalbelege vorher zu kopieren. Dem Antrag ist weiters eine vom Finanzamt ausgestellte Unternehmerbestätigung beizulegen.</p></div> </div> <p class="hideme_print top_anchor"> <a class="arrow" href="#top" title="nach oben">nach oben</a> </p> </div> <div id="e138149" class="zms_textarea "><p>Stand: 22. August 2019</p></div> <div class="hideme_print top_anchor"> <a class="arrow" href="#content" title="nach oben">nach oben</a> </div> <div id="e138151" class="zms_textarea "><p class="disclaimer">Trotz sorgfältiger Datenzusammenstellung können wir keine Gewähr für die vollständige Richtigkeit der dargestellten Informationen übernehmen. Sollten Sie spezielle Fragen zu einem der Themen haben, stehen wir Ihnen jederzeit gerne für ein persönliches Gespräch zur Verfügung.</p></div> aussergewoehnliche_belastungenAußergewöhnliche Belastungen <div id="e134894" class="zms_textarea "><p>Ebenso wie Sonderausgaben handelt es sich bei außergewöhnlichen Belastungen um Aufwendungen, die mit der privaten Lebensführung in Zusammenhang stehen. Außergewöhnliche Belastungen sind in jenem Kalenderjahr zu berücksichtigen, in dem sie geleistet werden. Sie sind bei der Ermittlung des Einkommens nach Abzug der Sonderausgaben abzuziehen. Aufwendungen, welche Betriebsausgaben, Werbungskosten oder Sonderausgaben sind, können nicht als außergewöhnliche Belastungen geltend gemacht werden.</p> <p>Damit eine Aufwendung als außergewöhnliche Belastung die Steuerbemessungsgrundlage mindert, darf sie unter kein Abzugsverbot fallen und muss drei Voraussetzungen erfüllen:</p> <p>Die Belastung muss</p> <ul> <li>außergewöhnlich sein,</li> <li>zwangsläufig erwachsen,</li> <li>die wirtschaftliche Leistungsfähigkeit des Steuerpflichtigen wesentlich beeinträchtigen.</li> </ul> <p>Grundsätzlich werden außergewöhnliche Belastungen im Wege der Steuerveranlagung berücksichtigt. Ist das Einkommen des Steuerpflichtigen so niedrig, dass es zu keiner Vorschreibung von Einkommensteuer kommt, können außergewöhnliche Belastungen steuerlich keine Abgeltung nach sich ziehen.</p> <p>Weiters können außergewöhnliche Belastungen grundsätzlich nur insoweit berücksichtigt wer­den, als der individuelle Selbstbehalt, der vom Einkommen, von der Anzahl der Kinder sowie vom Zustehen des Alleinverdiener- bzw. Allein­er­zie­her­ab­setz­be­trages (AVAB/ AEAB) ab­hängt, über­schritten wird. Bestimmte außergewöhnliche Be­las­tungen können ohne Be­rück­sich­ti­gung des Selbstbehalts abgezogen werden (z. B. Katastrophenschäden).</p></div> <div class="infolist_section item_1 first" id="infolist_section_aussergewoehnlichkeit"> <h2 title="Außergewöhnlichkeit">Außergewöhnlichkeit</h2> <div class="content"> <div id="e134897" class="zms_textarea "><p>Außergewöhnlich ist eine Belastung, wenn sie höher ist als jene, die der Mehrzahl der Steuerpflichtigen gleicher Einkommensverhältnisse erwächst. Dies ist nicht der Fall, wenn es sich um eine im täglichen Leben übliche Erscheinung bzw. "gewöhnliche" Belastung handelt.</p> <p>Hinsichtlich der Beurteilung des Begriffs "außergewöhnlich" ist auf die Einkommens- und Vermögensverhältnisse des Steuerpflichtigen abzustellen: Während Aufwendungen bei niedrigen Einkommens- und Vermögensverhältnissen oft das Merkmal der Außergewöhnlichkeit aufweisen, können die gleichen Aufwendungen bei gehobenen Einkommens- und Vermögensverhältnissen durchaus im Bereich der normalen Lebensführung gelegen sein.</p></div> </div> <p class="hideme_print top_anchor"> <a class="arrow" href="#top" title="nach oben">nach oben</a> </p> </div> <div class="infolist_section item_2" id="infolist_section_zwangslaeufigkeit"> <h2 title="Zwangsläufigkeit">Zwangsläufigkeit</h2> <div class="content"> <div id="e136025" class="zms_textarea "><p>Eine Belastung erwächst zwangsläufig, wenn sich der Steuerpflichtige ihr aus tatsächlichen, rechtlichen oder sittlichen Gründen nicht entziehen kann. Der Tatbestand der Zwangsläufigkeit gilt als nicht erfüllt, wenn die Belastung vorsätzlich oder grob fahrlässig herbeigeführt worden ist, oder Folge eines Verhaltens ist, zu dem sich der Steuerpflichtige freiwillig entschlossen hat.</p></div> </div> <p class="hideme_print top_anchor"> <a class="arrow" href="#top" title="nach oben">nach oben</a> </p> </div> <div class="infolist_section item_3" id="infolist_section_beeintraechtigung_der_wirtschaftlichen_leistungsfaehigkeit"> <h2 title="Beeinträchtigung der wirtschaftlichen Leistungsfähigkeit">Beeinträchtigung der wirtschaftlichen Leistungsfähigkeit</h2> <div class="content"> <div id="e136027" class="zms_textarea "><p>Die Beeinträchtigung der wirtschaftlichen Leistungsfähigkeit wird daran gemessen, ob die Belastung den vom Steuerpflichtigen zu tragenden Selbstbehalt überschreitet.</p> <p>Bemessungsgrundlage für den Selbstbehalt ist der Gesamtbetrag der Einkünfte abzüglich Sonderausgaben. Abhängig von der Einkommenshöhe beträgt der Selbstbehalt bei einem Einkommen</p></div> <div id="e136028"> <table class="ZMSTable"> <colgroup> <col /><col /> </colgroup> <thead> <tr class="even"> <th>Einkommen</th><th>Höchstbetrag jährlich</th> </tr> </thead> <tbody> <tr class="odd"> <td>bis zu € 7.300,00</td><td>6 %</td> </tr><tr class="even"> <td>mehr als € 7.300,00 bis zu € 14.600,00</td><td>8 %</td> </tr><tr class="odd"> <td>mehr als € 14.600,00 bis zu € 36.400,00</td><td>10 %</td> </tr><tr class="even"> <td>mehr als € 36.400,00</td><td>12 %</td> </tr> </tbody> </table> </div><div id="e136029"> <table class="ZMSTable"> <colgroup> <col /><col /> </colgroup> <thead> <tr class="even"> <th>Verringerter Selbstbehalt</th><th></th> </tr> </thead> <tbody> <tr class="odd"> <td>Dem Steuerpflichtigen steht der Alleinverdiener- oder Alleinerzieherabsetzbetrag zu</td><td>Minus 1&nbsp;%</td> </tr><tr class="even"> <td>Für jedes Kind, für das mindestens sechs Monate der Kinder- oder Unterhaltsabsetzbetrag gewährt wird</td><td>Minus 1&nbsp;%</td> </tr><tr class="odd"> <td>Dem Steuerpflichtigen steht kein Alleinverdiener- oder Alleinerzieherabsetzbetrag zu, <ul> <li>er ist aber mehr als sechs Monate im Kalenderjahr verheiratet oder eingetragener Partner, lebt vom (Ehe-) Partner nicht dauernd getrennt und </li> <li>der (Ehe-)Partner erzielt Einkünfte von höchstens € 6.000,00 jährlich. </li> </ul></td><td>Minus 1&nbsp;%</td> </tr> </tbody> </table> </div> </div> <p class="hideme_print top_anchor"> <a class="arrow" href="#top" title="nach oben">nach oben</a> </p> </div> <div class="infolist_section item_4" id="infolist_section_kein_selbstbehalt_wird_bei_folgenden_aufwendungen_abgezogen_"> <h2 title="Kein Selbstbehalt wird bei folgenden Aufwendungen abgezogen:">Kein Selbstbehalt wird bei folgenden Aufwendungen abgezogen:</h2> <div class="content"> <div id="e137437" class="zms_textarea "><h3>Katastrophenschäden</h3> <p>Aufwendungen zur Beseitigung von Katastrophenschäden, insbesondere Hochwasser-, Erdrutsch-, Vermurungs-, Lawinen- und Sturmschäden. Absetzbar sind die Aufräumungsarbeiten und die Wiederbeschaffungskosten der zerstörten Wirtschaftsgüter, wenn diese den in- oder ausländischen Hauptwohnsitz betreffen. Aufwendungen für Katastrophenschäden, die einen Zweitwohnsitz betreffen, führen nicht zur Berücksichtigung einer außergewöhnlichen Belastung. Absetzbar sind nur Kosten der Beseitigung eines eingetretenen Katastrophenschadens. Aufwendungen, die hinsichtlich der Abwehr künftiger Katastrophen getätigt werden, sind nicht absetzbar.</p> <h3>Kosten einer auswärtigen Berufsausbildung von Kindern</h3> <p>Solche Aufwendungen gelten insbesondere dann als außergewöhnliche Belastung, wenn im Einzugsbereich des Wohnortes keine entsprechende Ausbildungsmöglichkeit besteht. Die Berücksichtigung der tatsächlich nachgewiesenen Kosten ist nicht möglich. Vielmehr werden derartige Aufwendungen durch einen Pauschbetrag von € 110,00 monatlich berücksichtigt.</p> <h3>Erhalt der erhöhten Familienbeihilfe</h3> <p>Mehraufwendungen des Steuerpflichtigen für Personen, für die erhöhte Familienbeihilfe gewährt wird. Ohne Nachweis der tatsächlichen Kosten werden derartige Mehraufwendungen in Höhe von € 262,00 monatlich, vermindert um die Summe der pflegebedingten Geldleistungen, berücksichtigt. Daneben sind allenfalls folgende Kosten als außergewöhnliche Belastung abzugsfähig: Nicht regelmäßig anfallende Aufwendungen für Hilfsmittel, Kosten der Heilbehandlung sowie das Entgelt für die Unterrichtserteilung in einer Sonder- oder Pflegeschule oder für die Tätigkeit in einer Behindertenwerkstätte.</p> <h3>Behinderung: tatsächlicher Aufwand statt Pauschbeträge</h3> <p>Aufwendungen, die an Stelle der Pauschbeträge geltend gemacht werden. Darunter sind Mehraufwendungen infolge einer längerfristigen körperlichen oder geistigen Behinderung des Steuerpflichtigen selbst oder – bei Bestehen des Anspruchs auf den Alleinverdienerabsetzbetrag – seines (Ehe-)Partners zu verstehen. Eine Behinderung liegt vor, wenn das Ausmaß der Minderung der Erwerbsfähigkeit mindestens 25 % beträgt. Sie werden, wenn keine pflegebedingte Geldleistung (Pflegegeld, Pflegezulage oder Blindenzulage) bezogen wird, durch einen Freibetrag berücksichtigt. Gemäß dieser Gesetzesstelle werden folgende Freibeträge jährlich gewährt:</p></div> <div id="e137438"> <table class="ZMSTable"> <colgroup> <col /><col /> </colgroup> <tbody> <tr class="odd"> <th>Bei einer Minderung der Erwerbsfähigkeit von:</th> <td>ein Freibetrag von:</td> </tr><tr class="even"> <th>25 % bis 34 %</th> <td>€ 75,00</td> </tr><tr class="odd"> <th>35 % bis 44 %</th> <td>€ 99,00</td> </tr><tr class="even"> <th>45 % bis 54 %</th> <td>€ 243,00</td> </tr><tr class="odd"> <th>55 % bis 64 %</th> <td>€ 294,00</td> </tr><tr class="even"> <th>65 % bis 74 %</th> <td>€ 363,00</td> </tr><tr class="odd"> <th>75 % bis 84 %</th> <td>€ 435,00</td> </tr><tr class="even"> <th>85 % bis 94 %</th> <td>€ 507,00</td> </tr><tr class="odd"> <th>ab 95 %</th> <td>€ 726,00</td> </tr> </tbody> </table> </div> <div id="e137439" class="zms_textarea "><h3>Behinderung: Aufwendungen höher als pflegebedingte Geldleistung</h3> <p>Mehraufwendungen aus dem Titel der Behinderung, wenn der Steuerpflichtige selbst (gegebenenfalls auch (Ehe-)Partner, Kind) pflegebedingte Geldleistungen wie Pflegegeld, Pflegezulage, Blindengeld oder Blindenzulage erhält, soweit sie die Summe dieser pflegebedingten Geldleistungen übersteigen.</p> <h3>Betreuung von Kindern</h3> <p>Als außergewöhnliche Belastungen ohne Selbstbehalt gelten bis zur Veranlagung 2018 auch Aufwendungen für die Betreuung von Kindern bis höchstens € 2.300,00 pro Kind und Kalenderjahr unter folgenden Voraussetzungen:</p> <ul> <li>das Kind hat zu Beginn des Kalenderjahres das zehnte Lebensjahr noch nicht vollendet,</li> <li>es wurde für mehr als sechs Monate im Kalenderjahr der Kinderabsetzbetrag gewährt,</li> <li>das Kind hält sich ständig im Inland, in einem Mitgliedstaat der EU oder des EWR oder in der Schweiz auf,</li> <li>die Kosten müssen unmittelbar an eine Kinderbetreuungseinrichtung oder eine pädagogisch qualifizierte Betreuungsperson gezahlt worden sein.</li> </ul> <p>Die Kinderbetreuungskosten sind auch von der unterhaltsverpflichteten Person absetzbar (z. B. geschiedener Elternteil), wenn ihr der Unterhaltsabsetzbetrag für mehr als sechs Monate im Kalenderjahr zusteht.</p> <p>Ist ein Kind zu 50 % oder mehr behindert, so sind Kinderbetreuungskosten bis zum 16. Lebensjahr des Kindes zusätzlich zu einem bestehenden Freibetrag von EUR 262,00 monatlich steuerlich abzugsfähig.</p> <p>Diese Regelung wurde per 1.1.2019 gestrichen.</p> <h3><strong>Außergewöhnliche Belastungen mit Selbstbehalt</strong></h3> <p>Beispiele für außergewöhnliche Belastungen, bei denen ein Selbstbehalt zu berücksichtigen ist:</p> <ul> <li>Krankheitskosten: Arzt, Medikamente, Heilbehelfe usw.</li> <li>Kosten für ein Alters- oder Pflegeheim oder eine Hausbetreuung, wenn sie aufgrund von Krankheit, Pflege- oder besonderer Betreuungsbedürftigkeit entstehen</li> <li>Begräbniskosten sowie Grabmal bis je maximal € 5.000,00, wenn sie den Nachlass übersteigen</li> <li>Kurkosten im Zusammenhang mit einer Krankheit</li> </ul></div> </div> <p class="hideme_print top_anchor"> <a class="arrow" href="#top" title="nach oben">nach oben</a> </p> </div> <div class="infolist_section item_5 last" id="infolist_section_nicht_abzugsfaehig_laufende_unterhaltszahlungen"> <h2 title="Nicht abzugsfähig: laufende Unterhaltszahlungen">Nicht abzugsfähig: laufende Unterhaltszahlungen</h2> <div class="content"> <div id="e137441" class="zms_textarea "><p>Generell nicht als außergewöhnliche Belastungen abzugsfähig sind laufende Unterhaltszahlungen:</p> <ul> <li>an den (geschiedenen) Ehegatten</li> <li>an den dauernd getrennt lebenden Ehepartner</li> <li>an (un-)eheliche Kinder</li> <li>an Kinder aus geschiedenen Ehen</li> <li>an mittellose Angehörige (Eltern...) und</li> <li>an den Lebensgefährten, mit dem er/sie mit mindestens einem Kind in einer eheähnlichen Gemeinschaft lebt.</li> </ul> <p>Unterhaltsleistungen für Kinder werden entweder durch die Familienbeihilfe und den Kinderabsetzbetrag oder durch den Unterhaltsabsetzbetrag abgegolten.</p></div> </div> <p class="hideme_print top_anchor"> <a class="arrow" href="#top" title="nach oben">nach oben</a> </p> </div> <div id="e137737" class="zms_textarea "><p>Stand: 2. Jänner 2019</p></div> <div class="hideme_print top_anchor"> <a class="arrow" href="#content" title="nach oben">nach oben</a> </div> <div id="e137739" class="zms_textarea "><p class="disclaimer">Trotz sorgfältiger Datenzusammenstellung können wir keine Gewähr für die vollständige Richtigkeit der dargestellten Informationen übernehmen. Sollten Sie spezielle Fragen zu einem der Themen haben, stehen wir Ihnen jederzeit gerne für ein persönliches Gespräch zur Verfügung.</p></div> aerzte-gmbhÄrzte-GmbH <div id="e134915" class="zms_textarea "><p>Ärzte-Gruppenpraxen können auch in der Rechtsform einer GmbH geführt werden (ebenso ist die Rechtsform einer Offenen Gesellschaft (OG) möglich).</p></div> <div class="infolist_section item_1 first" id="infolist_section_gesellschafter"> <h2 title="Gesellschafter">Gesellschafter</h2> <div class="content"> <div id="e134918" class="zms_textarea "><p>Die Gründung einer Ein-Personen-Ärzte-GmbH ist nicht zulässig. Die Ärzte-GmbH muss ein Zusammenschluss mehrerer Ärzte sein.</p> <p><em>Hinweis: Dies gilt für die gesamte Lebensdauer der Ärzte-GmbH. Es darf daher auch nicht nach der Gründung der Fall eintreten, dass alle Gesellschafter – bis auf einen – aus der Gesellschaft aussteigen.</em></p> <p>Grundsätzlich gibt es keine Obergrenze, wie viele Gesellschafter an der Ärzte-GmbH beteiligt sein müssen. Allerdings legen einzelne Gesamtverträge Ober- bzw. Untergrenzen für Kassen-Gruppenpraxen fest.</p> <p>Die Gesellschafter dürfen als Gesellschafter nur zur selbstständigen Berufsausübung berechtigte Ärzte sein. Andere Personen (z. B. Ehegatten oder Kinder) oder Gesellschaften sind als Gesellschafter nicht zulässig. Jeder Gesellschafter ist maßgeblich zur persönlichen Berufsausübung in der Gesellschaft verpflichtet.</p> <p>Es können sich Ärzte unterschiedlicher Fachrichtungen zusammenschließen.</p> <p><em>Achtung: Ausgenommen sind Zahnärzte-Gruppenpraxen. In diesem Fall dürfen die Gesellschafter nur selbstständig berufsberechtigte Zahnärzte sein. Es ist auch keine Kooperation zwischen Ärzten und Zahnärzten möglich. Ein Zahnarzt darf kein Gesellschafter einer Ärzte-GmbH sein (und umgekehrt).</em></p></div> </div> <p class="hideme_print top_anchor"> <a class="arrow" href="#top" title="nach oben">nach oben</a> </p> </div> <div class="infolist_section item_2" id="infolist_section_berufsbefugnis_und_taetigkeit"> <h2 title="Berufsbefugnis und Tätigkeit">Berufsbefugnis und Tätigkeit</h2> <div class="content"> <div id="e134920" class="zms_textarea "><p>Die Berufsbefugnis der Gruppenpraxis ergibt sich grundsätzlich aus der Berufsberechtigung der an der Gruppenpraxis beteiligten Ärzte. Die Tätigkeit der Gruppenpraxis muss sich beschränken auf</p> <ul> <li>Tätigkeiten im Rahmen der Berufsbefugnis der Gruppenpraxis (einschließlich Hilfstätigkeiten),</li> <li>Tätigkeiten von Angehörigen anderer Gesundheitsberufe, die mit der Berufsbefugnis der Gruppenpraxis im direkten Zusammenhang stehen und</li> <li>Verwaltung des Gesellschaftsvermögens.</li> </ul> <p>Die Berufsausübung der Gesellschafter darf nicht an eine Weisung oder Zustimmung der Gesellschafter (Gesellschafterversammlung) gebunden werden.</p></div> </div> <p class="hideme_print top_anchor"> <a class="arrow" href="#top" title="nach oben">nach oben</a> </p> </div> <div class="infolist_section item_3" id="infolist_section_mitarbeiter"> <h2 title="Mitarbeiter">Mitarbeiter</h2> <div class="content"> <div id="e138153" class="zms_textarea "><p><strong>Unzulässig ist die Anstellung von Gesellschaftern.</strong></p> <p>Die Anstellung und Vertretung von Ärzten in Gruppenpraxen regelt das Ärztegesetz nun grundsätzlich wie folgt: Zum Zweck der Erbringung ärztlicher Leistungen dürfen zur selbständigen Berufsausübung berechtigte Ärzte in Gruppenpraxen, einschließlich Lehrgruppenpraxen, im Umfang der Anzahl der Gesellschafter-Vollzeitäquivalente, höchstens aber von insgesamt zwei Vollzeitäquivalenten, angestellt werden. Einem Vollzeitäquivalent entsprechen 40 Wochenstunden. Ein Vollzeitäquivalent berechtigt zur Anstellung von höchstens zwei Ärzten. Die Anstellung darf nur im Fachgebiet der Gesellschafter der Gruppenpraxis erfolgen. Diese sind trotz Anstellung maßgeblich zur persönlichen Berufsausübung verpflichtet. Für die Patienten ist die freie Arztwahl zu gewährleisten, wobei die angestellten Ärzte die medizinische Letztverantwortung tragen. Sowohl eine regelmäßige als auch eine fallweise Vertretung der Gesellschafter der Gruppenpraxis ist eine freiberufliche ärztliche Tätigkeit, sofern der vertretende Arzt und der vertretene Arzt nicht überwiegend gleichzeitig in der Ordinationsstätte oder Gruppenpraxis ärztlich tätig sind.</p> <p>Pro Gesellschafter können auch 5 Angehörige bestimmter anderer Gesundheitsberufe angestellt werden. Es dürfen nur Personen aus den Gesundheitsberufen angestellt werden, die in direktem Zusammenhang mit der Tätigkeit der Gruppenpraxis stehen.</p> <p>Die absolute Höchstzahl liegt bei 30 Personen aus Gesundheitsberufen.</p> <p>Für Medizinische und Chemische Labordiagnostik, Physikalische Medizin und Allgemeine Rehabilitation sowie Radiologie gilt diese Beschränkung nicht. Die ärztliche Verantwortung in einem bestimmten Behandlungsfall muss aber jedenfalls von einem bestimmten Gesellschafter getragen werden.</p> <p>Für Mitarbeiter, die keinem Gesundheitsberuf angehören, gibt es keine zahlenmäßige Beschränkung. Darunter fallen z. B. Reinigungskräfte, Ordinationsgehilfen.</p></div> </div> <p class="hideme_print top_anchor"> <a class="arrow" href="#top" title="nach oben">nach oben</a> </p> </div> <div class="infolist_section item_4" id="infolist_section_firma"> <h2 title="Firma">Firma</h2> <div class="content"> <div id="e138155" class="zms_textarea "><p>Der Firmenname der GmbH hat jedenfalls den Namen eines Gesellschafters und die in der Gruppenpraxis vertretenen Fachrichtungen zu enthalten.</p></div> </div> <p class="hideme_print top_anchor"> <a class="arrow" href="#top" title="nach oben">nach oben</a> </p> </div> <div class="infolist_section item_5" id="infolist_section_zulassung"> <h2 title="Zulassung">Zulassung</h2> <div class="content"> <div id="e138157" class="zms_textarea "><p>Eine Ärzte-GmbH muss das berufsrechtliche Zulassungsverfahren für Gruppenpraxen im Rahmen der ambulanten öffentlichen Gesundheitsversorgung absolvieren. Danach muss die Ärzte -GmbH in die Liste der Ärzte und Gruppenpraxen eingetragen werden.</p> <p>Daneben sind für die Ärzte-GmbH auch alle gesellschafts- und unternehmensrechtlichen Bestimmungen zu beachten.</p> <p>Keine Leistung wird von der Krankenkasse erstattet: Ärzte-GmbHs, die nur Behandlungen durchführen, die nicht von der Sozialversicherung erstattet werden (wie z. B. Alternativmediziner), benötigen keine berufsrechtliche Zulassung.</p> <p>Wahl-Gruppenpraxis: Wird dem Patienten ein Teil der Kosten rückerstattet, muss ein Zulassungsverfahren inklusive einer Bedarfsprüfung erfolgreich absolviert werden.</p> <p>Kassenpraxis: Wenn jeder der Gesellschafter einen Einzelvertrag mit der jeweilig zuständigen Krankenkasse hat oder die Gruppenpraxis im Stellenplan vorgesehen ist, ersetzt eine Anzeige an den zuständigen Landeshauptmann das Zulassungsverfahren.</p></div> </div> <p class="hideme_print top_anchor"> <a class="arrow" href="#top" title="nach oben">nach oben</a> </p> </div> <div class="infolist_section item_6" id="infolist_section_haftpflichtversicherung"> <h2 title="Haftpflichtversicherung">Haftpflichtversicherung</h2> <div class="content"> <div id="e138159" class="zms_textarea "><p>Eine freiberufliche ärztliche Tätigkeit (nicht nur die in Form einer GmbH) darf erst nach Abschluss und Nachweis einer Berufshaftpflichtversicherung aufgenommen werden. Die Mindestversicherungssumme hat pro Versicherungsfall € 2.000.000 zu betragen. Eine Haftungshöchstgrenze darf pro Jahr bei einer Gruppenpraxis in der Rechtsform einer GmbH € 10.000.000, bei sonstiger freiberuflicher ärztlicher Tätigkeit € 6.000.000 nicht unterschreiten.</p> <p>Die Berufshaftpflichtversicherung muss im Fall einer Ärzte-GmbH die Schadenersatzansprüche gegen die Gruppenpraxis aus dem Behandlungsvertrag und auch die Ansprüche gegenüber dem behandelnden Arzt aufgrund einer deliktischen Haftung abdecken.</p> <p>Der Ausschluss oder eine zeitliche Begrenzung der Nachhaftung des Versicherers ist unzulässig. Der geschädigte Patient kann den ihm zustehenden Schadenersatzanspruch auch gegen den Versicherer geltend machen.</p></div> </div> <p class="hideme_print top_anchor"> <a class="arrow" href="#top" title="nach oben">nach oben</a> </p> </div> <div class="infolist_section item_7" id="infolist_section_haftung"> <h2 title="Haftung">Haftung</h2> <div class="content"> <div id="e138161" class="zms_textarea "><p>Die eingeschränkte Haftung des Gesellschafters der GmbH ist oft ein Hauptmotiv für die Gründung einer solchen. Allerdings ist dabei zu beachten, dass der Geschäftsführer (GF) einer GmbH in einigen Fällen doch wieder persönlich haftet, wie zum Beispiel:</p> <ol> <li>gegenüber der <strong>Gesellschaft und den Gesellschaftern</strong><br />Der Geschäftsführer hat z. B. dafür zu sorgen, dass <ul> <li>das GmbH-Gesetz und der Gesellschaftsvertrag eingehalten wird.</li> <li>bei Geschäften zwischen der GmbH und dem GF ein Gesellschafterbeschluss vorliegt.</li> <li>bei Verlust der Hälfte des Stammkapitals unverzüglich eine Generalversammlung einberufen wird.</li> <li>rechtzeitig die Konkurseröffnung beantragt wird.</li> <li>die Rechnungslegungspflichten und Auskunftspflichten beachtet werden.</li> </ul> </li> <li>gegenüber <strong>Dritten und Gläubigern</strong><br />Die wichtigsten Haftungsfragen treten auf bei <ul> <li>Verletzung der Verpflichtung zur rechtzeitigen Konkursanmeldung.</li> <li>Zahlungen, die nach der Konkurseröffnung geleistet werden.</li> </ul> </li> <li>gegenüber <strong>Behörden</strong><br />Eine persönliche Haftung gegenüber Behörden kann sich z. B. ergeben bei <ul> <li>nicht entrichteten Steuern, Abgaben und Sozialversicherungsbeiträgen.</li> <li>Verstößen gegen arbeitnehmerschutzrechtliche Bestimmungen.</li> </ul> </li> </ol> <p>Auch bei Behandlungsfehlern haftet in erster Linie die Ärzte-GmbH. Es kann allerdings auch hier zu einer deliktischen Haftung des behandelnden Arztes kommen. Die anderen Gesellschafter haften aber nicht für einen Kunstfehler, den ein anderer Gesellschafter begangen hat.</p></div> </div> <p class="hideme_print top_anchor"> <a class="arrow" href="#top" title="nach oben">nach oben</a> </p> </div> <div class="infolist_section item_8 last" id="infolist_section_steuer"> <h2 title="Steuer">Steuer</h2> <div class="content"> <div id="e138163" class="zms_textarea "><p>GmbHs unterliegen mit <strong>ihrem Einkommen der Körperschaftsteuer</strong>. Der Gewinn ist zwingend durch Erstellung eines Jahresabschlusses zu ermitteln. Die Körperschaftsteuer beträgt grundsätzlich 25 % des Einkommens der GmbH. Bei Verlusten oder niedrigen Gewinnen hat die GmbH jedoch zumindest die sogenannte Mindestkörperschaftsteuer zu entrichten. Diese beträgt für nach dem 30.6.2013 neugegründete Gesellschaften:</p> <ul> <li>in den ersten fünf Jahren € 500,00</li> <li>in den nächsten fünf Jahren € 1.000,00 und</li> <li>danach € 1.750,00</li> </ul> <p>Die <strong>Gewinnausschüttungen</strong> der GmbH an einen beteiligten Arzt werden wiederum mit der <strong>Kapitalertragsteuer</strong> (KESt) endbesteuert. Die KESt ist von der GmbH an das Finanzamt abzuführen. Die Kapitalertragsteuer beträgt grundsätzlich 27,5 % (bis 1.1.2016 25 %) der ausgeschütteten Gewinne. Durch seine Tätigkeit als Geschäftsführer unterliegt der Arzt mit seinem <strong>Geschäftsführerbezug</strong> der <strong>Einkommensteuer</strong>. Bei einer Beteiligung von mehr als 25 % sind diese als Einkünfte aus selbständiger Arbeit zu versteuern.</p></div> </div> <p class="hideme_print top_anchor"> <a class="arrow" href="#top" title="nach oben">nach oben</a> </p> </div> <div id="e138164" class="zms_textarea "><p>Für Tierärzte können abweichende Regelungen gelten.</p></div> <div id="e138165" class="zms_textarea "><p>Stand: 22. August 2019</p></div> <div class="hideme_print top_anchor"> <a class="arrow" href="#content" title="nach oben">nach oben</a> </div> <div id="e138167" class="zms_textarea "><p class="disclaimer">Trotz sorgfältiger Datenzusammenstellung können wir keine Gewähr für die vollständige Richtigkeit der dargestellten Informationen übernehmen. Sollten Sie spezielle Fragen zu einem der Themen haben, stehen wir Ihnen jederzeit gerne für ein persönliches Gespräch zur Verfügung.</p></div> beguenstigter_empfaengerkreis_fuer_spendenBegünstigter Empfängerkreis für Spenden <div id="e136042" class="zms_textarea "><p>Grundsätzlich gelten Spenden als freiwillige Zuwendungen. Im Hinblick auf diese Tatsache wären sie nicht als Sonder- oder als Betriebsausgabe abzugsfähig. Das <strong>Gesetz erlaubt</strong> aber <strong>ausdrücklich</strong> die <strong>Abzugsfähigkeit von Zahlungen an bestimmte Einrichtungen</strong>.</p> <p><strong>Begünstigt sind beispielsweise Spenden an bestimmte Organisationen, die:</strong></p> <ul> <li>Forschungsaufgaben durchführen oder</li> <li>auf wissenschaftlicher oder künstlerischer Basis Lehraufgaben für Erwachsene übernehmen (z. B. Universitäten) oder</li> <li>ausdrücklich im Gesetz genannt sind, wie <ol style="list-style-type: lower-alpha;"> <li>die Österreichische Nationalbibliothek,</li> <li>bestimmte Museen,</li> <li>das Bundesdenkmalamt,</li> <li>bestimmte Organisationen, deren ausschließlicher Zweck die Förderung des Behindertensportes ist,</li> <li>die internationale Anti-Korruptions-Akademie,</li> <li>die Diplomatische Akademie und vergleichbare Einrichtungen mit Sitz in einem Mitgliedstaat der EU (oder einem Staat mit umfassender Amtshilfe),</li> <li>bestimmte Einrichtungen mit Sitz in einem Mitgliedstaat der EU oder einem Staat, mit dem eine umfassende Amtshilfe besteht, wenn sie mit den in lt. a bis c genannten Organisationen vergleichbar sind und der Förderung, Erhaltung, Vermittlung und Dokumentation von Kunst und Kultur in Österreich dienen.</li> </ol> </li> <li>Aufgaben der Feuerpolizei, der örtlichen Gefahrenpolizei und des Katastro­phen­schutzes erfüllen – solche Organisationen sind: Freiwillige Feuerwehren und Landes­feuer­wehrverbände.</li> </ul> <p>Daneben sind auch Spenden abzugsfähig, die an bestimmte Organisationen geleistet werden, aber nur wenn diese Organisation in die <a href="https://www.bmf.gv.at/Service/allg/spenden/show_mast.asp" target="_blank">Liste der begünstigten Spendenempfänger</a> des Bundesministeriums für Finanzen eingetragen ist. Darunter fallen Spenden an Organisationen</p> <ul> <li>die sich einsetzen bzw. Spenden sammeln für <ul> <li>mildtätige Zwecke</li> <li>Entwicklungs- und Katastrophenhilfe</li> <li>den Schutz der Umwelt, Natur- oder Artenvielfalt</li> <li>bestimmte Tierheime</li> </ul> </li> <li>zwecks Durchführung von allgemein zugänglichen künstlerischen Tätigkeiten, die der öster­reichischen Kunst und Kultur dienen, sowie der allgemein zugänglichen Präsentation von Kunstwerken. Die Körperschaft muss bestimmte Voraus­setzungen erfüllen (wie z. B. der Erhalt von bestimmten Förderungen).</li> </ul> <p>Eine Bestätigung (z. B. auf einem Fol­der oder auf dem Erlagschein), dass „Ihre Spende steuerlich absetzbar“ ist, ersetzt die Ver­öffent­li­chung auf der je­wei­li­gen Liste nicht. Nicht abzugsfähig sind echte Mitgliedsbeiträge. Beiträge, die über den Mitgliedsbeitrag hinaus freiwillig entrichtet werden, jedoch schon.</p> <p>Zuwendungen zwecks ertragsbringender Vermögensausstattung an eine gemeinnützige privatrechtliche Stiftung (oder an eine vergleichbare Vermögensmasse) oder an die Innovationsstiftung für Bildung können unter ganz bestimmten Voraussetzungen auch abzugsfähig sein.</p></div> <div class="infolist_section item_1 first" id="infolist_section_abzug_als_sonder-_und_oder_betriebsausgabe"> <h2 title="Abzug als Sonder- und/oder Betriebsausgabe">Abzug als Sonder- und/oder Betriebsausgabe</h2> <div class="content"> <div id="e136045" class="zms_textarea "><h3>Betriebsausgaben</h3> <p>Spenden sind insoweit als Betriebsausgabe abzugsfähig, als sie 10 % des Gewinns des aktuellen Wirtschaftsjahres nicht übersteigen. Maßgeblich ist der Gewinn vor Berücksichtigung eines Gewinnfreibetrages.</p> <h3>Sonderausgaben</h3> <p>Alle freiwilligen Zuwendungen werden addiert. Übersteigen sie 10 % des Gewinns, können sie bis höchstens 10 % des Gesamtbetrags der Einkünfte als Sonderausgabe abgesetzt werden.</p> <p>Neu ab 1.1.2017: Spenden sind nur mehr als Sonderausgaben abzusetzen, wenn dem Empfänger der Vor- und Zuname und das Geburtsdatum des Spenders bekannt gegeben werden. Der Spendenempfänger ist verpflichtet, die Daten über Finanz Online an die Abgabenbehörden zu übermitteln. Kommt der übermittlungspflichtige Empfänger dieser Verpflichtung nicht gänzlich nach, wird er vom Finanzamt dazu aufgefordert. Übermittelt er die Daten trotzdem nicht, wird der Bescheid für die Anerkennung als spendenbegünstigte Körperschaft widerrufen und die Spendenorganisation von der Liste gestrichen.</p></div> </div> <p class="hideme_print top_anchor"> <a class="arrow" href="#top" title="nach oben">nach oben</a> </p> </div> <div id="e137743" class="zms_textarea "><p>Stand: 2. Jänner 2019</p></div> <div class="hideme_print top_anchor"> <a class="arrow" href="#content" title="nach oben">nach oben</a> </div> <div id="e137745" class="zms_textarea "><p class="disclaimer">Trotz sorgfältiger Datenzusammenstellung können wir keine Gewähr für die vollständige Richtigkeit der dargestellten Informationen übernehmen. Sollten Sie spezielle Fragen zu einem der Themen haben, stehen wir Ihnen jederzeit gerne für ein persönliches Gespräch zur Verfügung.</p></div> betriebsausgabenBetriebsausgaben <div class="hideme_print dictionary_overview"> <ul> <li class="item_1 first"> <a href="#infolist_section_abc" title="ABC">ABC</a> </li> <li class="item_2"> <a href="#infolist_section_def" title="DEF">DEF</a> </li> <li class="item_3"> <a href="#infolist_section_ghi" title="GHI">GHI</a> </li> <li class="item_4"> <a href="#infolist_section_jkl" title="JKL">JKL</a> </li> <li class="item_5"> <a href="#infolist_section_mno" title="MNO">MNO</a> </li> <li class="item_6"> <a href="#infolist_section_pqr" title="PQR">PQR</a> </li> <li class="item_7"> <a href="#infolist_section_stu" title="STU">STU</a> </li> <li class="item_8"> <a href="#infolist_section_vwx" title="VWX">VWX</a> </li> <li class="item_9 last"> <a href="#infolist_section_yz" title="YZ">YZ</a> </li> </ul> </div> <div class="infolist_section item_1 first" id="infolist_section_abc"> <h2 title="ABC">ABC</h2> <div class="content"> <div class="infolist_section item_1 first" id="infolist_section_abfindungszahlungen"> <h3 title="Abfindungszahlungen">Abfindungszahlungen</h3> <div class="content"> <div id="e138171" class="zms_textarea "><p>Übersteigen Abfindungszahlungen an einen lästigen Gesellschafter den Wert seiner Anteile, so ist der den Wert der Anteile übersteigende Betrag als Betriebsausgabe abzugsfähig.</p> <p>Als "lästig" kann ein Gesellschafter (Mitunternehmer) bezeichnet werden, wenn er durch sein Verhalten den Betrieb wesentlich schädigt und es im betrieblichen Interesse liegt, ihn zu entfernen. Persönliche Motive für sein Entfernen dürfen nicht maßgeblich sein. Abgestellt wird vielmehr darauf, ob ein objektiver Dritter das Verhalten des Gesellschafters als "lästig" empfinden würde.</p></div> </div> </div> <div class="infolist_section item_2" id="infolist_section_absetzung_fuer_abnutzung"> <h3 title="Absetzung für Abnutzung">Absetzung für Abnutzung</h3> <div class="content"> <div id="e138173" class="zms_textarea "><p>Aufwendungen für Wirtschaftsgüter des Anlagevermögens, die der Abnutzung unterliegen, können grundsätzlich nicht zur Gänze im Jahr der Anschaffung als Betriebsausgabe abgesetzt werden. Vielmehr werden die Anschaffungskosten des Wirtschaftsgutes über die betriebsgewöhnliche Nutzungsdauer verteilt als Aufwand berücksichtigt.</p> <p>Eine Ausnahme davon ist für Wirtschaftsgüter mit Anschaffungskosten von bis zu € 400,00 vorgesehen. Sie können sich zur Gänze im Jahr der Anschaffung als Betriebsausgabe gewinnmindernd auswirken.</p></div> </div> </div> <div class="infolist_section item_3" id="infolist_section_aktenkoffer"> <h3 title="Aktenkoffer">Aktenkoffer</h3> <div class="content"> <div id="e138175" class="zms_textarea "><p>Bei ausschließlicher oder weitaus überwiegender betrieblicher Nutzung sind Aufwendungen in Zusammenhang mit der Anschaffung eines Aktenkoffers, einer Aktentasche oder Aktenmappe als Betriebsausgabe abzugsfähig.</p></div> </div> </div> <div class="infolist_section item_4" id="infolist_section_anlaufkosten"> <h3 title="Anlaufkosten">Anlaufkosten</h3> <div class="content"> <div id="e138177" class="zms_textarea "><p>Ingangsetzungskosten sind steuerlich sofort abzusetzen. Demgegenüber sind Geldbeschaffungskosten, die unmittelbar mit dem Eingehen von Verbindlichkeiten zusammenhängen, grundsätzlich auf die Laufzeit der Verbindlichkeit zu verteilen.</p></div> </div> </div> <div class="infolist_section item_5" id="infolist_section_antiquitaeten"> <h3 title="Antiquitäten">Antiquitäten</h3> <div class="content"> <div id="e138179" class="zms_textarea "><p>Antiquitäten sind nach Auffassung der Finanzverwaltung Gegenstände, die älter als 150 Jahre sind, bzw. denen ein besonderer Wert auf Grund der Herkunft aus einer besonderen Stilepoche zukommt.</p> <p>Bei Anschaffungskosten bis zu € 7.300,00 erfolgt grundsätzlich keine Angemessenheitsprüfung der Höhe nach. Bei teureren Antiquitäten wird mitunter ein Kostenvergleich mit zweckentsprechenden Gegenständen angestellt und der unangemessene Teil steuerlich nicht als Betriebsausgabe anerkannt.</p></div> </div> </div> <div class="infolist_section item_6" id="infolist_section_anwaltskosten"> <h3 title="Anwaltskosten">Anwaltskosten</h3> <div class="content"> <div id="e138181" class="zms_textarea "><p><span>siehe </span><a title="Prozesskosten" href="#infolist_section_prozesskosten">Prozesskosten</a></p></div> </div> </div> <div class="infolist_section item_7" id="infolist_section_arbeitskleidung"> <h3 title="Arbeitskleidung">Arbeitskleidung</h3> <div class="content"> <div id="e138183" class="zms_textarea "><p><span>Nur typische Berufs- oder Arbeitsschutzkleidung sowie Bekleidungsstücke mit Uniformcharakter können als Betriebsausgabe abgezogen werden.</span></p></div> </div> </div> <div class="infolist_section item_8" id="infolist_section_arbeitszimmer"> <h3 title="Arbeitszimmer">Arbeitszimmer</h3> <div class="content"> <div id="e138185" class="zms_textarea "><p>Aufwendungen für ein im Wohnungsverband gelegenes Arbeitszimmer und dessen Einrichtung zählen grundsätzlich zu den nichtabzugsfähigen Aufwendungen. Sofern ein im Wohnungsverband gelegenes Arbeitszimmer jedoch den Mittelpunkt einer betrieblichen oder beruflichen Tätigkeit des Steuerpflichtigen bildet, können unter bestimmten Umständen die mit dem Arbeitszimmer und seiner Einrichtung in Zusammenhang stehenden Ausgaben abzugsfähig sein.</p></div> </div> </div> <div class="infolist_section item_9" id="infolist_section_armbanduhr"> <h3 title="Armbanduhr">Armbanduhr</h3> <div class="content"> <div id="e138187" class="zms_textarea "><p>Die Kosten einer Armbanduhr sind keine Betriebsausgabe, da es sich um einen Gegenstand handelt, welcher der privaten Lebensführung zuzurechnen ist.</p></div> </div> </div> <div class="infolist_section item_10" id="infolist_section_ausbildungskosten"> <h3 title="Ausbildungskosten">Ausbildungskosten</h3> <div class="content"> <div id="e138189" class="zms_textarea "><p>Es ist zwischen Ausbildungskosten (Aufwendungen zum Erlernen eines Berufes), Fortbildungskosten (Weiterbildung im erlernten Beruf) und Umschulungsmaßnahmen (Einstieg in eine neue berufliche Tätigkeit) zu unterscheiden.</p> <p>Die Abzugsfähigkeit von Ausbildungskosten ist nur dann gegeben, wenn ein Zusammenhang zur konkret ausgeübten oder damit verwandten Tätigkeit (z. B. Friseurin und Kosmetikerin, Dachdecker und Spengler) vorliegt.</p> <p>Fortbildungskosten sind grundsätzlich unbeschränkt abzugsfähig.</p> <p>Umschulungsmaßnahmen sind dann abzugsfähig, wenn sie:</p> <ul> <li>derart umfassend sind, dass sie einen Einstieg in eine neue berufliche Tätigkeit ermöglichen, die mit der bisherigen Tätigkeit nicht verwandt ist und</li> <li>auf eine tatsächliche Ausübung eines anderen Berufes abzielen.</li> </ul> <p>Die Abzugsfähigkeit ist insbesondere für Aufwendungen im Zusammenhang mit Umschulungsmaßnahmen, die aus öffentlichen Mitteln (AMS) oder von Arbeitsstiftungen gefördert werden, gegeben.</p></div> </div> </div> <div class="infolist_section item_11" id="infolist_section_ausstellungen"> <h3 title="Ausstellungen">Ausstellungen</h3> <div class="content"> <div id="e138191" class="zms_textarea "><p>Aufwendungen für die betrieblich veranlasste Teilnahme sowie der Besuch von Fachmessen, Ausstellungen u.Ä. können als Betriebsausgabe Berücksichtigung finden.</p></div> </div> </div> <div class="infolist_section item_12" id="infolist_section_autobahnvignette"> <h3 title="Autobahnvignette">Autobahnvignette</h3> <div class="content"> <div id="e138193" class="zms_textarea "><p id="infolist_Abfindungszahlungen">Werden die Kosten für ein Kfz durch das Kilometergeld berücksichtigt, so kann die Autobahnvignette nicht mehr gesondert abgegolten werden. Ansonsten handelt es sich um einen abzugsfähigen Aufwand im Ausmaß der betrieblichen Nutzung.</p></div> </div> </div> <div class="infolist_section item_13" id="infolist_section_ballbesuch"> <h3 title="Ballbesuch">Ballbesuch</h3> <div class="content"> <div id="e138195" class="zms_textarea "><p><span>Für Aufwendungen in Zusammenhang mit Ballveranstaltungen und Ballbesuchen, z. B. Ballkleidung, Zuwendungen an das Komitee, Bewirtungskosten, besteht grundsätzlich ein Abzugsverbot.</span></p></div> </div> </div> <div class="infolist_section item_14" id="infolist_section_beitraege_an_berufs-_und_wirtschaftsverbaende"> <h3 title="Beiträge an Berufs- und Wirtschaftsverbände">Beiträge an Berufs- und Wirtschaftsverbände</h3> <div class="content"> <div id="e138197" class="zms_textarea "><p>Jedenfalls als Betriebsausgabe abzuziehen sind Pflichtbeitr&auml;ge an K&ouml;rperschaften und Verb&auml;nde, denen der Steuerpflichtige als selbst&auml;ndig Erwerbst&auml;tiger angeh&ouml;ren muss.</p> <p>Freiwillige Mitgliedsbeitr&auml;ge an Berufs- und Wirtschaftsverb&auml;nde sind unter bestimmten Voraussetzungen abzugsf&auml;hig, wenn diese Verb&auml;nde oder Interessensvertretungen Zusammenschl&uuml;sse von Personen sind, die dieselbe berufliche oder gewerbliche oder artverwandte T&auml;tigkeit aus&uuml;ben.</p> <p>Beitr&auml;ge f&uuml;r eine freiwillige Mitgliedschaft bei bestimmten Berufs- und Wirtschaftsverb&auml;nden sind nur insoweit abzugsf&auml;hig, als sie in angemessener, statutengem&auml;&szlig;er H&ouml;he geleistet werden.</p></div> </div> </div> <div class="infolist_section item_15" id="infolist_section_berufskleidung"> <h3 title="Berufskleidung">Berufskleidung</h3> <div class="content"> <div id="e138199" class="zms_textarea "><p>Selbst, wenn Kleidung nahezu ausschließlich für die Berufsausübung benötigt wird, versagt die Finanzverwaltung – gestützt auf Entscheidungen des Verwaltungsgerichtshofs – dafür den Betriebsausgabenabzug (bzw. Werbungskostenabzug bei außerbetrieblichen Einkunftsarten).</p> <p>Nur typische Berufs- bzw. Arbeitsschutzkleidung kann als Betriebsausgabe geltend gemacht werden, wie z. B. Schutzhelme, Asbestanzug, Fleischerschürze, Kochmütze.</p> <p>Unabhängig davon kann jedoch für jegliche Berufskleidung ein Betriebsausgabenabzug vorgenommen werden, wenn es sich um die Anschaffung von Kleidung für Dienstnehmer handelt. Allerdings wird bei diesen dann der geldwerte Vorteil aus dieser Dienstkleidung als Sachbezug besteuert.</p></div> </div> </div> <div class="infolist_section item_16" id="infolist_section_betriebsausflug"> <h3 title="Betriebsausflug">Betriebsausflug</h3> <div class="content"> <div id="e138201" class="zms_textarea "><p><span>Aufwendungen für einen Betriebsausflug des Personals können im Rahmen des freiwilligen Sozialaufwands abgesetzt werden.</span></p></div> </div> </div> <div class="infolist_section item_17" id="infolist_section_betriebssteuern"> <h3 title="Betriebssteuern">Betriebssteuern</h3> <div class="content"> <div id="e138203" class="zms_textarea "><p><span>Betriebssteuern (z. B. Grundsteuer für ein Betriebsgrundstück, Kfz-Steuer für ein Betriebsfahrzeug) stellen Betriebsausgaben dar.</span></p></div> </div> </div> <div class="infolist_section item_18" id="infolist_section_bewirtungskosten"> <h3 title="Bewirtungskosten">Bewirtungskosten</h3> <div class="content"> <div id="e138205" class="zms_textarea "><p>Für die Behandlung von Bewirtungskosten kann keine allgemeine Aussage über die Abzugsfähigkeit getroffen werden, vielmehr ist zwischen drei Fällen zu unterscheiden.</p> <p>Die Bewirtung von Geschäftsfreunden ist als Repräsentationsaufwand anzusehen und fällt grundsätzlich unter das Abzugsverbot.</p> <p>Enthalten die Bewirtungskosten keine Repräsentationskomponente, so ist hingegen ein gänzlicher Betriebsausgabenabzug möglich (z. B. Verpflegungskosten anlässlich einer Schulung, Kostproben bei „Kundschaftstrinken").</p> <p>Schließlich kann es auch zu einer 50%igen Kürzung der Bewirtungskosten, wenn es sich um werbewirksame Bewirtungsaufwendungen mit untergeordneter Repräsentationskomponente handelt (z. B. "Arbeitsessen" im Vorfeld eines konkret angestrebten Geschäftsabschlusses, Bewirtung im Betriebsraum bei Geschäftsbesprechungen, Bewirtung von Geschäftsfreunden in der Kantine bzw. durch den Gastwirt im eigenen Gasthaus).</p></div> </div> </div> <div class="infolist_section item_19" id="infolist_section_blumengeschenke"> <h3 title="Blumengeschenke">Blumengeschenke</h3> <div class="content"> <div id="e138207" class="zms_textarea "><p><span>Unabhängig davon, aus welchen Gründen der Steuerpflichtige Blumengeschenke macht, können Aufwendungen dafür nicht als Betriebsausgabe abgezogen werden.</span></p></div> </div> </div> <div class="infolist_section item_20" id="infolist_section_buergschaften"> <h3 title="Bürgschaften">Bürgschaften</h3> <div class="content"> <div id="e138209" class="zms_textarea "><p>Sofern die Übernahme einer Bürgschaft betrieblich veranlasst ist, können Aufwendungen dafür grundsätzlich als Betriebsausgabe abgezogen werden.</p> <p><span> </span></p></div> </div> </div> <div class="infolist_section item_21" id="infolist_section_begraebnis"> <h3 title="Begräbnis">Begräbnis</h3> <div class="content"> <div id="e138211" class="zms_textarea "><p><span>Kosten, die für das Begräbnis des Steuerpflichtigen anfallen, sind keine Betriebsausgaben. Aufwendungen, die für das Begräbnis eines im Dienst verunglückten Arbeitnehmers getragen werden, sind jedoch als Betriebsausgabe abzugsfähig.</span></p></div> </div> </div> <div class="infolist_section item_22 last" id="infolist_section_computer"> <h3 title="Computer">Computer</h3> <div class="content"> <div id="e138213" class="zms_textarea "><p><span>Aufwendungen für die Anschaffung eines Computers inklusive Zubehör sind bei betrieblicher Nutzung Betriebsausgaben. Wird der Computer in den Privaträumlichkeiten des Steuerpflichtigen aufgestellt, kommt es gegebenenfalls zur Berücksichtigung eines auszuscheidenden Privatanteils.</span></p></div> </div> </div> </div> <p class="hideme_print top_anchor"> <a class="arrow" href="#top" title="nach oben">nach oben</a> </p> </div> <div class="infolist_section item_2" id="infolist_section_def"> <h2 title="DEF">DEF</h2> <div class="content"> <div class="infolist_section item_1 first" id="infolist_section_damnum_abgeld_"> <h3 title="Damnum (Abgeld)">Damnum (Abgeld)</h3> <div class="content"> <div id="e138217" class="zms_textarea "><p>Unter Abgeld (Damnum) versteht man den Unterschiedsbetrag zwischen dem Nennbetrag (Rückzahlungsbetrag) und dem Verfügungsbetrag einer Verbindlichkeit. Das Steuerrecht sieht vor, dass das Abgeld zwingend auf die Laufzeit der Verbindlichkeit verteilt abzuschreiben ist. Ein sofortiger Betriebsausgabenabzug ist daher nicht möglich.</p></div> </div> </div> <div class="infolist_section item_2" id="infolist_section_depotgebuehren"> <h3 title="Depotgebühren">Depotgebühren</h3> <div class="content"> <div id="e138219" class="zms_textarea "><p>Depotgebühren sind Betriebsausgaben, wenn sie für im Betriebsvermögen befindliche Wertpapiere anfallen, deren Erträge nicht der Endbesteuerung unterliegen.</p></div> </div> </div> <div class="infolist_section item_3" id="infolist_section_eintreibungskosten"> <h3 title="Eintreibungskosten">Eintreibungskosten</h3> <div class="content"> <div id="e138221" class="zms_textarea "><p><span>Kosten, die für die Einbringung betrieblicher Forderungen entstehen, sind Betriebsausgaben.</span></p></div> </div> </div> <div class="infolist_section item_4" id="infolist_section_erbauseinandersetzung"> <h3 title="Erbauseinandersetzung">Erbauseinandersetzung</h3> <div class="content"> <div id="e138223" class="zms_textarea "><p><span>Aufwendungen in Zusammenhang mit einer Erbauseinandersetzung sind keine Betriebsausgabe. Sie betreffen die Privatsphäre des Steuerpflichtigen.</span></p></div> </div> </div> <div class="infolist_section item_5" id="infolist_section_erhaltungsaufwendungen"> <h3 title="Erhaltungsaufwendungen">Erhaltungsaufwendungen</h3> <div class="content"> <div id="e138225" class="zms_textarea "><p>Aufwendungen, die für die Erhaltung des Betriebsgebäudes anfallen und nicht unter die auf 15 Jahre zu verteilenden Instandsetzungskosten fallen, sind sofort abzugsfähig.</p></div> </div> </div> <div class="infolist_section item_6" id="infolist_section_fachliteratur"> <h3 title="Fachliteratur">Fachliteratur</h3> <div class="content"> <div id="e138227" class="zms_textarea "><p><span>Berufsbezogene Fachliteratur kann als Betriebsausgabe abgesetzt werden, wenn sie hinreichend spezifisch auf die betrieblichen Bedürfnisse des Steuerpflichtigen eingeht.</span></p></div> </div> </div> <div class="infolist_section item_7" id="infolist_section_fahrrad"> <h3 title="Fahrrad">Fahrrad</h3> <div class="content"> <div id="e138229" class="zms_textarea "><p><span>Ein Fahrrad kann - gleich einem Kfz - grundsätzlich Betriebsvermögen darstellen.</span></p></div> </div> </div> <div class="infolist_section item_8" id="infolist_section_fahrtkosten"> <h3 title="Fahrtkosten">Fahrtkosten</h3> <div class="content"> <div id="e138231" class="zms_textarea "><p>Aufwendungen für die Fahrten zwischen Wohnsitz und Betriebsstätte sind Betriebsausgaben, sofern der Wohnsitz nicht aus persönlichen Gründen außerhalb der üblichen Entfernung vom Betriebsort liegt. Als außerhalb der üblichen Entfernung ist ein Ort anzusehen, der weiter als 120 km entfernt liegt. Aufwendungen für sonstige Betriebsfahrten sind bei nachgewiesener oder glaubhaft gemachter betrieblicher Veranlassung ebenfalls Betriebsausgaben.<br /> Grundsätzlich keine Betriebsausgaben sind Aufwendungen für untertägige Heimfahrten, wie z. B. zum Mittagessen. Ausgenommen davon sind untertägige Heimfahrten aufgrund beruflich bedingter großer Intervalle zwischen den Arbeitszeiten.</p> <p>Zweitwohnsitz-Betriebsstätte: Wird dieser Wohnsitz nur zeitweise (z. B. Sommerwohnung) verwendet, sind lediglich die Kosten vom näher gelegenen Hauptwohnsitz abzugsfähig.</p></div> </div> </div> <div class="infolist_section item_9" id="infolist_section_finanzierungskosten"> <h3 title="Finanzierungskosten">Finanzierungskosten</h3> <div class="content"> <div id="e138233" class="zms_textarea "><p>Ob Finanzierungsaufwand als Betriebsausgabe abzugsfähig ist, hängt davon ab, ob die aufgenommenen Mittel mit der privaten oder betrieblichen Sphäre zusammenhängen. Im ersten Fall ist kein Betriebsausgabenabzug möglich, im zweiten Fall stellt der Finanzierungsaufwand eine Betriebsausgabe dar. Die Beurteilung, ob die aufgenommenen Finanzmittel mit Privat- oder Betriebssphäre in Zusammenhang stehen, erfolgt nicht aus betriebswirtschaftlicher Sichtweise: So stellen Zinsen für aufgenommene Fremdmittel beispielsweise auch dann einen abzugsfähigen Aufwand dar, wenn der Steuerpflichtige in der Lage gewesen wäre, den betrieblich veranlassten Aufwand anstatt der Fremdmittel durch Eigenmittel zu finanzieren.</p></div> </div> </div> <div class="infolist_section item_10" id="infolist_section_fortbildungskosten"> <h3 title="Fortbildungskosten">Fortbildungskosten</h3> <div class="content"> <div id="e138235" class="zms_textarea "><p><span>siehe </span><a title="Ausbildungskosten" href="#infolist_section_ausbildungskosten">Ausbildungskosten</a></p></div> </div> </div> <div class="infolist_section item_11" id="infolist_section_fortbildungsreisen"> <h3 title="Fortbildungsreisen">Fortbildungsreisen</h3> <div class="content"> <div id="e138237" class="zms_textarea "><p>siehe <a href="#infolist_section_studien-_und_fortbildungsreisen">Studien- und Fortbildungsreisen</a></p></div> </div> </div> <div class="infolist_section item_12 last" id="infolist_section_fotoapparat"> <h3 title="Fotoapparat">Fotoapparat</h3> <div class="content"> <div id="e138239" class="zms_textarea "><p>Für die Abzugsfähigkeit eines Fotoapparats ist die ausschließliche oder ganz überwiegende betriebliche Nutzung Voraussetzung.</p></div> </div> </div> </div> <p class="hideme_print top_anchor"> <a class="arrow" href="#top" title="nach oben">nach oben</a> </p> </div> <div class="infolist_section item_3" id="infolist_section_ghi"> <h2 title="GHI">GHI</h2> <div class="content"> <div class="infolist_section item_1 first" id="infolist_section_garagierungskosten"> <h3 title="Garagierungskosten">Garagierungskosten</h3> <div class="content"> <div id="e138243" class="zms_textarea "><p><span>Aufwendungen für eine Garage am Betriebsort sind abzugsfähige Betriebsausgaben.</span></p></div> </div> </div> <div class="infolist_section item_2" id="infolist_section_geschenke"> <h3 title="Geschenke">Geschenke</h3> <div class="content"> <div id="e138245" class="zms_textarea "><p>Ein Betriebsausgabenabzug für Geschenke, deren Gewährung überwiegend Entgeltcharakter hat, kann ausnahmsweise möglich sein. Geschenke an Arbeitnehmer sind als freiwilliger Sozialaufwand abzugsfähig, können aber bei diesen Lohnsteuer auslösen.</p></div> </div> </div> <div class="infolist_section item_3" id="infolist_section_gewinn-_und_umsatzbeteiligung"> <h3 title="Gewinn- und Umsatzbeteiligung">Gewinn- und Umsatzbeteiligung</h3> <div class="content"> <div id="e138247" class="zms_textarea "><p><span>An Arbeitnehmer oder betriebsfremde Personen ausbezahlte Gewinn- und Umsatzbeteiligungen sind abzugsfähig.</span></p></div> </div> </div> <div class="infolist_section item_4" id="infolist_section_gruendungskosten"> <h3 title="Gründungskosten">Gründungskosten</h3> <div class="content"> <div id="e138249" class="zms_textarea "><p><span>siehe&nbsp;</span><a href="#infolist_section_anlaufkosten">Anlaufkosten</a></p></div> </div> </div> <div class="infolist_section item_5" id="infolist_section_hallenbad"> <h3 title="Hallenbad">Hallenbad</h3> <div class="content"> <div id="e138251" class="zms_textarea "><p><span>Zählt das Hallenbad zum Betriebsvermögen eines Beherbergungsbetriebes, sind die damit in Zusammenhang stehenden Aufwendungen Betriebsausgaben.</span></p></div> </div> </div> <div class="infolist_section item_6" id="infolist_section_incentive-reisen"> <h3 title="Incentive-Reisen">Incentive-Reisen</h3> <div class="content"> <div id="e138253" class="zms_textarea "><p><span>Reisen, die Geschäftspartnern als Belohnung für eine erfolgreiche Zusammenarbeit gewährt werden, sind üblicherweise Betriebsausgaben, außer es kann nicht nachgewiesen werden, dass sich die Reise auf Kundenwerbung richtet.</span></p></div> </div> </div> <div class="infolist_section item_7 last" id="infolist_section_instandsetzungsaufwendungen"> <h3 title="Instandsetzungsaufwendungen">Instandsetzungsaufwendungen</h3> <div class="content"> <div id="e138255" class="zms_textarea "><p>Instandsetzungsaufwendungen stellen grundsätzlich sofort abzugsfähige Betriebsausgaben dar.</p> <p>Bei der Vermietung an Dritte zu Wohnzwecken müssen sie zwingend auf 15 Jahre verteilt werden. Diese Änderung ist auch für bereits laufende Zehntelabsetzungen von Instandsetzungsaufwendungen anzuwenden.</p></div> </div> </div> </div> <p class="hideme_print top_anchor"> <a class="arrow" href="#top" title="nach oben">nach oben</a> </p> </div> <div class="infolist_section item_4" id="infolist_section_jkl"> <h2 title="JKL">JKL</h2> <div class="content"> <div class="infolist_section item_1 first" id="infolist_section_jagd"> <h3 title="Jagd">Jagd</h3> <div class="content"> <div id="e138259" class="zms_textarea "><p><span>Die Aufwendungen für eine Jagd oder Jagdpacht sind dem privaten Lebensbereich zuzuordnen und nicht abzugsfähig. Auch die Argumentation, dass sich Jagdeinladungen positiv auf Geschäftsabschlüsse auswirken, kann nicht zur Anerkennung als Betriebsausgaben führen.</span></p></div> </div> </div> <div class="infolist_section item_2" id="infolist_section_kammerbeitraege"> <h3 title="Kammerbeiträge">Kammerbeiträge</h3> <div class="content"> <div id="e138261" class="zms_textarea "><p><span>Pflichtbeiträge an Körperschaften und Verbände, denen der Steuerpflichtige als selbständig Erwerbstätiger angehören muss, sind in Höhe der vorgeschriebenen Beträge abzugsfähig.</span></p></div> </div> </div> <div class="infolist_section item_3" id="infolist_section_kilometergeld"> <h3 title="Kilometergeld">Kilometergeld</h3> <div class="content"> <div id="e138263" class="zms_textarea "><p><span>siehe&nbsp;</span><a href="#infolist_section_personenkraftwagen_im_privatvermoegen">Personenkraftwagen im Privatverm&ouml;gen</a></p></div> </div> </div> <div class="infolist_section item_4" id="infolist_section_kinderbetreuung"> <h3 title="Kinderbetreuung">Kinderbetreuung</h3> <div class="content"> <div id="e138265" class="zms_textarea "><p>Aufwendungen für die Kinderbetreuung stellen nichtabzugsfähige Aufwendungen als Betriebsausgaben dar, weil sie in Zusammenhang mit der Privatsphäre des Steuerpflichtigen stehen. Selbst, wenn die Berufstätigkeit eines Steuerpflichtigen erst durch die Kinderbetreuung möglich wird, ist ein Abzug der Kinderbetreuungskosten ausgeschlossen. Kinderbetreuungskosten können aber unter bestimmten Voraussetzungen als außergewöhnliche Belastung absetzbar sein.</p></div> </div> </div> <div class="infolist_section item_5" id="infolist_section_kirchenbeitrag"> <h3 title="Kirchenbeitrag">Kirchenbeitrag</h3> <div class="content"> <div id="e138267" class="zms_textarea "><p>Der Kirchenbeitrag steht in Zusammenhang mit der privaten Lebensführung des Steuerpflichtigen. Der Abzug als Betriebsausgabe ist daher ausgeschlossen. Im Rahmen der Sonderausgaben kann der Kirchenbeitrag jedoch bis zu einer Höhe von € 400,00 berücksichtigt werden.</p> <p>Der Kirchenbeitrag wird automatisch in der Veranlagung berücksichtigt - durch einen Datenaustauch zwischen der Kirchenbeitragsstelle und der Finanzverwaltung.</p></div> </div> </div> <div class="infolist_section item_6" id="infolist_section_konventionalstrafen"> <h3 title="Konventionalstrafen">Konventionalstrafen</h3> <div class="content"> <div id="e138269" class="zms_textarea "><p>Konventionalstrafen im Sinne von Vertragsstrafen gelten als pauschalierter Schadenersatz und sind als Betriebsausgabe abzugsfähig.</p></div> </div> </div> <div class="infolist_section item_7" id="infolist_section_kosmetika"> <h3 title="Kosmetika">Kosmetika</h3> <div class="content"> <div id="e138271" class="zms_textarea "><p><span>Kosmetika können nur dann als Betriebsausgabe abgesetzt werden, wenn der Friseur- und Kosmetikaufwand in Zusammenhang mit der Anpassung des Äußeren an eine Bühnenrolle steht.</span></p></div> </div> </div> <div class="infolist_section item_8" id="infolist_section_kraftfahrzeug"> <h3 title="Kraftfahrzeug">Kraftfahrzeug</h3> <div class="content"> <div id="e138273" class="zms_textarea "><p>siehe <a href="#infolist_section_personenkraftwagen_im_betriebsvermoegen">Personenkraftwagen</a></p></div> </div> </div> <div class="infolist_section item_9" id="infolist_section_krankheitskosten"> <h3 title="Krankheitskosten">Krankheitskosten</h3> <div class="content"> <div id="e138275" class="zms_textarea "><p><span>Aufwendungen sind nur dann als Betriebsausgabe abzugsfähig, wenn entweder eine typische Berufskrankheit (z. B. Staublunge) vorliegt oder der Zusammenhang zwischen Erkrankung und Beruf eindeutig feststeht (z. B. Arbeitsunfall im Betrieb).</span></p></div> </div> </div> <div class="infolist_section item_10" id="infolist_section_kranzspenden"> <h3 title="Kranzspenden">Kranzspenden</h3> <div class="content"> <div id="e138277" class="zms_textarea "><p>Sofern es sich um Kranzspenden anlässlich verstorbener Klienten oder Arbeitnehmer handelt, können die Aufwendungen dafür abzogen werden.</p></div> </div> </div> <div class="infolist_section item_11" id="infolist_section_kulanzleistungen"> <h3 title="Kulanzleistungen">Kulanzleistungen</h3> <div class="content"> <div id="e138279" class="zms_textarea "><p><span>Aufwendungen für Kulanzleistungen sind abzugsfähig, wenn es sich um Garantie- und Versicherungsfälle handelt und die Kulanzleistung aus betrieblichen Gründen gewährt wird. Abzugsfähig sind auch Schadenersatzleistungen, die den guten Ruf des Unternehmens wahren sollen.</span></p></div> </div> </div> <div class="infolist_section item_12" id="infolist_section_laestiger_gesellschafter"> <h3 title="Lästiger Gesellschafter">Lästiger Gesellschafter</h3> <div class="content"> <div id="e138281" class="zms_textarea "><p><span>siehe&nbsp;</span><a href="#infolist_section_abfindungszahlungen">Abfindungszahlungen</a></p></div> </div> </div> <div class="infolist_section item_13" id="infolist_section_lebensversicherung"> <h3 title="Lebensversicherung">Lebensversicherung</h3> <div class="content"> <div id="e138283" class="zms_textarea "><p>Prämien zu freiwilligen Personenversicherungen sind grundsätzlich – auch bei einer gewissen betrieblichen Mitveranlassung – als Aufwendungen der privaten Lebensführung nicht als Betriebsausgaben absetzbar (Ausnahme kann unter bestimmten Umständen z. B. eine sog. Kreditrestschuldversicherung für einen betrieblichen Kredit sein).</p></div> </div> </div> <div class="infolist_section item_14" id="infolist_section_literatur"> <h3 title="Literatur">Literatur</h3> <div class="content"> <div id="e138285" class="zms_textarea "><p><span>siehe&nbsp;</span><a href="#infolist_section_fachliteratur">Fachliteratur</a><span>, siehe&nbsp;</span><a href="#infolist_section_zeitungen">Zeitungen</a></p></div> </div> </div> <div class="infolist_section item_15 last" id="infolist_section_lohnaufwand"> <h3 title="Lohnaufwand">Lohnaufwand</h3> <div class="content"> <div id="e138287" class="zms_textarea "><p>Aufwendungen für Löhne und Gehälter, für sonstige geldwerte Vorteile sowie für freiwillige Sozialleistungen sind abzugsfähige Betriebsausgaben. Der Arbeitgeber hat als Voraussetzung für die Abzugsfähigkeit von Betriebsausgaben, die Identität der kurzfristig bei ihm beschäftigten Personen festzuhalten.</p></div> </div> </div> </div> <p class="hideme_print top_anchor"> <a class="arrow" href="#top" title="nach oben">nach oben</a> </p> </div> <div class="infolist_section item_5" id="infolist_section_mno"> <h2 title="MNO">MNO</h2> <div class="content"> <div class="infolist_section item_1 first" id="infolist_section_miete"> <h3 title="Miete">Miete</h3> <div class="content"> <div id="e138291" class="zms_textarea "><p><span>Mietzahlungen sind Betriebsausgaben, wenn sie in Zusammenhang mit betrieblich genutzten Wirtschaftsgütern stehen.</span></p></div> </div> </div> <div class="infolist_section item_2" id="infolist_section_mitgliedsbeitraege"> <h3 title="Mitgliedsbeiträge">Mitgliedsbeiträge</h3> <div class="content"> <div id="e138293" class="zms_textarea "><p><span>siehe&nbsp;</span><a href="#infolist_section_beitraege_an_berufs-_und_wirtschaftsverbaende">Beitr&auml;ge an Berufs- und Wirtschaftsverb&auml;nde</a></p></div> </div> </div> <div class="infolist_section item_3" id="infolist_section_nachforderung_von_steuern"> <h3 title="Nachforderung von Steuern">Nachforderung von Steuern</h3> <div class="content"> <div id="e138295" class="zms_textarea "><p>Die Nachforderung von Lohnsteuer, Dienstgeber- und Sozialversicherungsbeiträgen sind als Betriebsausgabe absetzbar, und zwar in jenem Jahr, in dem die Vorschreibung bzw. in dem die Bezahlung erfolgt.</p> <p><span> </span></p></div> </div> </div> <div class="infolist_section item_4" id="infolist_section_nebenansprueche"> <h3 title="Nebenansprüche">Nebenansprüche</h3> <div class="content"> <div id="e138297" class="zms_textarea "><p><span>Nebenansprüche (Abgabenerhöhungen, Verspätungszuschlag, im Verfahren auflaufende Kosten und Zwangs- und Ordnungsstrafen, Kosten der Ersatzvornahme, Nebengebühren wie Stundungszinsen, Aussetzungszinsen, Säumniszuschlag, Kosten des Vollstreckungs- und Sicherungsverfahrens) unterliegen der gleichen Regelung wie die zu Grunde liegende Steuer. Folglich hängt die Abzugsfähigkeit dieser Nebenansprüche von der Eigenschaft der Steuer – Betriebssteuer bzw. Personensteuer – ab.</span></p></div> </div> </div> <div class="infolist_section item_5" id="infolist_section_normverbrauchsabgabe_nova_"> <h3 title="Normverbrauchsabgabe (NoVA)">Normverbrauchsabgabe (NoVA)</h3> <div class="content"> <div id="e138299" class="zms_textarea "><p><span>Die NoVA gehört zu den Anschaffungskosten. Im Wege der Abschreibung kommt es zu einer Berücksichtigung der NoVA als Betriebsausgabe.</span></p></div> </div> </div> <div class="infolist_section item_6" id="infolist_section_notarkosten"> <h3 title="Notarkosten">Notarkosten</h3> <div class="content"> <div id="e138301" class="zms_textarea "><p>Die Kosten für einen Notar sind grundsätzlich laufende Betriebsausgaben, außer sie stehen in Zusammenhang mit der Anschaffung eines zu aktivierenden Wirtschaftsgutes.</p></div> </div> </div> <div class="infolist_section item_7 last" id="infolist_section_oeffentlicher_verwalter"> <h3 title="Öffentlicher Verwalter">Öffentlicher Verwalter</h3> <div class="content"> <div id="e138303" class="zms_textarea "><p><span>Die Entlohnung des öffentlichen Verwalters eines Unternehmens (z. B. Zwangsverwalter kraft behördlicher Anordnung) ist Ausgabe, auch wenn dieser zusätzlich Gesellschafter des (zwangsverwalteten) Unternehmens ist.</span></p></div> </div> </div> </div> <p class="hideme_print top_anchor"> <a class="arrow" href="#top" title="nach oben">nach oben</a> </p> </div> <div class="infolist_section item_6" id="infolist_section_pqr"> <h2 title="PQR">PQR</h2> <div class="content"> <div class="infolist_section item_1 first" id="infolist_section_pachtzins"> <h3 title="Pachtzins">Pachtzins</h3> <div class="content"> <div id="e138307" class="zms_textarea "><p><span>Der Pachtzins für betrieblich genutzte land- und forstwirtschaftliche Grundstücke stellt eine Ausgabe dar.</span></p></div> </div> </div> <div class="infolist_section item_2" id="infolist_section_parteispenden"> <h3 title="Parteispenden">Parteispenden</h3> <div class="content"> <div id="e138309" class="zms_textarea "><p><span>Parteispenden sind keine Betriebsausgaben (auch nicht, wenn als "Gegenleistung" eine unternehmerfreundliche Handlung des Empfängers erwartet wird).</span></p></div> </div> </div> <div class="infolist_section item_3" id="infolist_section_personenkraftwagen_im_betriebsvermoegen"> <h3 title="Personenkraftwagen im Betriebsvermögen">Personenkraftwagen im Betriebsvermögen</h3> <div class="content"> <div id="e138311" class="zms_textarea "><p>Aufwendungen für überwiegend betrieblich genutzte Kfz sind Betriebsausgaben, die sich im Wege der Absetzung für Abnutzung und den laufenden Betriebskosten auswirken. Der Umfang der betrieblichen Nutzung ist grundsätzlich nachzuweisen bzw. glaubhaft zu machen. Bei der Anschaffung von Personenkraftwagen kommt es zu einer Angemessenheitsüberprüfung der Höhe nach. Die Luxustangente beträgt € 40.000,00.</p> <p>Besteht für den Dienstnehmer die Möglichkeit, ein arbeitgebereigenes Kraftfahrzeug für Privatfahrten (dazu zählen auch Fahrten zwischen Wohnung und Arbeitsstätte) zu benützen, dann sind als Sachbezug monatlich ab einem CO<sub>2</sub>-Ausstoß von über 130 g/km (Wert 2016) 2 % der Anschaffungskosten anzusetzen.</p> <p>Die CO<sub>2</sub>-Ausstoß-Grenze wird jährlich schrittweise gesenkt und beträgt für Anschaffungen im Jahr:</p> <p>2016: 130 g/km<br /> 2017: 127 g/km<br /> 2018: 124 g/km<br /> 2019: 121 g/km<br /> 2020 und in den folgenden Jahren: 118g/km</p> <p>Der maximale Sachbezug beträgt in diesem Fall € 960,00. Bis 1.1.2016 lag der Wert unabhängig vom CO<sub>2</sub>-Ausstoß bei 1,5 % bzw. € 720,00.</p> <p>Beträgt der CO<sub>2</sub>-Ausstoß im Jahr der Anschaffung nicht mehr als die oben genannten Werte, beträgt der Sachbezug 1,5 % bzw. maximal € 720,00.</p> <p>Wird das Fahrzeug im Jahresdurchschnitt für Privatfahrten von höchstens 500 km monatlich benützt, so ist der halbe Sachbezugswert anzusetzen. Er beträgt somit 1 % bzw. 0,75 % der Anschaffungskosten – maximal € 480,00 bzw. € 360,00.</p> <p>Kein Sachbezug ist anzusetzen bei Kraftfahrzeugen mit null Gramm CO<sub>2</sub>-Emissionswert pro Kilometer (Elektroautos – keine Hybridmodelle).</p> <p><strong>Welche Auswirkung hat das neue Testverfahren für den CO<sub>2</sub>/km-Wert von PKWs auf Sachbezug und NoVA?</strong></p> <p>Das bisherige Verfahren zur Feststellung des CO<sub>2</sub>/km Wert eines PKWs (NEFZ – Neuer Europäischer Fahrzyklus) wurde umgestellt auf ein Neues, nämlich das WLTP (Worldwide Harmonized Light-Duty Vehicles Test Procedure). Dies soll realistischere Ergebnisse bezüglich CO<sub>2</sub>-Emissionen liefern.</p> <p>Laut Finanzministerium gilt für 2019: Seit 1.9.2017 wird bei allen neu typisierten PKW das Prüfverfahren WLTP angewendet. Dieser Wert kann auf den NEFZ-Wert zurückgerechnet werden. Für diese Fahrzeuge ist für Sachbezug und NOVA der korrelierende NEFZ-Wert zu verwenden. Für Fahrzeuge vor diesem Stichtag gilt der alte NEFZ-Wert. Seit 1.9.2018 sind auch alle neu zugelassenen Fahrzeuge der Messmethode WLTP zu unterziehen. Auch für diese Fahrzeuge ist der korrelierende NEFZ-Wert zu verwenden. Der korrelierende NEFZ ist im Zulassungsschein bereits ausgewiesen. Ist im Zulassungsschein noch der ursprüngliche NEFZ-Wert ausgewiesen, so ist dieser für die Besteuerung heranzuziehen.</p> <p><strong>NEU</strong> ab 1.1.2020: Für die Berechnung des Sachbezugswertes und der NoVA sind voraussichtlich die neuen, nach dem WLTP-Prüfverfahren ermittelten, CO<sub>2</sub>-Emissionen heranzuziehen.</p> <p>Der CO<sub>2</sub>-Emissionswert kann dem Zulassungsschein entnommen werden bzw. bei Scheckkarten Zulassungsscheinen online abgefragt werden.</p></div> </div> </div> <div class="infolist_section item_4" id="infolist_section_personenkraftwagen_im_privatvermoegen"> <h3 title="Personenkraftwagen im Privatvermögen">Personenkraftwagen im Privatvermögen</h3> <div class="content"> <div id="e138313" class="zms_textarea "><p>Bei betrieblicher Verwendung eines nicht im Betriebsvermögen befindlichen Kraftfahrzeuges sind die Aufwendungen grundsätzlich in tatsächlicher Höhe als Betriebsausgaben zu berücksichtigen.</p> <p>Bei betrieblichen Fahrten von nicht mehr als 30.000 km im Kalenderjahr kann das amtliche Kilometergeld an Stelle der tatsächlichen Kosten angesetzt werden. Bei betrieblichen Fahrten von mehr als 30.000 km im Kalenderjahr stehen – sofern nicht ohnedies die betriebliche Nutzung überwiegt und das Fahrzeug dem Betriebsvermögen zuzurechnen ist – als Betriebsausgaben nur tatsächlich nachgewiesene Kosten für die gesamten betrieblichen Fahrten zu. Wird das Kilometergeld abgesetzt, sind damit sämtliche Aufwendungen (auch Parkgebühren, Vignette und Mauten) abgegolten. Das amtliche Kilometergeld beträgt € 0,42.</p> <p>Der Nachweis der Fahrtkosten ist durch ein Fahrtenbuch bzw. durch andere Aufzeichnungen, die eine verlässliche Beurteilung ermöglichen, zu erbringen.</p></div> </div> </div> <div class="infolist_section item_5" id="infolist_section_provisionen"> <h3 title="Provisionen">Provisionen</h3> <div class="content"> <div id="e138315" class="zms_textarea "><p>Betrieblich veranlasste Provisionszahlungen stellen Betriebsausgaben dar. Voraussetzung dafür ist unter anderem, dass der Empfänger der Provisionszahlung benannt wird. Zu beachten ist darüber hinaus die erhöhte Mitwirkungspflicht des Steuerpflichtigen in Zusammenhang mit Auslandssachverhalten.</p></div> </div> </div> <div class="infolist_section item_6" id="infolist_section_prozesskosten"> <h3 title="Prozesskosten">Prozesskosten</h3> <div class="content"> <div id="e138317" class="zms_textarea "><p><span>Besteht ein Zusammenhang zwischen dem Prozessgegenstand und dem Betrieb, so können die Kosten eines Zivilprozesses als Betriebsausgaben abgesetzt werden. Die Abzugsfähigkeit ist grundsätzlich unabhängig von der Art der Beendigung des Prozesses.</span></p></div> </div> </div> <div class="infolist_section item_7" id="infolist_section_radio"> <h3 title="Radio">Radio</h3> <div class="content"> <div id="e138319" class="zms_textarea "><p><span>Die Kosten eines Radios können grundsätzlich nicht als Betriebsausgabe geltend gemacht werden, da es sich um Aufwendungen der privaten Lebensführung handelt. Eine ausschließliche betriebliche Nutzung, wie sie etwa bei Gaststätten anzunehmen ist, führt jedoch zur Abzugsfähigkeit.</span></p></div> </div> </div> <div class="infolist_section item_8 last" id="infolist_section_rechtsberatungskosten"> <h3 title="Rechtsberatungskosten">Rechtsberatungskosten</h3> <div class="content"> <div id="e138321" class="zms_textarea "><p><span>Kosten eines Rechtsanwalts sind Betriebsausgaben, soweit ein Zusammenhang mit dem Betriebsgeschehen nachgewiesen wird (z. B. Beratung im Bereich Arbeits-, Versicherungs-, Vertragsrecht, Einbringung betrieblicher Forderungen). Kosten für die Vertragserrichtung und Beratung, die der Anschaffung von Wirtschaftsgütern dienen, sind auf das Wirtschaftsgut zu aktivieren und entsprechend der Nutzungsdauer abzuschreiben.</span></p></div> </div> </div> </div> <p class="hideme_print top_anchor"> <a class="arrow" href="#top" title="nach oben">nach oben</a> </p> </div> <div class="infolist_section item_7" id="infolist_section_stu"> <h2 title="STU">STU</h2> <div class="content"> <div class="infolist_section item_1 first" id="infolist_section_sachbezuege"> <h3 title="Sachbezüge">Sachbezüge</h3> <div class="content"> <div id="e138325" class="zms_textarea "><p><span>Sachbezüge von Arbeitnehmern sind grundsätzlich Betriebsausgaben (Lohnbestandteil).</span></p></div> </div> </div> <div class="infolist_section item_2" id="infolist_section_schadenersatz"> <h3 title="Schadenersatz">Schadenersatz</h3> <div class="content"> <div id="e138327" class="zms_textarea "><p><span>Schadenersatzleistungen, die auf ein Fehlverhalten des Betriebsinhabers zurückzuführen sind, sind dann abzugsfähig, wenn das Fehlverhalten und die sich daraus ergebenden Folgen der betrieblichen Sphäre zuzuordnen sind. Davon kann dann ausgegangen werden, wenn der Betriebsinhaber in Ausübung seiner betrieblichen Tätigkeit aus Versehen oder einem sonstigen ungewollten Verhalten einen Schaden verursacht.</span></p></div> </div> </div> <div class="infolist_section item_3" id="infolist_section_schmiergelder"> <h3 title="Schmiergelder">Schmiergelder</h3> <div class="content"> <div id="e138329" class="zms_textarea "><p><span>Die Abzugsfähigkeit von Schmiergeldern setzt neben der betrieblichen Veranlassung voraus, dass die Gewährung oder Annahme der Schmiergelder nicht gerichtlich strafbar ist.</span></p></div> </div> </div> <div class="infolist_section item_4" id="infolist_section_schuldzinsen"> <h3 title="Schuldzinsen">Schuldzinsen</h3> <div class="content"> <div id="e138331" class="zms_textarea "><p><span>siehe&nbsp;</span><a href="#infolist_section_finanzierungskosten">Finanzierungskosten</a></p></div> </div> </div> <div class="infolist_section item_5" id="infolist_section_spenden"> <h3 title="Spenden">Spenden</h3> <div class="content"> <div id="e138333" class="zms_textarea "><p>Spenden sind als Betriebsausgabe unter bestimmten Voraussetzungen abzugsfähig, wenn sie:</p> <ul> <li>an eine Organisation geleistet werden, die ausdrücklich im Gesetz erwähnt werden oder</li> <li>an eine Organisation geleistet werden, die aufgenommen wurde in der Liste der begünstigten Spendenempfänger des Bundesministerium für Finanzen.</li> </ul> <p>Die Spenden dürfen 10 % des Gewinns des aktuellen Wirtschaftsjahres, vor Berücksichtigung des Gewinnfreibetrages, nicht übersteigen.</p></div> </div> </div> <div class="infolist_section item_6" id="infolist_section_sponsorzahlungen"> <h3 title="Sponsorzahlungen">Sponsorzahlungen</h3> <div class="content"> <div id="e138335" class="zms_textarea "><p>Sponsorzahlungen sind grundsätzlich nicht abzugsfähig. Erfolgt das Sponsoring auf wirtschaftlicher Grundlage, d. h. der Sponsor erhält eine angemessene Gegenleistung durch den Gesponserten in Form von Werbeleistungen, so kann eine Abzugsfähigkeit der Sponsorzahlungen unter bestimmten Voraussetzungen möglich sein.</p></div> </div> </div> <div class="infolist_section item_7" id="infolist_section_sprachkurs"> <h3 title="Sprachkurs">Sprachkurs</h3> <div class="content"> <div id="e138337" class="zms_textarea "><p><span>Aufwendungen für einen Sprachkurs können als Fortbildungskosten abzugsfähig sein.</span></p></div> </div> </div> <div class="infolist_section item_8" id="infolist_section_steuerberatungskosten"> <h3 title="Steuerberatungskosten">Steuerberatungskosten</h3> <div class="content"> <div id="e138339" class="zms_textarea "><p><span>Steuerberatungskosten sind bei betrieblicher Veranlassung als Betriebsausgaben abzugsfähig. Ansonsten können Steuerberatungskosten als Sonderausgaben steuerlich berücksichtigt werden.</span></p></div> </div> </div> <div class="infolist_section item_9" id="infolist_section_steuern"> <h3 title="Steuern">Steuern</h3> <div class="content"> <div id="e138341" class="zms_textarea "><p>Personensteuern wie z. B. die Einkommensteuer sind nicht als Betriebsausgabe abzugsfähig.</p> <p>Im Gegensatz dazu gelten Betriebssteuern wie etwa die Grundsteuer, die für ein zum Betrieb gehöriges Grundstück bezahlt wird, oder die Kfz-Steuer für den Firmen-Pkw, als Betriebsausgaben.</p></div> </div> </div> <div class="infolist_section item_10" id="infolist_section_strafen"> <h3 title="Strafen">Strafen</h3> <div class="content"> <div id="e138343" class="zms_textarea "><p>Strafen sind grundsätzlich Kosten der privaten Lebensführung.</p></div> </div> </div> <div class="infolist_section item_11" id="infolist_section_strafverteidigung"> <h3 title="Strafverteidigung">Strafverteidigung</h3> <div class="content"> <div id="e138345" class="zms_textarea "><p><span>siehe&nbsp;</span><a href="#infolist_section_prozesskosten">Prozesskosten</a></p></div> </div> </div> <div class="infolist_section item_12" id="infolist_section_studien-_und_fortbildungsreisen"> <h3 title="Studien- und Fortbildungsreisen">Studien- und Fortbildungsreisen</h3> <div class="content"> <div id="e138347" class="zms_textarea "><p>Nur abzugsfähig, wenn folgende Voraussetzungen vorliegen:</p> <p>Planung und Durchführung erfolgten im Rahmen einer lehrgangsmäßigen Organisation oder in einer Weise, die weitaus überwiegend betriebliche (berufliche) Bedingtheit erkennen lassen.</p> <p>Die Reise muss die Möglichkeit bieten, Kenntnisse zu erwerben, die eine einigermaßen konkrete Verwertung im Unternehmen zulassen; das Reiseprogramm und die Durchführung müssen nahezu ausschließlich auf interessierte Teilnehmer im Tätigkeitsbereich des Unternehmers abstellen; allgemein interessierende Programmpunkte dürfen nicht mehr Zeit in Anspruch nehmen, als während einer regelmäßigen betrieblichen Betätigung als Freizeit verwendet wird.</p> <p>Bei gemischt veranlassten Reisen muss sich die Reise <strong>eindeutig</strong> in einen <strong>beruflichen (betrieblichen) Abschnitt</strong> und in einen <strong>privaten Abschnitt aufteilen</strong> lassen. Dann sind <strong>anteilig alle Aufwendungen</strong> sowohl für die <strong>Verpflegung</strong> als auch für die <strong>Unterkunft abzugsfähig</strong>.</p> <p>Die Nachweispflicht, dass die Reise beruflich (betrieblich) mit veranlasst wurde, liegt allerdings beim Steuerpflichtigen.</p> <p>Werden täglich berufliche (betriebliche) und private Termine gemischt, kann die Reise nicht eindeutig in einen privaten und beruflichen (betrieblichen) Teil aufgeteilt werden. Dadurch können sowohl Reiseaufwendungen als auch pauschale Tages- und Nächtigungsgelder nicht geltend gemacht werden.</p></div> </div> </div> <div class="infolist_section item_13" id="infolist_section_stundungszinsen"> <h3 title="Stundungszinsen">Stundungszinsen</h3> <div class="content"> <div id="e138349" class="zms_textarea "><p><span>siehe&nbsp;</span><a href="#infolist_section_nebenansprueche">Nebenanspr&uuml;che</a></p></div> </div> </div> <div class="infolist_section item_14" id="infolist_section_tageszeitung"> <h3 title="Tageszeitung">Tageszeitung</h3> <div class="content"> <div id="e138351" class="zms_textarea "><p><span>siehe&nbsp;</span><a href="#infolist_section_zeitungen">Zeitungen</a></p></div> </div> </div> <div class="infolist_section item_15" id="infolist_section_telefonkosten"> <h3 title="Telefonkosten">Telefonkosten</h3> <div class="content"> <div id="e138353" class="zms_textarea "><p><span>Kosten für Festnetz- und Mobilfunktelefonie sind abzugsfähig, sofern es sich um betrieblich veranlasste Telefonate handelt. Für mit betrieblichen Apparaten geführte private Telefongespräche ist gegebenenfalls ein Privatanteil auszuscheiden.</span></p></div> </div> </div> <div class="infolist_section item_16" id="infolist_section_teppiche"> <h3 title="Teppiche">Teppiche</h3> <div class="content"> <div id="e138355" class="zms_textarea "><p>Handgeknüpfte Teppiche unterliegen i. d. R. der Angemessenheitsprüfung. Die Anschaffungskosten eines solchen Teppichs dürfen € 730,00 pro Quadratmeter nicht übersteigen.</p></div> </div> </div> <div class="infolist_section item_17" id="infolist_section_traueranzeigen"> <h3 title="Traueranzeigen">Traueranzeigen</h3> <div class="content"> <div id="e138357" class="zms_textarea "><p><span>Kosten für eine Traueranzeige sind Betriebsausgabe, wenn eine betriebliche Veranlassung gegeben ist.</span></p></div> </div> </div> <div class="infolist_section item_18" id="infolist_section_umgruendungskosten"> <h3 title="Umgründungskosten">Umgründungskosten</h3> <div class="content"> <div id="e138359" class="zms_textarea "><p><span>Kosten in Zusammenhang mit einer Umgründung sind wie Gründungskosten sofort abzugsfähige Betriebsausgaben.</span></p></div> </div> </div> <div class="infolist_section item_19" id="infolist_section_umzugskosten"> <h3 title="Umzugskosten">Umzugskosten</h3> <div class="content"> <div id="e138361" class="zms_textarea "><p><span>Umzugskosten sind bei betrieblicher Veranlassung Betriebsausgaben.</span></p></div> </div> </div> <div class="infolist_section item_20" id="infolist_section_umschulungsmassnahmen"> <h3 title="Umschulungsmaßnahmen">Umschulungsmaßnahmen</h3> <div class="content"> <div id="e138363" class="zms_textarea "><p><span>siehe&nbsp;</span><a href="#infolist_section_ausbildungskosten">Ausbildungskosten</a></p></div> </div> </div> <div class="infolist_section item_21 last" id="infolist_section_unternehmerlohn"> <h3 title="Unternehmerlohn">Unternehmerlohn</h3> <div class="content"> <div id="e138365" class="zms_textarea "><p><span>Der Unternehmerlohn (Vergütung für den Einzelunternehmer bzw. für Mitunternehmer einer Personengesellschaft) ist keine Betriebsausgabe. Erhält ein Mitunternehmer oder ein Einzelunternehmer für die Mitarbeit im Unternehmen aufgrund eines Dienstvertrages ein gesondertes Entgelt, dann ist dieses Entgelt als Gewinn aufzufassen, der beim Einzelunternehmer bzw. Mitunternehmer im Rahmen einer betrieblichen Einkunftsart steuerlich erfasst wird.</span></p></div> </div> </div> </div> <p class="hideme_print top_anchor"> <a class="arrow" href="#top" title="nach oben">nach oben</a> </p> </div> <div class="infolist_section item_8" id="infolist_section_vwx"> <h2 title="VWX">VWX</h2> <div class="content"> <div class="infolist_section item_1 first" id="infolist_section_verlust_privater_wirtschaftsgueter"> <h3 title="Verlust privater Wirtschaftsgüter">Verlust privater Wirtschaftsgüter</h3> <div class="content"> <div id="e138369" class="zms_textarea "><p>Untergang oder Beschädigung privater Wirtschaftsgüter anlässlich der betrieblichen Nutzung kann zu Betriebsausgaben führen.</p></div> </div> </div> <div class="infolist_section item_2" id="infolist_section_versicherungen"> <h3 title="Versicherungen">Versicherungen</h3> <div class="content"> <div id="e138371" class="zms_textarea "><p>Prämien für Sach- und Schadensversicherungen (z. B. Feuerversicherung, Einbruchsversicherung, Transportversicherung, Haftpflichtversicherung), die sich auf das Betriebsvermögen oder die Betriebsführung beziehen, sind als Betriebsausgaben abzugsfähig.</p> <p>Beiträge zur gesetzlichen Kranken-, Unfall- und Pensionsversicherung sind aufgrund des Zwangscharakters der Versicherung als Betriebsausgabe abzugsfähig.</p></div> </div> </div> <div class="infolist_section item_3" id="infolist_section_verteidigerkosten"> <h3 title="Verteidigerkosten">Verteidigerkosten</h3> <div class="content"> <div id="e138373" class="zms_textarea "><p><span>siehe&nbsp;</span><a href="#infolist_section_prozesskosten">Prozesskosten</a></p></div> </div> </div> <div class="infolist_section item_4" id="infolist_section_vertragsstrafen"> <h3 title="Vertragsstrafen">Vertragsstrafen</h3> <div class="content"> <div id="e138375" class="zms_textarea "><p><span>siehe&nbsp;</span><a href="#infolist_section_konventionalstrafen">Konventionalstrafen</a></p></div> </div> </div> <div class="infolist_section item_5" id="infolist_section_verwaltung_des_unternehmens"> <h3 title="Verwaltung des Unternehmens">Verwaltung des Unternehmens</h3> <div class="content"> <div id="e138377" class="zms_textarea "><p>siehe <span><a href="#infolist_section_oeffentlicher_verwalter">Öffentlicher Verwalter</a></span></p></div> </div> </div> <div class="infolist_section item_6" id="infolist_section_waffen"> <h3 title="Waffen">Waffen</h3> <div class="content"> <div id="e138379" class="zms_textarea "><p>Aufwendungen in Zusammenhang mit Waffen stellen auch dann keine Betriebsausgaben dar, wenn die Waffe aufgrund der mit dem Betrieb in Zusammenhang stehenden Gefahr angeschafft wurde. Ein Betriebsausgabenabzug ist nur dann zulässig, wenn sich die Anschaffung der Waffe unmittelbar aus der Berufsausübung ergibt, wie dies z. B. bei einem Berufsjäger der Fall sein wird.</p></div> </div> </div> <div class="infolist_section item_7" id="infolist_section_werbung"> <h3 title="Werbung">Werbung</h3> <div class="content"> <div id="e138381" class="zms_textarea "><p>Aufwendungen für betrieblich veranlasste Werbung z. B. Inserate in Printmedien, Fernsehwerbung sind abzugsfähig. Siehe dazu auch das Stichwort "<a href="#infolist_section_geschenke">Geschenke</a>".</p></div> </div> </div> <div class="infolist_section item_8 last" id="infolist_section_wunschkennzeichen"> <h3 title="Wunschkennzeichen">Wunschkennzeichen</h3> <div class="content"> <div id="e138383" class="zms_textarea "><p><span>Die Kosten für Wunschkennzeichen können dann als Betriebsausgaben abzugsfähig sein, wenn der Werbezweck der Wunschkennzeichen eindeutig im Vordergrund steht. Dies ist z. B. dann anzunehmen, wenn der gesamte Fuhrpark des Betriebs mit auch für einen Dritten verständlichen Wunschkennzeichen versehen wird.</span></p></div> </div> </div> </div> <p class="hideme_print top_anchor"> <a class="arrow" href="#top" title="nach oben">nach oben</a> </p> </div> <div class="infolist_section item_9 last" id="infolist_section_yz"> <h2 title="YZ">YZ</h2> <div class="content"> <div class="infolist_section item_1 first" id="infolist_section_zeitungen"> <h3 title="Zeitungen">Zeitungen</h3> <div class="content"> <div id="e138387" class="zms_textarea "><p>Literatur, die für einen nicht abgegrenzten Teil der Allgemeinheit bestimmt ist, unterliegt dem Abzugsverbot als Betriebsausgabe. Unter dieses Abzugsverbot fallen i. d. R. auch die Kosten von Tages- und Wochenzeitungen.</p></div> </div> </div> <div class="infolist_section item_2 last" id="infolist_section_zinsen"> <h3 title="Zinsen">Zinsen</h3> <div class="content"> <div id="e138389" class="zms_textarea "><p><span>siehe&nbsp;</span><a href="#infolist_section_finanzierungskosten">Finanzierungskosten</a></p></div> </div> </div> </div> <p class="hideme_print top_anchor"> <a class="arrow" href="#top" title="nach oben">nach oben</a> </p> </div> <div id="e138390" class="zms_textarea "><p>Stand: 22. August 2019</p></div> <div class="hideme_print top_anchor"> <a class="arrow" href="#content" title="nach oben">nach oben</a> </div> <div id="e138392" class="zms_textarea "><p class="disclaimer">Trotz sorgfältiger Datenzusammenstellung können wir keine Gewähr für die vollständige Richtigkeit der dargestellten Informationen übernehmen. Sollten Sie spezielle Fragen zu einem der Themen haben, stehen wir Ihnen jederzeit gerne für ein persönliches Gespräch zur Verfügung.</p></div> bilanzierungBilanzierung <div class="infolist_section item_1 first" id="infolist_section_gesetzliche_grundlage_ugb"> <h2 title="Gesetzliche Grundlage UGB">Gesetzliche Grundlage UGB</h2> <div class="content"> <div id="e135182" class="zms_textarea "><p>Mit dem Begriff Rechnungslegungspflicht wird die Verpflichtung zur Erstellung einer doppelten Buchführung und eines Jahresabschlusses (mit Bilanz und Gewinn- und Verlustrechnung) bezeichnet.</p> <p>Das Unternehmensgesetzbuch bildet die gesetzliche Grundlage für alle Bestimmungen zur Rechnungslegungspflicht.</p> <p>Eine unternehmensrechtliche Buchführungspflicht zieht immer eine steuerliche Buchführungspflicht nach sich. Hier gilt das Maßgeblichkeitsprinzip. Wertansätze der Unternehmensbilanz sind für die Steuerbilanz maßgeblich. Dies gilt nicht, wenn im Steuergesetz eine eigene Regel dazu vorhanden ist. In diesem Fall werden die Unterschiede im Zuge einer Mehr-Weniger-Rechnung (MWR) dargestellt.</p></div> </div> <p class="hideme_print top_anchor"> <a class="arrow" href="#top" title="nach oben">nach oben</a> </p> </div> <div class="infolist_section item_2" id="infolist_section_rechnungslegungspflichtige_unternehmen"> <h2 title="Rechnungslegungspflichtige Unternehmen">Rechnungslegungspflichtige Unternehmen</h2> <div class="content"> <div id="e136275" class="zms_textarea "><p>Immer rechnungslegungspflichtig (unabhängig von ihrem Umsatz) sind Kapitalgesellschaften und Personengesellschaften, die keine natürliche Person als unbeschränkt haftenden Gesellschafter haben (zum Beispiel: GmbH &amp; Co KG).</p> <p>Auch Einzelunternehmer und andere Personengesellschaften (OG, KG) sind zur Bilanzierung verpflichtet, wenn:</p> <ul> <li>die Umsatzgrenze von € 700.000,00 zweimalig (hintereinander) überschritten wird oder</li> <li>die Umsatzgrenze von € 1.000.000,00 einmalig überschritten wird.</li> </ul> <p>Ausgenommen von dieser Regelung sind:</p> <ul> <li>Land- und Forstwirte (für sie gelten besondere Vorschriften),</li> <li>Freiberufler und</li> <li>Unternehmer, deren Einkünfte aus dem Überschuss der Einnahmen über die Werbungskosten errechnet werden (zum Beispiel bei Einkünften aus Kapitalvermögen oder aus Vermietung und Verpachtung). Auch, wenn diese Unternehmer eine vermögensverwaltende Personengesellschaft gründen.</li> </ul> <p>Besteht keine Verpflichtung zur Buchführung, können jederzeit freiwillig Bücher geführt werden. Das Führen einer doppelten Buchführung verpflichtet allerdings auch zum Erstellen eines Jahresabschlusses. Eine Gewinnermittlung mittels Einnahmen-Ausgaben-Rechnung ist dann nicht mehr möglich.</p></div> </div> <p class="hideme_print top_anchor"> <a class="arrow" href="#top" title="nach oben">nach oben</a> </p> </div> <div class="infolist_section item_3" id="infolist_section_einnahmen-ausgaben-rechnung"> <h2 title="Einnahmen-Ausgaben-Rechnung">Einnahmen-Ausgaben-Rechnung</h2> <div class="content"> <div id="e136277" class="zms_textarea "><p>Den Gewinn in Form einer Einnahmen-Ausgaben-Rechnung ermitteln dürfen Unternehmer, die:</p> <ul> <li>die Buchführungsgrenzen nicht überschreiten</li> <li>von der Buchführungspflicht ausgenommen sind</li> <li>auch nicht freiwillig Bücher führen.</li> </ul> <p>Bei der Einnahmen-Ausgaben-Rechnung werden die Einnahmen den Ausgaben gegenübergestellt.</p></div> </div> <p class="hideme_print top_anchor"> <a class="arrow" href="#top" title="nach oben">nach oben</a> </p> </div> <div class="infolist_section item_4" id="infolist_section_wesentliche_unterschiede_zwischen_bilanzierung_und_einnahmen-ausgaben-rechnung"> <h2 title="Wesentliche Unterschiede zwischen Bilanzierung und Einnahmen-Ausgaben-Rechnung">Wesentliche Unterschiede zwischen Bilanzierung und Einnahmen-Ausgaben-Rechnung</h2> <div class="content"> <div id="e136279"> <table class="ZMSTable"> <colgroup> <col /><col /><col /> </colgroup> <thead> <tr> <td></td> <th>Bilanzierung</th> <th>Einnahmen-Ausgaben-Rechnung</th> </tr> </thead> <tbody> <tr class="odd"> <th>Zeitpunkt der Erfassung der Einnahmen/Ausgaben</th> <td>Mit der Entstehung.</td> <td>Mit der Bezahlung.</td> </tr><tr class="even"> <th>Zeitliche Zuordnung der Einnahmen/Ausgaben</th> <td>Zu dem Jahr, zu dem sie zeitlich und sachlich gehören.</td> <td>Zu dem Jahr, in dem sie bezahlt werden. Es gilt das Zu-/Abfluss Prinzip.</td> </tr><tr class="odd"> <th>Bildung von Rückstellungen, Rechnungsabgrenzungsposten</th> <td>Ja.</td> <td>Nein.</td> </tr><tr class="even"> <th>Bewertung der lagernden Waren- und Rohstoffvorräte</th> <td>Erfassung mittels Inventur.</td> <td>Mit der Bezahlung werden grundsätzlich die Ausgaben sofort abgesetzt.</td> </tr><tr class="odd"> <th>Teilwertabschreibung</th> <td>Zulässig.</td> <td>Nicht zulässig. Eine Abschreibung für außergewöhnliche technische und wirtschaftliche Abnutzung ist aber zulässig.</td> </tr> </tbody> </table> </div> </div> <p class="hideme_print top_anchor"> <a class="arrow" href="#top" title="nach oben">nach oben</a> </p> </div> <div class="infolist_section item_5" id="infolist_section_was_ist_eine_bilanz_"> <h2 title="Was ist eine Bilanz?">Was ist eine Bilanz?</h2> <div class="content"> <div id="e136281" class="zms_textarea "><p>Die Bilanz besteht aus zwei Seiten, genannt Aktiva und Passiva. Mittels der Bilanz erfolgt eine wertmäßige Gegenüberstellung der Vermögensgegenstände (Aktiva) mit den Schulden und dem Eigenkapital (Passiva). Das heißt, nur erfolgsneutrale Konten scheinen in der Bilanz auf (keine Aufwands-/Ertragskonten).</p> <p>Beide Seiten müssen ausgeglichen sein. Das bedeutet, am Ende muss Summengleichheit herrschen.</p> <p>Die Grundlage für eine Bilanzerstellung bildet die ordnungsgemäße Buchführung während des Jahres. Die Bilanz selbst wird am Ende des Jahres (Wirtschaftsjahres) erstellt.</p> <h3>Die Aktiv- und Passivseite der Bilanz</h3></div> <div id="e136282"> <table class="ZMSTable"> <colgroup> <col /><col /> </colgroup> <thead> <tr class="even"> <th>Aktiva</th><th>Passiva</th> </tr> </thead> <tbody> <tr class="odd"> <td>A. Anlagevermögen</td><td>A. Eigenkapital</td> </tr><tr class="even"> <td>I. Immaterielle Vermögensgegenstände</td><td>I. Nennkapital</td> </tr><tr class="odd"> <td>II. Sachanlagen</td><td>II. Kapitalrücklagen</td> </tr><tr class="even"> <td>III. Finanzanlagen</td><td>III. Gewinnrücklagen</td> </tr><tr class="odd"> <td></td><td>IV. Bilanzgewinn/Bilanzverlust</td> </tr><tr class="even"> <td></td><td></td> </tr><tr class="odd"> <td>B. Umlaufvermögen</td><td></td> </tr><tr class="even"> <td>I. Vorräte</td><td></td> </tr><tr class="odd"> <td>II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände</td><td>B. Rückstellungen</td> </tr><tr class="even"> <td>III. Wertpapiere und Anteile</td><td></td> </tr><tr class="odd"> <td>IV. Kassa, Schecks, Bankguthaben</td><td>C. Verbindlichkeiten</td> </tr><tr class="even"> <td></td><td></td> </tr><tr class="odd"> <td>C. Rechnungsabgrenzungsposten</td><td>D. Rechnungsabgrenzungsposten</td> </tr><tr class="even"> <td>D. Aktive latente Steuern</td><td></td> </tr> </tbody> </table> </div> </div> <p class="hideme_print top_anchor"> <a class="arrow" href="#top" title="nach oben">nach oben</a> </p> </div> <div class="infolist_section item_6" id="infolist_section_gewinn-_und_verlustrechnung"> <h2 title="Gewinn- und Verlustrechnung">Gewinn- und Verlustrechnung</h2> <div class="content"> <div id="e136284" class="zms_textarea "><p>Im Rahmen der Erstellung des Jahresabschlusses wird auch eine Gewinn- und Verlustrechnung erarbeitet. Sie beinhaltet die erfolgswirksamen Konten (Ertrags- und Aufwandskonten).</p> <p>Sie wird in Staffelform entweder nach dem Gesamtkostenverfahren oder dem Umsatzkostenverfahren aufgestellt.</p> <h3>Gewinn- und Verlustrechnung nach dem Gesamtkostenverfahren</h3> <ol> <li>Umsatzerlöse</li> <li>Veränderung des Bestands an fertigen und unfertigen Erzeugnissen sowie an noch nicht abrechenbaren Leistungen</li> <li>andere aktivierte Eigenleistungen</li> <li>sonstige betriebliche Erträge</li> <li>Aufwendungen für Material und sonstige bezogene Herstellungsleistungen</li> <li>Personalaufwand</li> <li>Abschreibungen</li> <li>sonstige betriebliche Aufwendungen</li> <li><strong>Zwischensumme (Betriebserfolg)</strong></li> <li>Erträge aus Beteiligungen, davon aus verbundenen Unternehmen</li> <li>Erträge aus anderen Wertpapieren und Ausleihungen des Finanzanlagevermögens, davon aus verbundenen Unternehmen</li> <li>Zinsen und ähnliche Erträge</li> <li>Erträge aus dem Abgang und der Zuschreibung zu Finanzanlagen</li> <li>Aufwendungen aus Finanzanlagen und Wertpapieren und Anteilen</li> <li>Zinsen und ähnliche Aufwendungen</li> <li><strong>Zwischensumme (Finanzerfolg)</strong></li> <li><strong>Ergebnis vor Steuern</strong></li> <li>Steuern vom Einkommen und vom Ertrag</li> <li><strong>Ergebnis nach Steuern</strong></li> <li>Sonstige Steuern, soweit nicht unter den Posten 1 bis 19 enthalten</li> <li><strong>Jahresüberschuss/Jahresfehlbetrag</strong></li> <li>Auflösung von Kapitalrücklagen</li> <li>Auflösung von Gewinnrücklagen</li> <li>Zuweisung zu Gewinnrücklagen</li> <li>Gewinnvortrag/Verlustvortrag aus dem Vorjahr</li> <li><strong>Bilanzgewinn/Bilanzverlust</strong></li> </ol></div> </div> <p class="hideme_print top_anchor"> <a class="arrow" href="#top" title="nach oben">nach oben</a> </p> </div> <div class="infolist_section item_7" id="infolist_section_steuerliche_mehr_weniger_rechnung"> <h2 title="Steuerliche Mehr/Weniger Rechnung">Steuerliche Mehr/Weniger Rechnung</h2> <div class="content"> <div id="e136286" class="zms_textarea "><p>Um nicht einen unternehmensrechtlichen und einen steuerrechtlichen Jahresabschluss erstellen zu müssen, wird im Zuge einer Mehr-Weniger-Rechnung der unternehmensrechtliche Gewinn in den steuerrechtlichen Gewinn übergeleitet.</p></div> </div> <p class="hideme_print top_anchor"> <a class="arrow" href="#top" title="nach oben">nach oben</a> </p> </div> <div class="infolist_section item_8 last" id="infolist_section_internationale_bilanzierungsstandards"> <h2 title="Internationale Bilanzierungsstandards">Internationale Bilanzierungsstandards</h2> <div class="content"> <div id="e136288" class="zms_textarea "><h3>IFRS (International Financial Reporting Standards)</h3> <p>Um Jahres- und Konzernabschlüssen über Ländergrenzen hinweg vergleichen zu können, wurden internationale Rechnungslegungsvorschriften geschaffen. Alle kapitalmarktorientierte Unternehmen, die ihren Sitz in der EU haben müssen ihren Konzernabschluss nach den IFRS aufstellen.</p> <h3>US-GAAP (United States Generally Accepted Accounting Principles)</h3> <p>US-GAAP werden die amerikanischen Rechnungslegungsvorschriften bezeichnet. Sie sind maßgebend für den Jahresabschluss aller Unternehmen in den USA.</p></div> </div> <p class="hideme_print top_anchor"> <a class="arrow" href="#top" title="nach oben">nach oben</a> </p> </div> <div id="e137749" class="zms_textarea "><p>Stand: 2. Jänner 2019</p></div> <div class="hideme_print top_anchor"> <a class="arrow" href="#content" title="nach oben">nach oben</a> </div> <div id="e137751" class="zms_textarea "><p class="disclaimer">Trotz sorgfältiger Datenzusammenstellung können wir keine Gewähr für die vollständige Richtigkeit der dargestellten Informationen übernehmen. Sollten Sie spezielle Fragen zu einem der Themen haben, stehen wir Ihnen jederzeit gerne für ein persönliches Gespräch zur Verfügung.</p></div> checkliste_ankauf_eines_autos_aus_einem_drittstaatCheckliste Ankauf eines Autos aus einem Drittstaat <div id="e135203" class="zms_textarea "><p>Die Checkliste gilt für jenen Fahrzeugkauf, bei dem der Verkäufer ein Unternehmer ist, der seinen Sitz im Drittstaat hat. Hinsichtlich der Käuferseite gelten die Ausführungen grundsätzlich sowohl für den Unternehmer als auch für den Privaten. Die abweichenden steuerlichen Behandlungen zwischen Unternehmer und Privaten betreffen den Vorsteuerabzug, die Art der Abfuhr der Einfuhrumsatzsteuer (EUSt) und das Steuerformular für die NoVA. Die Abweichungen in diesen drei Bereichen werden bei den betreffenden Themenpunkten dargestellt.</p></div> <div class="infolist_section item_1 first" id="infolist_section_1_schritt_rechnung_umsatzsteuer"> <h2 title="1. Schritt: Rechnung/Umsatzsteuer">1. Schritt: Rechnung/Umsatzsteuer</h2> <div class="content"> <div id="e135206" class="zms_textarea "><p>Beim Kauf überprüfen, ob Sie alle Unterlagen bekommen: Beglaubigter Kaufvertrag (die Beglaubigung ist nicht zwingend, allerdings kann sie bei der Zulassung verlangt werden); oder saldierte Rechnung, falls vorhanden EU-Betriebserlaubnis, Datenauszug, ausländischer Typenschein, Zulassungsbescheinigung, ausgefüllte Garantiekarte, Serviceheft, Betriebsanleitung, Ausfuhrerklärung des Exporteurs, Präferenznachweis (manche Länder).</p></div> </div> <p class="hideme_print top_anchor"> <a class="arrow" href="#top" title="nach oben">nach oben</a> </p> </div> <div class="infolist_section item_2" id="infolist_section_2_schritt_grenzuebertritt"> <h2 title="2. Schritt: Grenzübertritt">2. Schritt: Grenzübertritt</h2> <div class="content"> <div id="e135208" class="zms_textarea "><h3>Drittlandsgrenze</h3> <h4>Ausfuhrbescheinigung</h4> <p>Die Ausfuhr muss beim Grenzübertritt bestätigt werden, um die <em>ausländische</em> <em>Mehrwertsteuer</em> vom ausländischen Händler <em>refundiert</em> zu erhalten.</p> <p>Es muss der beglaubigter Kaufvertrag oder die saldierte Rechnung und ein Nachweis über das im Ausland entrichteten Entgelt vorgewiesen werden.</p> <h3>Österreichische Grenze (oder EU-Außengrenze)</h3> <h4>Zoll</h4> <p>Das Fahrzeug muss an der <em>Grenze</em> den Zollorganen vorgeführt werden. Innerhalb der Amtsstunden werden die Zollformalitäten kostenlos erledigt.</p> <p>Sie müssen den beglaubigten Kaufvertrag bzw. die saldierte Rechnung und die Zollanmeldung durchführen, Zoll entrichten, Verzollungsbestätigung ausstellen lassen. (Bei der Einfuhr aus manchen Ländern müssen Sie auch die Präferenzbestätigung vorlegen.)</p> <p>Der Normalzollsatz beträgt 10 % vom Kraftfahrzeug (inklusive Lieferungskosten bis zur EU-Außengrenze).</p> <p>Aus manchen Ländern 0 %, wenn ein Präferenznachweis vorhanden ist.</p> <p>Dies ist nur bei Fahrzeugen möglich, wenn die Fahrzeuge aus bestimmten Ländern importiert werden, wie z. B. Norwegen, Schweiz.</p> <h4>Einfuhrumsatzsteuer</h4> <p>Die Einfuhrumsatzsteuer (EUSt) beträgt <em>20 %</em> vom Nettokaufpreis (plus die Lieferkosten zur EU Außengrenze und dem Zoll). Wenn der Wert vom Zoll angezweifelt wird, wird ein Schätzgutachten durch Sachverständige (diese sind auch bei den Autofahrerklubs erhältlich) verlangt. Unternehmer können die EUSt – statt sie beim Zoll zu entrichten – in der UVA erklären, Private müssen die EUSt immer beim Zoll zahlen.</p> <h4>Vorsteuerabzug</h4> <p>Die EUSt kann in der UVA als <em>VSt abgezogen</em> werden, wenn der Käufer ein <em>Unternehmer</em> ist und es sich um ein VSt-abzugsberechtigtes Fahrzeug (siehe Liste der VSt-abzugsberechtigten Kfz) handelt oder wenn eine begünstigte Verwendung (Fahrschulkraftfahrzeug, Vorführkraftfahrzeug, Fahrzeug, das ausschließlich zur gewerblichen Weiterveräußerung bestimmt ist, Kraftfahrzeug, das mindestens zu 80 % dem Zweck der gewerblichen Personenbeförderung oder Vermietung dient) vorliegt.</p> <p>Neu ab 1.1.2016: Das Recht auf Vorsteuerabzug wurde auf bestimmte unternehmerisch genutzte Personenkraftwagen oder Kombinationskraftwagen ohne CO<sub>2</sub>-Ausstoß (z. B. Elektrokraftfahrzeuge) ausgedehnt. Der volle Vorsteuerabzug besteht, wenn die Anschaffungskosten € 40.000,00 nicht übersteigen. Für jene Pkw, deren Anschaffungskosten überwiegend keine abzugsfähigen Ausgaben darstellen (Anschaffungskosten über € 80.000,00) entfällt der Vorsteuerabzug zur Gänze.</p></div> </div> <p class="hideme_print top_anchor"> <a class="arrow" href="#top" title="nach oben">nach oben</a> </p> </div> <div class="infolist_section item_3" id="infolist_section_3_schritt_eu-betriebserlaubnis"> <h2 title="3. Schritt: EU-Betriebserlaubnis">3. Schritt: EU-Betriebserlaubnis</h2> <div class="content"> <div id="e135210" class="zms_textarea "><p>Liegt für das Fahrzeug eine EU-Betriebserlaubnis vor, muss das Fahrzeug nicht mehr eigens in Österreich genehmigt werden. Nachgewiesen wird diese Genehmigung durch (ausländischen) Datenauszug, ausländischen Typenschein, ausländische Zulassungsbescheinigung, COC-Papier. Die Daten müssen in die Genehmigungsdatenbank eingetragen sein. Das erledigt im Regelfall der Generalimporteur.</p> <p>Das COC-Papier ist eine <em>Übereinstimmungserklärung</em> (= <em>COC-Papier</em> = Certificate of Conformity; italienisch Dichiarazione di Conformita oder Certificato di Conformita). Sie bestätigt, dass das Fahrzeug zum Zeitpunkt der Auslieferung der EU Betriebserlaubnis entsprochen hat.</p> <p>Wird ein Kraftfahrzeug ohne EU-Betriebserlaubnis importiert, ist eine Einzelgenehmigung oder unter gewissen Voraussetzungen eine Ausnahmegenehmigung nötig.</p> <p>Eine Einzelgenehmigung ist nur möglich, wenn vom österreichischen Generalimporteur die nötigen Bestätigungen zur Verfügung gestellt werden. Es sollte unbedingt vor Kaufabschluss anhand von Fahrgestell- und Motornummer bei der Prüfstelle oder Generalimporteur geprüft werden, ob das Fahrzeug zulassungsfähig ist. Auch beim Generalimporteur erfragen, ob und zu welchem Preis die Bestätigung erteilt wird (unter Umständen ist auch eine deutsche TÜV-Bestätigung möglich).</p></div> </div> <p class="hideme_print top_anchor"> <a class="arrow" href="#top" title="nach oben">nach oben</a> </p> </div> <div class="infolist_section item_4" id="infolist_section_4_schritt_normverbrauchsabgabe_nova_"> <h2 title="4. Schritt: Normverbrauchsabgabe (NoVA)">4. Schritt: Normverbrauchsabgabe (NoVA)</h2> <div class="content"> <div id="e135212" class="zms_textarea "><p>Die NoVA ist bei jeder erstmaligen Zulassung in Österreich fällig. Sie ist beim zuständigen Finanzamt bereits vor der Zulassung zu bezahlen. Dazu muss – wenn ein <em>Unternehmer</em> der Käufer ist – das Steuerformular <em>NOVA 1</em>, bzw. – wenn der Käufer ein <em>Privater</em> ist – das Formular <em>NOVA 2</em> ausgefüllt werden. Bemessungsgrundlage ist der Nettoverkaufspreis laut der ausländischen Rechnung. Der Steuersatz wird berechnet anhand der Gramm CO<sub>2</sub>/km.</p></div> </div> <p class="hideme_print top_anchor"> <a class="arrow" href="#top" title="nach oben">nach oben</a> </p> </div> <div class="infolist_section item_5 last" id="infolist_section_5_schritt_zulassung"> <h2 title="5. Schritt: Zulassung">5. Schritt: Zulassung</h2> <div class="content"> <div id="e135214" class="zms_textarea "><p>Vor der Zulassung muss die Nova entrichtet und der Eintrag in die Genehmigungsdatenbank gemacht werden.</p> <p>Sie benötigen:</p> <p>Amtlichen Lichtbildausweis, Antragsformular, Typenschein bzw. Bestätigung der Prüfstelle bzw. Einzelgenehmigung bzw. gültige Übereinstimmungserklärung, Kaufvertrag, Versicherungsbestätigung, Meldezettel, Finanzamtsbestätigung (Nova bezahlt).</p> <p>Hinweis zur Finanzamtsbestätigung: Die Bestätigung wird erst nach Bezahlung der vorläufigen NoVA ausgestellt.</p> <p>Zusätzlich bei einem Unternehmen:</p> <ul> <li>Bestätigung der jeweiligen Kammer bzw. Konzessionsdekret bei freiberuflich Tätigen als Nachweis für den Firmenstandort</li> <li>Firmenbuchauszug oder Gewerbeberechtigung bei juristischen Personen als Nachweis für den Firmensitz.</li> </ul></div> </div> <p class="hideme_print top_anchor"> <a class="arrow" href="#top" title="nach oben">nach oben</a> </p> </div> <div id="e137752" class="zms_textarea "><p>Stand: 2. Jänner 2019</p></div> <div class="hideme_print top_anchor"> <a class="arrow" href="#content" title="nach oben">nach oben</a> </div> <div id="e137754" class="zms_textarea "><p class="disclaimer">Trotz sorgfältiger Datenzusammenstellung können wir keine Gewähr für die vollständige Richtigkeit der dargestellten Informationen übernehmen. Sollten Sie spezielle Fragen zu einem der Themen haben, stehen wir Ihnen jederzeit gerne für ein persönliches Gespräch zur Verfügung.</p></div> checkliste_ankauf_eines_autos_aus_einem_eu-staatCheckliste Ankauf eines Autos aus einem EU-Staat <div id="e135220" class="zms_textarea "><p>Die steuerlichen Folgen hängen davon ab, ob der österreichische Käufer des Fahrzeuges ein Unternehmer oder ein Privater ist. Die Checkliste behandelt daher diese Fälle getrennt: Zuerst wird der Unternehmer als Käufer behandelt, anschließend der Fahrzeugimport durch einen Privaten.</p> <p>Die Variante, dass nicht ein Unternehmer sondern ein Privater aus einem EU-Staat auf der Verkäuferseite steht, hätte wiederum andere steuerliche Folgen. Diesen eher seltenen Fall berücksichtigt die Checkliste nicht.</p></div> <div class="infolist_section item_1 first" id="infolist_section_verkaeufer_unternehmer_-_kaeufer_unternehmer"> <h2 title="Verkäufer Unternehmer - Käufer Unternehmer">Verkäufer Unternehmer - Käufer Unternehmer</h2> <div class="content"> <div id="e135223" class="zms_textarea "><h3>1. Schritt: Rechnung/Umsatzsteuer/Vorsteuer</h3> <h4>Rechnung</h4> <p>Der österreichische Unternehmer erhält das Fahrzeug im Rahmen einer <em>steuerfreien innergemeinschaftlichen Lieferung (ig. Lieferung)</em>.</p> <p><em>Wichtige Rechnungsmerkmale</em>: UID-Nummer des österreichischen Unternehmers, Nettorechnung (kein USt-Ausweis) mit folgendem Hinweis: steuerfreie ig. Lieferung.</p> <h4>Umsatzsteuer (USt)</h4> <p>Der österreichische Unternehmer (kann auch ein Kfz-Händler sein) hat den Erwerb mit <em>20 %</em> (österreichischer) USt in Form der <em>Erwerbsteuer</em> zu versteuern. Der Erwerb ist in der <em>Umsatzsteuervoranmeldung (UVA)</em> aufzunehmen.</p> <h4>Vorsteuer (VSt)</h4> <p>Gleichzeitig zur Erwerbsteuer kann ein <em>VSt-Abzug</em> vorgenommen werden, wenn es sich um ein VSt-abzugsberechtigtes Fahrzeug (siehe Liste der VSt-abzugsberechtigten Kfz) handelt oder wenn eine begünstigte Verwendung (Fahrschulkraftfahrzeug, Vorführkraftfahrzeug, Fahrzeug, das ausschließlich zur gewerblichen Weiterveräußerung bestimmt ist, Kraftfahrzeug, das mindestens zu 80 % dem Zweck der gewerblichen Personenbeförderung oder Vermietung dient) vorliegt.</p> <p>Neu ab 1.1.2016: Das Recht auf Vorsteuerabzug wurde auf bestimmte unternehmerisch genutzte Personenkraftwagen oder Kombinationskraftwagen ohne CO<sub>2</sub>-Ausstoß (z. B. Elektrokraftfahrzeuge) ausgedehnt. Der volle Vorsteuerabzug besteht, wenn die Anschaffungskosten € 40.000,00 nicht übersteigen. Für jene Pkw, deren Anschaffungskosten überwiegend keine abzugsfähigen Ausgaben darstellen (Anschaffungskosten über € 80.000,00) entfällt der Vorsteuerabzug zur Gänze.</p> <h4>Sonderfall: Ankauf von einem Kfz-Händler (Differenzbesteuerung)</h4> <p>Bei <em>Gebrauchtwagen</em> kann der <em>Kfz-Händler (gewerbsmäßiger Wiederverkäufer) als Verkäufer</em> die Differenzbesteuerung vornehmen. In diesem Fall wird eine Nettorechnung (kein USt-Ausweis) mit dem Hinweis der Anwendung der Differenzbesteuerung ausgestellt. Der <em>Käufer</em> (kann ebenfalls <em>Kfz-Händler</em>, aber auch ein „normaler“ Unternehmer sein) hat keine Erwerbsteuer abzuführen, ein VSt-Abzug ist nicht möglich.</p> <p><em>Weiterverkauf durch den österreichischen Kfz-Händler:</em></p> <p>Dieser kann die Differenzbesteuerung anwenden, wenn bei der Lieferung an ihn keine USt geschuldet oder erhoben worden ist. Dies ist der Fall, wenn beim Ankauf die Differenzbesteuerung angewendet worden ist oder bei Erwerb von einer Privatperson oder von einem steuerbefreiten Unternehmer.</p> <p>Bei Neuwagen kann eine Differenzbesteuerung nicht vorgenommen werden.</p> <p>Ein Kfz gilt dann als neu, wenn zumindest einer der zwei nachfolgenden Punkte erfüllt ist:</p> <ul> <li>Die erste Inbetriebnahme bezogen auf den Zeitpunkt des Erwerbs liegt <em>nicht mehr als sechs Monate</em> zurück.</li> <li>Das Kfz hat <em>nicht mehr als 6.000 Kilometer</em> zurückgelegt.</li> </ul> <p>Sind beide obigen Punkte erfüllt, liegt ein Neuwagen vor.</p> <h3>2. Schritt: Überführung nach Österreich</h3> <p>Das Fahrzeug muss mit einem <em>Kennzeichen</em> versehen und <em>versichert</em> sein. Der ausländische Händler sollte Ihnen ein Exportkennzeichen bzw. ein Überstellungskennzeichen mit entsprechender kurzfristiger Haftpflichtversicherung besorgen. Mit ausländischem Überstellungskennzeichen dürfen Sie aber nur ein Monat in Österreich fahren.</p> <p>Das österreichische grüne Überstellungskennzeichen oder das blaue Kennzeichen ist nicht in allen Ländern zulässig. Diesbezüglich setzen Sie sich bitte mit einem Autofahrerklub in Verbindung.</p> <p><em>Deutschland</em> erachtet sowohl die Verwendung von Probekennzeichen als auch grüne Überstellungskennzeichen zur Überführung ins Ausland als unzulässig. Die Ausfuhr aus Deutschland erfolgt daher am leichtesten mit einem Ausfuhrkennzeichen, das Sie bei der Kfz - Zulassungsstelle erhalten. Zuvor benötigen Sie eine Kurzhaftpflichtversicherung (ARISA). Diese ist beim ADAC erhältlich.</p> <h3>3. Schritt: Typisierung/Einzelgenehmigung</h3> <h4>EU-Betriebserlaubnis</h4> <p>Liegt für das Fahrzeug eine EU-Betriebserlaubnis vor, muss das Fahrzeug nicht mehr eigens in Österreich genehmigt werden. Nachgewiesen wird diese Genehmigung durch den ausländischen Datenauszug, den ausländischen Typenschein, eine ausländische Zulassungsbescheinigung oder das COC-Papier.</p> <p>Es ist eine sogenannte Übereinstimmungsbescheinigung (= COC-Papier = Certificate of Conformity; italienisch Dichiarazione di Conformita oder Certificato di Conformita) auszuhändigen. Sie muss im Original oder beglaubigter Abschrift vorliegen; manche Prüfstellen verlangen bei fremdsprachlicher Fassung eine Übersetzung durch ein Dolmetschbüro. Im Regelfall übernimmt der Generalimporteur die Eintragung.</p> <p>Wird ein Kraftfahrzeug ohne EU-Betriebserlaubnis importiert, ist eine Einzelgenehmigung oder unter gewissen Voraussetzungen eine Ausnahmegenehmigung nötig.</p> <p>Das Fahrzeug muss beim Amt der Landesregierung einzelgenehmigt werden.</p> <h3>4. Schritt: Normverbrauchsabgabe (NoVA)</h3> <p>Die NoVA ist bei jeder erstmaligen Zulassung in Österreich fällig. Sie ist beim zuständigen Finanzamt bereits vor der Zulassung zu bezahlen. Dazu muss das Steuerformular NOVA 1 ausgefüllt werden. Der Steuersatz wird berechnet anhand der Gramm CO<sub>2</sub>/km.</p> <p>Oldtimer unterliegen nicht der NoVA.</p> <h3>5. Schritt: Zulassung</h3> <p>Vor der Zulassung muss die Nova entrichtet und der Eintrag in die Genehmigungsdatenbank gemacht werden.</p> <p>Sie benötigen:</p> <p>Amtlichen Lichtbildausweis, Antragsformular, Typenschein bzw. Bestätigung der Prüfstelle bzw. Einzelgenehmigung, bzw. gültige Übereinstimmungserklärung, Kaufvertrag, Rechnung, Versicherungsbestätigung, Meldezettel, Finanzamtsbestätigung (Nova bezahlt).</p> <p>Zusätzlich bei einem Unternehmen:</p> <ul> <li>Bestätigung der jeweiligen Kammer bzw. Konzessionsdekret bei freiberuflich Tätigen als Nachweis für den Firmenstandort</li> <li>Firmenbuchauszug oder Gewerbeberechtigung bei juristischen Personen als Nachweis für den Firmensitz</li> </ul> <p>Hinweis zur Finanzamtsbestätigung: Die Bestätigung wird erst nach Bezahlung der NOVA ausgestellt.</p></div> </div> <p class="hideme_print top_anchor"> <a class="arrow" href="#top" title="nach oben">nach oben</a> </p> </div> <div class="infolist_section item_2 last" id="infolist_section_verkaeufer_unternehmer_kaeufer_privater"> <h2 title="Verkäufer Unternehmer – Käufer Privater">Verkäufer Unternehmer – Käufer Privater</h2> <div class="content"> <div id="e135225" class="zms_textarea "><h3>1. Schritt: Rechnung/Umsatzsteuer</h3> <h4>Neu- oder Gebrauchtwagen?</h4> <p>Zuallererst ist festzustellen, ob es sich um einen Neu- oder Gebrauchtwagen handelt.</p> <p>Ein Kfz gilt dann als neu, wenn zumindest einer der zwei nachfolgenden Punkte erfüllt ist:</p> <ul> <li>Die erste Inbetriebnahme bezogen auf den Zeitpunkt des Erwerbs liegt <em>nicht mehr als sechs Monate</em> zurück.</li> <li>Das Kfz hat <em>nicht mehr als 6.000 Kilometer</em> zurückgelegt.</li> </ul> <p>Sind beide obigen Punkte erfüllt, liegt ein Neuwagen vor. Folge der Unterscheidung: Liegt ein Neuwagen vor, unterliegt der Kauf der <em>österreichischen USt</em> (= Bestimmungslandprinzip). Handelt es sich um einen Gebrauchtwagen, unterliegt der Kauf der <em>USt des Verkäuferlandes</em> (= Ursprungslandprinzip).</p> <h4>Neuwagen</h4> <h5>Rechnung</h5> <p>Der österreichische Private erhält das Fahrzeug im Rahmen einer <em>steuerfreien innergemeinschaftlichen Lieferung (ig. Lieferung)</em>.</p> <p><em>Wichtige Rechnungsmerkmale</em>: Nettorechnung (kein USt-Ausweis) mit folgendem Hinweis: steuerfreie ig. Lieferung.</p> <h5>Umsatzsteuer</h5> <p>Der Private hat den Erwerb mit <em>20 %</em> (österreichischer) USt im Wege der <em>Einzelfahrzeugbesteuerung</em> zu versteuern. Dazu ist die Steuererklärung <em>NOVA 2</em> abzugeben.</p> <h4>Gebrauchtwagen</h4> <h5>Rechnung/Umsatzsteuer</h5> <p>Beim Kauf eines Gebrauchtwagens zahlen Sie als Privatperson die <em>Umsatzsteuer des Verkäuferlandes</em> direkt beim ausländischen Händler. Damit ist weder in Österreich noch im Exportland umsatzsteuerlich etwas zu veranlassen.</p> <p>Bei Gebrauchtwagen kann der Kfz-Händler (= gewerblicher Wiederverkäufer) als Verkäufer die <em>Differenzbesteuerung</em> vornehmen. In diesem Fall wird eine Nettorechnung (kein USt-Ausweis) mit dem Hinweis der Anwendung der Differenzbesteuerung ausgestellt.</p> <p>Auch in diesem Fall ist umsatzsteuerlich für Sie alles erledigt.</p> <h3>2. Schritt: Überführung nach Österreich</h3> <p>wie beim Ankauf durch den Unternehmer</p> <h3>3. Schritt: Typisierung/Einzelgenehmigung</h3> <p>wie beim Ankauf durch den Unternehmer</p> <h3>4. Schritt: Normverbrauchsabgabe (NoVA)</h3> <p>Die NoVA ist bei jeder erstmaligen Zulassung in Österreich fällig. Sie ist beim Wohnsitzfinanzamt bereits vor der Zulassung zu bezahlen. Dazu muss das Steuerformular <em>NOVA 2</em> ausgefüllt werden. Bemessungsgrundlage ist der Nettoverkaufspreis laut der ausländischen Rechnung. Der Steuersatz wird berechnet anhand der Gramm CO<sub>2</sub>/km.</p> <p>Oldtimer unterliegen nicht der NoVA.</p> <p>Definition Oldtimer im Regelfall:</p> <ul> <li>Fahrzeuge, die mindestens 30 Jahre alt sind und einem nicht mehr hergestellten Modell oder Typ entsprechen und ohne wesentliche Änderungen in ihrem Originalzustand sind.</li> <li>Alle Fahrzeuge, die vor 1950 hergestellt worden sind.</li> <li>Jüngere Fahrzeuge, die von besonderer geschichtlicher Bedeutung sind.</li> </ul> <h3>5. Schritt: Zulassung</h3> <p>wie beim Ankauf durch den Unternehmer</p></div> </div> <p class="hideme_print top_anchor"> <a class="arrow" href="#top" title="nach oben">nach oben</a> </p> </div> <div id="e137755" class="zms_textarea "><p>Stand: 2. Jänner 2019</p></div> <div class="hideme_print top_anchor"> <a class="arrow" href="#content" title="nach oben">nach oben</a> </div> <div id="e137757" class="zms_textarea "><p class="disclaimer">Trotz sorgfältiger Datenzusammenstellung können wir keine Gewähr für die vollständige Richtigkeit der dargestellten Informationen übernehmen. Sollten Sie spezielle Fragen zu einem der Themen haben, stehen wir Ihnen jederzeit gerne für ein persönliches Gespräch zur Verfügung.</p></div> checkliste_bilanzvorbereitungCheckliste Bilanzvorbereitung <div id="e136298" class="zms_textarea "><ol> <li>Buchhaltung Bilanzjahr: Sachkontensaldenliste zum Bilanzstichtag.</li> <li>Übermittlung der Buchhaltung des Bilanzjahres mittels Datenträger oder Ausdruck.</li> <li>Kopie sämtlicher Rechnungen von Anlagenzugängen/Investitionen. Bei Lkw-Kauf auch Kopie des Zulassungsscheins.</li> <li>Kopie des Ankaufs/Verkaufs von Wertpapieren.</li> <li>Kopie des Depotauszuges vom WP-Bestand zum Bilanzstichtag.</li> <li>Durchsicht des bestehenden Anlagenverzeichnisses hinsichtlich Abgänge von Wirtschaftsgütern. Bei Anlageverkäufen auch Kopie der Ausgangsrechnung.</li> <li>Originalinventuraufstellung zum Bilanzstichtag.</li> <li>Aufstellung von sonstigen Vorräten zum Bilanzstichtag.</li> <li>Aufstellung von unfertigen/halbfertigen Aufträgen zum Bilanzstichtag.</li> <li>Aufstellung (Kopie der Ausgangsrechnungen des Folgejahres) für erbrachte noch nicht verrechenbare Leistungen.</li> <li>Abgestimmte Debitorensaldenliste zum Bilanzstichtag. <ol> <li>OP-Liste zum Bilanzstichtag und aktuelle OP-Liste zum Übergabezeitpunkt.</li> <li>Aufstellung der dubiosen Forderungen mit Grund/Höhe der Wertberechtigung.</li> <li>Aufstellung und Grund der uneinbringlichen Forderungen.</li> <li>Hinweise zu Fremdwährungsforderungen vornehmen (Kurse etc.).</li> </ol> </li> <li>Kopie der Belege von sonstigen Forderungen zum Bilanzstichtag.</li> <li>Kopie des Kassabuchsaldos zum Bilanzstichtag (letzte Kassabuchseite).</li> <li>Kopie von sämtlichen aktiven und passiven Bankkontoauszügen zum Bilanzstichtag.</li> <li>Umsatzsteuervoranmeldungen und ZM-Meldungen des Bilanzjahres.</li> <li>Offene Urlaube und Zeitguthaben sämtlicher Dienstnehmer zum Bilanzstichtag.</li> <li>Unterlagen und Schriftverkehr für zu bildende Rückstellungen zum Bilanzstichtag (z. B. Schadenersatz, Prozess, Garantie, Drohverlustrückstellungen, usw.)</li> <li>Versicherungsmathematisches Pensionsgutachten zum Bilanzstichtag.</li> <li>Abgestimmte Kreditorensaldenliste zum Bilanzstichtag. <ol> <li>Hinweise für noch vorzunehmende Korrekturen bei den Kreditoren.</li> <li>Hinweise auf Fremdwährungsverbindlichkeiten vornehmen.</li> </ol> </li> <li>Kopie von Eingangsrechnungen mit Lieferungen bis zum Bilanzstichtag, jedoch ER-Datum erst im Folgejahr.</li> <li>Kopie der Kredit/Darlehensverträge die im Bilanzjahr neu aufgenommen wurden.</li> <li>Kopie der im Bilanzjahr neu abgeschlossenen betrieblichen/privaten Verträge (z. B. Mietverträge, Leasingverträge, Lieferverträge, Serviceverträge, Sponsoring usw.)</li> <li>Kopie der Versicherungspolizzen, die im Bilanzjahr neu abgeschlossen wurden.</li> <li>Kopie der Belege von sonstigen Verbindlichkeiten zum Bilanzstichtag.</li> <li>Fahrtenbücher von Pkw im Betriebsvermögen oder geleasten Pkw.</li> <li>Aufstellung Eigenverbrauchsaufzeichnungen (z. B. Warenbezüge, Sachbezüge, umsatzsteuerpflichtige Werbeaufwendungen etc.)</li> <li>Aufstellung und Hinweise über die Beurteilung von Privatanteilen.</li> <li>Aufstellung aktivierte Eigenleistungen (Personalstunden und Materialeinsatz).</li> <li>Kopie der Eingangsrechnungen über ausbezahlte Provisionen.</li> <li>Kopie von Auslandszahlungen, für die Mitteilungspflicht besteht.</li> <li>Aufstellung der Reisekosten des Einzelunternehmens bzw. Gesellschafters sofern nicht bereits verbucht.</li> <li>Kopien von Aufwendungen, für die Versicherungsentschädigungen gewährt wurden.</li> <li>Aufstellung über sonstige Einkünfte (z. B. Einkünfte aus Kapitalvermögen) im Bilanzjahr.</li> <li>Gegebenenfalls einen Hinweis für Meldeverpflichtung bei Schenkung unter Lebenden.</li> <li>Aufstellung von Sonderausgaben im Bilanzjahr: <ol> <li>Vorhandene Leibrentenverpflichtungen.</li> <li>Versicherungsbestätigungen für UV, KV, PV, Nachkauf PV, etc.</li> <li>Belegnachweise für Zahlungen von Wohnraumschaffung.</li> <li>Belegnachweise für Sanierung von Wohnraum. Ausgaben für Wohnraumschaffung und Versicherungen können nur mehr für vor dem 1.1.2016 abgeschlossene Verträge bzw. Maßnahmen als Sonderausgaben berücksichtigt werden.</li> <li>Belegnachweise von Kirchensteuerzahlungen.</li> <li>Belegnachweise von Zahlungen für begünstige Spenden.</li> <li>Zahlungen für die Geltendmachung vom Handwerkerbonus.</li> </ol> </li> <li>Aufstellung von Aufwendungen für die Kinderbetreuung.</li> <li>Kopie der Inskriptionsbestätigung von Kindern bei Beginn des Studiums im Bilanzjahr.</li> <li>Aufstellung Aufwendungen für außergewöhnliche Belastungen (z. B. Krankheitskosten, Behinderung, Verlassenschaften, Unterhalt usw. )</li> </ol></div> <div id="e137758" class="zms_textarea "><p>Stand: 2. Jänner 2019</p></div> <div class="hideme_print top_anchor"> <a class="arrow" href="#content" title="nach oben">nach oben</a> </div> <div id="e137760" class="zms_textarea "><p class="disclaimer">Trotz sorgfältiger Datenzusammenstellung können wir keine Gewähr für die vollständige Richtigkeit der dargestellten Informationen übernehmen. Sollten Sie spezielle Fragen zu einem der Themen haben, stehen wir Ihnen jederzeit gerne für ein persönliches Gespräch zur Verfügung.</p></div> checkliste_leasing_eines_autos_aus_einem_drittstaatCheckliste Leasing eines Autos aus einem Drittstaat <div id="e135237" class="zms_textarea "><p>Die Checkliste gilt für das Fahrzeugleasing, bei dem der (unternehmerische) Leasinggeber seinen Sitz im Drittland hat.</p></div> <div class="infolist_section item_1 first" id="infolist_section_1_schritt_rechnung_umsatzsteuer_vorsteuer_"> <h2 title="1. Schritt: Rechnung/Umsatzsteuer/Vorsteuer?">1. Schritt: Rechnung/Umsatzsteuer/Vorsteuer?</h2> <div class="content"> <div id="e135240" class="zms_textarea "><h3>Rechnung/Umsatzsteuer (USt)</h3> <p>Die Rechnung ist ohne USt auszustellen. Der österreichische Unternehmer hat dann 20 % Umsatzsteuer an das österreichische Finanzamt abzuführen.</p> <h3>Vorsteuer (VSt)</h3> <p>Der österreichische <em>Unternehmer</em> kann die USt als <em>VSt abziehen</em>, wenn es sich um ein VSt-abzugsberechtigtes Fahrzeug (siehe Liste der VSt-abzugsberechtigten Kfz) handelt oder wenn eine begünstigte Verwendung (Fahrschulkraftfahrzeug, Vorführkraftfahrzeug, Fahrzeug, das ausschließlich zur gewerblichen Weiterveräußerung bestimmt ist, Kraftfahrzeug, das mindestens zu 80 % dem Zweck der gewerblichen Personenbeförderung oder Vermietung dient) vorliegt.</p> <p>Neu ab 1.1.2016: Das Recht auf Vorsteuerabzug wurde auf bestimmte unternehmerisch genutzte Personenkraftwagen oder Kombinationskraftwagen ohne CO<sub>2</sub>-Ausstoß (z. B. Elektrokraftfahrzeuge) ausgedehnt. Der volle Vorsteuerabzug besteht, wenn die Anschaffungskosten € 40.000,00 nicht übersteigen. Für jene Pkw, deren Anschaffungskosten überwiegend keine abzugsfähigen Ausgaben darstellen (Anschaffungskosten über € 80.000,00) entfällt der Vorsteuerabzug zur Gänze.</p> <h3>Kurz- oder langfristige Vermietung?</h3> <p>Laut den Umsatzsteuer Richtlinien ist für die Unterscheidung, ob eine kurz- oder eine langfristige Vermietung vorliegt, die tatsächliche Nutzungsdauer des Beförderungsmittels maßgebend, auch wenn die vertraglich vereinbarte Laufzeit davon abweicht.</p> <p><strong>Kurzfristige Vermietung (30 Tage): </strong>Bei der kurzfristigen Vermietung wird der Leistungsort danach bestimmt, wo das Beförderungsmittel dem Leistungsempfänger tatsächlich zur Verfügung gestellt wird.</p></div> </div> <p class="hideme_print top_anchor"> <a class="arrow" href="#top" title="nach oben">nach oben</a> </p> </div> <div class="infolist_section item_2 last" id="infolist_section_2_schritt_zulassung"> <h2 title="2. Schritt: Zulassung">2. Schritt: Zulassung</h2> <div class="content"> <div id="e135242" class="zms_textarea "><p>Sie benötigen:</p> <p>Amtlichen Lichtbildausweis, Antragsformular, Typenschein bzw. Bestätigung der Prüfstelle bzw. Einzelgenehmigung bzw. gültige Übereinstimmungserklärung, Kaufvertrag, Versicherungsbestätigung, Meldezettel, Finanzamtsbestätigung (Nova bezahlt). Hinweis zur Finanzamtsbestätigung: Die Bestätigung wird erst nach Bezahlung der vorläufigen NoVA ausgestellt.</p> <p>Die Schritte der Überführung nach Österreich, Abfuhr der NoVA und der Typisierung werden in aller Regel durch den Leasinggeber durchgeführt.</p></div> </div> <p class="hideme_print top_anchor"> <a class="arrow" href="#top" title="nach oben">nach oben</a> </p> </div> <div id="e137761" class="zms_textarea "><p>Stand: 2. Jänner 2019</p></div> <div class="hideme_print top_anchor"> <a class="arrow" href="#content" title="nach oben">nach oben</a> </div> <div id="e137763" class="zms_textarea "><p class="disclaimer">Trotz sorgfältiger Datenzusammenstellung können wir keine Gewähr für die vollständige Richtigkeit der dargestellten Informationen übernehmen. Sollten Sie spezielle Fragen zu einem der Themen haben, stehen wir Ihnen jederzeit gerne für ein persönliches Gespräch zur Verfügung.</p></div> checkliste_leasing_eines_autos_aus_einem_eu-staatCheckliste Leasing eines Autos aus einem EU-Staat <div id="e135248" class="zms_textarea "><p>Die Checkliste berücksichtigt jenes Leasing, bei dem der Leasinggeber seinen Sitz in einem EU-Staat hat. Die Ausführungen gelten für die langfristige Vermietung und nur für den Unternehmer.</p></div> <div class="infolist_section item_1 first" id="infolist_section_1_schritt_rechnung_umsatzsteuer_vorsteuer"> <h2 title="1. Schritt: Rechnung/Umsatzsteuer/Vorsteuer">1. Schritt: Rechnung/Umsatzsteuer/Vorsteuer</h2> <div class="content"> <div id="e135251" class="zms_textarea "><p>Hat das ausländische Leasingunternehmen keinen Sitz im Inland oder keine Betriebsstätte, die an der Erbringung der Leistung beteiligt ist, muss die Rechnung ohne Umsatzsteuer ausgestellt werden.</p> <p>Die Steuerschuld geht auf den Leasingempfänger über (Reverse Charge).</p> <p>Der österreichische Unternehmer hat dann 20 % Umsatzsteuer an das österreichische Finanzamt abzuführen. Diese Umsatzsteuer kann sich der Unternehmer im Regelfall bei Pkw Leasing nicht wieder abziehen.</p> <p>Er kann die an das Finanzamt abgeführte USt als Vorsteuer nur dann wieder abziehen, wenn es sich um ein VSt-abzugsberechtigtes Fahrzeug (siehe Liste der VSt-abzugsberechtigten Kfz) handelt oder wenn eine begünstigte Verwendung (Fahrschulkraftfahrzeug, Vorführkraftfahrzeug, Fahrzeug, das ausschließlich zur gewerblichen Weiterveräußerung bestimmt ist, Kraftfahrzeug, das mindestens zu 80 % dem Zweck der gewerblichen Personenbeförderung oder Vermietung dient) vorliegt.</p> <p>Neu ab 1.1.2016: Das Recht auf Vorsteuerabzug wurde auf bestimmte unternehmerisch genutzte Personenkraftwagen oder Kombinationskraftwagen ohne CO<sub>2</sub>-Ausstoß (z. B. Elektrokraftfahrzeuge) ausgedehnt. Der volle Vorsteuerabzug besteht, wenn die Anschaffungskosten € 40.000,00 nicht übersteigen. Für jene Pkw, deren Anschaffungskosten überwiegend keine abzugsfähigen Ausgaben darstellen (Anschaffungskosten über € 80.000,00) entfällt der Vorsteuerabzug zur Gänze.</p> <h3>Kurz- oder langfristige Vermietung?</h3> <p>Laut den Umsatzsteuer Richtlinien ist für die Unterscheidung, ob eine kurz- oder eine langfristige Vermietung vorliegt, die tatsächliche Nutzungsdauer des Beförderungsmittels maßgebend, auch wenn die vertraglich vereinbarte Laufzeit davon abweicht.</p> <p><strong>Kurzfristige Vermietung (30 Tage):</strong> Bei der kurzfristigen Vermietung wird der Leistungsort danach bestimmt, wo das Beförderungsmittel dem Leistungsempfänger tatsächlich zur Verfügung gestellt wird.</p></div> </div> <p class="hideme_print top_anchor"> <a class="arrow" href="#top" title="nach oben">nach oben</a> </p> </div> <div class="infolist_section item_2 last" id="infolist_section_2_schritt_zulassung"> <h2 title="2. Schritt: Zulassung">2. Schritt: Zulassung</h2> <div class="content"> <div id="e135253" class="zms_textarea "><p>Sie benötigen:</p> <p>Amtlichen Lichtbildausweis, Antragsformular, Typenschein bzw. Bestätigung der Prüfstelle bzw. Einzelgenehmigung bzw. gültige Übereinstimmungserklärung, Kaufvertrag, Versicherungsbestätigung, Meldezettel, Finanzamtsbestätigung (Nova bezahlt). Hinweis zur Finanzamtsbestätigung: Die Bestätigung wird erst nach Bezahlung der vorläufigen NoVA ausgestellt.</p> <p>Die Überführung nach Österreich, die Abfuhr der NoVA und die Typisierung werden in aller Regel durch den Leasinggeber durchgeführt.</p></div> </div> <p class="hideme_print top_anchor"> <a class="arrow" href="#top" title="nach oben">nach oben</a> </p> </div> <div id="e137764" class="zms_textarea "><p>Stand: 2. Jänner 2019</p></div> <div class="hideme_print top_anchor"> <a class="arrow" href="#content" title="nach oben">nach oben</a> </div> <div id="e137766" class="zms_textarea "><p class="disclaimer">Trotz sorgfältiger Datenzusammenstellung können wir keine Gewähr für die vollständige Richtigkeit der dargestellten Informationen übernehmen. Sollten Sie spezielle Fragen zu einem der Themen haben, stehen wir Ihnen jederzeit gerne für ein persönliches Gespräch zur Verfügung.</p></div> einnahmen-ausgaben-rechnerEinnahmen-Ausgaben-Rechner <div class="infolist_section item_1 first" id="infolist_section_zeitpunkt_der_gewinnverwirklichung_zufluss-abfluss-prinzip"> <h2 title="Zeitpunkt der Gewinnverwirklichung: Zufluss-Abfluss-Prinzip">Zeitpunkt der Gewinnverwirklichung: Zufluss-Abfluss-Prinzip</h2> <div class="content"> <div id="e137583" class="zms_textarea "><p>Bei der Einnahmen-Ausgaben-Rechnung (E-A-R) werden Betriebseinnahmen und Betriebsausgaben nicht zum Zeitpunkt des Entstehens, sondern zum Zeitpunkt ihrer Vereinnahmung bzw. Verausgabung erfasst (Zufluss-Abfluss-Prinzip). Soweit daher der Geldfluss eine bereits früher entstandene Forderung oder Verbindlichkeit betrifft, kommt es zu einer Erfassung von Betriebseinnahmen oder Betriebsausgaben erst am Zeitpunkt des Geldflusses.<br /> <em>Beispiel: Ein Lebensmittelhändler bleibt im Jahr 2018 infolge Geldknappheit eine Rechnung eines Lieferanten schuldig. Er hat 2018 (im Unterschied zum Bilanzierer) noch keine Betriebsausgabe. Er bezahlt im Jahr 2019. Es liegt im Jahr 2019 eine Betriebsausgabe vor.</em></p> <p>Beim Zufluss-Abfluss-Prinzip ist jedoch für regelmäßig wiederkehrende Einnahmen und Ausgaben (z. B. Löhne, Mieten, Versicherungsprämien, Zinsen) die fünfzehntägige Zurechnungsfrist zu beachten. Einnahmen bzw. Ausgaben sind innerhalb dieser Frist dem Geschäftsjahr zuzurechnen, zu dem sie wirtschaftlich gehören. <em><br />Beispiel: Die Miete für Dezember 2018, die am 31.12.2018 fällig ist und am 15.1.2019 bezahlt wird, gilt auf Grund der fünfzehntägigen Zurechnungsfrist noch im Dezember 2018 als bezahlt.<br /></em></p> <p>Nicht aktivierungspflichtige Vorauszahlungen von Beratungs-, Bürgschafts-, Fremdmittel-, Garantie-, Miet-, Treuhand-, Vermittlungs-, Vertriebs- und Verwaltungs­kosten müssen gleichmäßig auf den Zeitraum der Vorauszahlung verteilt werden, außer sie betreffen lediglich das laufende und das folgende Jahr.</p></div> </div> <p class="hideme_print top_anchor"> <a class="arrow" href="#top" title="nach oben">nach oben</a> </p> </div> <div class="infolist_section item_2" id="infolist_section_aufzeichnungspflicht"> <h2 title="Aufzeichnungspflicht">Aufzeichnungspflicht</h2> <div class="content"> <div id="e137585" class="zms_textarea "><p>Betriebseinnahmen und Betriebsausgaben sind aufzuzeichnen und zum Ende eines Jahres zusammenzurechnen.<br /> Betriebsausgaben müssen in einer Beilage zur Steuererklärung gruppenweise gegliedert dargestellt werden.</p></div> </div> <p class="hideme_print top_anchor"> <a class="arrow" href="#top" title="nach oben">nach oben</a> </p> </div> <div class="infolist_section item_3" id="infolist_section_anlagevermoegen"> <h2 title="Anlagevermögen">Anlagevermögen</h2> <div class="content"> <div id="e137587" class="zms_textarea "><p>Aufwendungen zur Anschaffung oder Herstellung von abnutzbaren und nicht abnutzbaren Anlagegütern dürfen nicht im Zeitpunkt der Bezahlung als Betriebsausgaben abgesetzt werden. Sie sind im Anlagenverzeichnis zu erfassen und bei Abnutzbarkeit im Wege der AfA abzusetzen. Bei Nichtabnutzbarkeit stellen sie bloß einen "Merkwert" für ein späteres Ausscheiden dar.<br /> Veräußert ein E-A-R ein Anlagegut, so ist ebenso wie bei der Bilanzierung</p> <ul> <li>der Veräußerungserlös als Betriebseinnahme zu erfassen und</li> <li>der Restbuchwert (nach Vornahme der AfA für das Jahr der Veräußerung) als Betriebsausgabe</li> </ul> <p>abzusetzen.</p></div> </div> <p class="hideme_print top_anchor"> <a class="arrow" href="#top" title="nach oben">nach oben</a> </p> </div> <div class="infolist_section item_4" id="infolist_section_anzahlungen"> <h2 title="Anzahlungen">Anzahlungen</h2> <div class="content"> <div id="e137589" class="zms_textarea "><p>Erhaltene Anzahlungen sind Betriebseinnahmen, gegebene Anzahlungen sind (außer sie betreffen Anlagevermögen) Betriebsausgaben, ebenso werden Vorschüsse und A-conto-Zahlungen behandelt.</p></div> </div> <p class="hideme_print top_anchor"> <a class="arrow" href="#top" title="nach oben">nach oben</a> </p> </div> <div class="infolist_section item_5" id="infolist_section_darlehen"> <h2 title="Darlehen">Darlehen</h2> <div class="content"> <div id="e137591" class="zms_textarea "><p>Weder die Hingabe noch der Empfang oder die Rückzahlung eines Gelddarlehens führen beim Darlehensnehmer bzw. Darlehensgeber zu Betriebseinnahmen bzw. Betriebsausgaben. Zinsen hierfür sind hingegen Betriebseinnahmen bzw. Betriebsausgaben. Der Verlust eines betriebsbedingt gewährten Darlehens ist Betriebsausgabe. Der Erlass eines aus betrieblichen Gründen aufgenommenen Darlehens führt trotz mangelndem Geldzufluss zu einer Betriebseinnahme.</p></div> </div> <p class="hideme_print top_anchor"> <a class="arrow" href="#top" title="nach oben">nach oben</a> </p> </div> <div class="infolist_section item_6 last" id="infolist_section_gegenueberstellung_einnahmen-ausgaben-rechner_und_bilanzierer"> <h2 title="Gegenüberstellung Einnahmen-Ausgaben-Rechner und Bilanzierer">Gegenüberstellung Einnahmen-Ausgaben-Rechner und Bilanzierer</h2> <div class="content"> <div id="e137593" class="zms_textarea "><p>Es gibt einige wesentliche Unterschiede zwischen diesen Gewinnermittlungsarten, unter anderem:</p> <ul> <li><strong>Rechnungsabgrenzungsposten</strong> können beim E-A-R nicht gebildet werden, da Betriebsausgaben erst am Zeitpunkt des Abflusses gewinnwirksam werden.</li> <li><strong>Rückstellungen</strong> können beim E-A-R nicht gebildet werden. Eine Ausnahme bildet die Abfertigungsrückstellung in Form eines steuerfreien Betrages. Bei den zur Deckung der Abfertigungsrückstellung (steuerfreien Betrages) angeschafften Wertpapieren handelt es sich um (nicht abnutzbares) Anlagevermögen, dessen Anschaffungskosten auch beim Einnahmen-Ausgaben-Rechner nicht nach Maßgabe der Verausgabung als Aufwand abgesetzt werden können, sondern zu aktivieren sind.</li> <li>Eine <strong>Teilwertabschreibung</strong> ist beim E-A-R nicht zulässig, wohl aber eine Absetzung für außergewöhnliche technische und wirtschaftliche Abnutzung. Eine Wertminderung ohne Verkürzung der Nutzungsdauer führt zu keiner "vorzeitigen Abschreibung".</li> <li>Einnahmen-Ausgaben-Rechner sind auch nicht dazu verpflichtet am Jahresende eine Inventur zu machen.</li> </ul></div> </div> <p class="hideme_print top_anchor"> <a class="arrow" href="#top" title="nach oben">nach oben</a> </p> </div> <div id="e137767" class="zms_textarea "><p>Stand: 2. Jänner 2019</p></div> <div class="hideme_print top_anchor"> <a class="arrow" href="#content" title="nach oben">nach oben</a> </div> <div id="e137769" class="zms_textarea "><p class="disclaimer">Trotz sorgfältiger Datenzusammenstellung können wir keine Gewähr für die vollständige Richtigkeit der dargestellten Informationen übernehmen. Sollten Sie spezielle Fragen zu einem der Themen haben, stehen wir Ihnen jederzeit gerne für ein persönliches Gespräch zur Verfügung.</p></div> faq_-_autosFAQ - Autos <div class="hideme_print dictionary_overview"> <ul> <li class="item_1 first"> <a href="#infolist_section_was_versteht_man_eigentlich_unter_der_luxustangente_" title="Was versteht man eigentlich unter der „Luxustangente“?">Was versteht man eigentlich unter der „Luxustangente“?</a> </li> <li class="item_2"> <a href="#infolist_section_was_ist_ein_fiskal-lkw_" title="Was ist ein Fiskal-Lkw?">Was ist ein Fiskal-Lkw?</a> </li> <li class="item_3"> <a href="#infolist_section_welche_vorteile_bringt_ein_fiskal-lkw_" title="Welche Vorteile bringt ein Fiskal-Lkw?">Welche Vorteile bringt ein Fiskal-Lkw?</a> </li> <li class="item_4"> <a href="#infolist_section_soll_ich_bei_meinem_auto_das_ich_in_meinem_unternehmen_benutze_das_kilometergeld_oder_die_tatsaechlichen_kosten_verrechnen_" title="Soll ich bei meinem Auto, das ich in meinem Unternehmen benutze, das Kilometergeld oder die tatsächlichen Kosten verrechnen?">Soll ich bei meinem Auto, das ich in meinem Unternehmen benutze, das Kilometergeld oder die tatsächlichen Kosten verrechnen?</a> </li> <li class="item_5"> <a href="#infolist_section_welche_steuerlichen_einschraenkungen_muss_ich_beachten_wenn_das_kfz_im_betriebsvermoegen_ist_" title="Welche steuerlichen Einschränkungen muss ich beachten, wenn das Kfz im Betriebsvermögen ist?">Welche steuerlichen Einschränkungen muss ich beachten, wenn das Kfz im Betriebsvermögen ist?</a> </li> <li class="item_6"> <a href="#infolist_section_welche_steuerlichen_besonderheiten_sind_zu_beruecksichtigen_wenn_das_kfz_im_privatvermoegen_ist_" title="Welche steuerlichen Besonderheiten sind zu berücksichtigen, wenn das Kfz im Privatvermögen ist?">Welche steuerlichen Besonderheiten sind zu berücksichtigen, wenn das Kfz im Privatvermögen ist?</a> </li> <li class="item_7"> <a href="#infolist_section_wie_kann_nachgewiesen_werden_zu_welchem_anteil_das_kfz_fuer_betriebliche_fahrten_einerseits_und_zu_privaten_fahrten_andererseits_verwendet_wird_" title="Wie kann nachgewiesen werden, zu welchem Anteil das Kfz für betriebliche Fahrten einerseits und zu privaten Fahrten andererseits verwendet wird?">Wie kann nachgewiesen werden, zu welchem Anteil das Kfz für betriebliche Fahrten einerseits und zu privaten Fahrten andererseits verwendet wird?</a> </li> <li class="item_8 last"> <a href="#infolist_section_ich_will_meinem_dienstnehmer_einen_firmen-pkw_zur_verfuegung_stellen_wie_stelle_ich_den_privatanteil_fest_" title="Ich will meinem Dienstnehmer einen Firmen-Pkw zur Verfügung stellen. Wie stelle ich den Privatanteil fest?">Ich will meinem Dienstnehmer einen Firmen-Pkw zur Verfügung stellen. Wie stelle ich den Privatanteil fest?</a> </li> </ul> </div> <div class="infolist_section item_1 first" id="infolist_section_was_versteht_man_eigentlich_unter_der_luxustangente_"> <h2 title="Was versteht man eigentlich unter der „Luxustangente“?">Was versteht man eigentlich unter der „Luxustangente“?</h2> <div class="content"> <div id="e136324" class="zms_textarea "><p>Aufwendungen für Pkw werden steuerlich nur anerkannt, wenn sie betrieblich veranlasst und angemessen sind. Die Angemessenheitsgrenze für die Anschaffung eines Pkws beträgt € 40.000,00.</p> <p>Die Angemessenheitsgrenze der Anschaffungskosten umfassen neben dem Nettopreis auch die USt, die NoVA und auch alle Kosten für Sonderausstattungen (Klimaanlage, Alufelgen, Sonderlackierungen, ABS, Airbag, Allradantrieb, serienmäßig eingebautes Autoradio, serienmäßig eingebautes Navigationsgerät usw.). Selbstständig bewertbare Sonderausstattungen gehören nicht zu den Anschaffungskosten (nachträglich eingebautes Navigationsgerät oder Computer-Fahrtenbuch). Anschaffungskostenabhängige Nutzungsaufwendungen (Kasko-Versicherung, usw.) sind im entsprechenden Ausmaß zu kürzen.</p> <p>Anschaffungskostenunabhängige Nutzungsaufwendungen wie Treibstoffkosten sind in voller Höhe abzugsfähig.</p> <p>Bei Gebraucht-Pkw ist für die Ermittlung der Luxustangente der Neupreis maßgeblich, sofern das Kfz nicht älter als fünf Jahre ist. Ist der Pkw älter als fünf Jahre, wird auf die tatsächlichen Anschaffungskosten abgestellt.</p> <p>Das Überschreiten der Angemessenheitsgrenze wirkt sich insofern auf den steuerlichen Gewinn aus, als die jährliche Abschreibung (in der Mehr-Weniger-Rechnung) zu kürzen ist. Die Kürzung ist um jenes prozentuelle Ausmaß vorzunehmen, in dem die tatsächlichen Anschaffungskosten die € 40.000,00 überschreiten.</p> <p><strong>Folgendes Beispiel zur Veranschaulichung:</strong></p> <p>Ein Pkw wird um € 48.000,00 (inkl. USt und NoVA) angeschafft. Unter Anwendung der Angemessenheitsgrenze von € 40.000,00 beträgt die Luxustangente 16,67 %. Legt man als Abschreibungsdauer die steuerlich zwingenden acht Jahre zugrunde, beträgt die jährliche Abschreibung € 6.000,00. Diese wird nun um die Luxustangente von 16,67 % (= € 1.000,00) gekürzt, sodass sich der steuerliche Gewinn um € 1.000,00 erhöht. Betragen die anschaffungskostenabhängigen Nutzungsaufwendungen, z. B. € 3.600,00 pro Jahr, sind sie noch um 16,67 % (= € 600,00) zu kürzen, sodass sich der steuerliche Gewinn um € 600,00 erhöht.</p></div> </div> <p class="hideme_print top_anchor"> <a class="arrow" href="#top" title="nach oben">nach oben</a> </p> </div> <div class="infolist_section item_2" id="infolist_section_was_ist_ein_fiskal-lkw_"> <h2 title="Was ist ein Fiskal-Lkw?">Was ist ein Fiskal-Lkw?</h2> <div class="content"> <div id="e136326" class="zms_textarea "><p>Wenn Sie als Unternehmer die Anschaffung eines Kraftfahrzeugs überlegen, gibt es die Möglichkeit, einen sogenannten Fiskal-Lkw zu erstehen.</p> <p>Als Fiskal-Lkw gelten Kastenwagen, Kleinlastkraftwagen, Pritschenwagen und Kleinbusse. Es gibt eine <a href="https://www.bmf.gv.at/steuern/fahrzeuge/vorsteuerabzugsberechtigte-fahrzeuge.html" target="_blank">Liste vom Bundesministerium für Finanzen (BMF)</a>, in der alle Fiskal-Lkw verzeichnet sind.</p> <p>Wird ein Fiskal-Lkw nach dem Kauf umgebaut, kann das zum Verlust der steuerlichen Vorteile führen.</p></div> </div> <p class="hideme_print top_anchor"> <a class="arrow" href="#top" title="nach oben">nach oben</a> </p> </div> <div class="infolist_section item_3" id="infolist_section_welche_vorteile_bringt_ein_fiskal-lkw_"> <h2 title="Welche Vorteile bringt ein Fiskal-Lkw?">Welche Vorteile bringt ein Fiskal-Lkw?</h2> <div class="content"> <div id="e136328" class="zms_textarea "><p><strong>Der Fiskal-Lkw bietet Ihnen verschiedene steuerliche Begünstigungen:</strong></p> <p>Einerseits ist ein Vorsteuerabzug möglich, andererseits ist eine kürzere steuerrechtliche Abschreibungsdauer statt der zwingenden acht Jahre erlaubt. Der Fiskal-Lkw zählt auch zu den begünstigten Wirtschaftsgütern, die maßgeblich sind für den investitionsbedingten Gewinnfreibetrag.</p> <p>Darüber hinaus entfällt im Falle einer Anschaffung eines Fiskal-Lkw die Angemessenheitsprüfung, die normalerweise bei der Anschaffung eines Personenkraftwagens – so die Anschaffungskosten € 40.000,00 übersteigen – durchgeführt werden muss.</p> <p>Hinweis: Auch bei Elektroautos ist ein Vorsteuerabzug möglich, wenn die Anschaffungskosten bestimmte Grenzen nicht übersteigen.</p></div> </div> <p class="hideme_print top_anchor"> <a class="arrow" href="#top" title="nach oben">nach oben</a> </p> </div> <div class="infolist_section item_4" id="infolist_section_soll_ich_bei_meinem_auto_das_ich_in_meinem_unternehmen_benutze_das_kilometergeld_oder_die_tatsaechlichen_kosten_verrechnen_"> <h2 title="Soll ich bei meinem Auto, das ich in meinem Unternehmen benutze, das Kilometergeld oder die tatsächlichen Kosten verrechnen?">Soll ich bei meinem Auto, das ich in meinem Unternehmen benutze, das Kilometergeld oder die tatsächlichen Kosten verrechnen?</h2> <div class="content"> <div id="e136330" class="zms_textarea "><p>Das Kilometergeld oder die tatsächlichen Kosten können dann verrechnet werden, wenn sich das Auto im Privatvermögen befindet. Wird das Auto dem Betriebsvermögen zugerechnet, können nur die tatsächlichen Aufwendungen angesetzt werden.</p> <p>Ob ein Kfz dem Privat- oder Betriebsvermögen zugerechnet wird, hängt vom Ausmaß der betrieblichen Nutzung ab. Wird das Fahrzeug zu mehr als 50 % betrieblich genutzt, so zählt es zum Betriebsvermögen, bei einer betrieblichen Nutzung von weniger als 50 % ist es dem Privatvermögen zuzurechnen.</p></div> </div> <p class="hideme_print top_anchor"> <a class="arrow" href="#top" title="nach oben">nach oben</a> </p> </div> <div class="infolist_section item_5" id="infolist_section_welche_steuerlichen_einschraenkungen_muss_ich_beachten_wenn_das_kfz_im_betriebsvermoegen_ist_"> <h2 title="Welche steuerlichen Einschränkungen muss ich beachten, wenn das Kfz im Betriebsvermögen ist?">Welche steuerlichen Einschränkungen muss ich beachten, wenn das Kfz im Betriebsvermögen ist?</h2> <div class="content"> <div id="e136332" class="zms_textarea "><p>Wird ein Kfz dem Betriebsvermögen zugerechnet, so sind als Aufwendungen für den Betrieb des Kfz neben den laufenden Betriebskosten (Benzin, Reparaturen, Versicherung) auch die Absetzung für Abnutzung (AfA) anzusetzen.</p> <p>Bei der Berechnung der Abschreibung und der anschaffungskostenabhängigen Nutzungsaufwendungen (Kasko Versicherung, Haftpflichtversicherungsprämie inkl. motorbezogener Versicherungssteuer, erhöhte Servicekosten, Zinsen, usw.) ist die Angemessenheitsgrenze von € 40.000,00 und die gesetzliche Mindestnutzungsdauer von acht Jahren zu berücksichtigen: Kostet der Pkw mehr als € 40.000,00, so sind die darüber hinausgehenden Anschaffungskosten steuerlich nicht absetzbar.</p></div> </div> <p class="hideme_print top_anchor"> <a class="arrow" href="#top" title="nach oben">nach oben</a> </p> </div> <div class="infolist_section item_6" id="infolist_section_welche_steuerlichen_besonderheiten_sind_zu_beruecksichtigen_wenn_das_kfz_im_privatvermoegen_ist_"> <h2 title="Welche steuerlichen Besonderheiten sind zu berücksichtigen, wenn das Kfz im Privatvermögen ist?">Welche steuerlichen Besonderheiten sind zu berücksichtigen, wenn das Kfz im Privatvermögen ist?</h2> <div class="content"> <div id="e136334" class="zms_textarea "><p>Für ein Kfz, das sich im Privatvermögen des Steuerpflichtigen befindet, besteht ein Wahlrecht, ob die auf den betrieblichen Anteil entfallenden tatsächlichen Kosten angesetzt werden oder das Kilometergeld von € 0,42 verrechnet wird. Das amtliche Kilometergeld kann höchstens für 30.000 Kilometer pro Kalenderjahr angesetzt werden. Liegt die Kilometerzahl für betriebliche Fahrten bei mehr als 30.000 Kilometer pro Kalenderjahr, wird in den meisten Fällen das Kfz ohnehin dem Betriebsvermögen zuzurechnen sein und folglich der tatsächliche Aufwand geltend zu machen sein.</p> <p>Wird das Kilometergeld abgesetzt, sind damit sämtliche Aufwendungen (auch Maut- und Parkgebühren) abgegolten. Nur Schäden auf Grund höherer Gewalt (z. B. Unfallkosten) können gegebenenfalls zusätzlich zum Kilometergeld geltend gemacht werden.</p></div> </div> <p class="hideme_print top_anchor"> <a class="arrow" href="#top" title="nach oben">nach oben</a> </p> </div> <div class="infolist_section item_7" id="infolist_section_wie_kann_nachgewiesen_werden_zu_welchem_anteil_das_kfz_fuer_betriebliche_fahrten_einerseits_und_zu_privaten_fahrten_andererseits_verwendet_wird_"> <h2 title="Wie kann nachgewiesen werden, zu welchem Anteil das Kfz für betriebliche Fahrten einerseits und zu privaten Fahrten andererseits verwendet wird?">Wie kann nachgewiesen werden, zu welchem Anteil das Kfz für betriebliche Fahrten einerseits und zu privaten Fahrten andererseits verwendet wird?</h2> <div class="content"> <div id="e136336" class="zms_textarea "><p>Der Nachweis der Fahrtkosten kann mittels eines Fahrtenbuches bzw. durch andere Aufzeichnungen, die eine verlässliche Beurteilung ermöglichen, erbracht werden. Aus dem laufend geführten Fahrtenbuch müssen das Datum der betrieblichen Fahrt, Ort, Zeit und Kilometerstand jeweils am Beginn und am Ende der betrieblichen Fahrt, Zweck jeder einzelnen betrieblichen Fahrt und die Anzahl der gefahrenen Kilometer, aufgegliedert in betrieblich und privat gefahrene Kilometer, ersichtlich sein. Anhand der Aufteilung auf betriebliche und private Fahrten wird bei Geltendmachung der tatsächlichen Kosten ein Privatanteil ausgeschieden.</p> <p>Wird kein Fahrtenbuch verwendet, steht es dem Steuerpflichtigen frei, seinen Privatanteil selbst zu schätzen. Eigene Schätzungen werden allerdings grundsätzlich angezweifelt. Die Finanzbehörde muss in jedem Einzelfall möglichst alle Umstände berücksichtigen, die zu einem möglichst richtigen Ergebnis einer Schätzung kommen.</p> <p>Der Umstand, dass kein Fahrtenbuch geführt wurde, darf auch nicht zu einer "Strafschätzung" führen bzw. rechtfertigt nicht die Annahme der Behörde, es habe überhaupt keine betriebliche Nutzung des Pkw stattgefunden.</p></div> </div> <p class="hideme_print top_anchor"> <a class="arrow" href="#top" title="nach oben">nach oben</a> </p> </div> <div class="infolist_section item_8 last" id="infolist_section_ich_will_meinem_dienstnehmer_einen_firmen-pkw_zur_verfuegung_stellen_wie_stelle_ich_den_privatanteil_fest_"> <h2 title="Ich will meinem Dienstnehmer einen Firmen-Pkw zur Verfügung stellen. Wie stelle ich den Privatanteil fest?">Ich will meinem Dienstnehmer einen Firmen-Pkw zur Verfügung stellen. Wie stelle ich den Privatanteil fest?</h2> <div class="content"> <div id="e138394" class="zms_textarea "><p>Besteht für den Dienstnehmer die Möglichkeit, ein arbeitgebereigenes Kraftfahrzeug für Privatfahrten (dazu zählen auch Fahrten zwischen Wohnung und Arbeitsstätte) zu benützen, dann sind als Sachbezug monatlich ab einem gewissen CO<sub>2</sub>-Ausstoß 2 % der Anschaffungskosten anzusetzen. Der maximale Sachbezug beträgt in diesem Fall € 960,00. Bis 1.1.2016 lag der Wert unabhängig vom CO<sub>2</sub>-Ausstoß bei 1,5 % bzw. € 720,00.</p> <p>Beträgt der CO<sub>2</sub>-Ausstoß im Jahr der Anschaffung nicht mehr als 130 g/km (Grenzwert für 2016), beträgt der Sachbezug 1,5 % bzw. maximal € 720,00.</p> <p>Die Grenze von 130 g/km bezieht sich auf das Jahr der Anschaffung und wird jährlich schrittweise gesenkt:</p> <p>2016: 130 g/km</p> <p>2017: 127 g/km<br /> 2018: 124 g/km<strong><br /> 2019: 121 g/km</strong><br /> 2020 und die folgenden Jahre: 118g/km</p> <p>Wird das Fahrzeug im Jahresdurchschnitt für Privatfahrten von höchstens 500 km monatlich benützt, so ist der halbe Sachbezugswert anzusetzen. Er beträgt seit Jahresbeginn 1 % bzw. 0,75 % der Anschaffungskosten – maximal € 480,00 bzw. € 360,00.</p> <p>Kein Sachbezug ist anzusetzen bei Kraftfahrzeugen mit null Gramm CO<sub>2</sub>-Emissionswert pro Kilometer (Elektroautos – keine Hybridmodelle).</p> <p><strong>Welche Auswirkung hat das neue Testverfahren für den CO<sub>2</sub>/km-Wert von PKWs auf Sachbezug und NoVA?</strong></p> <p>Das bisherige Verfahren zur Feststellung des CO<sub>2</sub>/km Wert eines PKWs (NEFZ – Neuer Europäischer Fahrzyklus) wurde umgestellt auf ein Neues, nämlich das WLTP (Worldwide Harmonized Light-Duty Vehicles Test Procedure). Dies soll realistischere Ergebnisse bezüglich CO<sub>2</sub>-Emissionen liefern .</p> <p>Laut Finanzministerium gilt für 2019: Seit 1.9.2017 wird bei allen neu typisierten PKW das Prüfverfahren WLTP angewendet. Dieser Wert kann auf den NEFZ-Wert zurückgerechnet werden. Für diese Fahrzeuge ist für Sachbezug und NOVA der korrelierende NEFZ-Wert zu verwenden. Für Fahrzeuge vor diesem Stichtag gilt der alte NEFZ-Wert. Seit 1.9.2018 sind auch alle neu zugelassenen Fahrzeuge der Messmethode WLTP zu unterziehen. Auch für diese Fahrzeuge ist der korrelierende NEFZ-Wert zu verwenden. Der korrelierende NEFZ ist im Zulassungsschein bereits ausgewiesen. Ist im Zulassungsschein noch der ursprüngliche NEFZ-Wert ausgewiesen, so ist dieser für die Besteuerung heranzuziehen.</p> <p><strong>NEU</strong> ab 1.1.2020: Für die Berechnung des Sachbezugswertes und der NoVA sind voraussichtlich die neuen, nach dem WLTP-Prüfverfahren ermittelten, CO<sub>2</sub>-Emissionen heranzuziehen.</p> <p>Der CO<sub>2</sub>-Emissionswert kann dem Zulassungsschein entnommen werden bzw. bei Scheckkarten Zulassungsscheinen online abgefragt werden.</p></div> </div> <p class="hideme_print top_anchor"> <a class="arrow" href="#top" title="nach oben">nach oben</a> </p> </div> <div id="e138395" class="zms_textarea "><p>Stand: 22. August 2019</p></div> <div class="hideme_print top_anchor"> <a class="arrow" href="#content" title="nach oben">nach oben</a> </div> <div id="e138397" class="zms_textarea "><p class="disclaimer">Trotz sorgfältiger Datenzusammenstellung können wir keine Gewähr für die vollständige Richtigkeit der dargestellten Informationen übernehmen. Sollten Sie spezielle Fragen zu einem der Themen haben, stehen wir Ihnen jederzeit gerne für ein persönliches Gespräch zur Verfügung.</p></div> faq_-_buchhaltungFAQ - Buchhaltung <div class="hideme_print dictionary_overview"> <ul> <li class="item_1 first"> <a href="#infolist_section_welche_belege_benoetigen_sie_fuer_die_erstellung_der_laufenden_buchhaltung_und_wie_muessen_diese_geordnet_sein_" title="Welche Belege benötigen Sie für die Erstellung der laufenden Buchhaltung und wie müssen diese geordnet sein?">Welche Belege benötigen Sie für die Erstellung der laufenden Buchhaltung und wie müssen diese geordnet sein?</a> </li> <li class="item_2"> <a href="#infolist_section_welche_merkmale_muss_eine_rechnung_beinhalten_" title="Welche Merkmale muss eine Rechnung beinhalten?">Welche Merkmale muss eine Rechnung beinhalten?</a> </li> <li class="item_3"> <a href="#infolist_section_was_sind_kleinbetragsrechnungen_" title="Was sind Kleinbetragsrechnungen?">Was sind Kleinbetragsrechnungen?</a> </li> <li class="item_4"> <a href="#infolist_section_wie_stelle_ich_bei_anzahlungen_alle_rechnungen_und_die_endabrechnung_richtig_aus_" title="Wie stelle ich bei Anzahlungen alle Rechnungen und die Endabrechnung richtig aus?">Wie stelle ich bei Anzahlungen alle Rechnungen und die Endabrechnung richtig aus?</a> </li> <li class="item_5"> <a href="#infolist_section_ich_will_den_steuerberater_wechseln_welche_unterlagen_benoetigen_sie_von_mir_" title="Ich will den Steuerberater wechseln, welche Unterlagen benötigen Sie von mir?">Ich will den Steuerberater wechseln, welche Unterlagen benötigen Sie von mir?</a> </li> <li class="item_6"> <a href="#infolist_section_wann_bin_ich_zur_buchfuehrung_verpflichtet_" title="Wann bin ich zur Buchführung verpflichtet?">Wann bin ich zur Buchführung verpflichtet?</a> </li> <li class="item_7"> <a href="#infolist_section_welche_formvorschriften_sind_beim_fuehren_von_buechern_zu_beachten_" title="Welche Formvorschriften sind beim Führen von Büchern zu beachten?">Welche Formvorschriften sind beim Führen von Büchern zu beachten?</a> </li> <li class="item_8"> <a href="#infolist_section_welche_unterlagen_muessen_aufbewahrt_werden_" title="Welche Unterlagen müssen aufbewahrt werden?">Welche Unterlagen müssen aufbewahrt werden?</a> </li> <li class="item_9"> <a href="#infolist_section_koennen_die_unterlagen_auch_elektronisch_gespeichert_werden_" title="Können die Unterlagen auch elektronisch gespeichert werden?">Können die Unterlagen auch elektronisch gespeichert werden?</a> </li> <li class="item_10"> <a href="#infolist_section_wie_lang_muss_ich_meine_unterlagen_aufbewahren_" title="Wie lang muss ich meine Unterlagen aufbewahren?">Wie lang muss ich meine Unterlagen aufbewahren?</a> </li> <li class="item_11 last"> <a href="#infolist_section_was_muss_bei_der_erstellung_eines_fahrtenbuches_beachtet_werden_" title="Was muss bei der Erstellung eines Fahrtenbuches beachtet werden?">Was muss bei der Erstellung eines Fahrtenbuches beachtet werden?</a> </li> </ul> </div> <div class="infolist_section item_1 first" id="infolist_section_welche_belege_benoetigen_sie_fuer_die_erstellung_der_laufenden_buchhaltung_und_wie_muessen_diese_geordnet_sein_"> <h2 title="Welche Belege benötigen Sie für die Erstellung der laufenden Buchhaltung und wie müssen diese geordnet sein?">Welche Belege benötigen Sie für die Erstellung der laufenden Buchhaltung und wie müssen diese geordnet sein?</h2> <div class="content"> <div id="e135302" class="zms_textarea "><p>Es ist zu unterscheiden, ob Sie ein Bilanzierer oder ob Sie ein Einnahmen-Ausgaben-Rechner sind.</p> <p>Wenn Sie bilanzieren, müssen Sie folgende Unterlagen chronologisch ordnen:</p> <ul> <li>die Ausgangsrechnungen getrennt von den Eingangsrechnungen</li> <li>die Bankauszüge und die dazugehörigen Überweisungsbelege getrennt nach den jeweiligen Banken und Konten</li> <li>die Auszüge für Kreditkarten nach Kreditkartenunternehmen getrennt</li> </ul> <p>Weiters benötigen wir einen Ausdruck bzw. Kopie des Kassabuches.</p> <p>Wenn Sie ein Einnahmen-Ausgaben-Rechner sind, müssen die Bankauszüge bzw. Kreditkartenauszüge getrennt nach Banken und Konten bzw. Kreditkartenunternehmen chronologisch geordnet werden. Jedem Kontoauszug sind die betreffenden Ausgangs- und Eingangsrechnungen beizulegen. Ferner benötigen wir einen Ausdruck bzw. eine Kopie des Kassabuches.</p></div> </div> <p class="hideme_print top_anchor"> <a class="arrow" href="#top" title="nach oben">nach oben</a> </p> </div> <div class="infolist_section item_2" id="infolist_section_welche_merkmale_muss_eine_rechnung_beinhalten_"> <h2 title="Welche Merkmale muss eine Rechnung beinhalten?">Welche Merkmale muss eine Rechnung beinhalten?</h2> <div class="content"> <div id="e135304" class="zms_textarea "><p><em>Hinweis: Zwischen den Rechnungsmerkmalen im Sinne des Umsatzsteuergesetzes und den Merkmalen, die Belege aufgrund der Belegerteilungspflicht ab 1.1.2016 enthalten müssen, gibt es Unterschiede.</em></p> <p>Umsatzsteuerpflichtige Unternehmer sind verpflichtet, auf ihren Rechnungen grundsätzlich folgende Angaben zu machen:</p> <ul> <li>Name und Anschrift des liefernden oder leistenden Unternehmers</li> <li>Name und Anschrift des Empfängers</li> <li>Menge und handelsübliche Bezeichnung der gelieferten Gegenstände oder Art und Umfang der Dienstleistung</li> <li>Tag der Lieferung oder Zeitraum, über den sich die Dienstleistung erstreckt</li> <li>Nettobetrag, Steuersatz, Bruttobetrag, Steuerbetrag</li> <li>besteht eine Steuerbefreiung, dann einen Hinweis darauf</li> <li>Ausstellungsdatum</li> <li>einmalige fortlaufende Nummer</li> <li>UID-Nummer des liefernden/leistenden Unternehmers (sofern die Leistung/Lieferung zum Vorsteuerabzug berechtigt)</li> <li>UID-Nummer des Lieferungs- oder Leistungsempfängers, bei Rechnungen, deren Gesamtbetrag € 10.000,00 (brutto) übersteigt</li> <li>Reverse-Charge-Fall: UID-Nummer des Leistungsempfänger und Hinweis auf den Übergang der Steuerschuld</li> <li>ein Hinweis auf die Differenzbesteuerung, wenn sie angewendet wird (z. B. Autohandel oder Antiquitätenhändler)</li> </ul></div> <div id="e135305" class="zms_textarea "><p><strong>Beispiel:</strong> <a href="http://www.atikon.com/common/infolisten_download/Rechnungsmuster.pdf" target="_blank">Rechnungsmuster.pdf</a></p></div> </div> <p class="hideme_print top_anchor"> <a class="arrow" href="#top" title="nach oben">nach oben</a> </p> </div> <div class="infolist_section item_3" id="infolist_section_was_sind_kleinbetragsrechnungen_"> <h2 title="Was sind Kleinbetragsrechnungen?">Was sind Kleinbetragsrechnungen?</h2> <div class="content"> <div id="e135307" class="zms_textarea "><p>Kleinbetragsrechnungen sind Rechnungen, deren Gesamtbetrag € 400,00 nicht übersteigt. Folgende Angaben sind zu machen:</p> <ol> <li>Name und Anschrift des Rechnungsausstellers</li> <li>Menge und handelsübliche Bezeichnung der gelieferten Gegenstände oder Art und Umfang der Dienstleistung</li> <li>Tag der Lieferung oder Zeitraum, über den sich die Dienstleistung erstreckt</li> <li>Bruttobetrag, Steuersatz</li> <li>Ausstellungsdatum</li> </ol> <p>Bei Kleinbetragsrechnungen muss die Vorsteuer mit dem angegebenen Steuersatz herausgerechnet werden und kann bei entsprechender Vorsteuerabzugsberechtigung geltend gemacht werden.</p></div> </div> <p class="hideme_print top_anchor"> <a class="arrow" href="#top" title="nach oben">nach oben</a> </p> </div> <div class="infolist_section item_4" id="infolist_section_wie_stelle_ich_bei_anzahlungen_alle_rechnungen_und_die_endabrechnung_richtig_aus_"> <h2 title="Wie stelle ich bei Anzahlungen alle Rechnungen und die Endabrechnung richtig aus?">Wie stelle ich bei Anzahlungen alle Rechnungen und die Endabrechnung richtig aus?</h2> <div class="content"> <div id="e135309" class="zms_textarea "><p>Damit Ihre Kunden sich auch schon bei Anzahlungen die Vorsteuer vom Finanzamt zurückholen können, müssen Sie die Umsatzsteuer auf einer Anzahlungsrechnung ebenfalls ausweisen. Auch in diesem Fall müssen die gesetzlichen Rechnungsmerkmale in der Rechnung vorhanden sein.</p> <p><strong>Bei der Endabrechnung müssen Sie jedoch vorsichtig sein:</strong></p> <p>Wird über die tatsächlich erbrachte Leistung insgesamt abgerechnet ("Endrechnung"), so sind in ihr die vor Ausführung der Leistung vereinnahmten Anzahlungen und die auf sie entfallenden Steuerbeträge abzusetzen (wenn Sie über diese Anzahlungen Rechnungen mit gesondertem Steuerausweis ausgestellt haben). Sie erstellen also eine ganz "normale" Rechnung über das Gesamtprojekt und ziehen dann die einzelnen vereinnahmten Anzahlungen mit den jeweils darauf entfallenden Steuerbeträgen ab. Es genügt aber auch, wenn der Gesamtbetrag der Anzahlungen und die darauf entfallenden Steuerbeträge in einer Summe angeführt werden.</p> <p>Oder in der Endabrechnung wird die Umsatzsteuer nicht vom Gesamtentgelt, sondern nur hinsichtlich des Restentgelts ausgewiesen.</p> <p>Zum Beispiel:</p></div> <div id="e135310"> <table class="ZMSTable"> <colgroup> <col /><col /><col /> </colgroup> <tbody> <tr class="odd"> <td>Gesamtentgelt netto</td> <td>€</td> <td><span class="amount">9.000,00</span></td> </tr><tr class="even"> <td>Anzahlungen</td> <td>€</td> <td><span class="amount">-6.500,00</span></td> </tr><tr class="odd"> <td>Restentgelt netto</td> <td>€</td> <td><span class="amount">2.500,00</span></td> </tr><tr class="even"> <td>Umsatzsteuer 20%</td> <td>€</td> <td><span class="amount">500,00</span></td> </tr><tr class="odd"> <td><strong>Gesamt</strong></td> <td><strong>€</strong></td> <td><span class="amount"><strong>3.000,00</strong></span></td> </tr> </tbody> </table> </div> </div> <p class="hideme_print top_anchor"> <a class="arrow" href="#top" title="nach oben">nach oben</a> </p> </div> <div class="infolist_section item_5" id="infolist_section_ich_will_den_steuerberater_wechseln_welche_unterlagen_benoetigen_sie_von_mir_"> <h2 title="Ich will den Steuerberater wechseln, welche Unterlagen benötigen Sie von mir?">Ich will den Steuerberater wechseln, welche Unterlagen benötigen Sie von mir?</h2> <div class="content"> <div id="e135312" class="zms_textarea "><p>Zu allererst benötigen wir die aktuellen Belege und die letzte Saldenliste, um die laufende Buchhaltung fortzuführen und um die Steuern, wie z. B. die Umsatzsteuervorauszahlung, berechnen zu können. Weiters benötigen wir die Kontenausdrucke für das laufende Geschäftsjahr sowie die zurückliegenden Geschäftsjahre bis zu jenem, in dem der letzte Jahresabschluss erstellt worden ist.<br /> Des Weiteren sind notwendig:</p> <ul> <li>bei Gesellschaften der Gesellschaftsvertrag</li> <li>sonstige wichtige Verträge wie Mietverträge, Leasingverträge, Kredit- und Darlehensverträge</li> <li>die bisher erstellten Jahresabschlüsse</li> <li>die Gewerbeberechtigung(en)</li> </ul></div> </div> <p class="hideme_print top_anchor"> <a class="arrow" href="#top" title="nach oben">nach oben</a> </p> </div> <div class="infolist_section item_6" id="infolist_section_wann_bin_ich_zur_buchfuehrung_verpflichtet_"> <h2 title="Wann bin ich zur Buchführung verpflichtet?">Wann bin ich zur Buchführung verpflichtet?</h2> <div class="content"> <div id="e135314" class="zms_textarea "><p>Die Rechnungslegungspflichten im Steuerrecht knüpfen an die Rechnungslegungspflichten im Unternehmensgesetzbuch an. Daher sind <strong>alle Unternehmen</strong>, die nach dem <strong>Unternehmensgesetzbuch buchführungspflichtig</strong> sind, <strong>auch steuerrechtlich</strong> zur <strong>Buchführung verpflichtet</strong>. Wenn von einer Buchführungspflicht die Rede ist, ist das die Pflicht, eine Bilanz und eine Gewinn- und Verlustrechnung zu erstellen.</p> <p>Bis die unten beschriebenen Umsatzgrenzen überschritten werden, können eine Basispauschalierung oder eine Einnahmen-Ausgaben-Rechnung erstellt werden. Keine Wahlfreiheit bei der Gewinnermittlung haben Kapitalgesellschaften und eine GmbH &amp; Co KG (bei dieser ist der einzige unbeschränkt haftende Gesellschafter eine GmbH). Sie sind kraft Rechtsform an die Buchführungspflicht gebunden, unabhängig vom Umsatz.</p></div> <div id="e135315"> <table class="ZMSTable"> <colgroup> <col /><col /> </colgroup> <tbody> <tr class="odd"> <td><strong>Einzelunternehmen und Personengesellschaften (OG, KG)</strong></td> <td></td> </tr><tr class="even"> <td>Umsatzgrenze</td> <td>Art des Rechnungswesen</td> </tr><tr class="odd"> <td>Vorjahresumsatz bis € 220.000,00</td> <td>möglich sind wahlweise:<br/> Basispauschalierung, Einnahmen-Ausgaben-Rechnung, doppelte Buchführung</td> </tr><tr class="even"> <td>Vorjahresumsatz bis € 700.000,00</td> <td>möglich sind wahlweise:<br/> Einnahmen-Ausgaben-Rechnung, doppelte Buchführung</td> </tr><tr class="odd"> <td>zweimaliges Überschreiten der Umsatzgrenze von € 700.000,00 oder einmaliges Überschreiten von € 1.000.000,00</td> <td>verpflichtend:<br/> doppelte Buchführung</td> </tr> </tbody> </table> </div><div id="e135316"> <table class="ZMSTable"> <colgroup> <col /><col /> </colgroup> <tbody> <tr class="odd"> <td><strong>Kapitalgesellschaften (GmbH, AG) und GmbH &amp; Co KG</strong> </td> <td></td> </tr><tr class="even"> <td>Umsatzgrenze</td> <td>Art des Rechnungswesen</td> </tr><tr class="odd"> <td>Keine</td> <td>verpflichtend:<br/> doppelte Buchführung</td> </tr> </tbody> </table> </div> <div id="e135317" class="zms_textarea "><p>Die Rechnungslegungspflicht entfällt, wenn der Schwellenwert von € 700.000,00 zweimal unterschritten wurde.</p> <p>Diese <strong>Umsatzschwellenwerte gelten nicht für freie Berufe</strong> (z. B. Ärzte, Rechtsanwälte, Künstler, Notare) und Land- und Forstwirte. Es besteht jedoch die Möglichkeit, freiwillig Bücher zu führen. Weiters gelten die Werte nicht für Unternehmer, die Einkünfte aus Vermietung und Verpachtung oder aus Kapitalvermögen erzielen.</p> <p><strong>Land- und Forstwirte</strong> sind nach dem Unternehmensgesetzbuch nicht buchführungspflichtig jedoch ergibt sich aus der Bundesabgabenordnung eine solche ab einem <strong>Umsatz</strong> von <strong>€ 550.000,00 oder einem Einheitswert von € 150.000,00</strong>.</p> <p>Die Buchführungspflicht ist unabhängig von der Eintragung ins Firmenbuch.</p> <h4>Betriebsgründung</h4> <p>Die Gewinnermittlung bei Gründung eines Betriebs richtet sich nach der Rechtsform. Eine Rechnungslegungspflicht besteht daher nur für Kapitalgesellschaften. Einzelunternehmen und Personengesellschaften haben die Wahlfreiheit zwischen einer Pauschalierung, einer Einnahmen-Ausgaben-Rechnung und einer freiwilligen Buchführung. Übersteigen die Einnahmen im Gründungsjahr € 220.000,00 so kann keine Pauschalierung in Anspruch genommen werden.</p></div> </div> <p class="hideme_print top_anchor"> <a class="arrow" href="#top" title="nach oben">nach oben</a> </p> </div> <div class="infolist_section item_7" id="infolist_section_welche_formvorschriften_sind_beim_fuehren_von_buechern_zu_beachten_"> <h2 title="Welche Formvorschriften sind beim Führen von Büchern zu beachten?">Welche Formvorschriften sind beim Führen von Büchern zu beachten?</h2> <div class="content"> <div id="e135319" class="zms_textarea "><p>Die Bücher und Aufzeichnungen (auch die ohne gesetzliche Verpflichtung geführten Bücher) sind so zu führen, dass sie einem sachverständigen Dritten innerhalb angemessener Zeit einen Überblick über die Geschäftsvorfälle vermitteln können. Die einzelnen Geschäftsvorfälle sollen sich in ihrer Entstehung und Abwicklung nachverfolgen lassen. Die Eintragungen müssen unter anderem</p> <ul> <li>in einer lebenden Sprache geführt werden. Sofern es nicht die Amtssprache ist, kann die Behörde eine beglaubigte Übersetzung der Unterlagen verlangen.</li> <li>chronologisch, vollständig, richtig und zeitnah erfolgen</li> <li>bereits durch ihre Bezeichnung die in diesem Konto oder in diesen Aufzeichnungen erfassten Geschäftsvorgänge erkennen lassen</li> <li>Blatt für Blatt mit einer fortlaufenden Nummern gekennzeichnet werden</li> <li>geordnet aufbewahrt werden, sodass die Überprüfung der Eintragungen jederzeit möglich ist</li> <li>sich bei Änderungen nachvollziehen lassen (sie dürfen nicht mit leicht entfernbaren Schreibmitteln erfolgen).</li> </ul> <p>Grundsätzlich dürfen die Bücher von inländischen Betrieben auch im Ausland geführt werden. Auf Verlangen der Finanzverwaltung sind sie jedoch ins Inland zu bringen.</p> <p>Werden Geschäftsfälle maschinell festgehalten bzw. auf Datenträger erfasst so gelten weitere Bestimmungen.</p></div> </div> <p class="hideme_print top_anchor"> <a class="arrow" href="#top" title="nach oben">nach oben</a> </p> </div> <div class="infolist_section item_8" id="infolist_section_welche_unterlagen_muessen_aufbewahrt_werden_"> <h2 title="Welche Unterlagen müssen aufbewahrt werden?">Welche Unterlagen müssen aufbewahrt werden?</h2> <div class="content"> <div id="e135321" class="zms_textarea "><p>Bewahren Sie immer die Originale auf!</p> <p>Aufzubewahren sind unter anderem:</p> <ul> <li>Bücher, Aufzeichnungen, Kontoauszüge</li> <li>Aufstellungen der Einnahmen und Ausgaben</li> <li>Belege</li> <li>alle Geschäftspapiere, die für die Abgabenerhebung wichtig sind</li> </ul></div> </div> <p class="hideme_print top_anchor"> <a class="arrow" href="#top" title="nach oben">nach oben</a> </p> </div> <div class="infolist_section item_9" id="infolist_section_koennen_die_unterlagen_auch_elektronisch_gespeichert_werden_"> <h2 title="Können die Unterlagen auch elektronisch gespeichert werden?">Können die Unterlagen auch elektronisch gespeichert werden?</h2> <div class="content"> <div id="e135323" class="zms_textarea "><p>Die Aufbewahrung der Unterlagen kann mittels Datenträger erfolgen, wenn die Aufzeichnungen nicht in einer Weise verändert werden können, dass der ursprüngliche Inhalt nicht mehr ersichtlich ist. Die Geschäftsvorfälle müssen vollständig, richtig und lückenlos erfasst sein. Die Überprüfung soll insbesondere bei der Losungsermittlung durch entsprechende Protokollierung der Datenerfassung und nachträglicher Änderungen möglich sein. Die geordnete, inhaltsgleiche und vollständige  Wiedergabe ist bis zum Ablauf der gesetzlichen Aufbewahrungsfrist jederzeit zu gewährleisten.</p> <p>Jedoch sind Sie verpflichtet, innerhalb einer angemessenen Frist jene Hilfsmittel der Finanzverwaltung zur Verfügung zu stellen, die nötig sind, um die Unterlagen lesbar zu machen. Auch die Kosten dafür sind von Ihrer Seite zu tragen.</p> <p>Für Registrierkassen gelten zudem besondere Vorschriften.</p></div> </div> <p class="hideme_print top_anchor"> <a class="arrow" href="#top" title="nach oben">nach oben</a> </p> </div> <div class="infolist_section item_10" id="infolist_section_wie_lang_muss_ich_meine_unterlagen_aufbewahren_"> <h2 title="Wie lang muss ich meine Unterlagen aufbewahren?">Wie lang muss ich meine Unterlagen aufbewahren?</h2> <div class="content"> <div id="e135325" class="zms_textarea "><p>Grundsätzlich müssen <strong>Buchhaltungsunterlagen und Aufzeichnungen sieben Jahre</strong> lang aufbewahrt werden. Die Frist beginnt zu laufen am Ende des Jahres, für das die Buchungen vorgenommen wurden.</p> <p>Bei einem abweichenden Wirtschaftsjahr läuft die Frist am Ende des Jahres weg, in dem das Wirtschaftsjahr endet.</p> <h4>Verlängerte Aufbewahrungspflicht</h4> <p>Für bestimmte Unterlagen gibt es eigene Aufbewahrungsfristen. Beispiele für verlängerte Aufbewahrungsfristen sind:</p> <ul> <li>Nach dem Umsatzsteuergesetz müssen Unterlagen, die Grundstücke im Sinne des § 2 des Grunderwerbsteuergesetzes betreffen, 22 Jahre aufbewahrt werden.</li> <li>Alle Aufzeichnungen, die Umsätze zu elektronisch erbrachten sonstigen Leistungen, Telekommunikations-, Rundfunk- und Fernsehdienstleistungen betreffen, müssen zehn Jahre aufbewahrt werden, wenn der Mini-One-Stop-Shop (MOSS) in Anspruch genommen wird.</li> <li>Unterlagen, die in einem anhängigen Berufungsverfahren, gerichtlichen oder behördlichen<strong> </strong>Verfahren als Beweismittel dienen. Hier verlängert sich die Frist auf <strong>unbestimmte Zeit</strong>. Auch Unterlagen über Eigentums- oder Bestandsrechte und Arbeitsverträge sollten länger aufgehoben werden.</li> </ul> <h4>Betriebsprüfungen zehn Jahre zurück</h4> <p>Bitte beachten Sie, dass Betriebsprüfungen bis zehn Jahre zurück möglich sind. Daher kann es sinnvoll sein, Unterlagen auch so lange aufzuheben.</p> <p><strong>Elektronische Rechnungen</strong></p> <p>Bei elektronischen Rechnungen müssen die Echtheit der Herkunft, die Unversehrtheit ihres Inhalts und ihre Lesbarkeit vom Zeitpunkt der Rechnungsausstellung bis zum Ende der Aufbewahrungsfrist gewährleistet werden.</p></div> </div> <p class="hideme_print top_anchor"> <a class="arrow" href="#top" title="nach oben">nach oben</a> </p> </div> <div class="infolist_section item_11 last" id="infolist_section_was_muss_bei_der_erstellung_eines_fahrtenbuches_beachtet_werden_"> <h2 title="Was muss bei der Erstellung eines Fahrtenbuches beachtet werden?">Was muss bei der Erstellung eines Fahrtenbuches beachtet werden?</h2> <div class="content"> <div id="e135327" class="zms_textarea "><p>Ein Fahrtenbuch muss geführt werden, um Fahrtkosten als Betriebsausgaben oder Werbungskosten absetzen zu können, wenn die Dienstreisen mit einem privaten Kraftfahrzeug unternommen werden. Verfügt der Arbeitnehmer über einen Dienstwagen, so wird das Fahrtenbuch benötigt, um den bei der Sozialversicherungs- und bei der Lohnsteuerbeitragsgrundlage anzusetzenden Sachbezugswert ermitteln zu können.</p> <p>In einem Fahrtenbuch werden alle beruflichen und privaten Fahrten erfasst. So kann der Anteil der beruflichen Fahrten ermittelt werden.</p> <h4>Inhalt des Fahrtenbuchs</h4> <p>Aufgezeichnet werden müssen sowohl Dienstreisen, als auch private Fahrten. Es sollte beinhalten:</p> <ul> <li>Datum der Fahrt</li> <li>Ausgangs- und Zielpunkt</li> <li>Zeitdauer</li> <li>Zweck der Fahrt (nicht nötig bei privaten Fahrten)</li> <li>Kilometerstand am Beginn und am Ende der Fahrt</li> <li>Hinweis, ob berufliche oder private Fahrt</li> </ul> <p><strong>Folgende Regeln sollten weiters beachtet werden:</strong></p> <ol> <li>Gestalten Sie das Fahrtenbuch übersichtlich.</li> <li>Tragen Sie die Fahrten fortlaufend in das Fahrtenbuch ein.</li> <li>Die Aufzeichnungen sollten vollständig und genau sein.</li> <li>Im Nachhinein vorgenommene Änderungen müssen erkennbar und nachvollziehbar sein.</li> </ol> <p>Je genauer die Aufzeichnungen geführt werden, desto glaubwürdiger sind sie für die Finanzverwaltung.</p> <p>Mögliche Alternativen zum althergebrachten Fahrtenbuch sind ein Nachweis der gefahrenen Kilometer über ein Computerprogramm. In diesem Fall muss aber ein spezielles Programm verwendet werden, da es keine nachträglichen Änderungen zulassen darf. Das Computerprogramm Excel ist zum Beispiel kein zulässiges Programm.</p></div> </div> <p class="hideme_print top_anchor"> <a class="arrow" href="#top" title="nach oben">nach oben</a> </p> </div> <div id="e137773" class="zms_textarea "><p>Stand: 2. Jänner 2019</p></div> <div class="hideme_print top_anchor"> <a class="arrow" href="#content" title="nach oben">nach oben</a> </div> <div id="e137775" class="zms_textarea "><p class="disclaimer">Trotz sorgfältiger Datenzusammenstellung können wir keine Gewähr für die vollständige Richtigkeit der dargestellten Informationen übernehmen. Sollten Sie spezielle Fragen zu einem der Themen haben, stehen wir Ihnen jederzeit gerne für ein persönliches Gespräch zur Verfügung.</p></div> faq_-_lohnverrechnungFAQ - Lohnverrechnung <div class="hideme_print dictionary_overview"> <ul> <li class="item_1 first"> <a href="#infolist_section_wie_hoch_ist_der_steuersatz_seit_1_1_2016_" title="Wie hoch ist der Steuersatz seit 1.1.2016?">Wie hoch ist der Steuersatz seit 1.1.2016?</a> </li> <li class="item_2"> <a href="#infolist_section_was_sind_sonderausgaben_aussergewoehnliche_belastungen_und_absetzbetraege_" title="Was sind Sonderausgaben, außergewöhnliche Belastungen und Absetzbeträge?">Was sind Sonderausgaben, außergewöhnliche Belastungen und Absetzbeträge?</a> </li> <li class="item_3"> <a href="#infolist_section_inwieweit_sind_der_urlaubszuschuss_und_die_weihnachtsremuneration_steuerlich_beguenstigt_" title="Inwieweit sind der Urlaubszuschuss und die Weihnachtsremuneration steuerlich begünstigt?">Inwieweit sind der Urlaubszuschuss und die Weihnachtsremuneration steuerlich begünstigt?</a> </li> <li class="item_4"> <a href="#infolist_section_was_sind_steuerpflichtige_sachbezuege_" title="Was sind steuerpflichtige Sachbezüge?">Was sind steuerpflichtige Sachbezüge?</a> </li> <li class="item_5"> <a href="#infolist_section_wie_sind_die_wichtigsten_sachbezuege_zu_bewerten_" title="Wie sind die wichtigsten Sachbezüge zu bewerten?">Wie sind die wichtigsten Sachbezüge zu bewerten?</a> </li> <li class="item_6"> <a href="#infolist_section_gibt_es_auch_steuerbefreite_bezuege_" title="Gibt es auch steuerbefreite Bezüge?">Gibt es auch steuerbefreite Bezüge?</a> </li> <li class="item_7"> <a href="#infolist_section_wie_berechnet_man_das_tag-_und_naechtigungsgeld_bei_inlandsreisen_" title="Wie berechnet man das Tag- und Nächtigungsgeld bei Inlandsreisen?">Wie berechnet man das Tag- und Nächtigungsgeld bei Inlandsreisen?</a> </li> <li class="item_8 last"> <a href="#infolist_section_wie_berechnet_man_das_tag-_und_naechtigungsgeld_bei_auslandsreisen_" title="Wie berechnet man das Tag- und Nächtigungsgeld bei Auslandsreisen?">Wie berechnet man das Tag- und Nächtigungsgeld bei Auslandsreisen?</a> </li> </ul> </div> <div class="infolist_section item_1 first" id="infolist_section_wie_hoch_ist_der_steuersatz_seit_1_1_2016_"> <h2 title="Wie hoch ist der Steuersatz seit 1.1.2016?">Wie hoch ist der Steuersatz seit 1.1.2016?</h2> <div class="content"> <div id="e137603"> <table class="ZMSTable"> <colgroup> <col /><col /><col /><col /> </colgroup> <thead> <tr class="even"> <th>Einkommen in €</th><th>Berechnungsweise der ESt in €</th><th><span class="amount">Durchschnittssteuersatz in %</span></th><th><span class="amount">Grenzsteuersatz in %</span></th> </tr> </thead> <tbody> <tr class="odd"> <td>≤ 11.000</td><td>0</td><td><span class="amount">0</span></td><td><span class="amount">0</span></td> </tr><tr class="even"> <td>&gt; 11.000 - 18.000</td><td>Einkommen x 25&nbsp;% - 2.750</td><td><span class="amount">0 - 9,72</span></td><td><span class="amount">25</span></td> </tr><tr class="odd"> <td>&gt; 18.000 - 31.000</td><td>Einkommen x 35&nbsp;% - 4.550</td><td><span class="amount">9,72 - 20,32</span></td><td><span class="amount">35</span></td> </tr><tr class="even"> <td>&gt; 31.000 - 60.000</td><td>Einkommen x 42&nbsp;% - 6.720</td><td><span class="amount">20,32 - 30,80</span></td><td><span class="amount">42</span></td> </tr><tr class="odd"> <td>&gt; 60.000 - 90.000</td><td>Einkommen x 48&nbsp;% - 10.320</td><td><span class="amount">30,80 - 36,53</span></td><td><span class="amount">48</span></td> </tr><tr class="even"> <td>&gt; 90.000 - 1.000.000</td><td>Einkommen x 50&nbsp;% - 12.120</td><td><span class="amount">36,53 - 48,79</span></td><td><span class="amount">50</span></td> </tr><tr class="odd"> <td>&gt; 1.000.000</td><td>Einkommen x 55&nbsp;% - 62.120</td><td><span class="amount">48,79</span></td><td><span class="amount">55</span></td> </tr> </tbody> </table> </div> </div> <p class="hideme_print top_anchor"> <a class="arrow" href="#top" title="nach oben">nach oben</a> </p> </div> <div class="infolist_section item_2" id="infolist_section_was_sind_sonderausgaben_aussergewoehnliche_belastungen_und_absetzbetraege_"> <h2 title="Was sind Sonderausgaben, außergewöhnliche Belastungen und Absetzbeträge?">Was sind Sonderausgaben, außergewöhnliche Belastungen und Absetzbeträge?</h2> <div class="content"> <div id="e137605" class="zms_textarea "><p><strong>Sonderausgaben</strong> und <strong>außergewöhnliche Belastungen</strong> haben hinsichtlich der Steuerersparnis denselben Effekt wie die Werbungskosten und Betriebsausgaben. Sie vermindern grundsätzlich nur die Bemessungsgrundlage, von der sich die Einkommensteuer progressiv berechnet. Allerdings gibt es vielfach Einschränkungen (z. B. bei Beiträgen zu Personenversicherungen).</p> <p>Im Gegensatz dazu vermindern die <strong>Absetzbeträge</strong> unmittelbar die Einkommensteuerschuld.</p></div> </div> <p class="hideme_print top_anchor"> <a class="arrow" href="#top" title="nach oben">nach oben</a> </p> </div> <div class="infolist_section item_3" id="infolist_section_inwieweit_sind_der_urlaubszuschuss_und_die_weihnachtsremuneration_steuerlich_beguenstigt_"> <h2 title="Inwieweit sind der Urlaubszuschuss und die Weihnachtsremuneration steuerlich begünstigt?">Inwieweit sind der Urlaubszuschuss und die Weihnachtsremuneration steuerlich begünstigt?</h2> <div class="content"> <div id="e137607" class="zms_textarea "><p>Bei einem Jahressechstel von höchstens € 2.100,00 (Freigrenze) sind die innerhalb des Jahressechstels liegenden sonstigen Bezüge (das sind in der Regel der Urlaubszuschuss und die Weihnachtsremuneration) steuerfrei. Ist das Jahressechstel höher als € 2.100,00, kommt nach Abzug der auf die sonstigen Bezüge entfallenden Sozialversicherungsbeiträge folgende Besteuerung zur Anwendung:</p> <ul> <li>für die ersten € 620,00: 0 %</li> <li>für die nächsten € 24.380,00: 6 %</li> <li>für die nächsten € 25.000,00: 27 %</li> <li>für die nächsten € 33.333,00: 35,75 %</li> </ul> <p>Betragen die sonstigen Bezüge mehr als das Jahressechstel oder mehr als € 83.333,00 (nach Abzug von Sozialversicherungsbeiträgen, Gewerkschaftsbeiträgen usw.), sind diese übersteigenden Beträge wie die laufenden Bezüge zu versteuern.</p> <h3>Berechnung des Jahressechstels</h3> <p>Das Jahressechstel ermittelt sich wie folgt:<br /><em>(im Kalenderjahr zugeflossene laufende Bruttobezüge x 2) / </em><em>Anzahl der abgelaufenen Kalendermonate (seit Jahresbeginn)</em></p> <div> <p><em>bzw. bei Austritt im Laufe eines Kalendermonats (für alle vollen Monate sind 30 Tage anzusetzen):<br /></em><em>(im Kalenderjahr zugeflossene laufende Bruttobezüge x 60) / </em><em>Anzahl der abgelaufenen Lohnsteuertage</em></p> </div> <p>Demnach sind das 15. und 16. Gehalt (z. B. Prämien und Bilanzgelder) nicht mehr steuerbegünstigt. Werden sie steuerbegünstigt ausbezahlt, weil sie noch vor Auszahlung des Urlaubszuschusses und der Weihnachtsremuneration anfallen, kann dafür das Urlaubs- und Weihnachtsgeld nicht mehr steuerbegünstigt behandelt werden.</p></div> </div> <p class="hideme_print top_anchor"> <a class="arrow" href="#top" title="nach oben">nach oben</a> </p> </div> <div class="infolist_section item_4" id="infolist_section_was_sind_steuerpflichtige_sachbezuege_"> <h2 title="Was sind steuerpflichtige Sachbezüge?">Was sind steuerpflichtige Sachbezüge?</h2> <div class="content"> <div id="e137609" class="zms_textarea "><p>Die Entlohnung eines Arbeitnehmers besteht normalerweise in Geldleistungen. Daneben kann sie auch (teilweise) in Form von Sachleistungen erfolgen.</p> <p>Lediglich nicht mehr messbare Aufmerksamkeiten (z. B. Blumenstrauß zum Geburtstag des Arbeitnehmers) Hilfsmittel, die dem Arbeitnehmer zur Ausübung seines Berufes zur Verfügung gestellt werden, stellen keine geldwerten Vorteile dar.</p> <p>Geldwerte Vorteile sind in Geld umzurechnen. Die Grundregel lautet, dass geldwerte Vorteile mit den üblichen Mittelpreisen des Verbrauchsortes anzusetzen sind. Einige Sachbezüge sind auch in einer Verordnung geregelt und müssen daher nicht individuell ermittelt werden.</p></div> </div> <p class="hideme_print top_anchor"> <a class="arrow" href="#top" title="nach oben">nach oben</a> </p> </div> <div class="infolist_section item_5" id="infolist_section_wie_sind_die_wichtigsten_sachbezuege_zu_bewerten_"> <h2 title="Wie sind die wichtigsten Sachbezüge zu bewerten?">Wie sind die wichtigsten Sachbezüge zu bewerten?</h2> <div class="content"> <div id="e138399" class="zms_textarea "><h3>Dienstwagen</h3> <p>Besteht für den Dienstnehmer die Möglichkeit, ein arbeitgebereigenes Kraftfahrzeug für Privatfahrten (dazu zählen auch Fahrten zwischen Wohnung und Arbeitsstätte) zu benützen, dann sind als Sachbezug monatlich ab einem gewissen CO<sub>2</sub>-Ausstoß 2 % der Anschaffungskosten anzusetzen. Der maximale Sachbezug beträgt in diesem Fall € 960,00. Bis 1.1.2016 lag der Wert unabhängig vom CO<sub>2</sub>-Ausstoß bei 1,5 % bzw. € 720,00. Beträgt der CO<sub>2</sub>-Ausstoß im Jahr der Anschaffung nicht mehr als 130 g/km (Wert 2016), beträgt der Sachbezug 1,5 % bzw. maximal € 720,00.</p> <p>Die Grenze von 130 g/km bezieht sich auf das Jahr der Anschaffung und beträgt:</p> <p>2016: 130 g/km<br /> 2017: 127 g/km<br /> 2018: 124 g/km<strong><br /> 2019: 121 g/km</strong><br /> 2020 und die folgenden Jahre: 118g/km</p> <p>Wird das Fahrzeug im Jahresdurchschnitt für Privatfahrten von höchstens 500 km monatlich benützt, so ist der halbe Sachbezugswert anzusetzen. Er beträgt seit Jahresbeginn 1 % bzw. 0,75 % der Anschaffungskosten – maximal € 480,00 bzw. € 360,00.</p> <p>Hinweis: Ein Fahrtenbuch ist verpflichtend zu führen.</p> <p>Kein Sachbezug ist ab 1.1.2016 anzusetzen bei Kraftfahrzeugen mit 0 Gramm CO<sub>2</sub>-Emissionswert pro Kilometer (Elektroautos – keine Hybridmodelle).</p> <p><strong>Welche Auswirkung hat das neue Testverfahren für den CO<sub>2</sub>/km-Wert von PKWs auf Sachbezug und NoVA?</strong></p> <p>Das bisherige Verfahren zur Feststellung des CO<sub>2</sub>/km Wert eines PKWs (NEFZ – Neuer Europäischer Fahrzyklus) wurde umgestellt auf ein Neues, nämlich das WLTP (Worldwide Harmonized Light-Duty Vehicles Test Procedure). Dies soll realistischere Ergebnisse bezüglich CO<sub>2</sub>-Emissionen liefern.</p> <p>Laut Finanzministerium gilt für 2019: Seit 1.9.2017 wird bei allen neu typisierten PKW das Prüfverfahren WLTP angewendet. Dieser Wert kann auf den NEFZ-Wert zurückgerechnet werden. Für diese Fahrzeuge ist für Sachbezug und NOVA der korrelierende NEFZ-Wert zu verwenden. Für Fahrzeuge vor diesem Stichtag gilt der alte NEFZ-Wert. Seit 1.9.2018 sind auch alle neu zugelassenen Fahrzeuge der Messmethode WLTP zu unterziehen. Auch für diese Fahrzeuge ist der korrelierende NEFZ-Wert zu verwenden. Der korrelierende NEFZ ist im Zulassungsschein bereits ausgewiesen. Ist im Zulassungsschein noch der ursprüngliche NEFZ-Wert ausgewiesen, so ist dieser für die Besteuerung heranzuziehen.</p> <p><strong>NEU</strong> ab 1.1.2020: Für die Berechnung des Sachbezugswertes und der NoVA sind voraussichtlich die neuen, nach dem WLTP-Prüfverfahren ermittelten, CO<sub>2</sub>-Emissionen heranzuziehen.</p> <p>Der CO<sub>2</sub>-Emissionswert kann dem Zulassungsschein entnommen werden bzw. bei Scheckkarten Zulassungsscheinen online abgefragt werden.</p> <h3>Mobiltelefon</h3> <p>Bei nur fallweiser Privatnutzung ist kein Sachbezug zu berechnen; bei umfangreicher Privatnutzung sind anteilige Kosten zu verrechnen.</p> <h3>Parkplatz</h3> <p>Stellt der Arbeitgeber während der Arbeitszeit einen Kfz-Abstell- oder Garagenplatz zur Verfügung, sind als Sachbezug € 14,53/Monat zuzurechnen. Die Zurechnung hat nur für Parkplätze zu erfolgen, die im Bereich einer flächendeckenden Parkraumbewirtschaftung liegen. Eine flächendeckende Parkraumbewirtschaftung liegt vor, wenn sich die Parkraumbewirtschaftung über mehrere zusammenhängende Straßenzüge erstreckt.</p> <h3>Freie oder verbilligte Mahlzeiten</h3> <p>Übersteigt der Wert der abgegebenen Essensbons € 4,40 pro Arbeitstag, liegt nur hinsichtlich des übersteigenden Wertes ein steuerpflichtiger Sachbezug vor (gilt nur wenn die Gutscheine nur am Arbeitsplatz oder in einer Gaststätte zur dortigen Konsumation eingelöst werden können).</p> <h3>Gehaltsvorschüsse und Arbeitnehmerdarlehen</h3> <p>Der Sachbezug beträgt 0,5 % im Jahr 2019 (2018 0,5 %) p. a. des aushaftenden Kapitals. Nur wenn der Vorschuss bzw. das Darlehen den Freibetrag von € 7.300,00 übersteigt, ist von dem übersteigenden Betrag ein Sachbezug zu ermitteln.</p> <h3>Wohnung</h3> <p>Der monatliche Sachbezugswert einer dem Arbeitnehmer kostenlos oder verbilligt zur Verfügung gestellten Wohnung des Arbeitgebers errechnet sich grundsätzlich mit Hilfe des jeweils am 31. Oktober des Vorjahres geltenden Richtwertes bezogen auf die Wohn­fläche. Die Richtwerte, die per 1.4.2019 neu festgelegt wurden, sind also für die Sach­bezugs­bewertung von Dienstwohnungen ab 1.1.2020 maßgeblich. Dieser Wert vermindert sich z. B. durch Kos­tenbeiträge des Arbeitnehmers, bei Übernahme der Be­triebs­kos­ten durch den Arbeit­nehmer oder wenn der Wohnraum den Standard der so genann­ten mietrechtlichen Norm­wohnung (Zimmer, Küche oder Kochnische, Vorraum, WC und eine zeitgemäße Ba­de­gelegenheit) nicht erreicht. Für vom Arbeitgeber angemietete Woh­nungen be­steht eine eigene Son­der­regelung.</p></div> <div id="e138400"> <table class="ZMSTable"> <colgroup> <col /><col /><col /> </colgroup> <thead> <tr class="even"> <th>Bundesland</th><th>Richtwerte/m² ab 1.4.2019</th><th>Richtwerte/m² ab 1.4.2017</th> </tr> </thead> <tbody> <tr class="odd"> <td>Burgenland</td><td>5,30</td><td>€ 5,09</td> </tr><tr class="even"> <td>Kärnten</td><td>6,80</td><td>€ 6,53</td> </tr><tr class="odd"> <td>Niederösterreich</td><td>5,96</td><td>€ 5,72</td> </tr><tr class="even"> <td>Oberösterreich</td><td>6,29</td><td>€ 6,05</td> </tr><tr class="odd"> <td>Salzburg</td><td>8,03</td><td>€ 7,71</td> </tr><tr class="even"> <td>Steiermark</td><td>8,02</td><td>€ 7,70</td> </tr><tr class="odd"> <td>Tirol</td><td>7,09</td><td>€ 6,81</td> </tr><tr class="even"> <td>Vorarlberg</td><td>8,92</td><td>€ 8,57</td> </tr><tr class="odd"> <td>Wien</td><td>5,81</td><td>€ 5,58</td> </tr> </tbody> </table> </div> <div id="e138401" class="zms_textarea "><p>Für arbeitsplatznahe Unterkünfte, die der Arbeitgeber seinem Arbeitnehmer verbilligt oder kostenlos zur Verfügung stellt, gilt:</p> <ul> <li>Kein Ansatz eines steuerlichen Sachbezugs bei einer Unterkunft, die bis zu 30 m² groß ist.</li> <li>Ist die Unterkunft größer als 30 m², ist ein Sachbezug anzusetzen. Allerdings darf bei einer Größe von maximal 40 m² ein Abschlag von 35 % berücksichtigt werden.<br /><em>Voraussetzung:</em> Die Unterkunft muss vom selben Arbeitgeber für maximal zwölf Monate zur Verfügung gestellt werden.</li> </ul> <p>Es ist nicht die Wohnungs- bzw. Zimmergröße maßgebend, sondern die tatsächlich genutzte Fläche pro Arbeitnehmer. Das ist zum Beispiel relevant, wenn mehrere Arbeitnehmer sich in Form einer Wohnungsgemeinschaft eine Wohnung teilen.</p> <p>Die Wohnung darf aber nicht den Mittelpunkt der Lebensinteressen bilden.</p></div> </div> <p class="hideme_print top_anchor"> <a class="arrow" href="#top" title="nach oben">nach oben</a> </p> </div> <div class="infolist_section item_6" id="infolist_section_gibt_es_auch_steuerbefreite_bezuege_"> <h2 title="Gibt es auch steuerbefreite Bezüge?">Gibt es auch steuerbefreite Bezüge?</h2> <div class="content"> <div id="e138403" class="zms_textarea "><p>Bestimmte Geld- oder Sachbezüge sind vom Gesetz ausdrücklich von der Steuerpflicht ausgenommen. Beim Arbeitgeber bleiben diese Bezüge Betriebsausgaben.</p> <p><em>Die wichtigsten lohnsteuerbefreiten Bezüge sind:</em></p> <p>Reisevergütungen (Fahrtkostenvergütungen, Kilometergelder), Tages- und Nächtigungsgelder, die aus Anlass einer Dienstreise gezahlt werden.</p> <p>Ferner steuerbefreit sind vom Arbeitgeber unentgeltlich überlassene typische Berufskleidung wie z. B. Uniformen oder Arbeitsschutzausrüstungen wie Sehhilfen bei Bildschirmarbeit auf Grund des ArbeitnehmerInnenschutzgesetzes.</p> <p>Mitarbeiterrabatte sind bis zu einer gewissen Höhe und unter bestimmten Voraussetzungen steuerfrei. Der Mitarbeiterrabatt ist steuerfrei, wenn er im Einzelfall 20 % nicht übersteigt. Wird diese Grenze überschritten, hat der Arbeitgeber die Rabatte aufzuzeichnen. Ist die Summe der aufgezeichneten Rabatte im Kalenderjahr größer als € 1.000,00 (Freibetrag), so ist der übersteigende Anteil zu versteuern.</p></div> </div> <p class="hideme_print top_anchor"> <a class="arrow" href="#top" title="nach oben">nach oben</a> </p> </div> <div class="infolist_section item_7" id="infolist_section_wie_berechnet_man_das_tag-_und_naechtigungsgeld_bei_inlandsreisen_"> <h2 title="Wie berechnet man das Tag- und Nächtigungsgeld bei Inlandsreisen?">Wie berechnet man das Tag- und Nächtigungsgeld bei Inlandsreisen?</h2> <div class="content"> <div id="e138405" class="zms_textarea "><p>Für die Berechnung des Tagesgeldes ist grundsätzlich die 24-Stunden-Regel vorgesehen. Es kann allerdings unter bestimmten Voraussetzungen auch eine Berechnung nach Kalendertagen erfolgen.</p> <p>Es sind jedenfalls die Bestimmungen des anzuwendenden Kollektivvertrages zu beachten und es ist immer zu unterscheiden, wieviel Taggeld einem Arbeitnehmer arbeitsrechtlich zusteht und wieviel davon steuerpflichtig ist.</p> <h2>Taggeld</h2> <p>Das Taggeld für Inlandsreisen beträgt ab einer Reisedauer <strong>von mehr als 3 Stunden für jede angebrochene Reisestunde</strong> ein Zwölftel von <strong>€ 26,40</strong>, d. h. <strong>€ 2,20 pro angebrochene Stunde</strong>. Dauert eine Reise mehr als 11 Stunden, so steht der volle Tagessatz von € 26,40 zu.</p> <p>Das lohnsteuerfreie Taggeld für Inlandsdienstreisen beträgt unter bestimmten Voraussetzungen ab einer Reisedauer <strong>von mehr als 3 Stunden für jede angebrochene Reisestunde</strong> ein Zwölftel von <strong>€ 26,40</strong>, d. h. <strong>€ 2,20 pro angebrochene Stunde</strong>. Dauert eine Reise mehr als 11 Stunden, so steht der volle Tagessatz von € 26,40 zu.</p> <h2>Nächtigungsgeld</h2> <p>Lohnsteuerfreies Nächtigungsgeld steht unter bestimmten Voraussetzungen nur dann steuerfrei zu, wenn tatsächlich genächtigt wird. Der Umstand der Nächtigung ist grundsätzlich belegmäßig nachzuweisen. Bei Entfernungen von mindestens 120 Kilometern können ohne Nachweis pauschal <strong>€ 15,00 pro Nacht</strong> als steuerfrei behandelt werden. Werden die <strong>Nächtigungskosten</strong> sowie die Kosten des Frühstücks <strong>nachgewiesen</strong>, so können diese vom Arbeitgeber voll lohnsteuerfrei ersetzt werden. Sieht bei Dienstnehmern der <strong>Kollektivvertrag</strong> höhere Tag- oder Nächtigungsgelder vor, sind diese zur Gänze Betriebsausgaben.</p> <p><em>Ein Beispiel zur Veranschaulichung:<br /> Eine Dienstreise beginnt um 8 Uhr des ersten Tages und endet um 16:30 Uhr des zweiten Tages. Neben dem Taggeld von € 26,40 für 24 Stunden und von € 19,80 (= 9/12 von € 26,40) ist ein nachgewiesener Nächtigungsaufwand einschließlich Frühstück Betriebsausgabe bzw. steuerfrei. Wird der Nächtigungsaufwand nicht nachgewiesen, so sind € 15,00 Betriebsausgabe bzw. steuerfrei.</em></p></div> </div> <p class="hideme_print top_anchor"> <a class="arrow" href="#top" title="nach oben">nach oben</a> </p> </div> <div class="infolist_section item_8 last" id="infolist_section_wie_berechnet_man_das_tag-_und_naechtigungsgeld_bei_auslandsreisen_"> <h2 title="Wie berechnet man das Tag- und Nächtigungsgeld bei Auslandsreisen?">Wie berechnet man das Tag- und Nächtigungsgeld bei Auslandsreisen?</h2> <div class="content"> <div id="e138407" class="zms_textarea "><p>Als Taggelder für Auslandsdienstreisen können die <strong>Auslandsreisesätze der Bundesbediensteten</strong> geltend gemacht werden.</p> <h2>Taggeld</h2> <p>Die Aliquotierung der Taggelder bei Auslandsdienstreisen erfolgt wie bei Inlandsreisen (ab drei Stunden je 1/12 pro angefangener Stunde, maximal 12/12).</p> <h2>Nächtigungsgeld</h2> <p>Können die tatsächlichen Kosten für Nächtigung inkl. Frühstück nicht nachgewiesen werden, kann das den Bundesbediensteten zustehende Nächtigungsgeld berücksichtigt werden.</p> <p>Die Auslandsreisesätze der Bundesbediensteten sind für jedes Land unterschiedlich.</p> <h2>Gemischte Reise</h2> <p>Ab dem <strong>Grenzübertritt</strong> stehen die Auslandsreisesätze zu. Für die <strong>Gesamtreisezeit abzüglich Auslandsreisezeit</strong> steht das <strong>Inlandstaggeld</strong> zu.</p> <p><em>Beispiel:<br /> Die Reise Wien – Frankfurt erfolgt mit dem Pkw bzw. mit der Bahn. Beginn der Reise 7 Uhr, Grenzübertritt Salzburg 11:15 Uhr, Grenzübertritt bei Rückfahrt 15 Uhr nächster Tag, Ende der Reise 18:10 Uhr, 24-Stundenregel.</em></p> <table class="data"> <tbody> <tr> <td><em>Taggeld Auslandsanteil:</em></td> </tr> <tr> <td><em>11:15 Uhr – 15:00 Uhr des nächsten Tages = 27 Stunden 45 Minuten<br /> = 16 Zwölftel für Deutschland</em></td> </tr> <tr> <td><em>Taggeld Inlandsanteil:</em></td> </tr> <tr> <td><em>Gesamtreisedauer 7:00 Uhr –18:10 Uhr des nächsten Tages<br /> 36 Stunden (für jede angebrochene Stunde wird eine volle verrechnet)<br />24 Zwölftel abzüglich 16 Zwölftel Auslandstaggeld= 8/12 Inlandstaggeld</em></td> </tr> </tbody> </table></div> </div> <p class="hideme_print top_anchor"> <a class="arrow" href="#top" title="nach oben">nach oben</a> </p> </div> <div id="e138408" class="zms_textarea "><p>Stand: 22. August 2019</p></div> <div class="hideme_print top_anchor"> <a class="arrow" href="#content" title="nach oben">nach oben</a> </div> <div id="e138410" class="zms_textarea "><p class="disclaimer">Trotz sorgfältiger Datenzusammenstellung können wir keine Gewähr für die vollständige Richtigkeit der dargestellten Informationen übernehmen. Sollten Sie spezielle Fragen zu einem der Themen haben, stehen wir Ihnen jederzeit gerne für ein persönliches Gespräch zur Verfügung.</p></div> faq_-_planung_und_controllingFAQ - Planung und Controlling <div class="hideme_print dictionary_overview"> <ul> <li class="item_1 first"> <a href="#infolist_section_was_versteht_man_unter_planung_und_controlling_" title="Was versteht man unter Planung und Controlling?">Was versteht man unter Planung und Controlling?</a> </li> <li class="item_2"> <a href="#infolist_section_welchen_nutzen_hat_controlling_fuer_klein-_und_mittelbetriebe_" title="Welchen Nutzen hat Controlling für Klein- und Mittelbetriebe?">Welchen Nutzen hat Controlling für Klein- und Mittelbetriebe?</a> </li> <li class="item_3"> <a href="#infolist_section_wie_fuehrt_man_controlling_ein_" title="Wie führt man Controlling ein?">Wie führt man Controlling ein?</a> </li> <li class="item_4"> <a href="#infolist_section_was_muss_in_einem_business_plan_enthalten_sein_" title="Was muss in einem Business Plan enthalten sein?">Was muss in einem Business Plan enthalten sein?</a> </li> <li class="item_5"> <a href="#infolist_section_wie_komme_ich_von_meinem_budget_zu_einem_fuehrungsinstrument_" title="Wie komme ich von meinem Budget zu einem Führungsinstrument?">Wie komme ich von meinem Budget zu einem Führungsinstrument?</a> </li> <li class="item_6"> <a href="#infolist_section_wie_kann_ich_meine_liquiditaet_kurzfristig_planen_" title="Wie kann ich meine Liquidität kurzfristig planen?">Wie kann ich meine Liquidität kurzfristig planen?</a> </li> <li class="item_7"> <a href="#infolist_section_wie_kann_ich_meinen_umsatz_planen_" title="Wie kann ich meinen Umsatz planen?">Wie kann ich meinen Umsatz planen?</a> </li> <li class="item_8"> <a href="#infolist_section_welchen_nutzen_hat_eine_kostenrechnung_fuer_mich_" title="Welchen Nutzen hat eine Kostenrechnung für mich?">Welchen Nutzen hat eine Kostenrechnung für mich?</a> </li> <li class="item_9 last"> <a href="#infolist_section_wie_wird_der_wert_eines_unternehmens_berechnet_" title="Wie wird der Wert eines Unternehmens berechnet?">Wie wird der Wert eines Unternehmens berechnet?</a> </li> </ul> </div> <div class="infolist_section item_1 first" id="infolist_section_was_versteht_man_unter_planung_und_controlling_"> <h2 title="Was versteht man unter Planung und Controlling?">Was versteht man unter Planung und Controlling?</h2> <div class="content"> <div id="e135359" class="zms_textarea "><p>Controlling ist ein Instrument zur Führung eines Unternehmens. Der Begriff geht zurück auf das englische to control ("steuern", "lenken").</p> <p>Steuerung mittels Planung und Kontrolle ist die Hauptaufgabe des Controlling.</p> <p>Das Controlling stellt dem Unternehmer Zahlen zur Verfügung; damit sollen Probleme frühzeitig erkannt und somit schon im Ansatz umgangen werden.</p> <p>Controlling befasst sich mit den möglichen zukünftigen Entwicklungen des Unternehmens. Eine Hauptaufgabe des Controllers ist es, alle Abläufe und wesentlichen Probleme des Unternehmens zu kennen.</p> <p>In Zusammenarbeit mit allen Bereichen sollen mit Hilfe des Controllings Unternehmensziele formuliert werden. Ein solches Unternehmensziel wäre beispielsweise, den Umsatz im folgenden Jahr um 5 % zu erhöhen. Planung bedeutet die Definition der Unternehmensziele, operative Planung für Ergebnis und Liquidität sowie strategische Planung zur Existenzsicherung.</p></div> </div> <p class="hideme_print top_anchor"> <a class="arrow" href="#top" title="nach oben">nach oben</a> </p> </div> <div class="infolist_section item_2" id="infolist_section_welchen_nutzen_hat_controlling_fuer_klein-_und_mittelbetriebe_"> <h2 title="Welchen Nutzen hat Controlling für Klein- und Mittelbetriebe?">Welchen Nutzen hat Controlling für Klein- und Mittelbetriebe?</h2> <div class="content"> <div id="e135361" class="zms_textarea "><p>Während in Großbetrieben Controlling von eigenen Abteilungen mit entsprechendem Aufwand betrieben wird, um rechtzeitig gefährlichen Entwicklungen für das Unternehmen gegensteuern zu können, ist dies in diesem Umfang bei Klein- und Mittelbetrieben natürlich nicht möglich. Controlling ist der laufende Abgleich zwischen Soll und Ist und diesen Abgleich brauchen Unternehmen aller Größen, vom Ein-Personen-Unternehmen bis zum Konzern.</p> <p>Controlling Aufgaben werden bei Kleinunternehmen oft vom Eigentümer und Unternehmer selbst gemeinsam mit einem Berater übernommen. Dazu ist es notwendig, <strong>möglichst einfache aber wirkungsvolle Hilfsmittel</strong> einzusetzen, um aussagekräftige Auswertungen zu erhalten. Für Überbürokratisierung stehen keine Mittel zur Verfügung.</p> <p>Controlling ist für Klein- und Mittelunternehmen aber mindestens ebenso wichtig, wie für Großbetriebe und erlangte in den letzten Jahren durch Basel II auch immer mehr an Bedeutung. <strong>Liquide Mittel und Eigenkapitalausstattung</strong> als Sicherheitspolster sind bei KMUs oft geringer als bei Großbetrieben. So kann eine zu spät erkannte Ertrags- oder Liquiditätskrise für einen Kleinunternehmer auch existenzbedrohende Ausmaße annehmen. Untersuchungen zeigen, dass fehlendes Controlling eine der Hauptursachen von Unternehmensinsolvenzen ist.</p> <p>Im deutschen Sprachraum wird Controlling noch oft als Kontrolle missverstanden. Wichtigere Aufgaben des Controllings sind allerdings <strong>Planung, Information, Koordination und Systementwicklung</strong>. Der Steuerungsaspekt sollte bei wirkungsvollem Controlling im Vordergrund stehen. Mittels Controlling können eigene Stärken und Schwächen analysiert und strategische Erfolgspotentiale erschlossen werden. Dies bewahrt das Unternehmen vor einer strategischen Krise, welche Vorläufer für eine operative Krise und damit für Liquiditätsengpässe sind.</p></div> </div> <p class="hideme_print top_anchor"> <a class="arrow" href="#top" title="nach oben">nach oben</a> </p> </div> <div class="infolist_section item_3" id="infolist_section_wie_fuehrt_man_controlling_ein_"> <h2 title="Wie führt man Controlling ein?">Wie führt man Controlling ein?</h2> <div class="content"> <div id="e135363" class="zms_textarea "><p>Die Antwort auf diese Frage hängt vom jeweiligen Entwicklungsstand der Buchhaltung ab, da sich der Controlling-Gedanke meistens als Weiterentwicklung der Finanzbuchhaltung ergibt. Außerdem beeinflussen der Entwicklungsstand der Organisation sowie spezielle Wünsche des Managements die jeweilige Vorgehensweise.<br /> Häufig bietet sich aber folgende Reihenfolge für die Entwicklung bzw. Einführung eines Controlling-Systems an:</p> <ol> <li>Einführung einer Vorschau-Rechnung mit den Zahlen der Finanzbuchhaltung. Der "Minimalst-Ansatz" wäre beispielsweise die Umsatzsteuervoranmeldung als interne Vorschau-Rechnung/Planung über einen Zeitraum von 6 - 12 Monaten betrieben.</li> <li>Einführung einer aussagefähigen Kostenrechnung / Deckungsbeitragsrechnung. In jedem Fall sollte sie weitgehend auf eine Schlüsselung von fixen Kosten verzichten und auf Artikelebene eine für die Praxis genügend genaue Differenzierung der "variablen" Kosten ermöglichen, damit eine Deckungsbeitragsrechnung als "Gewinn-Management-System" für die Beurteilung von Produkten, Kunden und Regionen betrieben werden kann.</li> <li>Kontinuierliche Verbesserung des Controlling-Systems und Überprüfung der Relevanz neuer Fragestellungen aus dem internen wie auch externen Bereich für das Controlling-System.<br /> Dieser gesamte Prozess ist durch interne Überzeugungs- und Marketingarbeit (Seminare, Schulungen und Vorträge vor den eigenen Managern und Mitarbeitern) zu unterstützen. Dabei hat der Controller eine Vorbild-Funktion in eigener Sache bei der Handhabung von Budgets und Forecasts.</li> </ol></div> </div> <p class="hideme_print top_anchor"> <a class="arrow" href="#top" title="nach oben">nach oben</a> </p> </div> <div class="infolist_section item_4" id="infolist_section_was_muss_in_einem_business_plan_enthalten_sein_"> <h2 title="Was muss in einem Business Plan enthalten sein?">Was muss in einem Business Plan enthalten sein?</h2> <div class="content"> <div id="e137624" class="zms_textarea "><p>Unternehmensgründungen, größere Investitionen oder eventuell Neuprodukteinführungen wollen finanziert werden. Banken fordern dazu vom Unternehmer regelmäßig einen plausiblen Business Plan ein, der bestimmte Inhalte abdecken sollte.</p> <h3>Management Summary</h3> <p>Hier soll ein kurzer und prägnanter Überblick über die wichtigsten Kernaussagen und Kennzahlen Ihrer Planung gegeben werden. Der Leser soll einen Einblick in Ihr Vorhaben in kurzer Zeit gewinnen können.</p> <h3>Unternehmen</h3> <p>Falls Ihr Unternehmen schon existiert, beschreiben Sie hier Rechtsform, Unternehmensgegenstand, Eigentumsverhältnisse, Standort, Unternehmensziele usw.</p> <h3>Management, Schlüsselpersonen, Gründerteam</h3> <p>Angaben, wichtige Qualifikationen und eventuell Lebensläufe zu Geschäftsführung, wichtigen Mitarbeitern und Kontakten.</p> <h3>Produkte und Dienstleistungen</h3> <p>Beschreiben Sie hier Geschäftsidee, Produkte, Dienstleistungen und den damit verbundenen Kundennutzen im Detail.</p> <h3>Branche und Markt</h3> <p>Hier sind Daten zur Branche und zum Markt anzugeben, wie z. B. Trends, Entwicklungen, Marktpotenzial, evtl. Marktbarrieren, Zielgruppen, Konkurrenten.</p> <h3>Marketing</h3> <p>Darstellung der geplanten Marketingmaßnahmen wie Preispolitik und Konditionen, Werbung und Verkaufsförderung, Vertrieb.</p> <h3>Planrechnung</h3> <p>Diese besteht aus Planbilanz, Planerfolgsrechnung und Finanzplan. Wichtige Detailpläne sind die Investitionsplanung, Umsatzplanung und Deckungsbeitragsrechnung, Fixkosten- und Personalkostenplanung und Kreditplanung.</p> <h3>Risiken und Alternativszenarien</h3> <p>Neben dem Aufzeigen von Risiken werden Angaben über alternative Entwicklungen mit Hilfe von Best Case und Worst Case Szenarien dargestellt.</p> <h3>Anhang</h3> <p>Mögliche Anhänge sind: Maßnahmenplan, Organigramm, wichtige Nebenrechnungen, langfristige Verträge und Ähnliches.</p></div> </div> <p class="hideme_print top_anchor"> <a class="arrow" href="#top" title="nach oben">nach oben</a> </p> </div> <div class="infolist_section item_5" id="infolist_section_wie_komme_ich_von_meinem_budget_zu_einem_fuehrungsinstrument_"> <h2 title="Wie komme ich von meinem Budget zu einem Führungsinstrument?">Wie komme ich von meinem Budget zu einem Führungsinstrument?</h2> <div class="content"> <div id="e137626" class="zms_textarea "><p>Manchmal haben Budgetierungen das Schicksal von anderen guten Ideen: Sie landen in der Schublade, da der Alltag den Unternehmer voll in Anspruch nimmt. Damit dies nicht passiert, sollten Sie folgende Tipps beachten:</p> <ul> <li>Setzen Sie sich <strong>realistische Ziele</strong>, die herausfordernd sind, aber erreichbar bleiben müssen. Die Erstellung von „Angstbudgets“ oder „Wunschbudgets“ führt nicht zum Ziel.</li> <li>Holen Sie Informationen für die Planung von <strong>allen Beteiligten</strong> ein und beziehen Sie diese in den Planungsprozess mit ein.</li> <li>Planen Sie in Varianten und unterschiedlichen <strong>Szenarien,</strong> um möglichst wenige Überraschungen zu erleben.</li> <li>Setzen Sie umgehend <strong>Maßnahmen</strong> bei gravierenden Über- bzw Unterschreitungen der Budgetziele.</li> <li><strong>Vermeiden Sie Scheingenauigkeiten</strong>: Es macht z. B. keinen Sinn, das Porto auf den Cent genau zu planen und für die Umsatzplanung zu wenig Zeit aufzuwenden.</li> <li><strong>Vorjahreswerte</strong> sind zwar oft eine gute Ausgangsbasis – dürfen aber keinesfalls kritiklos übernommen werden.</li> <li>Planwerte müssen <strong>durch Istwerte kontrollierbar</strong> sein. Planen Sie also in Kategorien, die dann auch durch das laufende Rechnungswesen gemessen werden können.</li> <li>Als <strong>Planungshorizont</strong> für ein Budget eignet sich oft ein Jahr. Bei längeren Zeiträumen ist kritisch zu hinterfragen, welche Qualität die Planzahlen erreichen können und für welchen Zweck diese verwendet werden können.</li> <li><strong>Dokumentieren</strong> Sie all Ihre Annahmen für die Planung sauber und nachvollziehbar.</li> </ul></div> </div> <p class="hideme_print top_anchor"> <a class="arrow" href="#top" title="nach oben">nach oben</a> </p> </div> <div class="infolist_section item_6" id="infolist_section_wie_kann_ich_meine_liquiditaet_kurzfristig_planen_"> <h2 title="Wie kann ich meine Liquidität kurzfristig planen?">Wie kann ich meine Liquidität kurzfristig planen?</h2> <div class="content"> <div id="e137628" class="zms_textarea "><p>In manchen Situationen (z. B. Krise) ist es erforderlich, das Augenmerk auf die kurzfristige Liquidität zu richten, um die Zahlungsfähigkeit des Unternehmens sicherzustellen. Ist es erforderlich, die Liquidität des Unternehmens sehr kurzfristig zu planen, so muss</p> <ul> <li>ausgehend von einem aktuellen Status der vorhandenen liquiden Mittel, der Forderungen und Verbindlichkeiten und</li> <li>einer kurzfristigen Planung der Ein- und Auszahlungen aus dem laufenden Geschäftsbetriebes ein Liquiditätsplan erstellt werden, der im Rahmen des möglichen Betriebsmittelkredites liegt.</li> </ul> <h3>Liquidität aus dem Status</h3> <p>Künftige Einzahlungen aus aktuellen Forderungen können zum Beispiel Kundenforderungen, Forderungen aus Anlagenverkauf oder Lagerabbau betreffen. Kundenforderungen sind hier sicher meist der wichtigste Bestandteil. Diese sollten genau geplant werden: Entweder anhand eines Zahlungsspektrums (wieviel Prozent der Kunden zahlen sofort, nach einem Monat, nach 2 Monaten usw.), oder bei großen Projekten durch exakte Planung des Datums des Zahlungseingangs.</p> <p>Das Gegenstück sind die Auszahlungen aus dem Status, die zum Beispiel Lieferverbindlichkeiten, Steuern und Abgaben betreffen. Bei den Auszahlungen ist die Planung des Zeitpunktes meist genauer möglich als bei den Einzahlungen.</p> <h3>Liquidität aus dem laufenden Geschäftsbetrieb</h3> <p>Der Planung der Ein- und Auszahlungen des laufenden Geschäftsbetriebes muss eine Planung der Umsätze, des Wareneinsatzes, der Personalkosten, des sonstigen Aufwandes, der Investitionen und des Privat- bzw. Gesellschafterbereichs zu Grunde gelegt werden. Auch hier ist es entscheidend, auch die Ein- und Auszahlungszeitpunkte möglichst exakt festzulegen.</p> <h3>Liquiditätsplan</h3> <p>Ergebnis ist der Liquiditätsplan, bei dem je Monat oder Woche folgende Rechnung erstellt wird:</p> <p>Anfangsbestand Betriebsmittkredit +/- Liquidität aus dem laufenden Geschäftsbetrieb<br /> +/- Liquidität aus dem Status<br /> = Endbestand Betriebsmittelkredit</p> <p>Die Endbestände des Betriebsmittelkredits der einzelnen Perioden müssen dann mit dem mit der Bank vereinbarten Rahmen verglichen werden.</p> <h3>Maßnahmen</h3> <p>Mit dem Liquiditätsplan ist es möglich, kurzfristige Liquiditätsengpässe rechtzeitig zu entdecken und entsprechende Gegenmaßnahmen zu ergreifen: Verschieben von Auszahlen, Verhandlungen mit der Bank oder mit Lieferanten, Einzahlungen von Kunden beschleunigen (z. B. wenn möglich Anzahlungen vereinbaren).</p></div> </div> <p class="hideme_print top_anchor"> <a class="arrow" href="#top" title="nach oben">nach oben</a> </p> </div> <div class="infolist_section item_7" id="infolist_section_wie_kann_ich_meinen_umsatz_planen_"> <h2 title="Wie kann ich meinen Umsatz planen?">Wie kann ich meinen Umsatz planen?</h2> <div class="content"> <div id="e137630" class="zms_textarea "><p>Um Ihren voraussichtlichen Gewinn zu planen, benötigen Sie interne Daten über die Umsätze, Kosten und die Ergebnisse der Vorjahre. Ausgangspunkt für diese Überlegungen ist der Umsatzplan. Mit der Umsatzplanung legen Sie fest, welche Produkte Sie in welchen Mengen zu welchen Preisen voraussichtlich verkaufen werden. Der Umsatzplan leitet sich aus der Absatz- und Preisplanung ab.</p> <h3>Grundlage Absatz- und Preisplanung</h3> <p>Ein Umsatzplan besteht aus den abzusetzenden Produkten oder Dienstleistungen, die geplante absetzbare Menge und dem Preis pro Stück oder Einheit. Multipliziert man die Anzahl mit dem Nettopreis pro Stück oder Einheit, ergibt sich der Gesamtumsatz. Bei einer größeren Anzahl von Produkten empfiehlt es sich, diese in mehreren Produktgruppen zusammenzufassen. Im Absatzplan legen Sie fest, wie viele Einheiten Sie von welchem Produkt verkaufen wollen. Für die Planung sind Informationen über die Absatzmengen der vergangenen Jahre sowie die Plan- und Ist-Zahlen des aktuellen Geschäftsjahres nützlich. Daraus lassen sich eventuelle Trends erkennen, die die Planung erleichtern. Auch die Entwicklungen des Marktes können Einfluss auf den Absatz der Produkte oder Leistungen haben. In der Preisplanung müssen Sie die Preise festlegen, die Sie im Planungszeitraum für Ihre Produkte erzielen möchten.</p> <h3>Maximal- und Minimalumsatz</h3> <p>Weitere Möglichkeiten der Umsatzplanung sind die Ermittlung von Maximal- und Minimalumsatz. Mit der Mindestumsatzplanung ermitteln Sie den Gewinn, den Sie mindestens erwirtschaften müssen, um Tilgungen und sonstige Verpflichtungen abzudecken. Dabei wird von unten nach oben ein Soll-Umsatz ermittelt. Den Maximalumsatz können Sie ermitteln, indem Sie die herstellbaren Mengen mit den Marktpreisen multiplizieren. Bei dieser Methode wird allerdings nicht berücksichtigt, ob diese Mengen auch tatsächlich am Markt absetzbar sind. In den meisten Fällen wird die Umsatzplanung jedoch auf Basis der möglichen Absatzmengen und dem kalkulierten Verkaufspreis berechnet.</p></div> </div> <p class="hideme_print top_anchor"> <a class="arrow" href="#top" title="nach oben">nach oben</a> </p> </div> <div class="infolist_section item_8" id="infolist_section_welchen_nutzen_hat_eine_kostenrechnung_fuer_mich_"> <h2 title="Welchen Nutzen hat eine Kostenrechnung für mich?">Welchen Nutzen hat eine Kostenrechnung für mich?</h2> <div class="content"> <div id="e137632" class="zms_textarea "><p>In Zeiten einer schwierigen Wirtschaftslage erlangt Kostenrechnung zunehmend für viele Unternehmen einen höheren Stellenwert. Für viele betriebliche Entscheidungen ist es wesentlich, genau zu wissen, wie hoch Erträge und Kosten der unterschiedlichen Alternativen sind. Durch Einführung einer Kostenrechnung im Unternehmen können Sie zum Beispiel folgende <strong>Ziele</strong> verfolgen:</p> <ul> <li>Überwachung und Transparenz der Fixkosten des Unternehmens (Wirtschaftlichkeitskontrolle)</li> <li>Überprüfung der Kalkulation</li> <li>Optimierung von Ressourceneinsatz</li> <li>Optimierung Ihres Produkt/Dienstleistungsportfolios</li> <li>Bewertung der Vorräte in der Bilanz</li> </ul> <p>Eine Kostenrechnung gibt Ihnen dabei Antworten auf folgende Fragen:</p> <p><strong>Welche Kosten sind entstanden?</strong></p> <p>Diese Frage beantwortet die Kostenartenrechnung. Basis sind dabei die Kosten aus der Buchhaltung. Allerdings braucht die Kostenrechnung meist detailliertere Informationen und es sind auch bestimmte Wertansätze zu korrigieren. Der Aufwand der Buchhaltung muss in Kosten für die Kostenrechnung übergeleitet werden.</p> <p><strong>Wo sind Kosten entstanden?</strong></p> <p>Zur Beantwortung dieser Frage werden Kosten sogenannten Kostenstellen im Unternehmen zugeordnet (Kostenstellenrechnung). Mittels Soll/Ist-Vergleich können nach sorgfältiger Planung Abweichungen festgestellt werden.</p> <p><strong>Wofür sind Kosten entstanden?</strong></p> <p>In diesem Schritt, der Kostenträgerrechnung, wird ermittelt, ob Sie mit einem Produkt Geld verdienen oder Geld verlieren. Der Deckungsbeitrag gibt Anhaltspunkte für die Ausgestaltung des Sortiments.</p></div> </div> <p class="hideme_print top_anchor"> <a class="arrow" href="#top" title="nach oben">nach oben</a> </p> </div> <div class="infolist_section item_9 last" id="infolist_section_wie_wird_der_wert_eines_unternehmens_berechnet_"> <h2 title="Wie wird der Wert eines Unternehmens berechnet?">Wie wird der Wert eines Unternehmens berechnet?</h2> <div class="content"> <div id="e137634" class="zms_textarea "><p>Bei Unternehmensverkäufen und Übernahmen stellt sich automatisch die Frage nach dem Wert Ihres Unternehmens. Für Kauf- bzw. Verkaufsverhandlungen, bei denen der Preis grundsätzlich durch Angebot und Nachfrage bestimmt wird, bildet der ermittelte Unternehmenswert eine wichtige Ausgangsbasis für die Gespräche. In vielen anderen Fällen, wie etwa bei der Abschichtung von Miteigentümern, Austritt von Kapitalgesellschaftern oder im Erbfall, kommt der durch eine sachgerechte Unternehmensbewertung ermittelte Wert direkt zur Anwendung. Es kann aber der Wert des Unternehmens auch ein aktuelles und laufendes Ziel der Unternehmensführung sein.</p> <p>Nur, wie berechnet sich dieser Wert? Basis für die Bewertung sind die Erträge bzw. Cash-flows, die mit dem Unternehmen aktuell und in Zukunft erwirtschaftet werden können. Dafür erforderlich ist also jedenfalls eine aktuelle Planungsrechnung für die kommenden Jahre. Zur Ermittlung eines Unternehmenswertes, der dem Marktwert am nächsten kommt, geht die Planungsrechnung von einer Fortführung des Unternehmens aus und muss die vorhandenen Marktchancen und Marktrisiken berücksichtigen.</p> <p>Aus den Erträgen bzw. den erzielten Cashflows wird mit Hilfe einer Rentenrechnung durch Abzinsung der Barwert errechnet. Berücksichtigt werden dabei auch Risikoabschläge, mögliche Erlösen aus der Veräußerung von nicht betriebsnotwendigem Vermögen etc.</p> <p>Ein Investor würde sich also fragen: <strong>Wieviel bekomme ich an Verzinsung (=Gewinn), wenn ich in dieses Unternehmen investiere im Vergleich zu den Zinsen, die mir die Bank bezahlt?</strong></p> <p>Der Wert Ihres Unternehmens wird von einer Vielzahl von Faktoren beeinflusst. Aus einer Reihe zulässiger Bewertungsmethoden muss die für den Einzelfall beste Vorgangsweise gewählt werden.</p> <h3>Ertragswertmethode und Discounted Cashflow-Verfahren</h3> <p>Die zwei bedeutendsten Bewertungsmethoden sind derzeit das Ertragswertverfahren und das Discounted-Cash-Flow Verfahren (DCF).</p> <p>Bei der Ermittlung des Unternehmenswerts mit den dargestellten Methoden wird der Unternehmenswert als Barwert zukünftiger finanzieller Überschüsse ermittelt.</p> <p>Beim DCF-Verfahren werden die künftigen Cash-Flows eines Unternehmens geplant und dann diskontiert. DCF Verfahren kommen bei der Bewertung von Kapitalgesellschaften zur Anwendung.</p> <p>Beim Ertragswertverfahren werden jene finanziellen Überschüsse geplant, welche dem Unternehmenseigner zufließen. Für den Unternehmenswert werden diese Überschüsse dann diskontiert.</p> <p><strong>Planung</strong></p> <p>Ein wesentliches Element jeder Unternehmensbewertung stellt die Planungsrechnung für das Unternehmen dar. Basis für die Planung sind zukunftsbezogene Informationen zum Unternehmen und zum Markt auf dem das Unternehmen (z. B. Branche, Konkurenz, Absatzmarkt) tätig ist.</p> <p>Die Unternehmensbewertung basiert dann letztendlich auf einer integrierten Planungsrechnung. Dies hat zusammenfassend Plan-Bilanzen, Plan-Gewinn- und Verlustrechnungen und Finanzplänen zu umfassen.<br /> In einer Detailplanungsphase betrachtet man häufig 3-5 Jahre. Danach anschließend sind die Pläne für die Grobplanungsphase zu erstellen.</p> <h4>Diskontierung</h4> <p>Der Blick ist in die Zukunft gerichtet. Zukünftige Überschüsse (Gewinne) werden errechnet und diese dann auf den Barwert am Stichtag abgezinst.</p> <p>Die zentrale die Frage ist: Soll das Geld in das Unternehmen oder lieber in alternative Kapitalanlagen investiert werden? Als Zinssatz wird grundsätzlich der Zinssatz einer alternativen Kapitalanlage (ohne Risiko) herangezogen. Um die Äquivalenz der Alternativanlage hinsichtlich Risiko, Kaufkraft und Verfügbarkeit zum konkret zu bewertenden Unternehmen herzustellen, sind noch Zu- und Abschläge zu berücksichtigen.</p> <p>Wesentlich ist, dass die künftigen Gewinne / Cashflows abgezinst werden und somit der Barwert ermittelt wird. Im Zinssatz werden bestimmte Risiken berücksichtigt.</p></div> </div> <p class="hideme_print top_anchor"> <a class="arrow" href="#top" title="nach oben">nach oben</a> </p> </div> <div id="e137779" class="zms_textarea "><p>Stand: 2. Jänner 2019</p></div> <div class="hideme_print top_anchor"> <a class="arrow" href="#content" title="nach oben">nach oben</a> </div> <div id="e137781" class="zms_textarea "><p class="disclaimer">Trotz sorgfältiger Datenzusammenstellung können wir keine Gewähr für die vollständige Richtigkeit der dargestellten Informationen übernehmen. Sollten Sie spezielle Fragen zu einem der Themen haben, stehen wir Ihnen jederzeit gerne für ein persönliches Gespräch zur Verfügung.</p></div> faq_-_rechtsformgestaltungFAQ - Rechtsformgestaltung <div class="hideme_print dictionary_overview"> <ul> <li class="item_1 first"> <a href="#infolist_section_welche_rechtsformen_gibt_es_" title="Welche Rechtsformen gibt es?">Welche Rechtsformen gibt es?</a> </li> <li class="item_2"> <a href="#infolist_section_was_sind_wesentliche_steuerliche_fragen_fuer_die_rechtsformwahl_" title="Was sind wesentliche steuerliche Fragen für die Rechtsformwahl?">Was sind wesentliche steuerliche Fragen für die Rechtsformwahl?</a> </li> <li class="item_3"> <a href="#infolist_section_ich_will_gemeinsam_mit_einem_partner_ein_unternehmen_gruenden_welche_rechtsformen_bieten_sich_an_" title="Ich will gemeinsam mit einem Partner ein Unternehmen gründen. Welche Rechtsformen bieten sich an?">Ich will gemeinsam mit einem Partner ein Unternehmen gründen. Welche Rechtsformen bieten sich an?</a> </li> <li class="item_4"> <a href="#infolist_section_welche_arten_der_personengesellschaft_gibt_es_" title="Welche Arten der Personengesellschaft gibt es?">Welche Arten der Personengesellschaft gibt es?</a> </li> <li class="item_5"> <a href="#infolist_section_wie_muss_ich_den_gewinnanteil_als_gesellschafter_einer_personengesellschaft_versteuern_" title="Wie muss ich den Gewinnanteil als Gesellschafter einer Personengesellschaft versteuern?">Wie muss ich den Gewinnanteil als Gesellschafter einer Personengesellschaft versteuern?</a> </li> <li class="item_6"> <a href="#infolist_section_welche_steuern_fallen_an_wenn_ich_an_einer_gesellschaft_mit_beschraenkter_haftung_gmbh_beteiligt_bin_" title="Welche Steuern fallen an, wenn ich an einer Gesellschaft mit beschränkter Haftung (GmbH) beteiligt bin?">Welche Steuern fallen an, wenn ich an einer Gesellschaft mit beschränkter Haftung (GmbH) beteiligt bin?</a> </li> <li class="item_7"> <a href="#infolist_section_wer_kann_den_gewinnfreibetrag_beantragen_" title="Wer kann den Gewinnfreibetrag beantragen?">Wer kann den Gewinnfreibetrag beantragen?</a> </li> <li class="item_8"> <a href="#infolist_section_was_ist_der_gewinnfreibetrag_" title="Was ist der Gewinnfreibetrag?">Was ist der Gewinnfreibetrag?</a> </li> <li class="item_9 last"> <a href="#infolist_section_worin_besteht_meine_persoenliche_haftung_als_geschaeftsfuehrer_einer_gmbh_" title="Worin besteht meine persönliche Haftung als Geschäftsführer einer GmbH?">Worin besteht meine persönliche Haftung als Geschäftsführer einer GmbH?</a> </li> </ul> </div> <div class="infolist_section item_1 first" id="infolist_section_welche_rechtsformen_gibt_es_"> <h2 title="Welche Rechtsformen gibt es?">Welche Rechtsformen gibt es?</h2> <div class="content"> <div id="e135383" class="zms_textarea "><p>In Österreich gültige Rechtsformen für Ihr Unternehmen sind:</p> <ul> <li>Einzelunternehmen</li> <li>Personengesellschaften wie zum Beispiel <ul> <li>offene Gesellschaft (OG)</li> <li>Kommanditgesellschaft (KG)</li> <li>stille Gesellschaft</li> </ul> </li> <li>Kapitalgesellschaften wie zum Beispiel <ul> <li>Gesellschaft mit beschränkter Haftung (GmbH)</li> <li>Aktiengesellschaft (AG)</li> </ul> </li> </ul></div> </div> <p class="hideme_print top_anchor"> <a class="arrow" href="#top" title="nach oben">nach oben</a> </p> </div> <div class="infolist_section item_2" id="infolist_section_was_sind_wesentliche_steuerliche_fragen_fuer_die_rechtsformwahl_"> <h2 title="Was sind wesentliche steuerliche Fragen für die Rechtsformwahl?">Was sind wesentliche steuerliche Fragen für die Rechtsformwahl?</h2> <div class="content"> <div id="e135385" class="zms_textarea "><p>Für die Auswahl der optimalen Rechtsform sind jedenfalls Haftungsfragen sowie organisatorische und betriebswirtschaftliche Fragestellungen zu bedenken. Zentrales Entscheidungskriterium ist aber auch immer wieder die steuerliche Optimierung.</p> <p>Wesentliche Entscheidungskriterien, ob eine Personengesellschaft oder eine GmbH das bessere "steuerliche Kleid" für Ihr Unternehmen in der Zukunft ist, sind daher folgende Fragen:</p> <ul> <li>Wie hoch wird der Gewinn der Personengesellschaft bzw. der GmbH sein?</li> <li>Wie hoch werden die Investitionen sein, die für den investitionsbedingten Gewinnfreibetrag verwendet werden können?</li> <li>Wie hoch werden die Geschäftsführerbezüge bei der GmbH sein?</li> <li>Wie hoch werden die Ausschüttungen bzw. Privatentnahmen sein?</li> </ul> <p>Für die Beantwortung dieser Fragen wird es erforderlich sein, die Entwicklung Ihres Unternehmens für die kommenden Jahre möglichst genau zu planen.</p> <p>Beispielrechnungen zeigen, dass GmbHs daher bei hohem Einkommen und wenig Ausschüttungen Vorteile bieten. Einzelunternehmen bzw. Personengesellschaften hingegen haben bei geringerem Einkommen oder bei hohen Entnahmen und bei voller Nutzung des 13%igen Gewinnfreibetrags die Nase vorne.</p> <p>Eine pauschale Aussage, bei welcher Rechtsform weniger an Steuern und Abgaben in den kommenden Jahren zu entrichten sein wird, ist nicht machbar. Die individuelle Situation muss genau beleuchtet werden und es müssen vor allem auch alle nicht-steuerlichen Entscheidungskriterien berücksichtigt werden.</p></div> </div> <p class="hideme_print top_anchor"> <a class="arrow" href="#top" title="nach oben">nach oben</a> </p> </div> <div class="infolist_section item_3" id="infolist_section_ich_will_gemeinsam_mit_einem_partner_ein_unternehmen_gruenden_welche_rechtsformen_bieten_sich_an_"> <h2 title="Ich will gemeinsam mit einem Partner ein Unternehmen gründen. Welche Rechtsformen bieten sich an?">Ich will gemeinsam mit einem Partner ein Unternehmen gründen. Welche Rechtsformen bieten sich an?</h2> <div class="content"> <div id="e135387" class="zms_textarea "><p>Wenn mehrere Personen gemeinsam ein Unternehmen betreiben wollen, so können sie dies als Kapitalgesellschaft (wie zum Beispiel eine GmbH) oder Personengesellschaft.</p> <h3>Kapitalgesellschaft</h3> <p>Am häufigsten wird die GmbH gegründet. Der wesentliche Vorteil ist, dass kein Gesellschafter mit dem Privatvermögen haftet.</p> <h3>Personengesellschaft</h3> <p>Egal, welche Form der Personengesellschaft gegründet wird, mindestens ein Gesellschafter haftet immer voll mit dem gesamten Privatvermögen. Die Gründung einer Personengesellschaft erfordert keinen notariell beglaubigten Vertrag. Gesetzlich wird auch kein Mindestkapital gefordert.</p></div> </div> <p class="hideme_print top_anchor"> <a class="arrow" href="#top" title="nach oben">nach oben</a> </p> </div> <div class="infolist_section item_4" id="infolist_section_welche_arten_der_personengesellschaft_gibt_es_"> <h2 title="Welche Arten der Personengesellschaft gibt es?">Welche Arten der Personengesellschaft gibt es?</h2> <div class="content"> <div id="e135389" class="zms_textarea "><p>Im Rahmen der steuerlichen Betrachtung gibt es neben der natürlichen und juristischen Person auch noch die Mitunternehmerschaft.</p> <p>Die wichtigsten Beispiele für Mitunternehmerschaften sind die</p> <ul> <li>offene Gesellschaft (OG),</li> <li>Kommanditgesellschaft (KG) und</li> <li>atypische (= unechte stille) Gesellschaft.</li> </ul></div> </div> <p class="hideme_print top_anchor"> <a class="arrow" href="#top" title="nach oben">nach oben</a> </p> </div> <div class="infolist_section item_5" id="infolist_section_wie_muss_ich_den_gewinnanteil_als_gesellschafter_einer_personengesellschaft_versteuern_"> <h2 title="Wie muss ich den Gewinnanteil als Gesellschafter einer Personengesellschaft versteuern?">Wie muss ich den Gewinnanteil als Gesellschafter einer Personengesellschaft versteuern?</h2> <div class="content"> <div id="e135391" class="zms_textarea "><p>Bei allen Formen von Personengesellschaften hat die Gesellschaft ihren Gewinn zu ermitteln. Dieser Gewinn ist jedoch nicht von der Gesellschaft zu versteuern, sondern ist entsprechend den Beteiligungsverhältnissen ihrer Gesellschafter (das Steuerrecht verwendet für diese den Begriff "Mitunternehmer") aufzuteilen und unterliegt bei den einzelnen Mitunternehmern der Einkommensbesteuerung.</p></div> </div> <p class="hideme_print top_anchor"> <a class="arrow" href="#top" title="nach oben">nach oben</a> </p> </div> <div class="infolist_section item_6" id="infolist_section_welche_steuern_fallen_an_wenn_ich_an_einer_gesellschaft_mit_beschraenkter_haftung_gmbh_beteiligt_bin_"> <h2 title="Welche Steuern fallen an, wenn ich an einer Gesellschaft mit beschränkter Haftung (GmbH) beteiligt bin?">Welche Steuern fallen an, wenn ich an einer Gesellschaft mit beschränkter Haftung (GmbH) beteiligt bin?</h2> <div class="content"> <div id="e136362" class="zms_textarea "><p>Eine GmbH unterliegt mit ihrem Einkommen der Körperschaftsteuer. Diese beträgt 25 %.</p> <p>Die Gewinnausschüttungen (Dividenden) der Kapitalgesellschaft an eine an ihr beteiligte, natürliche Person werden wiederum mit der Kapitalertragsteuer (KESt) endbesteuert. Sie beträgt seit 1.1.2016 27,5 %. Die KESt ist von der Kapitalgesellschaft an das Finanzamt abzuführen. Die natürliche Person hat jedoch die Möglichkeit, die KESt-pflichtigen Kapitalerträge zu veranlagen, wenn die Einkommensteuer geringer ist als die KESt. Die KESt wird in diesem Fall auf die Einkommensteuer angerechnet und mit dem übersteigenden Betrag erstattet.</p></div> </div> <p class="hideme_print top_anchor"> <a class="arrow" href="#top" title="nach oben">nach oben</a> </p> </div> <div class="infolist_section item_7" id="infolist_section_wer_kann_den_gewinnfreibetrag_beantragen_"> <h2 title="Wer kann den Gewinnfreibetrag beantragen?">Wer kann den Gewinnfreibetrag beantragen?</h2> <div class="content"> <div id="e136364" class="zms_textarea "><p>Der Gewinnfreibetrag steht natürlichen Personen bei allen betrieblichen Einkunftsarten offen. Auch, wenn der Gewinn von natürlichen Personen durch Bilanzierung ermittelt wird.</p> <p>Bei Mitunternehmerschaften (OG, KG, unechte stille Gesellschaft) wird der sich ergebende Freibetrag den Gesellschaftern anteilig entsprechend ihrer Gewinnbeteiligungsquote zugeordnet. Ist eine Kapitalgesellschaft beteiligt, so verfällt der zurechenbare Gewinnanteil.</p> <p>Von juristischen Personen wie z. B. GmbHs kann der Freibetrag nicht in Anspruch genommen werden. Ist der Geschäftsführer am Unternehmen wesentlich beteiligt (mehr als 25 %), so kann der Geschäftsführer selbst den Freibetrag in Anspruch nehmen.</p></div> </div> <p class="hideme_print top_anchor"> <a class="arrow" href="#top" title="nach oben">nach oben</a> </p> </div> <div class="infolist_section item_8" id="infolist_section_was_ist_der_gewinnfreibetrag_"> <h2 title="Was ist der Gewinnfreibetrag?">Was ist der Gewinnfreibetrag?</h2> <div class="content"> <div id="e136366" class="zms_textarea "><p>Der Gewinnfreibetrag besteht aus zwei Teilfreibeträgen:</p> <ul> <li>Grundfreibetrag</li> <li>Investitionsbedingter Gewinnfreibetrag</li> </ul> <p>Insgesamt kann der Gewinnfreibetrag maximal € 45.530,00 betragen.</p> <h3>Grundfreibetrag</h3> <p>Wird nicht investiert, so steht dem Steuerpflichtigen (natürliche Person mit betrieblichen Einkünften) jedenfalls der Grundfreibetrag zu. Er beträgt 13 % des Gewinns. Ist der Gewinn höher als € 30.000,00, dürfen nur 13 % von € 30.000,00 geltend gemacht werden. Daraus ergibt sich ein maximaler Grundfreibetrag von € 3.900,00.</p> <p>Der Grundfreibetrag steht auch bei mehreren Betrieben des Steuerpflichtigen pro Veranlagungsjahr nur einmal zu. Bei mehreren Betrieben mit positivem Betriebsergebnis werden die Gewinne für den Grundfreibetrag zusammengerechnet. Eine Schmälerung durch Ausgleich mit allfälligen betrieblichen Verlusten findet nicht statt.</p> <h3>Zusätzlich: Investitionsbedingter Gewinnfreibetrag</h3> <p>Bei € 30.000,00 übersteigenden Gewinnen steht einerseits der Grundfreibetrag in Höhe von € 3.900,00 zu, andererseits kommt ein investitionsbedingter Gewinnfreibetrag hinzu.</p> <p>Der investitionsbedingte Gewinnfreibetrag ist gestaffelt:</p> <ul> <li>bis € 175.000,00 Gewinn: 13 % Gewinnfreibetrag</li> <li>für die nächsten € 175.000,00 Gewinn: 7 % Gewinnfreibetrag</li> <li>für die nächsten € 230.000,00 Gewinn: 4,5 % Gewinnfreibetrag</li> <li>für den € 580.000,00 übersteigenden Gewinn: kein Gewinnfreibetrag</li> </ul> <p>Der errechnete investitionsbedingte Gewinnfreibetrag kann in weiterer Folge in dem Ausmaß, in dem er durch begünstigte Investitionen im jeweiligen Betrieb gedeckt ist, steuerlich geltend gemacht werden.</p> <h3>Begünstige Investitionen</h3> <ul> <li>neue, abnutzbare, körperliche Wirtschaftsgüter des Anlagevermögens (z. B. aber kein Pkw) mit einer betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauer von mindestens vier Jahren</li> <li>Bestimmte Wertpapiere, die dem Anlagevermögen eines inländischen Betriebes ab dem Anschaffungszeitpunkt mindestens vier Jahre gewidmet werden, gehören zu den begünstigten Investitionen.</li> </ul> <p>Investitionen in Gebäude und Mieterinvestitionen sind ebenfalls begünstigungsfähig.</p></div> </div> <p class="hideme_print top_anchor"> <a class="arrow" href="#top" title="nach oben">nach oben</a> </p> </div> <div class="infolist_section item_9 last" id="infolist_section_worin_besteht_meine_persoenliche_haftung_als_geschaeftsfuehrer_einer_gmbh_"> <h2 title="Worin besteht meine persönliche Haftung als Geschäftsführer einer GmbH?">Worin besteht meine persönliche Haftung als Geschäftsführer einer GmbH?</h2> <div class="content"> <div id="e136368" class="zms_textarea "><p>Die Haftung des Geschäftsführers ist in einer Fülle von unterschiedlichen Gesetzen geregelt. Daher können wir hier nur die wichtigsten Haftungsfälle darstellen.</p> <p>Der Geschäftsführer hat seine Arbeit mit der Sorgfalt eines ordentlichen Kaufmanns auszuführen. Dies ist ein objektiver Maßstab – Unerfahrenheit und Unkenntnis schützen daher nicht.</p> <h3>Haftung des unternehmensrechtlichen Geschäftsführers</h3> <h4>Gegenüber der Gesellschaft</h4> <p>Gegenüber der Gesellschaft haftet der Geschäftsführer z. B., wenn</p> <ul> <li>die Bestimmungen im GmbH-Gesetz und im Gesellschaftsvertrag nicht eingehalten werden,</li> <li>gegen die Vorschriften des GmbH-Gesetzes oder des Gesellschaftsvertrages Gesellschaftsvermögen verteilt wird, namentlich Stammeinlagen oder Nachschüsse an Gesellschafter gänzlich oder teilweise zurückgegeben, Zinsen oder Gewinnanteile ausgezahlt, für die Gesellschaft eigene Geschäftsanteile erworben, zum Pfande genommen oder eingezogen werden,</li> <li>bei Entscheidungen nicht auf das Wohl des Unternehmens geachtet wird,</li> <li>nicht alle außerordentlichen Maßnahmen der Geschäftsführung den Gesellschaftern zum Beschluss vorgelegt wurden,</li> <li>der Offenlegungsgrundsatz missachtet wurde,</li> <li>nicht unverzüglich eine Generalversammlung einberufen wurde, obwohl ein Verlust der Hälfte des Stammkapitals gegeben war oder die Eigenkapitalquote weniger als 8 % und die fiktive Schuldentilgungsdauer mehr als 15 Jahre betragen haben oder</li> <li>die Insolvenz nicht rechtzeitig beantragt wurde.</li> </ul> <p>Die Haftung des Geschäftsführers besteht grundsätzlich gegenüber der Gesellschaft. Wird allerdings ein Gesetz verletzt, das zum Schutz des Gesellschafters besteht, kommt es zu einer unmittelbaren Haftung der Geschäftsführer gegenüber den Gesellschaftern. Dies ist z. B. der Fall, wenn Rechnungslegungs- und Auskunftspflichten nicht eingehalten wurden.</p> <h4>Gegenüber Dritten und Gläubigern</h4> <p>Haftungsfragen treten z. B. auf bei:</p> <ul> <li>Verletzung der Verpflichtung zur rechtzeitigen Insolvenzanmeldung</li> <li>Zahlungen, die nach der Eröffnung eines Insolvenzverfahrens geleistet werden</li> <li>Nichteinhaltung von vorvertraglichen Aufklärungspflichten</li> <li>Unlauterem Wettbewerb (Verstöße gegen das Unlauterer-Wettbewerbs-Gesetz (UWG))</li> </ul> <h4>Gegenüber Behörden</h4> <p>Eine persönliche Haftung gegenüber Behörden kann sich ergeben bei:</p> <ul> <li>nicht entrichteten Steuern, Abgaben und Sozialversicherungsbeiträgen</li> <li>Verstößen gegen arbeitnehmerschutzrechtliche Bestimmungen</li> </ul> <p>Im Gegensatz zum unternehmensrechtlichen Geschäftsführer ist der <strong>gewerberechtliche Geschäftsführer</strong></p> <ul> <li>dem Gewerbetreibenden für die fachlich einwandfreie Ausübung des Gewerbes sowie</li> <li>der Behörde für die Einhaltung der gewerberechtlichen Vorschriften verantwortlich.</li> </ul></div> </div> <p class="hideme_print top_anchor"> <a class="arrow" href="#top" title="nach oben">nach oben</a> </p> </div> <div id="e137782" class="zms_textarea "><p>Stand: 2. Jänner 2019</p></div> <div class="hideme_print top_anchor"> <a class="arrow" href="#content" title="nach oben">nach oben</a> </div> <div id="e137784" class="zms_textarea "><p class="disclaimer">Trotz sorgfältiger Datenzusammenstellung können wir keine Gewähr für die vollständige Richtigkeit der dargestellten Informationen übernehmen. Sollten Sie spezielle Fragen zu einem der Themen haben, stehen wir Ihnen jederzeit gerne für ein persönliches Gespräch zur Verfügung.</p></div> faq_-_steuern_und_sozialversicherungFAQ - Steuern und Sozialversicherung <div class="hideme_print dictionary_overview"> <ul> <li class="item_1 first"> <a href="#infolist_section_was_gehoert_zu_den_betriebsausgaben_" title="Was gehört zu den Betriebsausgaben?">Was gehört zu den Betriebsausgaben?</a> </li> <li class="item_2"> <a href="#infolist_section_kann_ich_bewirtungskosten_als_betriebsausgabe_absetzen_" title="Kann ich Bewirtungskosten als Betriebsausgabe absetzen?">Kann ich Bewirtungskosten als Betriebsausgabe absetzen?</a> </li> <li class="item_3"> <a href="#infolist_section_bis_wann_muss_ich_einen_neuen_mitarbeiter_zur_sozialversicherung_anmelden_" title="Bis wann muss ich einen neuen Mitarbeiter zur Sozialversicherung anmelden?">Bis wann muss ich einen neuen Mitarbeiter zur Sozialversicherung anmelden?</a> </li> <li class="item_4"> <a href="#infolist_section_kann_ich_sanierungskosten_eines_gebaeudes_schon_vor_der_beabsichtigten_vermietung_geltend_machen_" title="Kann ich Sanierungskosten eines Gebäudes schon vor der beabsichtigten Vermietung geltend machen?">Kann ich Sanierungskosten eines Gebäudes schon vor der beabsichtigten Vermietung geltend machen?</a> </li> <li class="item_5"> <a href="#infolist_section_wie_kann_ein_arbeitszimmer_steuerlich_geltend_gemacht_werden_" title="Wie kann ein Arbeitszimmer steuerlich geltend gemacht werden?">Wie kann ein Arbeitszimmer steuerlich geltend gemacht werden?</a> </li> <li class="item_6"> <a href="#infolist_section_muss_ich_belege_aufheben_und_wenn_ja_wie_lange_" title="Muss ich Belege aufheben und wenn ja, wie lange?">Muss ich Belege aufheben und wenn ja, wie lange?</a> </li> <li class="item_7"> <a href="#infolist_section_wie_koennen_kinderbetreuungskosten_steuerlich_geltend_gemacht_werden_" title="Wie können Kinderbetreuungskosten steuerlich geltend gemacht werden?">Wie können Kinderbetreuungskosten steuerlich geltend gemacht werden?</a> </li> <li class="item_8 last"> <a href="#infolist_section_wo_erhalte_ich_naehere_informationen_ueber_mein_pensionskonto_" title="Wo erhalte ich nähere Informationen über mein Pensionskonto?">Wo erhalte ich nähere Informationen über mein Pensionskonto?</a> </li> </ul> </div> <div class="infolist_section item_1 first" id="infolist_section_was_gehoert_zu_den_betriebsausgaben_"> <h2 title="Was gehört zu den Betriebsausgaben?">Was gehört zu den Betriebsausgaben?</h2> <div class="content"> <div id="e136373" class="zms_textarea "><p>Betriebsausgaben sind Aufwendungen, die durch den Betrieb veranlasst sind, und kürzen den Gewinn. Eine Überprüfung unter dem Aspekt der Notwendigkeit und Angemessenheit ist grundsätzlich nicht vorzunehmen, auch unzweckmäßige oder vermeidbare Aufwendungen im Zusammenhang mit dem Betrieb sind grundsätzlich abzugsfähig.</p> <p>Nur ausnahmsweise ist bei folgenden Luxusgütern eine Angemessenheitsprüfung vorzunehmen:</p> <ul> <li>Personen- und Kombinationskraftwagen</li> <li>Personenluftfahrzeugen</li> <li>Sport- und Luxusbooten</li> <li>Jagden</li> <li>geknüpfte Teppiche</li> <li>Tapisserien</li> <li>Antiquitäten</li> </ul> <p>Aufwendungen, die typischerweise die private Lebensführung des Unternehmers betreffen, können nur dann abgesetzt werden, wenn im konkreten Fall die betriebliche oder berufliche Veranlassung eindeutig im Vordergrund steht.</p> <p>Auch Ausgaben vor der Betriebseröffnung können steuerlich abzugsfähig sein. Solche Ausgaben und Aufwendungen fallen unter den Begriff der vorbereitenden Betriebsausgaben. Als Beispiele gelten Reisekosten, Beratungskosten oder Telefonkosten.</p></div> </div> <p class="hideme_print top_anchor"> <a class="arrow" href="#top" title="nach oben">nach oben</a> </p> </div> <div class="infolist_section item_2" id="infolist_section_kann_ich_bewirtungskosten_als_betriebsausgabe_absetzen_"> <h2 title="Kann ich Bewirtungskosten als Betriebsausgabe absetzen?">Kann ich Bewirtungskosten als Betriebsausgabe absetzen?</h2> <div class="content"> <div id="e136375" class="zms_textarea "><p>Für die Behandlung von Bewirtungskosten kann keine allgemeine Aussage über die Abzugsfähigkeit getroffen werden, vielmehr ist zwischen drei Fällen - zur Gänze abzugsfähig, 50%iges Abzugsverbot, zur Gänze nicht abzugsfähig - zu unterscheiden.</p> <p><strong>Zur Gänze abzugsfähig</strong></p> <p>Die gesamten Kosten sind abzugsfähig, wenn</p> <ul> <li>die Bewirtung unmittelbarer Bestandteil der Leistung ist oder unmittelbar im Zu­sam­men­hang mit einer Leistung steht,</li> <li>die Bewirtung Entgeltcharakter hat und</li> <li>die Bewirtungen nahezu keine Repräsentationskomponente aufweisen.</li> </ul> <p><span style="text-decoration: underline;">Beispiele:</span></p> <p>Unmittelbarer Bestandteil der Leistung: Verpflegung während einer Schulung, wenn die Ver­pfle­gungs­kosten im Schulungspreis inkludiert sind.</p> <p>Entgeltcharakter: Freiberufliche Geschäftsvermittler erhalten für eine erfolgreiche Ge­schäfts­­­vermittlung eine Reise als Anerkennung (Incentive-Reise).</p> <p>Ohne Repräsentationskomponente: Bewirtung in Zusammenhang mit Betriebsbesichtigung, wobei fast ausschließlich be­trieb­liche Grün­de oder Werbung für den Betrieb aus­schlag­gebend sind (man will aus der Be­su­cher­gruppe künftige Arbeitnehmer werben; der Be­trieb will vor der Be­sucher­gruppe mit sei­nen Pro­dukten, seinem Know-how werben und durch die Bewirtung eine ange­nehme Atmosphäre schaffen).</p> <p><strong>50%ige Kürzung</strong></p> <p>Es kommt zu einer 50%igen Kürzung der Bewirtungskosten, wenn es sich um werbewirksame Bewirtungsaufwendungen mit untergeordneter Repräsentationskomponente handelt.</p> <p>Beispiel: Arbeitsessen im Vorfeld eines konkret angestrebten Geschäftsabschlusses. Obwohl das Arbeitsessen nur zu 50 % als Betriebsausgabe abgesetzt werden kann, ist jedoch der volle Vorsteuerabzug bei Geschäftsessen möglich. Der Unternehmer muss allerdings nachweisen können, dass die Bewirtung fast ausschließlich Werbezwecken diente.</p> <p><strong>Zur Gänze nicht abzugsfähig</strong></p> <p>Die Bewirtung von Geschäftsfreunden ist als Repräsentationsaufwand anzusehen und fällt grundsätzlich zur Gänze unter das Abzugsverbot.</p> <p><span style="text-decoration: underline;">Beispiele:</span></p> <p>Bewirtung im Haushalt des Unternehmers, Bewirtung in Zusammenhang mit dem nicht absetzbaren Besuch von Vergnügungsetablissements, Casinos, gesellschaft­li­chen Ver­an­stal­tungen (Bälle, Essen nach Konzerten, Theater)</p></div> </div> <p class="hideme_print top_anchor"> <a class="arrow" href="#top" title="nach oben">nach oben</a> </p> </div> <div class="infolist_section item_3" id="infolist_section_bis_wann_muss_ich_einen_neuen_mitarbeiter_zur_sozialversicherung_anmelden_"> <h2 title="Bis wann muss ich einen neuen Mitarbeiter zur Sozialversicherung anmelden?">Bis wann muss ich einen neuen Mitarbeiter zur Sozialversicherung anmelden?</h2> <div class="content"> <div id="e138412" class="zms_textarea "><p><strong>Dienstnehmer müssen noch vor Arbeitsantritt</strong> – auch bei fallweiser Beschäftigung – beim zuständigen Sozialversicherungsträger (Gebietskrankenkasse) angemeldet werden.</p> <h3><strong>Neu ab 1.1.2019 Vereinfachte Meldung</strong></h3> <p>Statt der bisherigen Mindestangaben-Meldung und späteren Vollanmeldung muss ab 1.1.2019 eine vereinfachte Anmeldung vor Arbeitsantritt erfolgen. Darin müssen alle Daten angegeben werden, ohne die eine Anmeldung nicht möglich ist. Alle Daten die noch fehlen müssen nicht wie bisher in der Vollanmeldung bekannt gegeben werden, sondern werden bei der monatlichen Beitragsgrundlagenmeldung gemeldet.</p> <p>Ab 1.1.2019 wird es nur in Ausnahmefällen möglich sein, eine sogenannte Vor-Ort-Anmeldung vor Arbeitsantritt mittels eines neuen Faxformulars per Fax (05 7807 61) oder Telefon (05 7807 60) zu erstatten. Dabei ist allerdings die Voraussetzung, dass</p> <ul> <li>nachweisbar ein wesentlicher Teil der Datenfernübertragungseinrichtung für längere Zeit ausgefallen ist oder</li> <li>die meldepflichtige Stelle nachweisbar über keinen PC und keinen Internetzugang verfügt und auch die Lohnverrechnung nicht von anderer Stelle wie z.B. einem Steuerberater mit entsprechender Ausstattung durchgeführt wird oder</li> <li>die meldepflichtige Stelle die Lohnverrechnung von einer anderen Stelle (z.B. Steuerberater) durchführen lässt und diese nicht mehr erreichbar ist (z.B. bei Arbeitsaufnahme außerhalb der Bürozeiten des Steuerberaters) oder</li> <li>der Beschäftigte in einer Betriebsstätte des Dienstgebers aufgenommen wird und dort keine entsprechende EDV-Ausstattung zur Verfügung steht.</li> </ul> <p>Erfolgte eine Vor-Ort-Anmeldung auf Grund einer kurzfristigen Ausnahmesituation ist die Anmeldung jedenfalls binnen sieben Tagen nach dem Beginn der Pflichtversicherung in elektronischer Form nachzuholen.</p> <h3>Verstoß gegen die Meldebestimmung</h3> <p>Liegt keine korrekte Anmeldung von Dienstnehmern vor, kommt es im Falle einer Kontrolle der Prüforgane des Bundes oder der Sozialversicherung zu einer Anzeige. Die Geldstrafen rei­chen von € 730,00 bis zu € 2.180,00, im Wiederholungsfall bis zu € 5.000,00 pro Vergehen. Ist diese Geldstrafe uneinbringlich, droht eine Freiheitsstrafe von bis zu zwei Wochen.</p> <p>Bei erstmaligem Verstoß, geringfügigen Abweichungen und unbedeutenden Folgen kann die Geldstrafe auf € 365,00 herabgesetzt werden.</p> <p>Ferner können bei Nichteinhaltung der Meldefristen Beitragszuschläge, Ordnungsbeiträge oder Verzugszinsen angelastet werden.</p></div> </div> <p class="hideme_print top_anchor"> <a class="arrow" href="#top" title="nach oben">nach oben</a> </p> </div> <div class="infolist_section item_4" id="infolist_section_kann_ich_sanierungskosten_eines_gebaeudes_schon_vor_der_beabsichtigten_vermietung_geltend_machen_"> <h2 title="Kann ich Sanierungskosten eines Gebäudes schon vor der beabsichtigten Vermietung geltend machen?">Kann ich Sanierungskosten eines Gebäudes schon vor der beabsichtigten Vermietung geltend machen?</h2> <div class="content"> <div id="e138414" class="zms_textarea "><p>Es können auch dann schon steuerlich abzugsfähige Werbungskosten vorliegen, wenn zum Zahlungszeitpunkt noch keine Einnahmen zufließen (Vorwerbungskosten). Die künftige Vermietung muss jedoch mit ziemlicher Sicherheit feststehen (z. B. mit dem zukünftigen Mieter ist bereits ein bindender Vertrag abgeschlossen worden).</p></div> </div> <p class="hideme_print top_anchor"> <a class="arrow" href="#top" title="nach oben">nach oben</a> </p> </div> <div class="infolist_section item_5" id="infolist_section_wie_kann_ein_arbeitszimmer_steuerlich_geltend_gemacht_werden_"> <h2 title="Wie kann ein Arbeitszimmer steuerlich geltend gemacht werden?">Wie kann ein Arbeitszimmer steuerlich geltend gemacht werden?</h2> <div class="content"> <div id="e138416" class="zms_textarea "><p>Die Kosten für ein im Wohnungsverband gelegenes Arbeitszimmer und dessen Einrichtung sind nur ausnahmsweise dann als Betriebsausgaben oder Werbungskosten abzugsfähig, wenn dieses Arbeitszimmer den Mittelpunkt der gesamten betrieblichen oder beruflichen Tätigkeit bildet. Die Beurteilung dessen, erfolgt im Einzelfall nach dem typischen Berufsbild und einer wertenden Gewichtung aller Tätigkeitskomponenten. Beispiele für Tätigkeiten, deren Mittelpunkt (Schwerpunkt) jedenfalls außerhalb eines häuslichen Arbeitszimmers liegt: Lehrer, Vortragende, darstellende Künstler, Richter, Politiker.</p> <p>Nicht unter die "steuerliche" Definition von einem Arbeitszimmer fallen alle Räume, die auf Grund der funktionellen Zweckbestimmung und Ausstattung von vornherein der Betriebs- bzw. Berufssphäre des Steuerpflichtigen zugeordnet werden können. Darunter fallen z. B. schallgeschützte Musikproberäume, Film- und Tonaufnahmestudios.</p></div> </div> <p class="hideme_print top_anchor"> <a class="arrow" href="#top" title="nach oben">nach oben</a> </p> </div> <div class="infolist_section item_6" id="infolist_section_muss_ich_belege_aufheben_und_wenn_ja_wie_lange_"> <h2 title="Muss ich Belege aufheben und wenn ja, wie lange?">Muss ich Belege aufheben und wenn ja, wie lange?</h2> <div class="content"> <div id="e138418" class="zms_textarea "><p>Grundsätzlich müssen <strong>Buchhaltungsunterlagen und Aufzeichnungen sieben Jahre</strong> lang aufbewahrt werden. Die Frist beginnt zu laufen am Ende jenes Jahres, für das die Buchungen vorgenommen wurden.</p> <p>Bei einem abweichenden Wirtschaftsjahr läuft die Frist am Ende des Jahres weg, in dem das Wirtschaftsjahr endet. Bei Unterlagen, die Grundstücke betreffen, verlängert sich diese Frist auf 22 Jahre.</p> <table> <tbody> <tr> <td> </td> <td><strong>Aufbewahrungsfrist</strong></td> </tr> <tr> <td>Buchhaltungsunterlagen</td> <td class="amount">7 Jahre</td> </tr> <tr> <td>Belege</td> <td class="amount">7 Jahre</td> </tr> <tr> <td>Aufstellung der Einnahmen/Ausgaben</td> <td class="amount">7 Jahre</td> </tr> <tr> <td>Geschäftspapiere und sonstige Aufzeichnungen</td> <td class="amount">7 Jahre</td> </tr> <tr> <td>Unterlagen, die Grundstücke betreffen</td> <td class="amount">22 Jahre</td> </tr> <tr> <td>Unterlagen im Zusammenhang mit elektronisch er­brach­ten Telekommunikations-, Rundfunk- und Fernsehdienstleistungen sowie sonstigen elektronischen Dienstleistungen, die an Nichtunternehmer in EU-Mitgliedstaaten erbracht werden und für die der neue Mini-One-Stop-Shop in Anspruch genommen wird (MOSS)</td> <td class="amount">10 Jahre</td> </tr> <tr> <td>zu einem anhängigen Abgaben- oder Ge­richts­ver­fahren gehörende Unterlagen</td> <td>solange das Verfahren dauert</td> </tr> </tbody> </table> <p>Tipp: Heben Sie sämtliche Belege zum Kauf eines Grundstücks auf (z. B. zur Grunderwerbsteuer, zu den Anwalts- und Notarkosten) und auch alle Belege über die danach anfallenden Instandhaltungskosten. Falls Sie das Grundstück später verkaufen möchten, können so bei der Berechnung des Veräußerungsgewinns die tatsächlichen Anschaffungskosten angesetzt werden.</p></div> </div> <p class="hideme_print top_anchor"> <a class="arrow" href="#top" title="nach oben">nach oben</a> </p> </div> <div class="infolist_section item_7" id="infolist_section_wie_koennen_kinderbetreuungskosten_steuerlich_geltend_gemacht_werden_"> <h2 title="Wie können Kinderbetreuungskosten steuerlich geltend gemacht werden?">Wie können Kinderbetreuungskosten steuerlich geltend gemacht werden?</h2> <div class="content"> <div id="e138420" class="zms_textarea "><p>Kinderbetreuungskosten (z. B. für Kindermädchen, Kindergarten oder Hort) können weder als Betriebsausgaben noch als Werbungskosten geltend gemacht werden.</p> <p>Die Ausgaben für eine Kinderbetreuung können <strong>bis zur Veranlagung 2018</strong> aber als außergewöhnliche Belastungen ohne Selbstbehalt, bis höchstens € 2.300,00 pro Kind und Kalenderjahr, geltend gemacht werden. Unter folgenden Voraussetzungen:</p> <ul> <li>Das Kind hat zu Beginn des Kalenderjahres das 10. Lebensjahr noch nicht vollendet.</li> <li>Es wurde für mehr als sechs Monate im Kalenderjahr der Kinderabsetzbetrag gewährt.</li> <li>Das Kind hält sich ständig im Inland, in einem Mitgliedstaat der EU oder des EWR oder in der Schweiz auf.</li> <li>Die Kosten müssen unmittelbar an eine Kinderbetreuungseinrichtung oder an eine pädagogisch qualifizierte Betreuungsperson gezahlt worden sein.</li> </ul> <p>Die Kinderbetreuungskosten sind auch von der unterhaltsverpflichteten Person absetzbar (z. B. geschiedener Elternteil), wenn ihr der Unterhaltsabsetzbetrag für mehr als sechs Monate im Kalenderjahr zusteht.</p> <p>Wird die Begünstigung von beiden Elternteilen in Anspruch genommen, ist auch in diesem Fall der Betrag mit € 2.300,00 pro Kind limitiert. Es kann nur der Elternteil die Kosten steuerlich geltend machen, der sie nachweislich getragen hat. Absetzbar sind sämtliche Kosten für die Kinderbetreuung (kein Schulgeld).</p> <p><strong>Behinderte Kinder</strong></p> <p>Ist ein Kind zu 50 % oder mehr behindert, so sind Kinderbetreuungskosten bis zum 16. Lebensjahr des Kindes zusätzlich zu einem bestehenden Freibetrag von € 262,00 monatlich steuerlich abzugsfähig. Dies gilt bis zum Ende des Kalenderjahres, in dem das Kind das 16. Lebensjahr vollendet hat.</p> <p>Die Regelung entfällt ab 1.1.2019.</p></div> </div> <p class="hideme_print top_anchor"> <a class="arrow" href="#top" title="nach oben">nach oben</a> </p> </div> <div class="infolist_section item_8 last" id="infolist_section_wo_erhalte_ich_naehere_informationen_ueber_mein_pensionskonto_"> <h2 title="Wo erhalte ich nähere Informationen über mein Pensionskonto?">Wo erhalte ich nähere Informationen über mein Pensionskonto?</h2> <div class="content"> <div id="e138422" class="zms_textarea "><p>Mit Stichtag 1. Jänner 2014 wurde eine fiktive Pension berechnet. Die Grundlage dafür bilden alle Versicherungszeiten, die bis zum Ende des Jahres 2013 erworben wurden.</p> <p>Diese sogenannte Konto-Erst-Gutschrift wird in das neue Pensionskonto übertragen. Seit Juni 2014 werden die Konto-Erst-Gutschriften an alle Versicherten versendet.</p> <p>Genauere Informationen über Ihr persönliches Pensionskonto erhalten Sie hier: <a title="Neues Pensionskonto" href="http://www.neuespensionskonto.at/" target="_blank">www.neuespensionskonto.at</a></p></div> </div> <p class="hideme_print top_anchor"> <a class="arrow" href="#top" title="nach oben">nach oben</a> </p> </div> <div id="e138423" class="zms_textarea "><p>Stand: 22. August 2019</p></div> <div class="hideme_print top_anchor"> <a class="arrow" href="#content" title="nach oben">nach oben</a> </div> <div id="e138425" class="zms_textarea "><p class="disclaimer">Trotz sorgfältiger Datenzusammenstellung können wir keine Gewähr für die vollständige Richtigkeit der dargestellten Informationen übernehmen. Sollten Sie spezielle Fragen zu einem der Themen haben, stehen wir Ihnen jederzeit gerne für ein persönliches Gespräch zur Verfügung.</p></div> faq_-_unternehmensgruendungFAQ - Unternehmensgründung <div class="hideme_print dictionary_overview"> <ul> <li class="item_1 first"> <a href="#infolist_section_sie_moechten_ein_unternehmen_gruenden_welche_schritte_zur_selbstaendigkeit_muessen_sie_beachten_" title="Sie möchten ein Unternehmen gründen, welche Schritte zur Selbständigkeit müssen Sie beachten?">Sie möchten ein Unternehmen gründen, welche Schritte zur Selbständigkeit müssen Sie beachten?</a> </li> <li class="item_2"> <a href="#infolist_section_in_welcher_hoehe_und_wie_kann_am_besten_das_kapital_fuer_die_unternehmensgruendung_aufgebracht_werden_" title="In welcher Höhe und wie kann am besten das Kapital für die Unternehmensgründung aufgebracht werden?">In welcher Höhe und wie kann am besten das Kapital für die Unternehmensgründung aufgebracht werden?</a> </li> <li class="item_3"> <a href="#infolist_section_was_muss_bei_der_kreditaufnahme_beachtet_werden_" title="Was muss bei der Kreditaufnahme beachtet werden?">Was muss bei der Kreditaufnahme beachtet werden?</a> </li> <li class="item_4"> <a href="#infolist_section_welche_rechtsformen_gibt_es_" title="Welche Rechtsformen gibt es?">Welche Rechtsformen gibt es?</a> </li> <li class="item_5"> <a href="#infolist_section_welche_haftungen_treffen_den_unternehmer_bzw_gesellschafter_fuer_verbindlichkeiten_der_gesellschaft_" title="Welche Haftungen treffen den Unternehmer bzw. Gesellschafter für Verbindlichkeiten der Gesellschaft?">Welche Haftungen treffen den Unternehmer bzw. Gesellschafter für Verbindlichkeiten der Gesellschaft?</a> </li> <li class="item_6"> <a href="#infolist_section_welche_rechtsform_ist_die_richtige_" title="Welche Rechtsform ist die richtige?">Welche Rechtsform ist die richtige?</a> </li> <li class="item_7"> <a href="#infolist_section_welche_haftungen_koennen_gmbh-geschaeftsfuehrer_treffen_" title="Welche Haftungen können GmbH-Geschäftsführer treffen?">Welche Haftungen können GmbH-Geschäftsführer treffen?</a> </li> <li class="item_8"> <a href="#infolist_section_wie_viel_kapital_muss_bei_einer_gmbh_aufgebracht_werden_" title="Wie viel Kapital muss bei einer GmbH aufgebracht werden?">Wie viel Kapital muss bei einer GmbH aufgebracht werden?</a> </li> <li class="item_9 last"> <a href="#infolist_section_wie_viel_kapital_muss_bei_der_gruendung_einer_personengesellschaft_bzw_einem_einzelunternehmen_aufgebracht_werden_" title="Wie viel Kapital muss bei der Gründung einer Personengesellschaft bzw. einem Einzelunternehmen aufgebracht werden?">Wie viel Kapital muss bei der Gründung einer Personengesellschaft bzw. einem Einzelunternehmen aufgebracht werden?</a> </li> </ul> </div> <div class="infolist_section item_1 first" id="infolist_section_sie_moechten_ein_unternehmen_gruenden_welche_schritte_zur_selbstaendigkeit_muessen_sie_beachten_"> <h2 title="Sie möchten ein Unternehmen gründen, welche Schritte zur Selbständigkeit müssen Sie beachten?">Sie möchten ein Unternehmen gründen, welche Schritte zur Selbständigkeit müssen Sie beachten?</h2> <div class="content"> <div id="e135429" class="zms_textarea "><p>Die Fragen und administrativen Probleme, die Sie sich auf dem Weg zur Selbständigkeit stellen, sind vielfältig.</p> <p>An erster Stelle steht die Formulierung der Geschäftsidee. Daran knüpft eine Reihe von Fragen, die sowohl von rechtlicher als auch finanzieller Natur sind. Die rechtlichen Fragen ergeben sich vor allem aus dem Steuer-, dem Sozialversicherungs-, dem Gesellschaftsrecht und der Gewerbeordnung.</p> <p>Hinsichtlich des Gewerberechts stellt sich die Frage, ob Sie für diese Tätigkeit eine Gewerbeberechtigung benötigen.</p> <p>Eine ganz wichtige Entscheidung ist aber auch die Wahl der richtigen Rechtsform. Das heißt, wollen Sie als Einzelunternehmer auftreten oder soll eine Gesellschaft gegründet werden. Dies hängt zum einen davon ab, ob Sie mit einem Partner zusammenarbeiten wollen, zum anderen auch von den rechtlichen Rahmenbedingungen. Den Rahmen stecken hier vor allem das Steuer-, das Sozialversicherungs- und das Gesellschaftsrecht.</p> <p>Wollen Sie eine Gesellschaft gründen und sind anfangs eher niedrige Gewinne oder gar Verluste zu erwarten, sollten Sie sich aus steuerlicher Sicht eher für eine Personengesellschaft und nicht für eine Kapitalgesellschaft entscheiden. Personengesellschaften sind die offene Gesellschaft (OG) und die Kommanditgesellschaft (KG).</p> <p>Andererseits darf man hier nicht den haftungsrechtlichen Aspekt außer Acht lassen. Eine Kapitalgesellschaft in Form einer Gesellschaft mit beschränkter Haftung (GmbH) bietet den Vorteil, dass man als Gesellschafter grundsätzlich nur bis zur Stammeinlage haftet. Diese beträgt mindestens € 35.000,00 (seit 1.3.2014) und muss zur Hälfte in das Vermögen der Gesellschaft einbezahlt werden. Allerdings kann im Ge­sell­schafts­vertrag vorgesehen werden, dass die Gesellschaft die Grün­dungs­pri­vi­le­gie­rung in Anspruch nimmt. Die Summe der gründungsprivilegierten Stammeinlagen muss mindestens € 10.000,00 betragen. Die Gründungsprivilegierung endet spätestens zehn Jahre nach der Eintragung der Gesellschaft ins Firmenbuch.</p> <p>Hinsichtlich der Finanzierungsfrage benötigen Sie bei einer Kreditaufnahme einen Finanzplan für die Bank.</p></div> </div> <p class="hideme_print top_anchor"> <a class="arrow" href="#top" title="nach oben">nach oben</a> </p> </div> <div class="infolist_section item_2" id="infolist_section_in_welcher_hoehe_und_wie_kann_am_besten_das_kapital_fuer_die_unternehmensgruendung_aufgebracht_werden_"> <h2 title="In welcher Höhe und wie kann am besten das Kapital für die Unternehmensgründung aufgebracht werden?">In welcher Höhe und wie kann am besten das Kapital für die Unternehmensgründung aufgebracht werden?</h2> <div class="content"> <div id="e135431" class="zms_textarea "><p>In der Anlaufphase eines Betriebs können unerwartet hohe Kosten entstehen. Um in dieser Phase die Liquidität und den Fortbestand des Unternehmens zu sichern, ist es notwendig, den Kapitalbedarf genau zu ermitteln.</p> <p>Investitionen, die im Zuge einer Betriebsgründung zu leisten sind, betreffen in erster Linie das Anlagevermögen (z. B. Grundstücke, Gebäude, Maschinen, Fahrzeuge und Büroausstattung). Bei der Ermittlung des Kapitalbedarfs müssen Nebenkosten wie Grunderwerbssteuer, Notariatskosten, Gebühren und Kosten der Kapitalbeschaffung beinhaltet sein. Weiters sollte eine Reserve berücksichtigt werden.</p> <p>In Produktionsbetrieben sollten Sie den notwendigen jährlichen Materialverbrauch für einen angestrebten Jahresumsatz ermitteln. In diesem Zusammenhang dürfen die Kosten der Lagerung nicht vergessen werden. Bei Einzelhandelsgeschäften ist es wichtig, den Umfang der Ladenausstattung festzustellen. Über die von den Lieferanten und Lieferantinnen erfragten Einkaufspreise ist der Wert des notwendigen Warenbestandes zu ermitteln.</p> <p><em>Ein wichtiger Tipp:</em> Planen Sie eine ausreichende Reserve ein. Denken Sie an möglicherweise "Unvorhersehbares". Reduzieren Sie Ihren Betriebsmittelbedarf durch sofortige Rechnungslegung, rationale Lagerhaltung, konsequente Zahlungsüberwachung und durch ein geordnetes Mahnwesen.</p> <p>Nach Ermittlung des Kapitalbedarfs berechnen Sie, welchen Teil Sie davon selbst aufbringen können. Es gibt keine allgemein gültige Regel, wie viel Eigenkapital Sie aufbringen sollen. Dies ist stark branchenabhängig.</p> <p>Die Differenzsumme zwischen Ihrem ermittelten Kapitalbedarf und dem Eigenkapital muss durch Fremdkapital aufgebracht werden. Fremdkapital wird in erster Linie durch Kredite bereitgestellt.</p></div> </div> <p class="hideme_print top_anchor"> <a class="arrow" href="#top" title="nach oben">nach oben</a> </p> </div> <div class="infolist_section item_3" id="infolist_section_was_muss_bei_der_kreditaufnahme_beachtet_werden_"> <h2 title="Was muss bei der Kreditaufnahme beachtet werden?">Was muss bei der Kreditaufnahme beachtet werden?</h2> <div class="content"> <div id="e135433" class="zms_textarea "><p>Folgende Hauptgruppen von Krediten sind zu unterscheiden: Investitionskredit, Leasing, Kontokorrentkredit, Lieferantenkredit.</p> <p>Investitionskredite dienen zur Finanzierung des Anlagevermögens (z. B. Grundstücke, Gebäude, Maschinen, Fahrzeuge, Büromöbel). Diese Kredite werden langfristig gewährt, d. h. sie haben eine Laufzeit von etwa 4 bis 20 Jahren. Annuitätendarlehen haben den Vorteil, dass die Rückzahlungsbeträge über die gesamte Laufzeit gleich bleiben und so die Aufwendungen in den ersten Jahren niedriger als bei Ratendarlehen sind. Damit können etwaige Anlaufschwierigkeiten besser überbrückt werden. Bei Ratendarlehen ist der Betrag, den Sie pro Jahr für Zinsen aufbringen müssen, in den ersten Jahren höher als beim Annuitätendarlehen, nimmt dann aber stetig ab.</p> <p>Unser Tipp: Beurteilen Sie die Kosten eines Kredits nie ausschließlich nach der Höhe der Zinsen! Um die tatsächlichen Kosten eines Kredits richtig abschätzen zu können, benötigen Sie genaue Informationen über: Zinssatz, Laufzeit des Kredits, Anzahl der Raten und deren Fälligkeit, Nebenkosten des Kredits, Auszahlungs- und Bearbeitungsgebühren, Art der Zinsverrechnung (Termin, zu dem die Höhe des Zinsanteils der Rate bestimmt wird) und Art der Tilgungsverrechnung (Zeitpunkt, zu dem die Tilgung von der Restschuld abgezogen wird).</p> <p><em>Noch ein wichtiger Hinweis:</em> Überprüfen Sie, ob Sie einen geförderten Kredit in Anspruch nehmen können.</p></div> </div> <p class="hideme_print top_anchor"> <a class="arrow" href="#top" title="nach oben">nach oben</a> </p> </div> <div class="infolist_section item_4" id="infolist_section_welche_rechtsformen_gibt_es_"> <h2 title="Welche Rechtsformen gibt es?">Welche Rechtsformen gibt es?</h2> <div class="content"> <div id="e135435" class="zms_textarea "><p>In Österreich gültige Rechtsformen für Ihr Unternehmen sind grundsätzlich:</p> <ul> <li>Einzelunternehmen</li> <li>Personengesellschaften wie zum Beispiel <ul> <li>offene Gesellschaft (OG)</li> <li>Kommanditgesellschaft (KG)</li> <li>stille Gesellschaft</li> </ul> </li> <li>Kapitalgesellschaften wie zum Beispiel <ul> <li>Gesellschaft mit beschränkter Haftung (GmbH)</li> <li>Aktiengesellschaft (AG)</li> </ul> </li> </ul></div> </div> <p class="hideme_print top_anchor"> <a class="arrow" href="#top" title="nach oben">nach oben</a> </p> </div> <div class="infolist_section item_5" id="infolist_section_welche_haftungen_treffen_den_unternehmer_bzw_gesellschafter_fuer_verbindlichkeiten_der_gesellschaft_"> <h2 title="Welche Haftungen treffen den Unternehmer bzw. Gesellschafter für Verbindlichkeiten der Gesellschaft?">Welche Haftungen treffen den Unternehmer bzw. Gesellschafter für Verbindlichkeiten der Gesellschaft?</h2> <div class="content"> <div id="e135437" class="zms_textarea "><p>Die Haftungsfrage hängt davon ab, ob ein Unternehmen in Form eines Einzelunternehmens, einer Personengesellschaft oder einer Kapitalgesellschaft betrieben wird. Personengesellschaften sind die offene Gesellschaft (OG) und die Kommanditgesellschaft (KG).</p> <p>Die am häufigsten vorkommende Form der Kapitalgesellschaft ist die Gesellschaft mit beschränkter Haftung (GmbH). Als Einzelunternehmer haftet man persönlich und unbeschränkt. Persönliche Haftung bedeutet, dass man mit dem gesamten Firmen- und Privatvermögen für die Schulden einzustehen hat. Unter der Unbeschränktheit versteht man, dass die Haftung nicht auf einen bestimmten Betrag begrenzt werden kann.</p> <p>Errichtet man eine OG, haften die Gesellschafter ebenfalls persönlich und unbeschränkt.</p> <p>Bei einer KG haftet wenigstens ein Gesellschafter (Komplementär) persönlich und unbeschränkt für die Verbindlichkeiten der Gesellschaft. Kommanditisten haften grundsätzlich nur mit dem Betrag ihrer Hafteinlage. Die Höhe der Hafteinlage ist frei wählbar und wird im Firmenbuch eingetragen.</p> <p>Bei einem Wechsel der Gesellschafter einer OG haften ausscheidende Gesellschafter für Schulden, die vor dem Ausscheiden entstanden sind, noch fünf Jahre nach dem Ausscheiden. Tritt man in eine schon bestehende OG ein, haftet man auch für alle zu diesem Zeitpunkt bestehenden Verbindlichkeiten.</p> <p>Bei einer Kapitalgesellschaft (gleichermaßen GmbH wie AG) ist grundsätzlich eine Haftung der Gesellschafter mit ihrem Privatvermögen ausgeschlossen. Vorsicht ist jedoch bei eigenkapitalersetzenden Leistungen (Gesellschafterkredite an nicht kreditwürdige Kapitalgesellschaft) geboten.</p></div> </div> <p class="hideme_print top_anchor"> <a class="arrow" href="#top" title="nach oben">nach oben</a> </p> </div> <div class="infolist_section item_6" id="infolist_section_welche_rechtsform_ist_die_richtige_"> <h2 title="Welche Rechtsform ist die richtige?">Welche Rechtsform ist die richtige?</h2> <div class="content"> <div id="e135439" class="zms_textarea "><p>Die Entscheidung, welche Rechtsform gewählt werden soll, ist äußerst komplex. Dabei sind nicht nur steuerliche Überlegungen maßgeblich, sondern unter anderem auch sozialversicherungs-, zivil- und gesellschaftsrechtliche. Bei der Wahl der richtigen Rechtsform sollte daher unbedingt ein Experte zurate gezogen werden.</p> <p><strong>Wesentliche Entscheidungskriterien</strong>, ob eine Personengesellschaft oder eine GmbH das bessere "steuerliche Kleid" für Ihr Unternehmen in der Zukunft ist, sind daher folgende Fragen:</p> <ul> <li>Wie hoch wird der Gewinn der Personengesellschaft bzw. der GmbH sein?</li> <li>Wie hoch werden die Investitionen sein, die für den investitionsbedingten Gewinnfreibetrag verwendet werden können?</li> <li>Wie hoch werden die Geschäftsführerbezüge bei der GmbH sein?</li> <li>Wie hoch werden die Ausschüttungen bzw. Privatentnahmen sein?</li> </ul></div> </div> <p class="hideme_print top_anchor"> <a class="arrow" href="#top" title="nach oben">nach oben</a> </p> </div> <div class="infolist_section item_7" id="infolist_section_welche_haftungen_koennen_gmbh-geschaeftsfuehrer_treffen_"> <h2 title="Welche Haftungen können GmbH-Geschäftsführer treffen?">Welche Haftungen können GmbH-Geschäftsführer treffen?</h2> <div class="content"> <div id="e135441" class="zms_textarea "><p>Nach dem GmbHG sind die Geschäftsführer der Gesellschaft gegenüber verpflichtet, bei ihrer Geschäftsführung die Sorgfalt eines ordentlichen Geschäftsmannes anzuwenden. Geschäftsführer die ihren Verpflichtungen nicht nachkommen, haften gegenüber der Gesellschaft zur ungeteilten Hand für den daraus entstandenen Schaden.</p> <h3>Einige der Haftungsfälle im Überblick</h3> <p>Die Geschäftsführer haften gegenüber der Gesellschaft z. B. wenn,</p> <ul> <li>gegen die Vorschriften des GmbH-Gesetzes oder des Gesellschaftsvertrages Gesellschaftsvermögen verteilt wird, namentlich Stammeinlagen oder Nachschüsse an Gesellschafter gänzlich oder teilweise zurückgegeben, Zinsen oder Gewinnanteile ausgezahlt, für die Gesellschaft eigene Geschäftsanteile erworben, zum Pfande genommen oder eingezogen werden,</li> <li>nach der Eröffnung des Insolvenzverfahrens noch Zahlungen geleistet wurden oder</li> <li>nicht unverzüglich eine Generalversammlung einberufen wurde, obwohl ein Verlust der Hälfte des Stammkapitals gegeben war oder die Eigenkapitalquote weniger als 8 % und die fiktive Schuldentilgungsdauer mehr als 15 Jahre betragen hat.</li> </ul> <p>Die Haftung des Geschäftsführers besteht grundsätzlich gegenüber der Gesellschaft. Wird allerdings ein Gesetz verletzt, das zum Schutz des Gesellschafters besteht, kommt es zu einer unmittelbaren Haftung der Geschäftsführer gegenüber den Gesellschaftern. Dies ist der Fall, wenn z. B. Rechnungslegungs- und Auskunftspflichten nicht eingehalten wurden.</p> <p>Haftungen gegenüber Dritten und Gläubigern treten auf z. B. bei</p> <ul> <li>Verletzung der Verpflichtung zur rechtzeitigen Insolvenzanmeldung,</li> <li>Nichteinhaltung von vorvertraglichen Aufklärungspflichten,</li> <li>Unlauterem Wettbewerb (Verstöße gegen das Unlauterer-Wettbewerbs-Gesetz (UWG)) und</li> <li>bei Zahlungen, die geleistet wurden, nachdem die Eröffnung eines Konkurses beantragt hätte werden müssen.</li> </ul> <p>Ferner können sich Haftungsfälle auch gegenüber Behörden ergeben, z. B. für nicht entrichtete Steuern, Abgaben oder Sozialversicherungsbeiträge.</p></div> </div> <p class="hideme_print top_anchor"> <a class="arrow" href="#top" title="nach oben">nach oben</a> </p> </div> <div class="infolist_section item_8" id="infolist_section_wie_viel_kapital_muss_bei_einer_gmbh_aufgebracht_werden_"> <h2 title="Wie viel Kapital muss bei einer GmbH aufgebracht werden?">Wie viel Kapital muss bei einer GmbH aufgebracht werden?</h2> <div class="content"> <div id="e135443" class="zms_textarea "><p>Die GmbH braucht bei der Gründung ein Mindestkapital von € 35.000,00. Dieses muss wenigstens zur Hälfte vor Registrierung im Firmenbuch bar eingezahlt werden, wenn nicht Sondervorschriften vorliegen (z. B. bei Unternehmenseinbringung). Für alle GmbHs, die im Gesellschaftsvertrag vorgesehen haben, dass die Gesellschaft die Gründungsprivilegierung in Anspruch nimmt, beträgt das Stammkapital für die ersten zehn Jahre nach der Gründung daher nur € 10.000,00.</p> <p>Über die Einzahlung des Stammkapitals stellt die Bank eine Bestätigung aus, die dem Firmenbuchantrag beizulegen ist.</p></div> </div> <p class="hideme_print top_anchor"> <a class="arrow" href="#top" title="nach oben">nach oben</a> </p> </div> <div class="infolist_section item_9 last" id="infolist_section_wie_viel_kapital_muss_bei_der_gruendung_einer_personengesellschaft_bzw_einem_einzelunternehmen_aufgebracht_werden_"> <h2 title="Wie viel Kapital muss bei der Gründung einer Personengesellschaft bzw. einem Einzelunternehmen aufgebracht werden?">Wie viel Kapital muss bei der Gründung einer Personengesellschaft bzw. einem Einzelunternehmen aufgebracht werden?</h2> <div class="content"> <div id="e135445" class="zms_textarea "><p>Sowohl Personengesellschaften als auch Einzelunternehmen sind schnell und einfach gegründet. Vom Gesetz wird bei beiden kein Mindestkapital gefordert.</p> <p>Bei einer Personengesellschaft besteht bei der Vertragsgestaltung Formfreiheit. Der Gesellschaftsvertrag kann schriftlich oder mündlich gemacht werden. Ein Notariatsakt ist nicht verpflichtend. Aus Beweisgründen ist ein schriftlicher Vertrag empfehlenswert. Die Gründung ist wesentlich günstiger als die Gründung einer GmbH.</p></div> </div> <p class="hideme_print top_anchor"> <a class="arrow" href="#top" title="nach oben">nach oben</a> </p> </div> <div id="e137788" class="zms_textarea "><p>Stand: 2. Jänner 2019</p></div> <div class="hideme_print top_anchor"> <a class="arrow" href="#content" title="nach oben">nach oben</a> </div> <div id="e137790" class="zms_textarea "><p class="disclaimer">Trotz sorgfältiger Datenzusammenstellung können wir keine Gewähr für die vollständige Richtigkeit der dargestellten Informationen übernehmen. Sollten Sie spezielle Fragen zu einem der Themen haben, stehen wir Ihnen jederzeit gerne für ein persönliches Gespräch zur Verfügung.</p></div> faq_-_wirtschaftspruefungFAQ - Wirtschaftsprüfung <div class="hideme_print dictionary_overview"> <ul> <li class="item_1 first"> <a href="#infolist_section_was_passiert_waehrend_einer_wirtschaftspruefung_" title="Was passiert während einer Wirtschaftsprüfung?">Was passiert während einer Wirtschaftsprüfung?</a> </li> <li class="item_2"> <a href="#infolist_section_was_ist_der_bestaetigungsvermerk_" title="Was ist der Bestätigungsvermerk?">Was ist der Bestätigungsvermerk?</a> </li> <li class="item_3"> <a href="#infolist_section_wer_ist_berechtigt_den_jahresabschluss_zu_pruefen_" title="Wer ist berechtigt, den Jahresabschluss zu prüfen?">Wer ist berechtigt, den Jahresabschluss zu prüfen?</a> </li> <li class="item_4"> <a href="#infolist_section_welche_unternehmen_unterliegen_der_gesetzlichen_pruefungspflicht_" title="Welche Unternehmen unterliegen der gesetzlichen Prüfungspflicht?">Welche Unternehmen unterliegen der gesetzlichen Prüfungspflicht?</a> </li> <li class="item_5"> <a href="#infolist_section_wann_wird_eine_gmbh_als_kleinst_klein_mittelgross_oder_gross_kapitalgesellschaft_bezeichnet_" title="Wann wird eine GmbH als kleinst, klein, mittelgroß oder groß Kapitalgesellschaft bezeichnet?">Wann wird eine GmbH als kleinst, klein, mittelgroß oder groß Kapitalgesellschaft bezeichnet?</a> </li> <li class="item_6 last"> <a href="#infolist_section_was_ist_die_offenlegungspflicht_" title="Was ist die Offenlegungspflicht?">Was ist die Offenlegungspflicht?</a> </li> </ul> </div> <div class="infolist_section item_1 first" id="infolist_section_was_passiert_waehrend_einer_wirtschaftspruefung_"> <h2 title="Was passiert während einer Wirtschaftsprüfung?">Was passiert während einer Wirtschaftsprüfung?</h2> <div class="content"> <div id="e135453" class="zms_textarea "><p>Bei Kapitalgesellschaften wird im Rahmen der Wirtschaftsprüfung der Jahres- bzw. Konzernabschluss inklusive Anhang und Lagebericht darauf hin geprüft, ob er:</p> <ul> <li>sachlich und formal korrekt ist,</li> <li>mit den für die geprüfte Gesellschaft geltenden Normen für die Rechnungslegung übereinstimmt und</li> <li>ein möglichst getreues Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage bietet.</li> </ul> <p>Am Ende der Wirtschaftsprüfung erstellt der Prüfer einen schriftlichen, von ihm unterschriebenen Prüfbericht und erteilt entweder einen Bestätigungs- oder einen Versagungsvermerk.</p> <p>Die unabhängige und objektive Prüfung eines Wirtschaftsprüfers soll sicherstellen, dass der Jahresabschluss nach den gesetzlichen Regeln erstellt wurde. Die Gesellschafter und Aufsichtsräte sollen dadurch in ihren Kontroll- bzw. Überwachungsaufgaben unterstützt werden. Daneben soll auch die Öffentlichkeit (zum Beispiel: Kunden, Lieferanten) auf die Richtigkeit der Rechnungslegung vertrauen können.</p></div> </div> <p class="hideme_print top_anchor"> <a class="arrow" href="#top" title="nach oben">nach oben</a> </p> </div> <div class="infolist_section item_2" id="infolist_section_was_ist_der_bestaetigungsvermerk_"> <h2 title="Was ist der Bestätigungsvermerk?">Was ist der Bestätigungsvermerk?</h2> <div class="content"> <div id="e135455" class="zms_textarea "><p>Der Bestätigungsvermerk stellt das Ergebnis der Prüfung für die Öffentlichkeit dar. Ein uneingeschränkter Bestätigungsvermerk wird erteilt,</p> <ul> <li>wenn die Prüfung zu keinen Einwendungen geführt hat,</li> <li>der Jahres- oder Konzernabschluss auf Grund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse den gesetzlichen Vorschriften entspricht und</li> <li>der Jahres- oder Konzernabschluss unter Beachtung der Grundsätze ordnungsgemäßer Buchführung oder sonstiger maßgeblicher Rechnungslegungsgrundsätze ein möglichst getreues Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Unternehmens oder des Konzerns vermittelt.</li> </ul> <p>Sind Einwände zu erheben, dann hat der Abschlussprüfer den Bestätigungsvermerk einzuschränken. Ist das <strong>Gesamtergebnis negativ</strong>, so wird an Stelle des Bestätigungsvermerks ein <strong>Versagungsvermerk</strong> ausgestellt.</p> <p>Erfolgt nach der Vorlage des Prüfungsberichts eine Änderung des Jahres-/Konzernabschluss oder des Lageberichts, so müssen die Änderungen dem Abschlussprüfer mitgeteilt werden.</p></div> </div> <p class="hideme_print top_anchor"> <a class="arrow" href="#top" title="nach oben">nach oben</a> </p> </div> <div class="infolist_section item_3" id="infolist_section_wer_ist_berechtigt_den_jahresabschluss_zu_pruefen_"> <h2 title="Wer ist berechtigt, den Jahresabschluss zu prüfen?">Wer ist berechtigt, den Jahresabschluss zu prüfen?</h2> <div class="content"> <div id="e136936" class="zms_textarea "><p>Abschlussprüfer dürfen nur <strong>Wirtschaftsprüfer oder Wirtschaftsprüfungsgesellschaften</strong> sein. Der Prüfer ist zur gewissenhaften, unparteiischen Prüfung und zur Verschwiegenheit verpflichtet.</p> <p>Der Abschlussprüfer wird von den Gesellschaftern gewählt. Wird ein Konzernabschluss geprüft, so wählen ihn die Gesellschafter des Mutterunternehmens. Diese Wahl soll vor Ablauf des Geschäftsjahres stattfinden, auf das sich die Prüfungstätigkeit erstreckt.</p> <h3>Qualitätsprüfung</h3> <p>Wirtschaftsprüfer sind nach dem Abschlussprüfer-Aufsichtsgesetz (APAG) dazu verpflichtet, sich einer externen Qualitätsprüfung zu unterziehen. Dadurch soll eine hohe Prüfungsqualität gewährleistet werden. Diese Kontrolle ist in regelmäßigen Abständen verpflichtend zu wiederholen.</p></div> </div> <p class="hideme_print top_anchor"> <a class="arrow" href="#top" title="nach oben">nach oben</a> </p> </div> <div class="infolist_section item_4" id="infolist_section_welche_unternehmen_unterliegen_der_gesetzlichen_pruefungspflicht_"> <h2 title="Welche Unternehmen unterliegen der gesetzlichen Prüfungspflicht?">Welche Unternehmen unterliegen der gesetzlichen Prüfungspflicht?</h2> <div class="content"> <div id="e136938" class="zms_textarea "><p>Gesetzlich zur Prüfung des Jahresabschluss verpflichtet sind:</p> <ul> <li><strong>Aktiengesellschaften</strong></li> <li><strong>mittelgroße bis große Gesellschaften mit beschränkter Haftung</strong> (kleine Gesellschaften nur, wenn sie auf Grund gesetzlicher Vorschriften einen Aufsichtsrat haben müssen)</li> <li><strong>Personengesellschaften, bei denen der unbeschränkt haftende Gesellschafter eine Kapitalgesellschaft ist</strong> (zum Beispiel: GmbH &amp; Co KG)</li> <li><strong>große Vereine und Privatstiftungen</strong></li> </ul></div> </div> <p class="hideme_print top_anchor"> <a class="arrow" href="#top" title="nach oben">nach oben</a> </p> </div> <div class="infolist_section item_5" id="infolist_section_wann_wird_eine_gmbh_als_kleinst_klein_mittelgross_oder_gross_kapitalgesellschaft_bezeichnet_"> <h2 title="Wann wird eine GmbH als kleinst, klein, mittelgroß oder groß Kapitalgesellschaft bezeichnet?">Wann wird eine GmbH als kleinst, klein, mittelgroß oder groß Kapitalgesellschaft bezeichnet?</h2> <div class="content"> <div id="e137654" class="zms_textarea "><p>Wenn zwei der drei Merkmale überschritten werden, fällt die Gesellschaft in die nächste Kategorie.</p> <h3>Kleinstkapitalgesellschaft</h3> <ul> <li>€ 350.000 Bilanzsumme</li> <li>€ 700.000 Umsatzerlöse</li> <li>10 durchschnittlich während eines Geschäftsjahrs beschäftigte Arbeitnehmer</li> </ul> <h3>Kleine Kapitalgesellschaften</h3> <ul> <li>€ 5 Millionen Bilanzsumme</li> <li>€ 10 Millionen Umsatzerlöse in den zwölf Monaten vor dem Abschlussstichtag</li> <li>im Jahresdurchschnitt 50 Arbeitnehmer</li> </ul> <h3>Mittelgroße Kapitalgesellschaften</h3> <ul> <li>€ 20 Millionen Bilanzsumme</li> <li>€ 40 Millionen Umsatzerlöse in den zwölf Monaten vor dem Abschlussstichtag</li> <li>im Jahresdurchschnitt 250 Arbeitnehmer</li> </ul> <p>Die neue Größenklasse ist auf das Geschäftsjahr 2016 anzuwenden (d. h. die Jahre 2014 und 2015 gelten als Beobachtungszeiträume).</p> <h3>Große Kapitalgesellschaften</h3> <p>Große Kapitalgesellschaften sind alle Gesellschaften, die mindestens zwei der drei Merkmale für mittelgroße Unternehmen überschreiten.</p> <p>Immer als „große Kapitalgesellschaften“ (unabhängig von den Schwellenwerten) gelten Kreditinstitute, Versicherungsunternehmen und Unternehmen von öffentlichem Interesse, wie z. B. börsennotierte Gesellschaften.</p></div> </div> <p class="hideme_print top_anchor"> <a class="arrow" href="#top" title="nach oben">nach oben</a> </p> </div> <div class="infolist_section item_6 last" id="infolist_section_was_ist_die_offenlegungspflicht_"> <h2 title="Was ist die Offenlegungspflicht?">Was ist die Offenlegungspflicht?</h2> <div class="content"> <div id="e137656" class="zms_textarea "><p>Der geprüfte Jahresabschluss inklusive dem Lagebericht, dem Bestätigungs-/Versagungsvermerk, ein etwaiger Corporate-Governance-Bericht und der Bericht über Zahlungen an staatliche Stellen sind nach der Behandlung in der Hauptversammlung (Generalversammlung) beim zuständigen <strong>Firmenbuchgericht einzureichen</strong>. Spätestens neun Monate nach dem Bilanzstichtag müssen die Unterlagen jedenfalls eingereicht werden. Grundsätzlich müssen die Unterlagen, mit Ausnahme von Unternehmen mit einem Jahresumsatz von unter € 70.000,00, <strong>elektronisch eingereicht</strong> werden.</p></div> </div> <p class="hideme_print top_anchor"> <a class="arrow" href="#top" title="nach oben">nach oben</a> </p> </div> <div id="e137791" class="zms_textarea "><p>Stand: 2. Jänner 2019</p></div> <div class="hideme_print top_anchor"> <a class="arrow" href="#content" title="nach oben">nach oben</a> </div> <div id="e137793" class="zms_textarea "><p class="disclaimer">Trotz sorgfältiger Datenzusammenstellung können wir keine Gewähr für die vollständige Richtigkeit der dargestellten Informationen übernehmen. Sollten Sie spezielle Fragen zu einem der Themen haben, stehen wir Ihnen jederzeit gerne für ein persönliches Gespräch zur Verfügung.</p></div> gruendung_einer_gmbhGründung einer GmbH <div class="infolist_section item_1 first" id="infolist_section_gesellschaftsrecht"> <h2 title="Gesellschaftsrecht">Gesellschaftsrecht</h2> <div class="content"> <div id="e136398" class="zms_textarea "><h3>Verfahrensschritte</h3> <p>Eine GmbH-Gründung lässt sich in folgende Schritte gliedern:</p> <ul> <li>Abschluss des Gesellschaftsvertrages</li> <li>Bestellung der Organe</li> <li>Leistung der Einlagen</li> <li>Anmeldung zur Eintragung ins Firmenbuch (über einen Notar)</li> <li>Prüfung durch das Firmenbuchgericht</li> <li>Eintragung ins Firmenbuch.</li> </ul> <p>Der Abschluss des Gesellschaftsvertrages ist notariatsaktpflichtig. Sollten in weiterer Folge Geschäftsanteile der GmbH übertragen werden, ist es gesetzlich verpflichtend, dafür einen notariellen Vertrag abzuschließen.</p> <p><strong>Der Gesellschaftsvertrag enthält die Satzung der GmbH. Folgende Inhalte müssen unbedingt enthalten sein:</strong></p> <ul> <li>Firma und Sitz der GmbH</li> <li>Gegenstand des Unternehmens</li> <li>Höhe des Stammkapitals</li> <li>Betrag der von den einzelnen Gesellschaftern übernommenen Stammeinlagen</li> </ul> <p>Noch vor Anmeldung zur Eintragung ins Firmenbuch müssen die <strong>Organe</strong> der GmbH bestellt werden. Das sind die Geschäftsführer und – soweit gesetzlich oder satzungsmäßig vorgeschrieben - der Aufsichtsrat.</p> <p>Ebenfalls vor der Anmeldung ins Firmenbuch müssen die <strong>Mindesteinlagen</strong> auf das Stammkapital erbracht werden:</p> <p>Das Mindeststammkapital einer GmbH beträgt € 35.000,00. Die Hälfte davon muss in bar eingezahlt werden.</p> <p>Allerdings kann im Ge­sell­schafts­vertrag vorgesehen werden, dass die Gesellschaft die Grün­dungs­pri­vi­le­gie­rung in Anspruch nimmt. Die Summe der gründungsprivilegierten Stammeinlagen muss mindestens € 10.000,00 betragen. Die Gründungsprivilegierung endet spätestens zehn Jahre nach der Eintragung der Gesellschaft ins Firmenbuch.</p> <p>Als nächster Schritt wird die GmbH von den Geschäftsführern zur <strong>Eintragung ins Firmenbuch</strong> angemeldet. Der Antrag auf Eintragung in das Firmenbuch ist beim zuständigen Firmenbuchgericht zu stellen. Das ist grundsätzlich jenes Landesgericht, in dessen Sprengel die einzutragende Gesellschaft ihren Sitz hat – davon gibt es zwei Ausnahmen: das zuständige Firmenbuchgericht in Wien ist das Handelsgericht Wien, in Graz das Landesgericht für Zivilrechtssachen.</p> <p><strong>Der Antrag auf Eintragung ins Firmenbuch muss zumindest folgende Punkte enthalten:</strong></p> <ul> <li>Name der Firma: Eine Gesellschaft mit beschränkter Haftung kann als Sachfirma, Namensfirma oder auch als gemischte Firma geführt werden. Jedenfalls muss die Firma den Zusatz "Gesellschaft mit beschränkter Haftung" führen. Beispiele: Sachfirma: Computerhandel GmbH; Namensfirma: Huber GmbH; gemischte Firma: Huber Computerhandel GmbH</li> <li>Rechtsform</li> <li>Sitz (politische Gemeinde)</li> <li>Geschäftsanschrift</li> <li>Geschäftszweig</li> <li>Datum des Abschlusses des Gesellschaftsvertrages</li> <li>Vor- und Zuname, Geburtsdatum, Anschrift der Gesellschafter und die Höhe der von ihnen übernommenen und geleisteten Einlagen</li> <li>Höhe des Stammkapitals</li> <li>Vor- und Zuname, Geburtsdatum der Geschäftsführer sowie Art und Beginn ihrer Vertretungsbefugnis</li> <li>Stichtag des Rechnungsabschlusses ("Jahresabschluss zum ...")</li> <li>allenfalls – wenn bestellt – Vor- und Zuname, Geburtsdatum der Aufsichtsratsmitglieder und ihre Funktion</li> <li>Erklärung der Geschäftsführer über die ordnungsgemäße Aufbringung des Stammkapitals</li> <li>Gegebenenfalls die Inanspruchnahme der Gründungsprivilegierung</li> </ul> <p><strong>Der Antrag muss von allen Geschäftsführern unterschrieben werden und folgende Dokumente beinhalten:</strong></p> <ul> <li>den Gesellschaftsvertrag in notarieller Ausfertigung</li> <li>eine Liste der Gesellschafter</li> <li>eine Liste der Geschäftsführer</li> <li>steuerliche Unbedenklichkeitsbescheinigung</li> <li>Nachweis über die Einzahlung der Stammeinlagen (Bank-Bestätigung)</li> <li>allenfalls – sofern Geschäftsführer außerhalb des Gesellschaftsvertrages bestellt werden - Nachweis über deren Bestellung (von allen Gesellschaftern)</li> <li>Musterfirmazeichnung, öffentlich (notariell oder gerichtlich) beglaubigt</li> <li>allenfalls – wenn bestellt – Liste der Aufsichtsratsmitglieder</li> </ul> <p>Allenfalls eine Bestätigung der zuständigen Wirtschaftskammer über die Erfüllung der Voraussetzungen nach dem Neugründungsförderungsgesetz (NeuFÖG).</p> <p>Das Firmenbuchgericht prüft die Anmeldung auf Vollständigkeit und Gesetzmäßigkeit. Die GmbH entsteht durch die Eintragung ins Firmenbuch.</p> <p><strong>Vertretung nach außen:</strong></p> <p>Die GmbH wird nach außen durch mindestens einen unternehmensrechtlichen Geschäftsführer vertreten. Dieser kann für Schäden, die er verursacht, haftbar gemacht werden.</p> <p><strong>Ab 1.1.2018: Vereinfachte GmbH-Gründung mit Bürgerkarte oder Handysignatur</strong></p> <p>Durch das Deregulierungsgesetz 2017 wird unter bestimmten Voraussetzungen ab 1.1.2018 befristet auf drei Jahre eine vereinfachte Gesellschaftsgründung ohne Notar zugelassen. Im Folgenden werden die Eckpunkte der neuen Regelung dargestellt.</p> <p>Voraussetzungen sind:</p> <ul> <li>Standard-GmbH mit Mustersatzung mit natürlicher Person als einzigem Gesellschafter, der auch einziger Geschäftsführer werden soll.</li> <li>Auf das Stammkapital (€ 35.000,00 bzw. gründungsprivilegiert: € 10.000,00) erfolgt eine Bareinzahlung in Höhe von € 17.500,00 bzw. € 5.000,00.</li> <li>Die Errichtungserklärung beschränkt sich auf einen Mindestinhalt (Firma und Sitz der Gesellschaft, Gegenstand des Unternehmens, Höhe des Stammkapitals, Höhe der zu leistenden Stammeinlage), Bestellung des Geschäftsführers, die Gründungs­privi­le­gierung, Vereinbarung des Gründungskostenersatzes bis maximal € 500,00 und be­stimmten Regelungen zur Verteilung des Bilanzgewinns.</li> <li>Die Identität des Gesellschafters muss im Zuge der Gründung in elektronischer Form zweifelsfrei festgestellt werden.</li> <li>Das Kreditinstitut prüft die Identität des zukünftigen Gesellschafters und Geschäfts­führers anhand von Lichtbildausweis und Musterzeichnung anlässlich der Einzahlung der in bar zu leistenden Stammeinlage.</li> <li>Das Kreditinstitut übermittelt Bankbestätigung, Kopie des Lichtbildausweises und Musterzeichnung elektronisch an das Firmenbuch.</li> </ul> <p>Erleichterung:</p> <ul> <li>Statt eines Notariatsaktes reicht für die Errichtung der Gesellschaft die elektronische Erklärung des Gesellschafters über die Errichtung der Gesellschaft via USP (Unter­nehmerserviceportal) unter Verwendung der elektronischen Signatur (Bürgerkarte, Handysignatur) und</li> <li>die Anmeldung der Gesellschaft zur Eintragung im Firmenbuch in elektronischer Form ohne Beglaubigung.</li> </ul> <p><em>Hinweis: Wird bei einer Firmengründung dennoch ein Notar beauftragt, ist in Standardfällen seit 1.7.2017 nur mehr ein deutlich geringerer Tarif fällig.</em></p></div> </div> <p class="hideme_print top_anchor"> <a class="arrow" href="#top" title="nach oben">nach oben</a> </p> </div> <div class="infolist_section item_2" id="infolist_section_gewerberecht"> <h2 title="Gewerberecht">Gewerberecht</h2> <div class="content"> <div id="e136400" class="zms_textarea "><p>Wenn die GmbH gewerblich tätig ist, ist dafür ein Gewerbeschein erforderlich. Die Gewerbeberechtigung muss auf die GmbH lauten. Aus diesem Grund kann die Anmeldung des Gewerbes erst nach Eintragung ins Firmenbuch erfolgen. Dann erst ist der für die Gewerbeanmeldung notwendige Firmenbuchauszug verfügbar.</p> <p>Für die Erlangung einer Gewerbeberechtigung muss bei der Gewerbebehörde ein gewerberechtlicher Geschäftsführer namhaft gemacht werden. Dieser muss neben den allgemeinen persönlichen Voraussetzungen auch die Voraussetzungen für die Erlangung der jeweiligen Gewerbeberechtigung erfüllen.</p> <p>Erfüllt der im Firmenbuch eingetragene Geschäftsführer nicht diese Voraussetzungen, kann ein bei der Gebietskrankenkasse angemeldeter Dienstnehmer als gewerberechtlicher Geschäftsführer eingesetzt werden. Dieser muss aber mindestens die halbe wöchentliche Normalarbeitszeit im Betrieb beschäftigt sein.</p></div> </div> <p class="hideme_print top_anchor"> <a class="arrow" href="#top" title="nach oben">nach oben</a> </p> </div> <div class="infolist_section item_3 last" id="infolist_section_steuerrecht"> <h2 title="Steuerrecht">Steuerrecht</h2> <div class="content"> <div id="e136402" class="zms_textarea "><h3>Allgemeine Besteuerung</h3> <p>Die Gesellschaft mit beschränkter Haftung ist ein eigenes Steuersubjekt, das der Körperschaftsteuer unterliegt. Gewinne, die von der GmbH erwirtschaftet werden, unterliegen auf Ebene der GmbH der Körperschaftsteuer. Diese beträgt 25 %. Sofern Gewinne von der GmbH an natürliche Personen ausgeschüttet werden, unterliegen die ausgeschütteten Gewinnanteile auf Ebene der Gesellschafter der Kapitalertragsteuer in Höhe von 27,5 %. Der an den Gesellschafter ausgeschüttete Gewinn unterliegt somit einer Steuerbelastung von insgesamt 45,63 %.</p> <p>Sollte die GmbH Verluste erzielen, können diese nur auf Ebene der GmbH verwertet (in Folgejahren abgezogen) werden. Die Verluste können aber grundsätzlich nicht auf den Gesellschafter übergehen.</p> <h3>Mindest-Körperschaftsteuer</h3> <p>Auch in wirtschaftlich nicht erfolgreichen Jahren muss eine GmbH Körperschaftsteuer abführen.</p> <p>Sie beträgt für alle ab dem 1.7.2013 neu gegründeten GmbHs für die ersten fünf Jahre € 500,00 p.a., für die nächsten fünf Jahre € 1.000,00 p.a. und danach € 1.750,00 p.a.<br />Für alle davor gegründeten GmbHs beträgt die Mindestkörperschaftsteuer € 1.750,00 p.a. </p> <p>Die Mindestkörperschaftsteuer wird in späteren Jahren, in denen der Gewinn linear mit 25 % besteuert wird, auf die dann zu entrichtende Körperschaftsteuer angerechnet. Somit kann sie als Vorauszahlung angesehen werden.</p> <h3>Beziehung zwischen Gesellschafter und Gesellschaft</h3> <p>Gesellschafter mit einem Anteil von bis zu 25 % am Stammkapital der GmbH können in einem steuerlichen Dienstverhältnis zur GmbH stehen. Das heißt, die Vergütungen, die sie für ihre Arbeitsleistungen an die Gesellschaft erhalten, unterliegen der Lohnsteuer. Bei einer Beteiligung von mehr als 25 % unterliegen die Vergütungen für Tätigkeiten der Einkommensteuer. Der Gesellschafter bezieht Einkünfte aus selbständiger Arbeit.</p> <h3>Kommunalsteuer</h3> <p>Gesellschafter, die mit der Gesellschaft ein Dienstverhältnis eingehen oder eine Beschäftigung ausüben, die bis auf die Weisungsgebundenheit alle Merkmale eines Dienstverhältnisses aufweist, unterliegen zusätzlich der Kommunalsteuer.</p> <h3>Sozialversicherung</h3> <p>Die bloße Gesellschafterstellung führt noch zu keiner Sozialversicherungspflicht. Wenn ein Gesellschafter gleichzeitig als Geschäftsführer der GmbH tätig ist, sind mehrere Fälle zu unterscheiden: Bei einer Beteiligung bis zu 25 % besteht ASVG-Versicherungspflicht (Versicherungspflicht nach dem Allgemeinen Sozialversicherungsgesetz), und ab 50 % grundsätzlich GSVG-Versicherungspflicht (Sozialversicherungsanstalt der gewerblichen Wirtschaft). Bei einer Beteiligung zwischen 25 % und 50 % kann ASVG- oder GSVG-Pflicht vorliegen.</p></div> </div> <p class="hideme_print top_anchor"> <a class="arrow" href="#top" title="nach oben">nach oben</a> </p> </div> <div id="e137794" class="zms_textarea "><p>Stand: 2. Jänner 2019</p></div> <div class="hideme_print top_anchor"> <a class="arrow" href="#content" title="nach oben">nach oben</a> </div> <div id="e137796" class="zms_textarea "><p class="disclaimer">Trotz sorgfältiger Datenzusammenstellung können wir keine Gewähr für die vollständige Richtigkeit der dargestellten Informationen übernehmen. Sollten Sie spezielle Fragen zu einem der Themen haben, stehen wir Ihnen jederzeit gerne für ein persönliches Gespräch zur Verfügung.</p></div> gruendung_einer_personengesellschaftGründung einer Personengesellschaft <div class="infolist_section item_1 first" id="infolist_section_offene_gesellschaft_og_"> <h2 title="Offene Gesellschaft (OG)">Offene Gesellschaft (OG)</h2> <div class="content"> <div id="e136407" class="zms_textarea "><h3>Grundlagen</h3> <p>Eine OG besteht aus mindestens zwei Gesellschaftern, die alle für die Schulden der Gesellschaft unmittelbar und persönlich (also auch mit ihrem Privatvermögen) haften.</p> <p>Die Rechtsform der OG wird gerne für kleine und mittlere Unternehmen gewählt, bei denen die Gesellschafter bereit sind, Arbeit und Kapital einzusetzen.</p> <h3>Gründung</h3> <p>Eine OG entsteht durch einen Gesellschaftsvertrag, der zwischen den Gesellschaftern (mindestens zwei) abgeschlossen wird. Als Gesellschafter kommen sowohl natürliche als auch juristische Personen in Frage.</p> <p>Für den Gesellschaftsvertrag gibt es grundsätzlich keine gesetzlichen Formvorschriften. Auch ein mündlicher Gesellschaftsvertrag ist möglich, wenngleich die Schriftform empfohlen wird. Im Gesellschaftsvertrag werden die Rechte und Pflichten der einzelnen Gesellschafter geregelt: Geschäftsführung, Gewinn- und Verlustbeteiligung, Vereinbarungen für den Fall des Ablebens oder Ausscheidens eines Gesellschafters oder die Auflösung der Gesellschaft.</p> <p>Im Gegensatz zum GmbH-Gesellschaftsvertrag ist der OG-Gesellschaftsvertrag nicht notariatsaktpflichtig.</p> <h3>Firma</h3> <p>Die Firma einer OG kann auf dreierlei Art gebildet werden:</p> <ul> <li>Personenfirma: Die Firma kann den Namen eines oder aller Gesellschafter enthalten.</li> <li>Sachfirma: Die Sachbezeichnung muss einen beschreibenden oder charakteristischen Bezug zu einer unternehmerischen Tätigkeit haben.</li> <li>Fantasiefirma: Die Verwendung eines Fantasiewortes ist dann zulässig, wenn sie zur Kennzeichnung des Unternehmers geeignet ist, Unterscheidungskraft besitzt und keine Angaben enthält, die zur Irreführung geeignet sind.</li> </ul> <p>Alle drei Arten haben die Gemeinsamkeit, dass sie zwingend den Zusatz „offene Gesellschaft“ oder eine allgemein verständliche Abkürzung dieser Bezeichnung, insbesondere „OG“, führen müssen.</p> <p>Bei freien Berufen kann der Zusatz „Partnerschaft“ gewählt werden, wobei ein Hinweis auf den ausgeübten Beruf enthalten sein muss. Bereits vor dem 1.1.2007 gegründete OHGs können den Rechtformzusatz OHG beibehalten.</p> <h3>Firmenbuch</h3> <p>Die OG ist von den Gesellschaftern zur Eintragung in das Firmenbuch anzumelden. Zuständig ist jenes Gericht, in dessen Sprengel die OG ihren Sitz hat.</p> <p>Die Anmeldung hat folgende Angaben zu enthalten:</p> <ul> <li>Name und Geburtsdatum jedes Gesellschafters, allenfalls seine Firmenbuchnummer</li> <li>Name und Geburtsdatum der vertretungsbefugten Personen</li> <li>Beginn und Art der Vertretungsbefugnis</li> <li>die Firma und Rechtsform der Gesellschaft</li> <li>den Ort ihres Sitzes und die Geschäftsanschrift</li> <li>Geschäftszweig</li> <li>den Stichtag für den Jahresabschluss</li> <li>den Zeitpunkt des Abschlusses des Gesellschaftsvertrages und</li> <li>den Zeitpunkt, an dem die Gesellschaft ihren Betrieb aufgenommen hat.</li> </ul> <p>Weiters ist der Anmeldung eine Musterzeichnungserklärung, die von den Gesellschaftern beglaubigt zu unterfertigen ist, beizulegen.</p> <p>Das Gericht hat die Anmeldung zu prüfen und nimmt dann die Eintragung in das Firmenbuch vor.</p> <h3>Vertretung</h3> <p>Wenn der Gesellschaftsvertrag keine anderen Bestimmungen enthält, ist aufgrund des Gesetzes jeder Gesellschafter berechtigt und verpflichtet, die Gesellschaft zu vertreten.</p> <p>Auch wenn ein Gesellschafter von Vertretungs- oder Geschäftsführungsbefugnissen per Gesellschaftsvertrag ausgeschlossen wird, kommt es zu keiner Haftungsbeschränkung dieses Gesellschafters gegenüber den Gläubigern.</p> <h3>Gewerberecht</h3> <p>Für die erforderliche Gewerbeberechtigung (diese muss auf die Gesellschaft lauten) bedarf es eines gewerberechtlichen Geschäftsführers. Der gewerberechtliche Geschäftsführer kann entweder ein Gesellschafter der OG sein oder ein voll versicherungspflichtiger Arbeitnehmer, der in einem Arbeitsverhältnis zur Gesellschaft steht, welches mindestens die Hälfte der wöchentlichen Normalarbeitszeit ausmacht.</p> <h3>Sozialversicherung</h3> <p>Alle Gesellschafter einer gewerblich tätigen OG sind grundsätzlich GSVG-pflichtversichert.</p> <h3>Steuern</h3> <p>Die OG selbst ist weder körperschaftsteuerpflichtig noch einkommensteuerpflichtig. Ertragsteuerlich ist sie kein eigenes Steuersubjekt. Es wird bloß der Gewinn der OG auf Ebene der Gesellschaft ermittelt und den einzelnen Gesellschaftern direkt zugerechnet. Einkommensteuerpflichtig sind somit die Gesellschafter mit ihrem Gewinnanteil.</p> <p>Erhält der Gesellschafter von der OG Vergütungen – z. B. für seine Mitarbeit oder die Überlassung von Wirtschaftsgütern –, so gelten diese als Gewinn, der dem Gesellschafter vorab ausgeschüttet wird. Solche Vergütungen zählen beim Gesellschafter zu den betrieblichen Einkünften und sind bei ihm steuerpflichtig. Für Zwecke der steuerlichen Gewinnermittlung wird ein Dienstverhältnis zwischen Gesellschafter und Gesellschaft nicht akzeptiert.</p></div> </div> <p class="hideme_print top_anchor"> <a class="arrow" href="#top" title="nach oben">nach oben</a> </p> </div> <div class="infolist_section item_2 last" id="infolist_section_kommanditgesellschaft_kg_"> <h2 title="Kommanditgesellschaft (KG)">Kommanditgesellschaft (KG)</h2> <div class="content"> <div id="e136409" class="zms_textarea "><h3>Grundlagen</h3> <p>Eine Kommanditgesellschaft besteht aus mindestens zwei Gesellschaftern, von denen mindestens einer für die Schulden der Gesellschaft unmittelbar und persönlich (also auch mit seinem Privatvermögen) (= Komplementär) und mindestens einer nur beschränkt in der Höhe seiner Vermögenseinlage haftet (= Kommanditist). Kommanditisten sind von der Geschäftsführung ausgeschlossen und haben grundsätzlich kein laufendes Informationsrecht.</p> <p>Die Kommanditgesellschaft stellt gewissermaßen eine Sonderform der offenen Gesellschaft dar. Außer den Sonderregelungen für den Kommanditisten kommen daher im Wesentlichen dieselben Vorschriften wie für die OG zur Anwendung. Beachten Sie deshalb auch die allgemeinen Ausführungen zur Gesellschaftsgründung einer OG.</p> <h3>Gründung</h3> <p>Für den Gesellschaftsvertrag gelten dieselben Regeln wie für die OG. Ist der Komplementär eine Gesellschaft mit beschränkter Haftung, so entsteht eine sogenannte GmbH &amp; Co KG. Damit soll über die Rechtsform einer GmbH neben der Haftungsbeschränkung des Kommanditisten auch eine beschränkte Haftung beim Komplementär erreicht werden.</p> <h3>Firmenbuch</h3> <p>Die Firma einer KG kann auf dreierlei Art gebildet werden:</p> <ul> <li>Personenfirma: Die Firma kann den Namen eines oder aller unbeschränkt haftenden Gesellschafter(s) enthalten.</li> <li>Sachfirma: Die Sachbezeichnung muss einen beschreibenden oder charakteristischen Bezug zu einer unternehmerischen Tätigkeit haben.</li> <li>Fantasiefirma: Die Verwendung eines Fantasiewortes ist dann zulässig, wenn sie Leistungen oder Produkte des Unternehmens bezeichnet, die sich unter dem gewählten Namen im Geschäftsverkehr schon durchgesetzt haben.</li> </ul> <p>Alle drei Arten haben die Gemeinsamkeit, dass sie zwingend den Zusatz „Kommanditgesellschaft“ oder eine allgemein verständliche Abkürzung dieser Bezeichnung, insbesondere „KG“, führen müssen. Wenn keine natürliche Person unbeschränkt haftet, muss dieser Umstand aus der Firma erkennbar sein. In diesem Fall handelt es sich um eine GmbH &amp; Co KG.</p> <p>Bei freien Berufen kann der Zusatz Partnerschaft gewählt werden, wobei ein Hinweis auf den ausgeübten Beruf enthalten sein muss.</p> <h3>Geschäftsführung</h3> <p>Das Gesetz sieht vor, dass jeder unbeschränkt haftende Gesellschafter berechtigt und verpflichtet ist, die Gesellschaft zu vertreten. Im Falle mehrerer unbeschränkt haftender Gesellschafter kann im Gesellschaftsvertrag einer oder mehrere Gesellschafter von der Geschäftsführung ausgeschlossen werden.</p> <p>Kommanditisten sind nach dem Gesetz zur Geschäftsführung nicht berechtigt. Ihnen stehen bestimmte Kontrollrechte zu, die durch den Gesellschaftsvertrag abgeändert werden können.</p> <h3>Gewerberecht</h3> <p>Für die erforderliche Gewerbeberechtigung (diese muss auf die Gesellschaft lauten) bedarf es eines gewerberechtlichen Geschäftsführers. Der gewerberechtliche Geschäftsführer kann entweder ein voll haftender Gesellschafter der KG sein oder ein voll versicherungspflichtiger Arbeitnehmer, der in einem Arbeitsverhältnis zur Gesellschaft steht, welches mindestens die Hälfte der wöchentlichen Normalarbeitszeit ausmacht.</p> <h3>Sozialversicherung</h3> <p>Handelt es sich um eine KG, die Mitglied der Wirtschaftskammer ist, so unterliegen alle persönlich haftenden Gesellschafter der Pflichtversicherung nach dem GSVG (Gewerbliche Sozialversicherung).</p> <p>Ein Kommanditist einer KG kann ASVG-pflichtversichert sein, wenn er mit der Gesellschaft ein Dienstverhältnis eingeht. Ist ein Gesellschafter nach dem 30. Juni 1998 Kommanditist einer KG geworden und in der Gesellschaft mittätig, ohne jedoch ein echtes oder ein freies Dienstverhältnis eingegangen zu sein, ist er GSVG-versicherungspflichtig, unabhängig davon, ob die KG einen Gewerbeschein hat oder nicht.</p> <h3>Steuern</h3> <p>Die KG selbst ist weder körperschaftsteuerpflichtig noch einkommensteuerpflichtig. Ertragsteuerlich ist sie kein eigenes Steuersubjekt. Es wird bloß der Gewinn der KG auf Ebene der Gesellschaft ermittelt und den einzelnen Gesellschaftern direkt zugerechnet. Einkommensteuerpflichtig sind somit die Gesellschafter mit ihrem Gewinnanteil.</p> <p>Erhält der Gesellschafter von der KG Vergütungen – z. B. für seine Mitarbeit oder die Überlassung von Wirtschaftsgütern –, so gelten diese als Gewinn, der dem Gesellschafter vorab ausgeschüttet wird. Sie zählen beim Gesellschafter zu den betrieblichen Einkünften und sind bei ihm steuerpflichtig.</p></div> </div> <p class="hideme_print top_anchor"> <a class="arrow" href="#top" title="nach oben">nach oben</a> </p> </div> <div id="e137797" class="zms_textarea "><p>Stand: 2. Jänner 2019</p></div> <div class="hideme_print top_anchor"> <a class="arrow" href="#content" title="nach oben">nach oben</a> </div> <div id="e137799" class="zms_textarea "><p class="disclaimer">Trotz sorgfältiger Datenzusammenstellung können wir keine Gewähr für die vollständige Richtigkeit der dargestellten Informationen übernehmen. Sollten Sie spezielle Fragen zu einem der Themen haben, stehen wir Ihnen jederzeit gerne für ein persönliches Gespräch zur Verfügung.</p></div> gruendung_einzelunternehmenGründung Einzelunternehmen <div id="e135491" class="zms_textarea "><p>Inhaber eines Einzelunternehmens ist eine einzige Person, die das Unternehmen betreibt. Diese Person führt das Unternehmen alleine und trägt das Risiko alleine. Zwischen dem Inhaber und dem Unternehmen besteht beim Einzelunternehmen eine sehr enge Verbindung. Dies äußert sich unter anderem dadurch, dass der Einzelunternehmer nicht nur mit seinem gesamten Betriebsvermögen, sondern auch mit seinem Privatvermögen für die Schulden des Unternehmens in unbeschränkter Höhe haftet.</p> <p><strong>Gründung:</strong> Ein Einzelunternehmen entsteht prinzipiell mit der Aufnahme der Tätigkeit, ohne dass es eines speziellen Gründungsaktes oder Vertrages bedarf. Beachten Sie jedoch allenfalls folgende Erfordernisse:</p> <ul> <li>Gewerbeanmeldung bzw. Bewilligungsansuchen</li> <li>Betriebsanlagengenehmigung</li> <li>Eventuell Eintragung im Firmenbuch</li> </ul></div> <div class="infolist_section item_1 first" id="infolist_section_gewerbeberechtigung"> <h2 title="Gewerbeberechtigung">Gewerbeberechtigung</h2> <div class="content"> <div id="e135494" class="zms_textarea "><p>Sofern im Rahmen des Einzelunternehmens eine gewerbliche Tätigkeit ausführt wird, ist dafür eine Gewerbeberechtigung erforderlich. In diesem Fall sind vom Einzelunternehmer die für die Erlangung der Gewerbeberechtigung erforderlichen Voraussetzungen zu erfüllen. Können die besonderen Voraussetzungen nicht nachgewiesen werden, besteht die Möglichkeit der Bestellung eines gewerberechtlichen Geschäftsführers. Dieser muss sich im Betrieb betätigen und als voll versicherungspflichtiger Arbeitnehmer mindestens die Hälfte der wöchentlichen Normalarbeitszeit im Betrieb beschäftigt sein.</p></div> </div> <p class="hideme_print top_anchor"> <a class="arrow" href="#top" title="nach oben">nach oben</a> </p> </div> <div class="infolist_section item_2" id="infolist_section_firmenbuch"> <h2 title="Firmenbuch">Firmenbuch</h2> <div class="content"> <div id="e135496" class="zms_textarea "><p>Einzelunternehmer (ausgenommen Angehörige freier Berufe, Land- und Forstwirte) sind aufgrund des Unternehmensgesetzbuches (UGB) ab einer gewissen Umsatzgrenze zur Rechnungslegung verpflichtet. Sie müssen sich dann auch in das Firmenbuch eintragen lassen.</p> <p>Die Umsatzgrenze berechnet sich wie folgt: Wurde im abgelaufenen Geschäftsjahr mehr als € 1.000.000,00 Umsatz erzielt, tritt ab dem folgenden Geschäftsjahr die Rechnungslegungspflicht ein. Liegt der Umsatz zwei Geschäftsjahre lang über € 700.000,00, setzt die Buchführungspflicht im zweitfolgenden Geschäftsjahr ein.<br /> Eine freiwillige Eintragung in das Firmenbuch ist immer möglich, diese zieht keine Rechnungslegungspflicht nach sich.</p></div> </div> <p class="hideme_print top_anchor"> <a class="arrow" href="#top" title="nach oben">nach oben</a> </p> </div> <div class="infolist_section item_3" id="infolist_section_firma"> <h2 title="Firma">Firma</h2> <div class="content"> <div id="e135498" class="zms_textarea "><p>Die Firma eines im Firmenbuch eingetragenen Einzelunternehmers ist der Name, unter dem der Kaufmann sein Unternehmen betreibt.</p> <ul> <li>Personenfirma: Die Firma kann den Namen des Einzelunternehmers enthalten.</li> <li>Sachfirma: Die Sachbezeichnung muss einen beschreibenden oder charakteristischen Bezug zu einer unternehmerischen Tätigkeit haben.</li> <li>Fantasiefirma: Die Verwendung eines Fantasiewortes ist dann zulässig, wenn sie zur Kennzeichnung des Unternehmers geeignet ist, Unterscheidungskraft besitzt und keine Angaben enthält, die zur Irreführung geeignet sind.</li> </ul> <p>Die Firma kann auf dreierlei Art gebildet werden. Alle drei Arten haben die Gemeinsamkeit, dass sie zwingend den Zusatz „eingetragene Unternehmerin“, „eingetragener Unternehmer“ oder eine allgemein verständliche Abkürzung dieser Bezeichnung, insbesondere „e. U.“ führen müssen. Angehörige eines freien Berufes, soweit die berufsrechtlichen Vorschriften für die Firma nicht anders lauten, müssen einen Hinweis auf den ausgeübten Beruf in den Firmennamen aufnehmen.</p></div> </div> <p class="hideme_print top_anchor"> <a class="arrow" href="#top" title="nach oben">nach oben</a> </p> </div> <div class="infolist_section item_4" id="infolist_section_sozialversicherung"> <h2 title="Sozialversicherung">Sozialversicherung</h2> <div class="content"> <div id="e136414" class="zms_textarea "><p>Ein gewerblich tätiger Einzelunternehmer ist aufgrund einer Gewerbe- oder anderen Berufsberechtigung Mitglied der Wirtschaftskammer und folglich grundsätzlich GSVG-versichert. (Pflichtversicherung nach dem gewerblichen Sozialversicherungsgesetz bei der Sozialversicherungsanstalt der gewerblichen Wirtschaft).</p> <p>Einzelunternehmer, die nicht Mitglied der Wirtschaftskammer sind, sind abhängig von der Höhe ihres Einkommens ebenfalls grundsätzlich nach dem GSVG versichert.</p> <p>Der GSVG-Versicherungsumfang enthält die Kranken-, Unfall- und Pensionsversicherung.</p> <p>Bemessungsgrundlage für die Sozialversicherungsbeiträge ist – unter Berücksichtigung der Mindest- und Höchstbeitragsgrundlage – das im jeweiligen Kalenderjahr erzielte Einkommen.</p> <p>GSVG-Pflichtversicherte sind grundsätzlich nicht arbeitslosenversichert. Sie können sich allerdings freiwillig versichern lassen. Personen, die vor ihrer selbständigen Tätigkeit arbeitslosen versichert waren, behalten unbefristet den Anspruch auf Arbeitslosengeld.</p></div> </div> <p class="hideme_print top_anchor"> <a class="arrow" href="#top" title="nach oben">nach oben</a> </p> </div> <div class="infolist_section item_5" id="infolist_section_einkommensteuer"> <h2 title="Einkommensteuer">Einkommensteuer</h2> <div class="content"> <div id="e136416" class="zms_textarea "><p>Innerhalb eines Monats ab Aufnahme der Tätigkeit hat der Einzelunternehmer eine Steuernummer beim Betriebssitzfinanzamt zu beantragen.</p> <p>Der Einzelunternehmer unterliegt mit seinem Einkommen der progressiv ausgestalteten Einkommensteuer. Die Erhebung dieser Steuer erfolgt durch laufende Vorauszahlungen. Nach Ablauf des Wirtschaftsjahres ist eine Steuererklärung abzugeben. Auf dieser Grundlage ergeht ein Einkommensteuerbescheid, der entweder eine Nachzahlung oder eine Gutschrift vorsieht. Die Einkommensteuer-Vorauszahlungen sind jeweils am 15.2., 15.5., 15.8. und 15.11. des Jahres fällig. Bis zur erstmaligen Festsetzung der Einkommensteuer aufgrund der Steuererklärung wird die Vorauszahlung vom Finanzamt nach den erwarteten Gewinnen berechnet. In den nächsten Jahren werden die Vorauszahlungen nach den tatsächlichen Gewinnen mit Bescheid vorgeschrieben.</p></div> </div> <p class="hideme_print top_anchor"> <a class="arrow" href="#top" title="nach oben">nach oben</a> </p> </div> <div class="infolist_section item_6 last" id="infolist_section_umsatzsteuer"> <h2 title="Umsatzsteuer">Umsatzsteuer</h2> <div class="content"> <div id="e136418" class="zms_textarea "><p>Für „Kleinunternehmer“ besteht bis zu einem Jahresumsatz von € 30.000,00 netto eine Umsatzsteuerbefreiung.</p> <p>Kann die Kleinunternehmerregelung nicht zur Anwendung kommen, unterliegen alle Lieferungen und sonstigen Leistungen, die der Unternehmer im Rahmen seines Unternehmens im Inland gegen Entgelt ausführt, der Umsatzsteuer. Der Normalsteuersatz beträgt 20 % des Entgelts. Auf die Lieferung von Lebensmitteln, die Vermietung von Wohnraum und einige andere Umsätze ist der ermäßigte Steuersatz von 10 % anzuwenden. Seit 1.1.2016 werden einige Umsätze auch mit 13 % besteuert.</p> <p>Dem Ziel der Umsatzbesteuerung, innerhalb der Unternehmenskette keine Belastung zu verursachen, wird durch den Vorsteuerabzug entsprochen. Der Unternehmer (nicht z. B. der Kleinunternehmer) kann grundsätzlich jene Umsatzsteuer, die er selbst an andere Unternehmen bezahlt hat, als sogenannte Vorsteuer von der Umsatzsteuer abziehen, die er abzuführen hat. Daraus ergibt sich die Umsatzsteuerzahllast, die bis zum 15. des zweitfolgenden Monats an das Finanzamt zu überweisen ist.</p></div> </div> <p class="hideme_print top_anchor"> <a class="arrow" href="#top" title="nach oben">nach oben</a> </p> </div> <div id="e137800" class="zms_textarea "><p>Stand: 2. Jänner 2019</p></div> <div class="hideme_print top_anchor"> <a class="arrow" href="#content" title="nach oben">nach oben</a> </div> <div id="e137802" class="zms_textarea "><p class="disclaimer">Trotz sorgfältiger Datenzusammenstellung können wir keine Gewähr für die vollständige Richtigkeit der dargestellten Informationen übernehmen. Sollten Sie spezielle Fragen zu einem der Themen haben, stehen wir Ihnen jederzeit gerne für ein persönliches Gespräch zur Verfügung.</p></div> praxisgruendung_fuer_aerztePraxisgründung für Ärzte <div class="infolist_section item_1 first" id="infolist_section_praxisgruendung_und_uebergabe_einer_praxis"> <h2 title="Praxisgründung und Übergabe einer Praxis">Praxisgründung und Übergabe einer Praxis</h2> <div class="content"> <div id="e135512" class="zms_textarea "><p>Auf dem Weg zur Selbstständigkeit ist der Arzt als Unternehmer mit einer Reihe von rechtlichen und wirtschaftlichen Themen konfrontiert. Ein guter Start ist unser Ziel!</p> <p>Sei es bei der Neuerrichtung einer Praxis, bei der Übernahme einer bestehenden Ordination oder beim Zusammenschluss mit mehreren Berufskollegen, wir übernehmen gerne die Abklärung des steuerrechtlichen Rahmens.</p> <ul> <li>Neuerrichtung einer Praxis</li> <li>Übernahme einer bestehenden Praxis</li> <li>Übergabe einer Praxis</li> <li>Alternativen zur Einzelpraxis <ul> <li>Ordinationsgemeinschaft</li> <li>Apparategemeinschaft</li> <li>Gruppenpraxis</li> </ul> </li> </ul></div> </div> <p class="hideme_print top_anchor"> <a class="arrow" href="#top" title="nach oben">nach oben</a> </p> </div> <div class="infolist_section item_2" id="infolist_section_alternativen_zur_einzelpraxis"> <h2 title="Alternativen zur Einzelpraxis">Alternativen zur Einzelpraxis</h2> <div class="content"> <div id="e135514" class="zms_textarea "><p>Durch verschieden enge Kooperationen von freiberuflich tätigen Ärzten können erhebliche Kostenvorteile erzielt werden. Dabei stehen, je nach gewünschter Intensität der Zusammenarbeit zwischen den Ärzten, im Wesentliche folgende Gemeinschaften zur Verfügung: Die Ordinationsgemeinschaft, die Apparategemeinschaft oder eine Gruppenpraxis.</p></div> </div> <p class="hideme_print top_anchor"> <a class="arrow" href="#top" title="nach oben">nach oben</a> </p> </div> <div class="infolist_section item_3" id="infolist_section_ordinationsgemeinschaft_apparategemeinschaft"> <h2 title="Ordinationsgemeinschaft, Apparategemeinschaft">Ordinationsgemeinschaft, Apparategemeinschaft</h2> <div class="content"> <div id="e136423" class="zms_textarea "><p>Von einer <strong>Ordinationsgemeinschaft</strong> spricht man bei einer Zusammenarbeit von freiberuflich tätigen Ärzten, wenn diese die Ordinationsräume gemeinsam nutzen. Werden medizinisch-technische Geräte gemeinsam benutzt, liegt eine <strong>Apparategemeinschaft </strong>vor. Beide Arten der Gemeinschaften können auch zugleich vorliegen.</p></div> </div> <p class="hideme_print top_anchor"> <a class="arrow" href="#top" title="nach oben">nach oben</a> </p> </div> <div class="infolist_section item_4" id="infolist_section_ertrags-_und_kostenverrechnung_zwischen_den_aerzten"> <h2 title="Ertrags- und Kostenverrechnung zwischen den Ärzten">Ertrags- und Kostenverrechnung zwischen den Ärzten</h2> <div class="content"> <div id="e136425" class="zms_textarea "><p>Die Ordinations- und Apparategemeinschaft kann als bloße Kostengemeinschaft, aber auch als Ertragsgemeinschaft ausgestaltet sein. Der Erlös aus der ärztlichen Tätigkeit fließt in eine gemeinsame Kasse, aus der auch die Ausgaben bestritten werden. Der Arzt ist dann am verbleibenden Gewinn nach Maßgabe der (gesellschafts-) vertraglichen Vereinbarung beteiligt. In diesem Fall spricht man von einer Ertragsgesellschaft.</p> <p>Werden nur die Kosten nach einem sachgerechten Schlüssel (in der Regel Umsatz- oder Arbeitszeitschlüssel) gemeinsam getragen, spricht man von einer Kostengemeinschaft. Zur Deckung dieser Kosten werden von den Ärzten laufende Einzahlungen gemacht.</p></div> </div> <p class="hideme_print top_anchor"> <a class="arrow" href="#top" title="nach oben">nach oben</a> </p> </div> <div class="infolist_section item_5" id="infolist_section_wahl_der_rechtsform"> <h2 title="Wahl der Rechtsform">Wahl der Rechtsform</h2> <div class="content"> <div id="e136427" class="zms_textarea "><p>An Rechtsformen stehen bei der <strong>Ordinations- oder Apparategemeinschaft</strong> im Wesentlichen folgende zur Wahl:</p> <p>Miteigentumsgemeinschaften, Gesellschaft bürgerlichen Rechts (GesBR), offene Gesellschaft (OG), Gesellschaft mit beschränkter Haftung (GmbH) oder Aktiengesellschaft (AG).</p> <p>Für eine in der Praxis vorkommende GesBR, OG oder KG muss lediglich eine vereinfachte Gewinnermittlung in Form einer Einnahmen-Ausgaben-Rechnung geführt werden.</p> <p>Ärzte GmbHs müssen jedenfalls den Gewinn mittels doppelter Buchführung (Bilanz) ermitteln.</p> <p>Die Wahl der Rechtsform wird nicht nur von steuerrechtlichen sondern vielmehr von gesellschafts- und haftungsrechtlichen Gesichtspunkten getragen.</p> <p>Für eine <strong>Gruppenpraxis</strong> gem. Ärztegesetz steht die Rechtsform einer OG oder einer GmbH zur Verfügung. Der Behandlungsvertrag wird mit der Gruppenpraxis geschlossen.</p></div> </div> <p class="hideme_print top_anchor"> <a class="arrow" href="#top" title="nach oben">nach oben</a> </p> </div> <div class="infolist_section item_6 last" id="infolist_section_gruppenpraxen"> <h2 title="Gruppenpraxen">Gruppenpraxen</h2> <div class="content"> <div id="e136429" class="zms_textarea "><p>Das Ärztegesetz ermöglicht den Betrieb einer <strong>Gruppenpraxis</strong> in der Rechtsform einer <strong>offenen Gesellschaft (OG) </strong>oder einer <strong>Gesellschaft mit beschränkter Haftung (GmbH)</strong> unter ganz bestimmten Voraussetzungen. Eine Gruppenpraxis darf jedenfalls keine Organisationsdichte und -struktur einer Krankenanstalt in der Betriebsform eines selbständigen Ambulatoriums aufweisen. Das Ärztegesetz definiert hierzu einige Rahmenbedingungen.</p> <p>Bei einer Gruppenpraxis in der Rechtsform einer <strong>OG</strong> ist die Vergesellschaftung nicht nur auf Ertrags- und Kostenverrechnung beschränkt, sondern das gesamte Gesellschaftsvermögen inklusive des Praxiswerts gehört anteilig den beteiligten Ärzten. Steuerrechtlich hat die Gesellschaft den erzielten Gewinn einheitlich zu ermitteln, sodann ist dieser Gewinn auf die Gesellschafter aufzuteilen. Diese einheitliche Gewinnermittlung auf Gesellschaftsebene und Aufteilung des Gewinnes gesondert auf die Gesellschafter hat durch Abgabe einer Steuererklärung der Gesellschaft zu erfolgen. Die Gesellschaft selbst hat diesen Gewinn jedoch nicht zu versteuern, sondern jeder einzelne Gesellschafter hat seine Gewinnzuteilung in seine eigene Steuererklärung aufzunehmen und zu versteuern.</p> <p>Für eine Gruppenpraxis in Form einer <strong>GmbH</strong> gelten die entsprechenden Bestimmungen des GmbH-Gesetzes und des Unternehmensgesetzbuches. Es ist Buchführungspflicht gegeben und ein Jahresabschluss (Bilanz) zu erstellen und im Firmenbuch zu veröffentlichen. <br /> Die GmbH selbst ist Steuersubjekt und unterliegt mit ihrem Gewinn der Körperschaftsteuer in Höhe von 25 %. Die Gewinnausschüttungen der Kapitalgesellschaft unterliegen dann in weiterer Folge der Kapitalertragsteuer (KESt) in Höhe von 27,5 % und sind bei natürlichen Personen endbesteuert. Somit kommt es bei Vollausschüttung des gesamten Gewinns zu einer Steuerbelastung von 45,625 %.</p></div> </div> <p class="hideme_print top_anchor"> <a class="arrow" href="#top" title="nach oben">nach oben</a> </p> </div> <div id="e136430" class="zms_textarea "><p>Für Tierärzte können abweichende Regelungen gelten.</p></div> <div id="e137803" class="zms_textarea "><p>Stand: 2. Jänner 2019</p></div> <div class="hideme_print top_anchor"> <a class="arrow" href="#content" title="nach oben">nach oben</a> </div> <div id="e137805" class="zms_textarea "><p class="disclaimer">Trotz sorgfältiger Datenzusammenstellung können wir keine Gewähr für die vollständige Richtigkeit der dargestellten Informationen übernehmen. Sollten Sie spezielle Fragen zu einem der Themen haben, stehen wir Ihnen jederzeit gerne für ein persönliches Gespräch zur Verfügung.</p></div> rechnungsmerkmaleRechnungsmerkmale <div class="infolist_section item_1 first" id="infolist_section_1_merkmale_einer_rechnung"> <h2 title="1. Merkmale einer Rechnung">1. Merkmale einer Rechnung</h2> <div class="content"> <div id="e137661" class="zms_textarea "><p>Eine Rechnung berechtigt nur dann zum Vorsteuerabzug, wenn sie den Formvorschriften des Umsatzsteuergesetzes entspricht. Um diesen Formvorschriften zu genügen, muss eine Rechnung folgende Merkmale aufweisen:</p> <ul> <li>Name und Anschrift des liefernden/leistenden und des empfangenden Unternehmers</li> <li>Menge und Bezeichnung der gelieferten Gegenstände bzw. Art und Umfang der sonstigen Leistung</li> <li>Tag der Lieferung oder der sonstigen Leistung oder den Zeitraum über den sich die sonstige Leistung erstreckt. Bei Lieferungen oder sonstigen Leistungen, die abschnittsweise abgerechnet werden, genügt die Angabe des Abrechnungszeitraumes (wenn dieser einen Kalendermonat nicht übersteigt), wie z. B. bei mehrtägigen Übernachtungen in einem Hotel.</li> <li>das Entgelt für die Lieferung oder sonstige Leistung und den anzuwendenden Steuersatz; wird die Rechnung nicht in Euro ausgestellt, ist der Steuerbetrag zusätzlich in Euro anzugeben. Steht der Betrag in Euro im Zeitpunkt der Rechnungsausstellung noch nicht fest, hat der Unternehmer nachvollziehbar anzugeben welche Umrechnungsmethode angewendet wird. </li> <li>den auf das Entgelt entfallenden Steuerbetrag</li> <li>falls eine Steuerbefreiung besteht oder die Steuerschuld übergeht: ein Hinweis darauf, dass die Lieferung oder sonstige Leistung steuerbefreit ist bzw. Hinweis auf einen Übergang der Steuerschuld</li> <li>das Ausstellungsdatum</li> <li>eine fortlaufende Nummer zur Identifizierung der Rechnung</li> <li>die UID-Nummer des liefernden/leistenden Unternehmers</li> <li>die UID-Nummer des empfangenden Unternehmers, wenn der Rechnungsbruttobetrag € 10.000,00 übersteigt.</li> <li>ein Hinweis auf die Differenzbesteuerung, wenn sie angewendet wird (z. B. Autohandel oder Antiquitätenhändler)</li> </ul> <p>Achtung: In das Firmenbuch eingetragene Unternehmer haben zusätzlich die Vorschriften nach dem UGB, wie z. B. Rechtsform, Firmenbuchgericht, Sitz, Firmenbuchnummer zu beachten.</p> <p>Seit 1.1.2016 sind bei Barumsätzen noch weitere Vorschriften zu beachten - aufgrund der neuen Belegerteilungspflicht.</p> <p><strong>Beispiel:</strong></p></div> <div class="zms_graphic left" id="e137662"> <div style="width: 450px; text-align: right;" class="graphic"> <img style="width: 450px; display: block;" alt="Rechnungsmuster" title="Rechnungsmuster" src="/content/e3/e128028/e135529/e137660/e137662/img/ger/infoliste_rechnungsmerkmale_2019.jpg?checksum=f7891ff060037dd8b2eca5ced3465406736887af" class="img" /> </div> </div> <div id="e137663" class="zms_textarea "><p><strong>Download:</strong> <a href="http://www.atikon.com/common/infolisten_download/Rechnungsmuster.pdf" target="_blank">Rechnungsmuster.pdf</a></p> <p>Unternehmer sind generell verpflichtet, Rechnungen über Lieferungen und Leistungen an andere Unternehmer oder Körperschaften auszustellen.</p> <p>Ein Unternehmer ist bei Erbringung von steuerpflichtigen Werklieferungen oder Werkleistungen im Zusammenhang mit einem Grundstück auch gegenüber Privaten verpflichtet, eine Rechnung auszustellen. Die Rechnungsausstellung muss innerhalb von sechs Monaten nach Ausführung des Umsatzes erfolgen (gilt nicht bei Reverse Charge).</p> <p><strong>Folgendes ist noch zu beachten:</strong></p> <ul> <li>Die Bestimmungen zur Rechnungslegung gelten sowohl für Anzahlungsrechnungen als auch für Teilrechnungen und Gutschriften.</li> <li>Hinsichtlich der fortlaufenden Nummer der Rechnung ist durch den Leistungsempfänger keine Überprüfung vorzunehmen.</li> <li>In die fortlaufende Nummerierung können auch die Kleinbetragsrechnungen einbezogen werden.</li> <li>Unternehmer, die nur Umsätze ausführen, für welche die Steuer nach § 22 Abs. 1 UStG mit 10 % bzw. 13 % der Bemessungsgrundlage festgesetzt wird (das sind nichtbuchführungspflichtige land- und forstwirtschaftliche Unternehmer), erhalten keine UID-Nummer und können daher in ihren Rechnungen auch die UID-Nummer nicht angeben. Derartige Rechnungen berechtigen trotz Fehlens der UID-Nummer des leistenden Unternehmers zum Vorsteuerabzug, vorausgesetzt, der leistende Unternehmer weist in der Rechnung an einen anderen Unternehmer darauf hin, dass der Umsatz nach § 22 Abs. 1 UStG dem Durchschnittssteuersatz von 13 % unterliegt.</li> </ul></div> </div> <p class="hideme_print top_anchor"> <a class="arrow" href="#top" title="nach oben">nach oben</a> </p> </div> <div class="infolist_section item_2" id="infolist_section_2_kleinbetragsrechnungen"> <h2 title="2. Kleinbetragsrechnungen">2. Kleinbetragsrechnungen</h2> <div class="content"> <div id="e137665" class="zms_textarea "><p>Übersteigt der Rechnungsbetrag € 400,00 nicht, handelt es sich um eine Kleinbetragsrechnung.</p> <p>Hier genügen folgende Angaben:</p> <ul> <li>Name und Anschrift des liefernden oder leistenden Unternehmers</li> <li>Menge und handelsübliche Bezeichnung der gelieferten Gegenstände bzw. Art und Umfang der sonstigen Leistung</li> <li>Tag der Lieferung oder Leistung oder Zeitraum, über den sich die Leistung erstreckt</li> <li>Entgelt und Steuerbetrag für die Lieferung oder sonstige Leistung in einer Summe</li> <li>Steuersatz</li> <li>Rechnungsdatum</li> </ul></div> </div> <p class="hideme_print top_anchor"> <a class="arrow" href="#top" title="nach oben">nach oben</a> </p> </div> <div class="infolist_section item_3" id="infolist_section_3_belegerteilungspflicht"> <h2 title="3. Belegerteilungspflicht">3. Belegerteilungspflicht</h2> <div class="content"> <div id="e137667" class="zms_textarea "><p>Unternehmer müssen für jede empfangene Barzahlung einen Beleg ausstellen. Dieser Beleg kann grundsätzlich auch elektronisch übermittelt werden. Zu den Barumsätzen zählen auch Zahlungen mit Bankomatkarte, Kreditkarte oder mit Gutscheinen. Diese Verpflichtung gilt grundsätzlich unabhängig von der Höhe des Jahresumsatzes und vom Betrag der Barzahlung.</p> <p>Die Angaben, die ein Beleg aufgrund der Belegerteilungspflicht enthalten muss, weichen von den Bestimmungen im Umsatzsteuergesetz ab.</p> <h3>Mindestangaben am Beleg laut Belegerteilungspflicht</h3> <p>Der Beleg muss mindestens folgende Angaben enthalten:</p> <ol> <li>eindeutige Bezeichnung des liefernden oder leistenden Unternehmers oder desjenigen der statt dem Unternehmen einen Beleg erteilen kann,</li> <li>fortlaufende Nummer mit einer oder mehreren Zahlenreihen, die zur Identifizierung des Geschäftsvorfalles einmalig vergeben wird,</li> <li>den Tag der Belegausstellung</li> <li>die Menge und handelsübliche Bezeichnung der gelieferten Gegenstände oder die Art und den Umfang der sonstigen Leistungen und</li> <li>den Betrag der Barzahlung, wobei es genügt, dass dieser Betrag auf Grund der Belegangaben rechnerisch ermittelbar ist.</li> </ol> <p>Die Punkte 1 und 4 können auch durch Symbole oder Schlüsselzahlen ausgedrückt werden, wenn ihre eindeutige Bestimmung aus dem Beleg oder anderen Unterlagen ersichtlich ist. Ist der Empfänger der Leistung bzw. Lieferung Unternehmer, können die im 4. Punkt geforderten Angaben auch in anderen Unterlagen enthalten sein, wenn auf diese Unterlagen im Beleg hingewiesen wird.</p> <p>Bei Verwendung von elektronischen Registrierkassen hat der Beleg seit 1.4.2017 zusätzliche Angaben zu enthalten:</p> <ul> <li>die Kassenidentifikationsnummer,</li> <li>Datum und Uhrzeit der Belegausstellung,</li> <li>Betrag der Barzahlung getrennt nach Steuersätzen,</li> <li>Inhalt des maschinenlesbaren Codes; das kann ein QR-Code sein oder ein Link in maschinenlesbarer Form, z. B. als Barcode.</li> </ul> <p>Der Unternehmer muss eine Durchschrift oder eine sonstige Zweitschrift anfertigen und aufbewahren.</p> <h3>Ausnahmen</h3> <p>Von der Belegerteilungspflicht ausgenommen sind z. B.:</p> <ul> <li>Umsätze bis jeweils € 30.000,00 pro Jahr, die ausgeführt werden <ul> <li>außerhalb von festen Räumlichkeiten (z. B. von Haus zu Haus oder auf öffentlichen Orten),</li> <li>in unmittelbarem Zusammenhang mit Hütten (z. B. Alm-, Berg-, Schi- und Schutzhütten),</li> <li>in einer Buschenschank, wenn der Betrieb an nicht mehr als 14 Tagen im Jahr geöffnet ist,</li> <li>durch eine von einem gemeinnützigen Verein geführte Kantine, die nicht mehr als 52 Tage im Jahr betrieben wird,</li> </ul> </li> <li>unentbehrliche Hilfsbetriebe von abgabenrechtlich begünstigten Körperschaften,</li> <li>Automaten, die vor dem 1.1.2016 in Betrieb genommen wurden, insofern der Einzelumsatz € 20,00 nicht übersteigt.</li> </ul></div> </div> <p class="hideme_print top_anchor"> <a class="arrow" href="#top" title="nach oben">nach oben</a> </p> </div> <div class="infolist_section item_4" id="infolist_section_4_dauerrechnung"> <h2 title="4. Dauerrechnung">4. Dauerrechnung</h2> <div class="content"> <div id="e137669" class="zms_textarea "><p>Dauerrechnungen findet man zum Beispiel bei Miet-, Pacht-, oder Wartungsverträgen. Hier wird nicht für jedes Abrechnungsintervall eine neue Rechnung ausgestellt. Eine Dauerrechnung kann zum Beispiel für ein Kalenderjahr gelten. Allerdings muss sie genauso den Vorschriften des Umsatzsteuergesetzes entsprechen, wie jede andere Rechnung.</p> <p>In der Dauerrechnung sollte zusätzlich hingewiesen werden auf:</p> <ul> <li>den Stichtag ab dem die Rechnung gilt</li> <li>den Zeitraum für den die Rechnung gilt</li> <li>Fehlen Rechnungsmerkmale (wie z. B. der Leistungszeitraum) sind diese in anderen Dokumenten (wie z. B. auf Zahlungsbelegen) anzuführen.</li> </ul></div> </div> <p class="hideme_print top_anchor"> <a class="arrow" href="#top" title="nach oben">nach oben</a> </p> </div> <div class="infolist_section item_5" id="infolist_section_5_fahrausweise_reisegepaeckverkehr"> <h2 title="5. Fahrausweise, Reisegepäckverkehr">5. Fahrausweise, Reisegepäckverkehr</h2> <div class="content"> <div id="e137671" class="zms_textarea "><p>Fahrausweise, die für die Beförderung im Personenverkehr ausgegeben werden, und Belege im Reisegepäckverkehr müssen mindestens folgende Angaben enthalten:</p> <ul> <li>Name und Anschrift des Unternehmers, der die Beförderung ausführt</li> <li>Entgelt und Steuerbetrag in einer Summe</li> <li>Steuersatz (kann im Eisenbahn-Personenverkehr entfallen)</li> <li>Ausstellungsdatum</li> </ul></div> </div> <p class="hideme_print top_anchor"> <a class="arrow" href="#top" title="nach oben">nach oben</a> </p> </div> <div class="infolist_section item_6" id="infolist_section_6_rechnungen_in_zusammenhang_mit_innergemeinschaftlichen_lieferungen"> <h2 title="6. Rechnungen in Zusammenhang mit innergemeinschaftlichen Lieferungen">6. Rechnungen in Zusammenhang mit innergemeinschaftlichen Lieferungen</h2> <div class="content"> <div id="e137673" class="zms_textarea "><p>Innergemeinschaftliche Lieferungen sind von der Umsatzsteuer befreit.</p> <p>Unternehmer, die eine steuerfreie innergemeinschaftliche Lieferung ausführen, sind zur Ausstellung einer Rechnung verpflichtet. Diese Rechnung muss ergänzend folgende Angaben enthalten:</p> <ul> <li>einen Hinweis auf die Steuerfreiheit</li> <li>die eigene UID-Nummer</li> <li>die UID-Nummer des Abnehmers</li> </ul> <p>Damit eine Lieferung als steuerfreie innergemeinschaftliche Lieferung anerkannt wird, sind neben bestimmten Voraussetzungen auch noch weitere Nachweise nötig.</p> <p>Um diese Nachweise zu ver­ein­heit­lichen, hat die Finanzverwaltung Muster für Empfangsbestätigungen oder Verbringungserklärungen zur Verfügung gestellt. Die Muster befinden sich im <a title="Verbringungserklärung" href="http://www.atikon.com/common/infolisten_download/Muster_Verbringungserklaerung_AT.pdf" target="_blank">Anhang 5</a> (Verbringungserklärung) und <a title="Empfangsbestätigung" href="http://atikon.com/common/infolisten_download/Muster_Empfangsbestaetigung_AT.pdf" target="_blank">Anhang 6</a> (Empfangsbestätigung) zu den Um­satz­steuerrichtlinien.</p> <h4><strong>Verbringungsnachweis</strong></h4> <p>a) Beförderungsnachweis</p> <p>Wird der Gegenstand durch den Unternehmer oder durch den Abnehmer befördert, so werden folgende Nachweise benötigt:</p> <ul> <li>Durch- oder Abschrift der Rechnung</li> <li>ein handelsüblicher Beleg, aus dem der Bestimmungsort hervorgeht (z. B. Lie­fer­schein)</li> <li>Empfangsbestätigung des Abnehmers</li> </ul> <p>b) Versendungsnachweis</p> <p>Wird die Ware versendet, so bestehen die benötigten Nachweise in</p> <ul> <li>einer Durch- oder Abschrift der Rechnung und</li> <li>einem Versendungsbeleg (z. B. Frachtbriefe, Postaufgabebescheinigungen).</li> </ul> <p>Ist es dem Unternehmer nicht möglich, den Versendungsnachweis in dieser Form zu er­bringen, kann er den Nachweis wie im Fall einer Beförderung erbringen.</p> <p>c) Abholbestätigung</p> <p>Wird die Ware durch einen Beauftragten abgeholt, ist es die Aufgabe des Lieferanten, sich darüber Gewissheit zu verschaffen, dass die mit ihm in Kontakt tretende Person dazu berechtigt ist, die Ware abzuholen. Allein die Kopie eines Reisepasses reicht dazu nicht aus. Es müssen noch eine Reihe anderer Nachweise erbracht werden.</p> <p>Der Abholer muss eine schriftliche Erklärung, dass er den Gegenstand in das übrige Ge­mein­schafts­ge­biet befördern wird, und eine Spezialvollmacht vorlegen.</p> <p>Diese Spezialvollmacht muss beinhalten:</p> <ul> <li>Erklärung, dass der Abholende dazu berechtigt ist, die Ware abzuholen</li> <li>Identität des Abholenden</li> <li>Funktion des Abholers in Bezug auf die konkrete Lieferung (Leistungsempfänger, unselbständiger Erfüllungsgehilfe oder selbständiger, dritter Unternehmer) muss ein­deu­tig festgestellt werden können</li> </ul> <p>Eine Spezialvollmacht wird nicht mehr benötigt, z. B.</p> <ul> <li>wenn Geschäftsbeziehungen über einen längeren Zeitraum bestehen,</li> <li>bei Abholung durch einen Dienstnehmer oder</li> <li>bei Teillieferungen. </li> </ul> <p>In diesen Fällen muss jedoch aus weiteren Unterlagen hervorgehen, dass der Lieferant über die bloße Vorlage von Geschäftspapieren beziehungsweise einer solchen all­ge­mei­nen Vollmacht hinausgehend mit dem Leistungsempfänger in Kontakt getreten ist und mit diesem die jeweiligen Modalitäten der Warenabholung vereinbart hat. Im Zweifel wird der konkrete Einzelfall geprüft.</p> <h4>Buchnachweis</h4> <p>Die Voraussetzungen für die Steuerbefreiung bei innergemeinschaftlichen Lieferungen und die UID-Nummer des Abnehmers müssen buchmäßig nachgewiesen werden. Diese Voraus­setzungen müssen leicht nachprüfbar aus der Buchhaltung ersichtlich sein.</p> <p>Bei der innergemeinschaftlichen Lieferung muss aufgezeichnet werden:</p> <ul> <li>Name, Anschrift, UID–Nummer des Abnehmers</li> <li>Name, Anschrift des Beauftragten (wenn die Ware abgeholt wird)</li> <li>handelsübliche Bezeichnung und Menge des gelieferten Gegenstands</li> <li>Lieferdatum</li> <li>vereinbartes Entgelt oder bei der Besteuerung nach vereinnahmten Entgelten das vereinnahmte Entgelt und den Tag der Vereinnahmung</li> <li>Art und Umfang der Be- oder Verarbeitung vor der Beförderung oder Versendung</li> <li>Beförderung und Versendung in andere EU-Mitgliedstaaten</li> <li>Bestimmungsort</li> </ul> <p><strong>Download:</strong> <a title="Muster Innergemeinschaftliche Lieferung" href="http://www.atikon.com/common/infolisten_download/Rechnungsmuster_AT_innergemeinschaftliche_Lieferung.pdf" target="_blank">Muster Innergemeinschaftliche Lieferung</a></p></div> </div> <p class="hideme_print top_anchor"> <a class="arrow" href="#top" title="nach oben">nach oben</a> </p> </div> <div class="infolist_section item_7" id="infolist_section_7_rechnungen_bei_grenzueberschreitenden_dienstleistungen"> <h2 title="7. Rechnungen bei grenzüberschreitenden Dienstleistungen">7. Rechnungen bei grenzüberschreitenden Dienstleistungen</h2> <div class="content"> <div id="e138427" class="zms_textarea "><p>Erbringen Sie Dienstleistungen, deren <strong>Leistungsort im Ausland</strong> gelegen ist, so ist diese Leistung grundsätzlich <strong>im Ausland der Umsatzsteuer</strong> zu unter­werfen. Die Aus­gangs­rechnung wäre grundsätzlich also auch mit ausländischer Um­satz­steuer aus­zu­stel­len, und diese Steuer ist an das ausländische Finanzamt abzuführen. Ist der Leis­tungsem­pfänger ein Unternehmer, geht diese Steuer in vielen Fällen <strong>auf den ausländischen Leis­tungs­empfänger über</strong> (Reverse Charge) und man erspart sich als Leis­tungs­erbringer da­mit die Steuer­erklärung im Ausland. Ausgangsrechnungen an Unternehmer sind in diesen Fällen daher ohne Umsatzsteuer auszustellen. Weisen Sie mit dem Text "Über­gang der Steuer­schuld" auf Ihrer Rechnung darauf hin und führen Sie beide UID-Nummern auf der Rech­nung an.</p> <p>Die Rechnung muss nach den österreichischen Vorschriften ausgestellt werden (gilt nicht für Gutschriften und Kleinbetragsrechnungen).</p> <p><strong>Frist bei Rechnungsausstellung</strong></p> <p>Die Rechnung muss spätestens am 15. Tag des auf die Leistung folgenden Monats ausgestellt werden. Beispiel: Leistung wird im Juni 2019 erbracht. Die Rechnung muss bis 15. Juli 2019 ausgestellt werden.</p> <p><strong>Download:</strong> <a title="Muster Reverse Charge Rechnung" href="http://www.atikon.com/common/infolisten_download/Rechnungsmuster_AT_Reverse_Charge.pdf" target="_blank">Muster Reverse Charge Rechnung</a></p></div> </div> <p class="hideme_print top_anchor"> <a class="arrow" href="#top" title="nach oben">nach oben</a> </p> </div> <div class="infolist_section item_8 last" id="infolist_section_8_voraus-_und_anzahlungsrechnung_endrechnung"> <h2 title="8. Voraus- und Anzahlungsrechnung, Endrechnung">8. Voraus- und Anzahlungsrechnung, Endrechnung</h2> <div class="content"> <div id="e138429" class="zms_textarea "><p>Damit Ihre Kunden sich auch schon bei Anzahlungen die Vorsteuer vom Finanzamt holen können, müssen Sie die Umsatzsteuer auf einer Anzahlungsrechnung ebenfalls aus­wei­sen. Sonst gelten hier die üblichen Rechnungsmerkmale.</p> <p>Auch für Vorauszahlungs- und Anzahlungsrechnungen gelten grundsätzlich die allgemeinen Rechnungsmerkmale (vgl. dazu Punkt 1 dieser Information). Daneben sind folgende Besonderheiten zu berücksichtigen:</p> <ul> <li>Als Zeitpunkt der Lieferung gilt der (vereinbarte) voraussichtliche Zeitpunkt oder Zeitraum. Für den Fall, dass der Zeitpunkt oder Zeitraum der Leistung noch nicht feststeht, genügt der Hinweis, dass diesbezüglich noch keine Vereinbarung getroffen wurde.</li> <li>An die Stelle des Entgelts und des darauf entfallenden Steuerbetrages für die Leistung treten das vor der Ausführung der Leistung vereinnahmte oder angeforderte Entgelt (Teilentgelt) sowie der darauf entfallende Steuerbetrag.</li> <li>Aus der vor Ausführung der Leistung erstellten Abrechnungsurkunde muss zweifelsfrei ersichtlich sein, dass damit über eine Voraus- oder Anzahlung abgerechnet wird. Daher empfiehlt sich eine entsprechende Bezeichnung der Abrechnung (z. B. Anzahlungsrechnung über die am... fällig werdende Abschlagszahlung) unter Angabe des Ausstellungsdatums sowie eine ergänzende und klarstellende Formulierung im Abrechnungstext der Vorauszahlungsrechnung (Hinweis auf den in der Zukunft liegenden Leistungszeitpunkt).</li> </ul> <p>Wird über die bereits tatsächlich erbrachte Leistung insgesamt abgerechnet (Endrechnung), so sind in ihr die vor Ausführung der Leistung vereinnahmten Teilentgelte und die auf sie entfallenden Steuerbeträge abzusetzen, wenn über diese Teilentgelte Voraus- oder Anzahlungsrechnungen mit gesonderten Steuerausweis erteilt worden sind. Es genügt auch, wenn der Gesamtbetrag der vorausgezahlten Teilentgelte und die hierauf entfallenden Steuerbeträge in einer Summe abgesetzt werden.</p></div> </div> <p class="hideme_print top_anchor"> <a class="arrow" href="#top" title="nach oben">nach oben</a> </p> </div> <div id="e138430" class="zms_textarea "><p>Stand: 22. August 2019</p></div> <div class="hideme_print top_anchor"> <a class="arrow" href="#content" title="nach oben">nach oben</a> </div> <div id="e138432" class="zms_textarea "><p class="disclaimer">Trotz sorgfältiger Datenzusammenstellung können wir keine Gewähr für die vollständige Richtigkeit der dargestellten Informationen übernehmen. Sollten Sie spezielle Fragen zu einem der Themen haben, stehen wir Ihnen jederzeit gerne für ein persönliches Gespräch zur Verfügung.</p></div> rechtsformvergleichRechtsformvergleich <div id="e135556" class="zms_textarea "><h2>Rechtsformunterschiede zwischen Personen- und Kapitalgesellschaften</h2> <p>Die Entscheidung, welche Rechtsform gewählt werden soll, ist äußerst komplex. Dabei sind nicht nur steuerliche Überlegungen maßgeblich, sondern unter anderem auch sozialversicherungs-, zivil- und gesellschaftsrechtliche. Bei der Wahl der richtigen Rechtsform sollte daher unbedingt ein Experte zurate gezogen werden.</p></div> <div id="e135557"> <table class="ZMSTable"> <colgroup> <col /><col /><col /> </colgroup> <thead> <tr class="even"> <th></th><th>Personengesellschaft (OG, KG)</th><th>Kapitalgesellschaft (GmbH)</th> </tr> </thead> <tbody> <tr class="odd"> <td>Gründungskosten</td><td>Geringe Kosten;<br/> Gesellschaftsvertrag ist formfrei;<br/> Firmenbuch-Eintragungsgebühr ist zu entrichten</td><td>Höhere Kosten;<br/> Gesellschaftsvertrag ist notariatsaktpflichtig;<br/> Firmenbuch-Eintragungsgebühr ist zu entrichten;</td> </tr><tr class="even"> <td>Kapital</td><td>Gesellschafter leistet eine Kapitaleinlage in frei wählbarer Höhe;<br/> Einlage einer Arbeitsleistung ist möglich</td><td>Mindestkapital einer GmbH beträgt €&nbsp;35.000,00;<br/> für Neugründer gibt es ein Gründungsprivileg (Stammkapital beträgt für 10&nbsp;Jahre: €&nbsp;10.000,00)</td> </tr><tr class="odd"> <td>Haftung</td><td>OG: alle Gesellschafter haften unbeschränkt;<br/> KG: zumindest einer der Gesellschafter muss unbeschränkt haften (Komplementär);<br/> die restlichen Gesellschafter haften grundsätzlich beschränkt mit ihrer Hafteinlage (Kommanditisten);<br/> Höhe der Hafteinlage ist frei wählbar und im Firmenbuch einzutragen</td><td>Gesellschafter haften beschränkt;<br/> Vorsicht bei eigenkapitalersetzenden Leistungen (Gesellschafterkredite an nicht kreditwürdige Kapitalgesellschaften);<br/> verschuldensabhängige Geschäftsführer-Haftung u. a. für Steuern, Sozialversicherungsbeiträge und verspätete Anmeldung der Insolvenz</td> </tr><tr class="even"> <td>Entnahmen/ Ausschüttung</td><td>Entnahme durch den Komplementär prinzipiell immer möglich;<br/> Kommanditist hat nur ein Gewinnentnahmerecht</td><td>Ausschüttung des Bilanzgewinnes nur mit einem Gesellschafterbeschluss möglich</td> </tr><tr class="odd"> <td>Steuersubjekt/ Besteuerungssystematik</td><td>Gesellschaft hat ihren Gewinn/Verlust zu ermitteln;<br/> der ermittelte Gewinn ist entsprechend den Beteiligungsverhältnissen auf die Gesellschafter aufzuteilen;<br/> Gewinn-/Verlustanteil unterliegt bei den natürlichen Personen als Gesellschafter der Einkommensteuer, bei juristischen Personen der Körperschaftsteuer;<br/> Sonderbilanzen der Gesellschafter (z.&nbsp;B. für Firmenwert bei Beteiligungserwerb) ergänzen die Ergebnisermittlung</td><td>Die Gesellschaft selbst ist Steuersubjekt;<br/> unterliegt mit ihrem Gewinn der Körperschaftsteuer;<br/> Gewinnausschüttungen (Dividenden) der Kapitalgesellschaft unterliegen der Kapitalertragsteuer (KESt) und sind bei natürlichen Personen endbesteuert;<br/> KESt ist von der Kapitalgesellschaft an das Finanzamt abzuführen</td> </tr><tr class="even"> <td>Verlustausgleich</td><td>Verluste werden den Gesellschaftern direkt zugerechnet (Transparenzprinzip)</td><td>Verluste bleiben bei der Gesellschaft (Trennungsprinzip);<br/> Abmilderung durch Gruppenbesteuerung</td> </tr><tr class="odd"> <td>Gewinnfreibetrag</td><td>Natürliche Personen können bei betrieblichen Einkünften einen Grundfreibetrag von 13&nbsp;% des Gewinns geltend machen;<br/> maximal jedoch 13&nbsp;% von €&nbsp;30.000,00;<br/> darüber hinaus steht ein investitionsbedingter Gewinnfreibetrag zu;<br/> der Freibetrag kann allerdings in Summe maximal €&nbsp;45.350,00 betragen;<br/> der Grundfreibetrag steht auch Basispauschalierern zu </td><td>Kapitalgesellschaften können keinen Gewinnfreibetrag geltend machen</td> </tr><tr class="even"> <td>Thesaurierung</td><td>Nicht entnommene Gewinne werden nicht begünstigt besteuert</td><td>Nicht ausgeschüttete Gewinne werden nur mit Körperschaftsteuer belastet;</td> </tr> </tbody> </table> </div> <div id="e137809" class="zms_textarea "><p>Stand: 2. Jänner 2019</p></div> <div class="hideme_print top_anchor"> <a class="arrow" href="#content" title="nach oben">nach oben</a> </div> <div id="e137811" class="zms_textarea "><p class="disclaimer">Trotz sorgfältiger Datenzusammenstellung können wir keine Gewähr für die vollständige Richtigkeit der dargestellten Informationen übernehmen. Sollten Sie spezielle Fragen zu einem der Themen haben, stehen wir Ihnen jederzeit gerne für ein persönliches Gespräch zur Verfügung.</p></div> reisekostenReisekosten <div id="e135563" class="zms_textarea "><p>Bei der Berechnung der Reisekosten sind die unterschiedlichen Tages-/Nächtigungssätze sowie Reisekostenersätze zu berücksichtigen.</p></div> <div class="hideme_print dictionary_overview"> <ul> <li class="item_1 first"> <a href="/content/inhalte/infolisten/reisekosten/europa/index.html" title="Europa">Europa</a> </li> <li class="item_2"> <a href="/content/inhalte/infolisten/reisekosten/afrika/index.html" title="Afrika">Afrika</a> </li> <li class="item_3"> <a href="/content/inhalte/infolisten/reisekosten/amerika/index.html" title="Amerika">Amerika</a> </li> <li class="item_4"> <a href="/content/inhalte/infolisten/reisekosten/asien/index.html" title="Asien">Asien</a> </li> <li class="item_5 last"> <a href="/content/inhalte/infolisten/reisekosten/australien/index.html" title="Australien">Australien</a> </li> </ul> </div> <div id="e137812" class="zms_textarea "><p>Stand: 2. Jänner 2019</p></div> <div class="hideme_print top_anchor"> <a class="arrow" href="#content" title="nach oben">nach oben</a> </div> <div id="e137814" class="zms_textarea "><p class="disclaimer">Trotz sorgfältiger Datenzusammenstellung können wir keine Gewähr für die vollständige Richtigkeit der dargestellten Informationen übernehmen. Sollten Sie spezielle Fragen zu einem der Themen haben, stehen wir Ihnen jederzeit gerne für ein persönliches Gespräch zur Verfügung.</p></div> schenkungsmeldegesetzSchenkungsmeldegesetz <div class="infolist_section item_1 first" id="infolist_section_1_anzeigepflicht_an_das_finanzamt"> <h2 title="1. Anzeigepflicht an das Finanzamt">1. Anzeigepflicht an das Finanzamt</h2> <div class="content"> <div id="e135585" class="zms_textarea "><p>Anzeigepflicht besteht für Schenkungen und Zweckzuwendungen unter Lebenden, wenn zum Zeitpunkt des Erwerbes mindestens ein Beteiligter einen Wohnsitz, den gewöhnlichen Aufenthalt, den Sitz oder die Geschäftsleitung im Inland hatte. Zu melden sind insbesondere Schenkungen von:</p> <ul> <li>Bargeld, Kapitalforderungen, Gesellschaftsanteilen</li> <li>Betrieben oder Teilbetrieben</li> <li>beweglichen körperlichen Vermögen (wie z. B. Schmuck, Kraftfahrzeuge)</li> <li>immateriellen Vermögensgegenständen (wie z. B. Fruchtgenussrechte, Urheberrechte)</li> </ul> <p><strong>Ausgenommen</strong> von der Anzeigepflicht sind u. a.:</p> <ul> <li>Erwerbe zwischen <strong>Angehörigen</strong> bis <strong>insgesamt € 50.000,00</strong> innerhalb eines Jahres</li> <li>Erwerbe zwischen <strong>anderen Personen</strong> bis <strong>€ 15.000,00</strong> innerhalb von fünf Jahren</li> <li>„<strong>Hauptwohnsitzschenkung</strong>“ einer Nutzfläche bis 150 m² zwischen Ehegatten</li> <li><strong>übliche Gelegenheitsgeschenke</strong> bis € 1.000,00, Hausrat inkl. Bekleidung</li> <li><strong>Grundstücksschenkungen</strong> (jedoch Anzeigepflicht nach dem Grund­er­werb­steuer­ge­setz)</li> <li>Zuwendungen, die unter das <strong>Stiftungseingangssteuergesetz</strong> fallen.</li> </ul> <p><strong>Anzeigepflichtig</strong> sind die</p> <ul> <li>beteiligten Personen,</li> <li>am Vertrag mitwirkende Rechtsanwälte und Notare.</li> <li>Die Anzeige ist zu erledigen binnen einer Frist von drei Monaten ab Erwerb.</li> </ul> <p><strong>Sanktionen</strong> gemäß dem Finanzstrafgesetz:</p> <p>Das vorsätzliche Unterlassen der Anzeige ist eine Finanzordnungswidrigkeit, die mit einer Geldstrafe bis zu <strong>10 % des gemeinen Wertes</strong> der nicht angezeigten Erwerbe geahndet wird, mit der <strong>einjährig befristeten</strong> Möglichkeit zur <strong>Selbstanzeige</strong>. Alle zur Meldung verpflichteten Personen können gestraft werden.</p></div> </div> <p class="hideme_print top_anchor"> <a class="arrow" href="#top" title="nach oben">nach oben</a> </p> </div> <div class="infolist_section item_2 last" id="infolist_section_2_grundstuecksschenkungen_grunderwerbsteuerpflicht_fuer_unentgeltliche_grundstueckserwerbe"> <h2 title="2. Grundstücksschenkungen: Grunderwerbsteuerpflicht für unentgeltliche Grundstückserwerbe">2. Grundstücksschenkungen: Grunderwerbsteuerpflicht für unentgeltliche Grundstückserwerbe</h2> <div class="content"> <div id="e138434" class="zms_textarea "><p>Die wesentlichen Bestimmungen zur Berechnung der Grunderwerbsteuer bei Grundstücksschenkungen sind:</p> <p>Bei allen Übertragungen ist grundsätzlich der Wert der Gegenleistung, mindestens der Grundstückswert die Bemessungsgrundlage.</p> <p><strong>Ermittlung des Grundstückswerts</strong></p> <p>Der Grundstückswert ist ein eigener Wert, der nur zur Berechnung der Grunderwerbsteuer benötigt wird. Er kann entweder nach dem</p> <ul> <li>Pauschalwertmodell berechnet oder</li> <li>aus einem Immobilienpreisspiegel abgeleitet werden.</li> </ul> <p>Statt dieser beiden Methoden ist auch der Nachweis eines niedrigeren gemeinen Werts möglich.</p> <h3>Pauschalwertmethode</h3> <p>Damit die Ermittlung nach dem Pauschalwertmodell vereinfacht wird, hat das Bundesministerium für Finanzen (BMF) ein Berechnungsprogramm auf <a href="https://service.bmf.gv.at/service/allg/gwb/" target="_blank">https://service.bmf.gv.at/service/allg/gwb/</a> zur Verfügung gestellt.</p> <p>Das BMF weist darauf hin, dass das Ergebnis des Rechners den Unterlagen zur Berechnung der Grunderwerbsteuer beigelegt werden soll. Die Unterschrift bestätigt die Richtigkeit und Vollständigkeit der angegebenen Daten.</p> <p>Der Grundstückswert-Rechner vom BMF muss nicht verwendet werden. Der Grundstückswert kann auch selbst berechnet werden.</p> <p>Für die Berechnung gilt grundsätzliche folgende Formel:<br /><em>Grundwert: (anteilige) Grundfläche x Bodenwert/m² x 3 x Hochrechnungsfaktor der jeweiligen Gemeinde<br /></em><em>+ Gebäudewert: (anteilige) Nutzfläche bzw. um 30 % gekürzte (anteilige) Bruttogrund­rissfläche x Baukostenfaktor (vermindert um die Bauweise-/Nutzungsminderung so­wie Altersminderung)</em></p> <h3>Immobilienpreisspiegel</h3> <p>Ab 2017 muss der Immobilienpreisspiegel der Statistik Austria verwendet werden. Hier ist jeweils noch ein Abschlag von 28,75 % zu rechnen.</p> <p>Die Immobiliendurchschnittspreise der Statistik Austria dürfen nicht verwendet werden, wenn die Vorgaben für die jeweilige Grundstücks- oder Gebäudekategorie mit den Eigenschaften des Grundstücks nicht übereinstimmen.</p> <p><strong>Stufentarif</strong></p> <p>Für unentgeltliche Erwerbe gilt der Grundstückswert als Bemessungsgrundlage. Es gilt folgender Stufentarif:</p> <div class="table"> <table> <tbody> <tr> <td>Wert der Immobilie</td> <td>Steuersatz neu</td> </tr> <tr> <td>für die ersten € 250.000,00</td> <td>0,5 %</td> </tr> <tr> <td>für die nächsten € 150.000,000</td> <td>2 %</td> </tr> <tr> <td>darüber hinaus</td> <td>3,5 %</td> </tr> </tbody> </table> </div> <p>Für die Ermittlung des anzuwendenden Steuersatzes sind Erwerbe zwischen denselben natürlichen Personen innerhalb der letzten fünf Jahre zusammenzurechnen.<br /> Erwerbe innerhalb der Familie gelten immer als unentgeltlich.</p></div> </div> <p class="hideme_print top_anchor"> <a class="arrow" href="#top" title="nach oben">nach oben</a> </p> </div> <div id="e138435" class="zms_textarea "><p>Stand: 22. August 2019</p></div> <div class="hideme_print top_anchor"> <a class="arrow" href="#content" title="nach oben">nach oben</a> </div> <div id="e138437" class="zms_textarea "><p class="disclaimer">Trotz sorgfältiger Datenzusammenstellung können wir keine Gewähr für die vollständige Richtigkeit der dargestellten Informationen übernehmen. Sollten Sie spezielle Fragen zu einem der Themen haben, stehen wir Ihnen jederzeit gerne für ein persönliches Gespräch zur Verfügung.</p></div> service_fuer_vereineService für Vereine <div class="infolist_section item_1 first" id="infolist_section_die_steuerliche_behandlung_von_gemeinnuetzigen_mildtaetigen_oder_kirchlichen_vereinen"> <h2 title="Die steuerliche Behandlung von gemeinnützigen, mildtätigen oder kirchlichen Vereinen">Die steuerliche Behandlung von gemeinnützigen, mildtätigen oder kirchlichen Vereinen</h2> <div class="content"> <div id="e135595" class="zms_textarea "><h3>Wann kommt ein Verein in den Genuss der Steuerbefreiung?</h3> <p>Der Verein ist ein auf Dauer angelegter Zusammenschluss von mindestens zwei Personen. Er ist eine eigene Rechtspersönlichkeit und wird tätig über seine Organe – die Vereinsfunktionäre. Der Verein verfolgt einen bestimmten, ideellen Zweck. Er darf nicht auf Gewinnerzielung ausgerichtet sein und sein Vermögen nur im Sinne des Vereinszwecks einsetzen.</p> <p>Damit ein Verein in den Genuss der Steuerbefreiung kommt, muss er nach Gesetz, Satzung, Stiftungsbrief oder seiner sonstigen Rechtsgrundlage und nach der tatsächlichen Geschäftsführung ausschließlich und unmittelbar der Förderung von</p> <ul> <li><strong>gemeinnützigen</strong></li> <li><strong>mildtätigen</strong>, oder</li> <li><strong>kirchlichen</strong></li> </ul> <p>Zwecken dienen.</p> <h3>Gemeinnützigkeit</h3> <p>Gemeinnützig sind solche Zwecke, durch deren Erfüllung die Allgemeinheit gefördert wird. Die Tätigkeit des Vereins muss dem Gemeinwohl auf geistigem, kulturellem, sittlichem oder materiellem Gebiet nützen und von einer selbstlosen (uneigennützigen) Gesinnung der hinter dem Rechtsträger stehenden Personen (Gründer, Mitglieder) getragen sein.</p> <p>Der Begriff Allgemeinheit ist nicht stets mit der gesamten Bevölkerung gleichzusetzen, eine Einschränkung in sachlicher oder regionaler Hinsicht ist grundsätzlich zulässig. Eine Förderung der Allgemeinheit liegt aber nach der negativen gesetzlichen Abgrenzung nicht vor, wenn der geförderte Personenkreis nach den Statuten des Vereins oder durch die tatsächliche Geschäftsführung (wie z. B. die Höhe des Mitgliedsbeitrages) eng begrenzt oder dauernd nur klein ist. Damit Gemeinnützigkeit gegeben ist, sollten Mitgliedsbeiträge laut Vereinsrichtlinien nicht höher als jährlich € 2.160,00 (monatlich € 180,00) sein. Bei kostenintensiven Vereinszwecken sind daneben noch Beitrittsgebühren bis zum fünffachen Jahresmitgliedsbeitrag unbedenklich. Bei entsprechenden Voraussetzungen, wie etwa der Rückzahlbarkeit bei vorzeitigem Austritt, ist auch das Zehnfache des Jahresbeitrages vertretbar.</p> <h3>Mildtätigkeit</h3> <p>Mildtätige Zwecke sind solche, die darauf gerichtet sind, Personen zu unterstützen, die materiell oder persönlich hilfsbedürftig sind.</p> <p>Materielle Hilfsbedürftigkeit liegt vor, bei Personen, die sich in materieller Not befinden und einer materiellen Hilfe zur Verbesserung ihrer Lage bedürfen, weil sie den notwendigen Lebensbedarf für sich (und gegebenenfalls auch für die mit ihnen in Familiengemeinschaft lebenden Unterhaltsberechtigten und ebenfalls hilfsbedürftigen Angehörigen) nicht oder nicht ausreichend aus eigenen Kräften und Mitteln beschaffen können (zu den eigenen Mitteln zählen sowohl das Einkommen als auch das Vermögen).</p> <p>Persönlich hilfsbedürftig sind Personen, die infolge ihres körperlichen, geistigen oder seelischen Zustandes auf die Hilfe anderer angewiesen sind, wobei es in diesem Fall auf ihre wirtschaftliche Lage nicht ankommt.</p> <h3>Kirchliche Zwecke</h3> <p>Kirchlich sind ausschließlich solche Zwecke, durch deren Erfüllung gesetzlich anerkannte Kirchen oder Religionsgesellschaften gefördert werden.</p></div> </div> <p class="hideme_print top_anchor"> <a class="arrow" href="#top" title="nach oben">nach oben</a> </p> </div> <div class="infolist_section item_2 last" id="infolist_section_die_finanzierung_des_beguenstigten_vereines"> <h2 title="Die Finanzierung des begünstigten Vereines">Die Finanzierung des begünstigten Vereines</h2> <div class="content"> <div id="e137682" class="zms_textarea "><p>Ein Verein kann sich einerseits durch Mitgliedsbeiträge, Geld- und/oder Sachspenden, Subventionen ohne Gegenleistung, Vermögensverwaltung finanzieren und andererseits durch das Betreiben eines Gewerbebetriebes, land- und forstwirtschaftlichen Betriebes oder eines wirtschaftlichen Geschäftsbetriebes.</p> <p>Einnahmen aus Mitgliedsbeiträgen, Spenden und Subventionen sind körperschaftsteuerlich unbeachtlich. Auch bestimmte Einnahmen aus Vermögensverwaltung können körperschaftsteuerlich (unter Umständen auch umsatzsteuerlich) unbeachtlich sein.</p> <p>Problematisch sind die Einkünfte aus Gewerbebetrieb, aus land- und forstwirtschaftlichem Betrieb oder aus wirtschaftlichem Geschäftsbetrieb.</p> <h2>Körperschaftssteuer</h2> <h3>Einkünfte aus wirtschaftlichem Geschäftsbetrieb</h3> <p>Diesbezüglich ist zu unterscheiden zwischen</p> <ul> <li>einem <strong>unentbehrlichen Hilfsbetrieb</strong> (= Zweckverwirklichungsbetrieb)</li> <li>einem entbehrlichen Hilfsbetrieb und</li> <li>einem <strong>begünstigungsschädlichen wirtschaftlichen Geschäftsbetrieb</strong>.</li> </ul> <h4>Unentbehrlicher Hilfsbetrieb</h4> <p>Der unentbehrliche Hilfsbetrieb ist wie der Verein unabhängig von der Höhe des erzielten Gewinnes körperschaftsteuerbefreit.</p> <p>Ein unentbehrlicher Hilfsbetrieb liegt vor, wenn der Betrieb in seiner Gesamtrichtung auf die Erfüllung der definierten begünstigten Zwecke eingestellt ist, wenn ohne ihn die begünstigten Zwecke nicht erreichbar sind und wenn der Betrieb zu abgabepflichtigen Betrieben derselben oder ähnlicher Art nicht in größerem Umfang in Wettbewerb tritt, als dies bei Erfüllung des Zweckes unvermeidbar ist.</p> <p>Typische Beispiele für einen unentbehrlichen Hilfsbetrieb sind:</p> <ul> <li>Sportbetrieb von Sportvereinen,</li> <li>Konzertveranstaltungen eines Musik- und Gesangsvereines,</li> <li>Theaterveranstaltungen eines Kulturvereines,</li> <li>Vortragsveranstaltungen wissenschaftlicher Vereine,</li> <li>Behindertenwohnheim eines Behindertenhilfsverbands.</li> </ul> <h4>Entbehrlicher Hilfsbetrieb</h4> <p>Die Körperschaftsteuerpflicht erstreckt sich nur auf den entbehrlichen Hilfsbetrieb, der Verein bleibt steuerbefreit. Für Gewinne aus entbehrlichen Hilfsbetrieben gemeinsam mit anderen steuerpflichtigen Gewinnen bleibt ein Freibetrag von € 10.000,00 steuerfrei.</p> <p>Ein wirtschaftlicher Geschäftsbetrieb ist dann ein entbehrlicher Hilfsbetrieb, wenn er sich als Mittel zur Erreichung der gemeinnützigen oder mildtätigen Zwecke darstellt, ohne unmittelbar dem definierten begünstigten Zweck zu dienen. Dies ist dann der Fall, wenn durch den wirtschaftlichen Geschäftsbetrieb eine Abweichung von den in der Satzung festgelegten Zwecken nicht eintritt und die durch den wirtschaftlichen Geschäftsbetrieb erzielten Überschüsse des Vereines ausschließlich zur Förderung ihrer gemeinnützigen, mildtätigen oder kirchlichen Zwecke dienen.</p> <p>Ein kleines Vereinsfest stellt einen entbehrlichen Hilfsbetrieb dar. Große Vereinsfeste hingegen gehören zu den begünstigungsschädlichen Geschäftsbetrieben. Die Beurteilung, ob groß oder klein, hängt nicht von der Zahl der Besucher ab.</p> <p>Eine gesellige Veranstaltung ist ein kleines Fest, wenn:</p> <ul> <li>Alle Arbeiten, von der Planung bis einschließlich der Arbeiten während der Veranstaltung, im Wesentlichen (mindestens 75 %) von Vereinsmitgliedern oder deren nahen Angehörigen erledigt werden. Nichtmitglieder die im unwesentlichen Ausmaß das Vereinsfest mittragen müssen unentgeltlich tätig sein.</li> <li>Auftritte von Musik- und anderen Künstlergruppen sind dann unschädlich, wenn diese üblicherweise nicht mehr als € 1.000,00 pro Stunde verrechnen.</li> <li>Die Vereinsmitglieder haben grundsätzlich auch die Verpflegung zur Verfügung zu stellen. Wird die Verpflegung teilweise oder zur Gänze ausgelagert, gilt die Tätigkeit des z. B. Gastwirts nicht als Bestandteil des Vereinsfestes.</li> <li>Die Dauer dieser geselligen Veranstaltungen darf insgesamt einen Zeitraum von 72 Stunden pro Kalenderjahr nicht übersteigen. Hier sind die sogenannten Ausschankstunden relevant, also jene Stunden die bei Vorliegen eines Genehmigungsbescheides oder einer Anmeldung des Festes in denen eine gastgewerbliche Betätigung ausgeübt wird. Hat der Verein rechtlich unselbständige Ortsgruppen so ist die Berechnung der höchstzulässigen Gesamtdauer auf diese Ortsgruppen zu beziehen (kleinste Einheit ist die Katastralgemeinde).</li> <li>Wenn mehrere Vereine gemeinsam ein Fest veranstalten, so sind die Voraussetzungen auf Ebene der jeweiligen Körperschaft zu prüfen. Eine Aufteilung der Stundenanzahl ist nicht möglich. So sind die gesamten Stunden bei jedem Verein voll zu berücksichtigen.</li> </ul> <p>Erfüllen „kleine Vereinsfeste“ die Voraussetzungen der Barumsatzverordnung 2015 besteht weder Einzelaufzeichnungs-,Registrierkassen- noch Belegerteilungspflicht.</p> <p><strong>Weitere Beispiele:</strong></p> <p>Marktverkaufsaktionen (z. B. Flohmarkt), Verkauf von Sportartikeln durch einen Sportverein nur an Vereinsmitglieder zu einem besonders günstigen Preis beziehungsweise ohne Gewinnaufschlag.</p> <h4>Begünstigungsschädlicher wirtschaftlicher Geschäftsbetrieb</h4> <p>Es besteht nicht nur Steuerpflicht für diesen Geschäftsbetrieb, sondern es geht auch die Steuerbegünstigung des Vereins verloren.</p> <p>Ausnahme: Die Steuerbefreiung bleibt für den Verein bestehen, wenn der Umsatz aus sämtlichen begünstigungsschädlichen Betrieben in einem Veranlagungszeitraum nicht die Grenze von € 40.000,00 übersteigt (alle grundsätzlichen Erfordernisse für die Annahme begünstigter Zwecke müssen aber erfüllt sein). Wird die Grenze überschritten, bleibt noch die Möglichkeit der Einzelgenehmigung auf Antrag beim Finanzamt. Die Erteilung einer Ausnahmegenehmigung setzt voraus, dass ohne Absehen von der Abgabepflicht der vom Rechtsträger verfolgte begünstigte Zweck vereitelt oder wesentlich gefährdet wäre. Die Einkünfte aus dem Geschäftsbetrieb sind aber immer körperschaftsteuerpflichtig.</p> <p>Ein begünstigungsschädlicher, wirtschaftlicher Geschäftsbetrieb liegt vor, wenn dem Geschäftsbetrieb nur mehr materielle Bedeutung zukommt (d. h. er dient nur mehr zur Beschaffung finanzieller Mittel), oder wenn ein verschiedene Betätigungen umfassender einheitlicher wirtschaftlicher Geschäftsbetrieb überwiegend materielle Zwecke erfüllt.</p> <h3>Pauschale Betriebsausgaben für ehrenamtliche Mitarbeit</h3> <p>Bei wirtschaftlichen Betätigungen (wie z. B. Veranstaltungen) von Vereinen ist es üblich, dass die Mitglieder unentgeltlich mitarbeiten. Immer, wenn Einnahmen erzielt werden, kann sich der Verein für diese Leistungen ll. Vereinsrichtlinien pauschal 20 % von den Einnahmen (ohne Umsatzsteuer) als Eigenleistung abziehen. Dies gilt bei Hilfsbetrieben und auch bei begünstigungsschädlichen Betrieben, wenn der Körperschaft eine Ausnahmegenehmigung erteilt wird oder als erteilt gilt.</p> <h2><strong>Sportvereine mit Mannschaftssportarten</strong></h2> <p>Begünstigt ist die Förderung jeglicher Art von körperlicher Betätigung. Berufssportler fallen allerdings nicht darunter, da hier das wirtschaftliche Interesse im Vordergrund steht. Vor allem im Bereich der Mannschaftssportarten wird ein „Profibetrieb“ von der Finanz als Gewerbebetrieb oder zumindest als wirtschaftlicher Geschäftsbetrieb gesehen und daher für die Gemeinnützigkeit des Gesamtvereins schädlich. Eine rechtzeitige Ausgliederung des Profibetriebs kann hier entgegenwirken.</p> <p><strong>Was ist eine Profimannschaft?</strong></p> <p>Eine Mannschaft gilt grundsätzlich als Profimannschaft, wenn die Anzahl von einsetzbaren Profispielern, die in den Spielberichten von Pflichtspielen einer Spielsaison genannt werden, höher ist als die Hälfte der in den Spielberichten vorgesehenen Anzahl an einsetzbaren Spielern.</p> <p><em>Beispiel: </em></p> <p><em>Fußball (Regionalliga): In den Spielberichten der Saison 2016/17 stehen maximal 16 einsetzbare Spieler. Die Mannschaft spielt in der Ligameisterschaft 30 Spiele und drei Cup-Wettbewerb-Spiele. In Summe sind das 33 Spiele x 16 Spieler (laut Spielbericht). Das ergibt 528 Spieler. Ab 265 Profis ist die Mannschaft eine Profimannschaft.</em></p> <p><strong>Was ist ein Profispieler?</strong></p> <p>Jeder Spieler einer Mannschaftssportart ist ein Profisportler, wenn er für seine sportliche Tätigkeit mehr als € 21.000,00 pro Spielsaison erhält. Für die Ermittlung der Grenze zählen neben den fixen Monatsbezügen in der Spielsaison auch die variablen Entgeltsbestandteile (wie z. B. Leistungsprämien) sowie alle Sachbezüge und Vergütungen von Sponsoren – sofern sie im Zusammenhang mit der sportlichen Tätigkeit für den Verein stehen.</p> <p>Keinen Einfluss auf die Einkunftsgrenze hat, z. B.</p> <ul> <li>wenn der Verein bei Trainingslagern oder an Wettkämpfen teilnimmt, die Reise-, Aufenthalts- und Verpflegungskosten übernehmen.</li> <li>Fremdübliche Vergütung, die der Verein für andere Aufgaben im Verein bezahlt, wie z. B. Arbeit als Trainer.</li> </ul> <p><em>Beispiel: Ein Fußballer erhält für seine Tätigkeit als Spieler vom Verein eine Vergütung von € 16.000,00 pro Spielsaison. Daneben ist er auch als Jugendtrainer für den Fußballverein tätig und erhält daraus eine fremdübliche Vergütung von € 6.000,00 für eine Spielsaison. Weiters arbeitet er auch halbtags im Unternehmen des Vereinspräsidenten mit. Für seine Arbeit in dem Unternehmer erhält er eine fremdübliche Vergütung von € 12.000,00 jährlich. </em></p> <p><em>Der Fußballer ist kein Profisportler, weil er für seine Tätigkeit als Spieler vom Verein nur € 16.000,00 pro Spielsaison erhält und daher unter € 21.000,00 liegt.</em></p> <h2>Umsatzsteuer</h2> <p>Nicht unternehmerische Betätigungen von Vereinen, die gemeinnützigen, mildtätigen oder kirchlichen Zwecken dienen, sind nicht steuerpflichtig. Werden allerdings daneben andere Tätigkeiten ausgeübt, kann eine Steuerpflicht entstehen. In diesem Fall kommt der ermäßigte Steuersatz von 10 % zur Anwendung. Von diesem begünstigten Steuersatz sind Leistungen nicht umfasst, die im Rahmen eines</p> <ul> <li>land- und forstwirtschaftlichen Betriebes,</li> <li>Gewerbebetriebs oder</li> <li>begünstigungsschädlichen Geschäftsbetriebs ausgeführt werden.</li> </ul> <p>Weiters fallen auch Vermietungsumsätze sowie die Lieferung von Brennstoffen und Wärme nicht unter den 10%igen Steuersatz.</p> <p><strong>Wie sind Mitgliedsbeiträge umsatzsteuerlich zu behandeln?</strong></p> <p>Im umsatzsteuerlichen Sinn sind drei verschiedene Arten von Mitgliedsbeiträgen zu unterscheiden: Echter/Unechter/Gemischter Mitgliedsbeitrag.</p> <p><strong>Echter Mitgliedsbeitrag</strong></p> <p>Das einzelne Vereinsmitglied erhält für seine Zahlung keine direkte Gegenleistung. Neben diesen echten Mitgliedsbeiträgen führen auch Spenden und Subventionen nicht zu einer Umsatzsteuerpflicht, wenn auch für sie keine unmittelbare Gegenleistung erfolgt.</p> <p><strong>Unechter Mitgliedsbeitrag</strong></p> <p>Anders ist das, wenn das Vereinsmitglied für seinen Beitrag eine direkte Gegenleistung erhält. Die Mitgliedsbeiträge werden dann Umsatzsteuerpflichtig. Allerdings gilt auch hier die Kleinunternehmer-Regelung. Daher ist erst ab dem Überschreiten von € 30.000,00 USt abzuführen.</p> <p><strong>Gemischter Mitgliedsbeitrag</strong></p> <p>Dienen die Mitgliedsbeiträge nur zum Teil dem Vereinszweck, muss der Beitrag aufgeteilt werden. Ist eine Aufteilung nicht eindeutig möglich, so muss der tatsächliche Mitgliedsbeitrag geschätzt werden. Die Schätzung kann zum Beispiel erfolgen nach dem Beitrag eines vergleichbaren Vereins.</p> <h3>Liebhabereivermutung</h3> <p>Bei einem begünstigten Verein kann bei einem entbehrlichen oder unentbehrlichen Hilfsbetrieb lt. Vereinsrichtlinien davon ausgegangen werden, dass Liebhaberei grundsätzlich vorliegt und diese somit nicht der Umsatzsteuer unterliegen. Eine solche nichtunternehmerische Tätigkeit nimmt die Finanz jedenfalls dann an, wenn die Umsätze von solchen wirtschaftlichen Geschäftsbetrieben jährlich regelmäßig unter € 2.900,00 liegen (Vermögensverwaltung fällt nicht unter diese Regelung).</p> <p>Werden bei einem begünstigten Verein nun die entbehrlichen und die unentbehrlichen Betriebe als Liebhaberei eingestuft, so gilt dies auch für die begünstigungsschädlichen Betriebe, wenn die Umsätze dieser Betriebe insgesamt nicht mehr als € 7.500,00 betragen.</p> <p>Die Nichtanwendung dieser Regelung ist für den Verein grundsätzlich (mit Ausnahmen) möglich.</p> <h3>Vereinsfeste</h3> <p>Bei kleinen Festen entsteht keine Umsatzsteuerpflicht. Umsätze aus großen Festen sind allerdings grundsätzlich umsatzsteuerpflichtig. Wird ein großes Fest veranstaltet, geht ohne eine Ausnahmegenehmigung die Gemeinnützigkeit für den Verein verloren.</p> <h3>Spezielle Befreiung</h3> <p>Gemeinnützige Sportvereine sind mit ihren gemeinnützigen Tätigkeiten von der Umsatzsteuer (unecht) befreit. Eine unechte Befreiung bedeutet, dass dem Verein kein Vorsteuerabzug für alle mit den Umsätzen in Zusammenhang stehenden Leistungen zusteht. Sie können auf diese Befreiung nicht verzichten und auch nicht zur Normalbesteuerung optieren, allerdings sind einige Bereiche wie Profibetriebe, begünstigungsschädliche Betriebe oder die Vermietung von Grundstücken ohnedies nicht von dieser speziellen Befreiung umfasst.</p> <h3>Ausgegliederte Profimannschaften</h3> <p>Die unechte Befreiung gilt nur für den gemeinnützigen Verein. Wenn der Profibetrieb ausgelagert wird, besteht Umsatzsteuerpflicht, aber auch das Recht zum Vorsteuerabzug.</p></div> </div> <p class="hideme_print top_anchor"> <a class="arrow" href="#top" title="nach oben">nach oben</a> </p> </div> <div id="e137818" class="zms_textarea "><p>Stand: 2. Jänner 2019</p></div> <div class="hideme_print top_anchor"> <a class="arrow" href="#content" title="nach oben">nach oben</a> </div> <div id="e137820" class="zms_textarea "><p class="disclaimer">Trotz sorgfältiger Datenzusammenstellung können wir keine Gewähr für die vollständige Richtigkeit der dargestellten Informationen übernehmen. Sollten Sie spezielle Fragen zu einem der Themen haben, stehen wir Ihnen jederzeit gerne für ein persönliches Gespräch zur Verfügung.</p></div> sonderausgabenSonderausgaben <div id="e135603" class="zms_textarea "><p>Bei Sonderausgaben handelt es sich grundsätzlich um Aufwendungen, die nicht mit der Erzielung von Einkünften zusammenhängen, sondern der privaten Lebensführung zuzuordnen sind. Prinzipiell sind Sonderausgaben immer in jenem Veranlagungsjahr zu berücksichtigen, in dem sie bezahlt werden.</p> <p>Sonderausgaben sind u. a. Beiträge für eine freiwillige Weiter­versicherung einschließlich des Nachkaufs von Versicherungszeiten in der gesetzlichen Pensions­versicherung.</p> <p>Ausgaben für Wohnraumschaffung und Versicherungen können seit 2016 nicht mehr abgesetzt werden, sie zählen zu den sogenannten Topfsonderausgaben. Bei bestehenden Verträgen bleibt der Sonderausgabenabzug noch fünf Jahre (letztmalig für das Jahr 2020) erhalten.</p></div> <div class="infolist_section item_1 first" id="infolist_section_1_renten_und_dauernde_lasten"> <h2 title="1. Renten und dauernde Lasten">1. Renten und dauernde Lasten</h2> <div class="content"> <div id="e135606" class="zms_textarea "><p>Renten und dauernde Lasten können nur dann Sonderausgaben sein, wenn sie nicht bereits als Betriebsausgabe (betriebliche Einkunftsarten) oder als Werbungskosten (außerbetriebliche Einkunftsarten) berücksichtigt wurden. Eine weitere Einschränkung besteht darin, dass die Rente aufgrund besonderer Verpflichtungsgründe geleistet wird.</p> <p>Handelt es sich um Renten, welche Gegenleistungen für die Übertragung von Wirtschaftsgütern sind, so sind sie nur in jener Höhe Sonderausgaben, als die Summe der gezahlten Beträge den Barwert der Rentenverpflichtung übersteigt. Die Berechnung des Barwerts der Rentenverpflichtung wird nach finanz- bzw. versicherungsmathematischen Grundsätzen vorgenommen.</p> <p>Für Renten, die aus Anlass der Übertragung eines Betriebes, Teilbetriebes oder Mitunternehmeranteil vereinbart werden, gelten besondere Bestimmungen.</p> <p>Ebenso Sonderausgaben sind u. a. Beiträge für eine freiwillige Weiter­versicherung einschließlich des Nachkaufs von Versicherungszeiten in der gesetzlichen Pensions­versicherung.</p></div> </div> <p class="hideme_print top_anchor"> <a class="arrow" href="#top" title="nach oben">nach oben</a> </p> </div> <div class="infolist_section item_2" id="infolist_section_2_beitraege_zu_versicherungen"> <h2 title="2. Beiträge zu Versicherungen">2. Beiträge zu Versicherungen</h2> <div class="content"> <div id="e135608" class="zms_textarea "><p>Achtung: Ab 1.1.2016 können keine neuen Aufwendungen mehr berücksichtigt werden. Altverträge sind noch fünf Jahre lang gültig.</p> <p>Darunter fallen Versicherungsbeiträge zu im Gesetz angeführten freiwilligen Personenversicherungen:</p> <ul> <li>freiwillige Kranken-, Unfall- oder Pensionsversicherung</li> <li>Lebensversicherungen (nur in Form von Rentenversicherungen)</li> <li>freiwillige Witwen-, Waisen-, Versorgungs- und Sterbekassen</li> <li>Pensionskassen</li> </ul> <p>Nicht als Sonderausgabe abzugsfähig sind die Beiträge, die im Rahmen der gesetzlichen Sozialversicherungspflicht anfallen. Diese Beiträge mindern bereits als Betriebsausgabe oder Werbungskosten die Steuerbemessungsgrundlage.</p></div> </div> <p class="hideme_print top_anchor"> <a class="arrow" href="#top" title="nach oben">nach oben</a> </p> </div> <div class="infolist_section item_3" id="infolist_section_3_aufwendungen_fuer_wohnraumschaffung_und_-sanierung"> <h2 title="3. Aufwendungen für Wohnraumschaffung und -sanierung">3. Aufwendungen für Wohnraumschaffung und -sanierung</h2> <div class="content"> <div id="e135610" class="zms_textarea "><p>Achtung: <em>Nur dann, wenn mit der Bauausführung vor 1.1.2016 begonnen worden ist bzw. der der Zahlung zugrundeliegende Vertrag vor dem 1.1.2016 abgeschlossen worden ist. Altverträge sind noch fünf Jahre lang gültig.</em></p> <p>Stehen Aufwendungen unmittelbar oder mittelbar im Zusammenhang mit der Schaffung oder Sanierung von Wohnraum, sind sie abzugsfähig, wenn sie unter eine der folgenden Aufzählungen fallen:</p> <p>Es handelt sich um mindestens 8-jährig gebundene Beträge, die ein Wohnungswerber zur Schaffung von Wohnraum an gemeinnützige Bauvereinigungen, Unternehmen, deren Betriebsgegenstand die Schaffung von Wohnungseigentum ist, oder Gebietskörperschaften zahlt.</p> <p>Der Steuerpflichtige leistet Beträge zur Errichtung von Eigentumswohnung oder Eigenheim. Begünstigt werden sowohl die Aufwendungen, die dem Steuerpflichtigen mit dem Erwerb des Grundstücks entstehen, als auch die eigentlichen Errichtungskosten. Der Erwerb von bereits bestehendem Wohnraum fällt nicht unter diese Begünstigung. In diesem Fall ist ein Sonderausgabenabzug nur für Aufwendungen in Zusammenhang mit der Schaffung von weiteren Wohnräumen möglich. Wird das Eigenheim oder die Eigentumswohnung zu mehr als einem Drittel für andere als eigene Wohnzwecke verwendet, dann liegt insgesamt ebenfalls kein begünstigter Wohnraum vor. Unter Eigenheim versteht die Finanzverwaltung ein Wohnhaus mit nicht mehr als zwei Wohnungen. Das Gebäude muss objektiv dazu geeignet sein, ganzjährig bewohnt werden zu können. Aufgrund letzterer Einschränkung kommt ein Sonderausgabenabzug für die Errichtung von Badebungalows, Bootshäusern, Gartenhäusern und Jagdhütten, die nicht einmal bescheidene Wohnbedürfnisse erfüllen, nicht in Betracht. Außerdem muss das Eigenheim oder die Eigentumswohnung dem Steuerpflichtigen unmittelbar nach Fertigstellung zwei Jahre als Hauptwohnsitz dienen.</p> <p>Ausgaben für die Sanierung von bereits vorhandenem Wohnraum. Unter diesen Titel fallen sowohl Instandsetzungsaufwendungen wie auch die Herstellungsaufwendungen. Zum Instandsetzungsaufwand gehört jener Aufwand, der die Nutzungsdauer des Wohnraumes wesentlich verlängert oder den Nutzungswert des Wohnraumes wesentlich erhöht. Wohnraumsanierungsaufwand ist nur dann als Sonderausgabe zu berücksichtigen, wenn ein Verbesserungsbedarf (z. B. bestehende Heizungsanlage ist nicht mehr funktionsfähig) vorliegt. Instandhaltungsaufwendungen (z. B. Ausmalen und Tapezieren der Räume, Austausch nicht wesentlicher Gebäudeteile) fallen nicht unter den Titel der Wohnraumsanierung. Aufwand für die Wohnraumsanierung ist nur dann Sonderausgabe, wenn die Sanierung von befugten Unternehmern durchgeführt wird.</p> <p>Sonderausgaben sind auch die Rückzahlung von Darlehen, welche für die Wohnraumschaffung oder Wohnraumsanierung aufgenommen wurden. Auch die Zinsen für derartige Darlehen sind Sonderausgaben.</p> <p>Abzugsfähig sind nur Beträge für Maß­nah­men, zur Schaffung von Wohnraum (z. B. Eigenheime) innerhalb der EU oder in einem Staat des Europäischen Wirtschaftsraumes, mit dem eine umfassende Amts­hilfe besteht.</p></div> </div> <p class="hideme_print top_anchor"> <a class="arrow" href="#top" title="nach oben">nach oben</a> </p> </div> <div class="infolist_section item_4" id="infolist_section_4_automatische_beruecksichtigung_von_sonderausgaben"> <h2 title="4. Automatische Berücksichtigung von Sonderausgaben">4. Automatische Berücksichtigung von Sonderausgaben</h2> <div class="content"> <div id="e137687" class="zms_textarea "><p>Bestimmte Zahlungen für Sonderausgaben, die seit dem 1.1.2017 getätigt wurden, werden automatisch für die Steuererklärung 2017 erfasst.</p> <h3>Welche Sonderausgaben betrifft das im Wesentlichen?</h3> <ul> <li>verpflichtende Kirchenbeiträge bzw. Beiträge an Religionsgesellschaften</li> <li>Spenden an begünstigte Spendenempfänger und Feuerwehren (keine Spenden, die als Betriebsausgaben berücksichtigt werden)</li> <li>Beiträge für freiwillige Weiterversicherungen, Nachkauf von Versicherungszeiten in der gesetzlichen Pensionsversicherung und vergleichbare Beiträge an Versorgungs- und Unterstützungseinrichtungen der Kammern der selbständig Erwerbstätigen.</li> </ul> <p>Alle empfangenden Organisationen müssen eine feste örtliche Einrichtung im Inland haben. Zahlungen an bestimmte vergleichbare ausländische Organisation, die bisher abzugsfähig waren, bleiben das auch weiterhin, aber sie werden nicht automatisch erfasst.  Nicht automatisch übermittelt werden z. B. auch Steuerberatungskosten, Rentenzahlungen, Beiträge zur Wohnraumschaffung und -sanierung und Versicherungen (die letzten beiden sind ohnedies nur mehr eingeschränkt absetzbar).</p> <h3>Was muss der Zahler beachten?</h3> <p>Soll eine entsprechende Zahlung als Sonderausgabe berücksichtigt werden, muss bei der Zahlung Vor-/Zuname und das Geburtsdatum exakt so angegeben werden, wie dies am Meldezettel ersichtlich ist, da für die Finanz sonst keine Zuordnung der Sonderausgaben zur Steuererklärung möglich ist. Sogenannte „Spendenerlagscheine“ stellen strukturierte Eingabefelder für die Identifikationsdaten zur Verfügung.<br /> <em>Achtung: Wenn diese Daten nicht bekannt gegeben werden, kann die Zahlung grundsätzlich nicht als Sonderausgabe berücksichtigt werden. Es ist auch nicht möglich den Betrag bei der Steuererklärung einzugeben. </em></p> <h3>Betriebliche Spenden</h3> <p>Bei betrieblichen Spenden sind die Identifikationsdaten (Name, Geburtsdatum) der Spendenorganisation nicht bekannt zu geben. Die Spende wird dann auch nicht automatisch als Sonderausgabe berücksichtigt. Betriebliche Spenden sind wie bisher in der Steuererklärung als Betriebsausgaben anzugeben, ein allfälliger Überschreitungsbetrag als Sonderausgabe.</p> <h3>Kirchenbeiträge</h3> <p>Ausgaben für Kirchenbeiträgen aber auch z. B. Zahlungen für die freiwillige Weiterversicherung und dem Nachkauf von Versicherungszeiten können auch abgesetzt werden, wenn diese für den (Ehe-)Partner oder für die Kinder des Steuerpflichtigen geleistet werden. Die Kirche kann diese Möglichkeit jedoch nicht für den Steuerpflichtigen bei der Übermittlung berücksichtigen. Eine von der Übermittlung abweichende Zuordnung kann in der Steuererklärung beantragt werden (neues Formular).</p> <h3>Überprüfung und Fehlerbehebung</h3> <p>In FinanzOnline wird der Zahler überprüfen können, ob und in welcher Höhe Zahlungen zu Sonderausgaben übermittelt wurden. Wenn eine Organisation eine Zahlung erhalten hat, aber keine oder falsche Beträge an die Finanzverwaltung übermittelt, muss der Zahler die Organisation kontaktieren, damit der Fehler behoben wird. Nur wenn die betreffende Organisation trotzdem keine Korrektur vornimmt, kann die Sonderausgabe beim Finanzamt geltend gemacht werden.</p></div> </div> <p class="hideme_print top_anchor"> <a class="arrow" href="#top" title="nach oben">nach oben</a> </p> </div> <div class="infolist_section item_5" id="infolist_section_5_kirchenbeitrag"> <h2 title="5. Kirchenbeitrag">5. Kirchenbeitrag</h2> <div class="content"> <div id="e137689" class="zms_textarea "><p>Hierbei handelt es sich um Beiträge an gesetzlich anerkannte Kirchen und Religionsgemeinschaften. Die steuerliche Abzugsfähigkeit des Kirchenbeitrags ist begrenzt mit einem Höchstbetrag von € 400,00 jährlich. Höhere Beiträge können steuerlich nicht berücksichtigt werden.</p> <p>Der Kirchenbeitrag muss obligatorisch sein. Die Kirche kann ihren Sitz auch im EU/EWR-Raum haben sie muss aber in Österreich anerkannt sein.</p></div> </div> <p class="hideme_print top_anchor"> <a class="arrow" href="#top" title="nach oben">nach oben</a> </p> </div> <div class="infolist_section item_6" id="infolist_section_6_steuerberatungskosten"> <h2 title="6. Steuerberatungskosten">6. Steuerberatungskosten</h2> <div class="content"> <div id="e137691" class="zms_textarea "><p>Steuerberatungskosten, die an berufsrechtlich befugte Personen geleistet werden, sind Sonderausgaben, wenn sie nicht bereits als Betriebsausgabe oder Werbungskosten berücksichtigt wurden.</p></div> </div> <p class="hideme_print top_anchor"> <a class="arrow" href="#top" title="nach oben">nach oben</a> </p> </div> <div class="infolist_section item_7" id="infolist_section_7_spenden"> <h2 title="7. Spenden">7. Spenden</h2> <div class="content"> <div id="e137693" class="zms_textarea "><p>Spenden sind als Sonderausgaben nur in folgenden Fällen abzugsfähig:</p> <p><strong>Begünstigt sind u. a. Spenden an bestimmte Organisationen, die:</strong></p> <ul> <li>Forschungsaufgaben durchführen oder</li> <li>auf wissenschaftlicher oder künstlerischer Basis Lehraufgaben für Erwachsene übernehmen (z. B. Universitäten) oder</li> <li>ausdrücklich im Gesetz genannt sind, wie <ol style="list-style-type: lower-alpha;"> <li>die Österreichische Nationalbibliothek,</li> <li>bestimmte Museen,</li> <li>das Bundesdenkmalamt,</li> <li>bestimmte Organisationen, deren ausschließlicher Zweck die Förderung des Behindertensports ist,</li> <li>die internationale Anti-Korruptions-Akademie,</li> <li>die Diplomatische Akademie und vergleichbare Einrichtungen mit Sitz in einem Mitgliedstaat der EU (oder einem Staat mit umfassender Amtshilfe),</li> <li>bestimmte Einrichtungen mit Sitz in einem Mitgliedstaat der EU oder einem Staat, mit dem eine umfassende Amtshilfe besteht, wenn sie mit den in lt. a bis c genannten Organisationen vergleichbar sind und der Förderung, Erhaltung, Vermittlung und Dokumentation von Kunst und Kultur in Österreich dienen.</li> </ol> </li> </ul> <p> oder</p> <ul> <li>Aufgaben der Feuerpolizei, der örtlichen Gefahrenpolizei und des Katastro­phen­schutzes erfüllen; solche Organisationen sind: Freiwillige Feuerwehren und Landes­feuer­wehrverbände.</li> </ul> <p>Daneben sind auch Spenden abzugsfähig, die an bestimmte Organisationen geleistet werden, aber nur wenn diese Organisation in die <a href="https://www.bmf.gv.at/Service/allg/spenden/show_mast.asp" target="_blank">Liste der begünstigten Spendenempfänger</a> des Bundesministeriums für Finanzen eingetragen ist. Darunter fallen Spenden an Organisationen</p> <ul> <li>die sich einsetzen bzw. Spenden sammeln für <ul> <li>mildtätige Zwecke</li> <li>Entwicklungs- und Katastrophenhilfe</li> <li>den Schutz der Umwelt, Natur- oder Artenvielfalt</li> <li>bestimmte Tierheime</li> </ul> </li> <li>zwecks Durchführung von allgemein zugänglichen künstlerischen Tätigkeiten, die der öster­reichischen Kunst und Kultur dienen, sowie der allgemein zugänglichen Präsentation von Kunstwerken. Die Körperschaft muss bestimmte Voraus­setzungen erfüllen (wie z. B. der Erhalt von bestimmten Förderungen).</li> </ul> <p>Die Spenden dürfen zusammen mit den Zuwendungen aus dem Betriebsvermögen 10 % des sich nach Verlustausgleich ergebenden Gesamtbetrags der Einkünfte des aktuellen Jahres nicht überschreiten. Nicht abzugsfähig sind echte <strong>Mitgliedsbeiträge</strong>, Beiträge, die über den Mitgliedsbeitrag hinaus freiwillig entrichtet werden jedoch schon.</p> <p>Spenden sind grundsätzlich nur mehr als Sonderausgaben ab­zu­setzen, wenn dem Empfänger der Vor- und Zuname und der Geburtstag des Spenders be­kannt gegeben wer­­den und von der empfangenden Organisation eine Datenübermittlung an die Finanz erfolgt. Der Spender kann die Übermittlung der Daten auch verweigern, in diesem Fall ist die Zahlung nicht als Sonderausgabe abzuziehen. Der Spen­den­em­­pfänger ist verpflichtet, die Daten über FinanzOnline an die Ab­ga­benbehörden zu übermitteln. Kommt er dieser Ver­pflichtung nicht gänzlich nach, wird er vom Finanzamt dazu aufgefordert. Der Bescheid für die Anerkennung als spen­den­be­güns­tigte Kör­per­schaft kann widerrufen werden und die Spendenorganisation wird von der Liste ge­stri­chen, wenn der Empfänger auch in weiterer Folge seiner Verpflichtung nicht nachkommt.</p> <p>Spenden, die vor dem 1.1.2017 getätigt wurden, müssen auf Verlangen der Ab­gaben­behörde nachgewiesen werden, es gilt die allgemeine 7-jährige Aufbewahrungsfrist. Für Spenden nach dem 1.1.2017 gilt das Gesagte nur insofern der Spendenempfänger keine feste örtliche Einrichtung im Inland unterhält.</p> <p>Zuwendungen zwecks ertragsbringender Vermögensausstattung an eine gemeinnützige privatrechtliche Stiftung (oder an eine vergleichbare Vermögensmasse) oder Zuwendungen an die Innovationsstiftung für Bildung können unter ganz bestimmten Voraussetzungen auch abzugsfähig sein.</p></div> </div> <p class="hideme_print top_anchor"> <a class="arrow" href="#top" title="nach oben">nach oben</a> </p> </div> <div class="infolist_section item_8" id="infolist_section_8_verlustabzug"> <h2 title="8. Verlustabzug">8. Verlustabzug</h2> <div class="content"> <div id="e137695" class="zms_textarea "><p>Der Verlustabzug (Verlustvortrag) stellt im Unterschied zu den übrigen Sonderausgaben keine "Ausgabe", sondern eine periodenübergreifende Ergänzung der Gewinnermittlung dar.</p> <p>Er ist auf Verluste aus betrieblichen Einkunftsarten (Einkünfte aus Land- und Forstwirtschaft, Einkünfte aus selbständiger Arbeit, Einkünfte aus Gewerbebetrieb) beschränkt. Voraussetzung für die Abzugs- und Vortragsfähigkeit des Verlustes ist eine ordnungsgemäße Buchführung.</p> <p>Sie können zeitlich unbegrenzt vorgetragen werden (auch bei Einnahmen-Ausgaben-Rechnern seit 2016).</p> <p>Verluste aus Vorjahren können bis zur Höhe der Einkünfte des laufenden Jahres verrechnet werden (seit der Veranlagung für das Jahr 2014). In den Jahren davor war der Verlustabzug eingeschränkt durch eine Verrechnungs- und Vortragsgrenze von 75 % des Gesamtbetrags der Einkünfte. Die 75-%-Regelung gilt weiterhin für Kapitalgesellschaften. Sie müssen somit zu­mindest ein Viertel des Ge­winnes versteuern.</p></div> </div> <p class="hideme_print top_anchor"> <a class="arrow" href="#top" title="nach oben">nach oben</a> </p> </div> <div class="infolist_section item_9 last" id="infolist_section_hoechstbetragsbeschraenkung"> <h2 title="Höchstbetragsbeschränkung">Höchstbetragsbeschränkung</h2> <div class="content"> <div id="e137697" class="zms_textarea "><p>Sonderausgaben können hinsichtlich der Höchstbetragsbeschränkung in folgende Gruppen eingeteilt werden.</p> <p>Sogenannte "Topfsonderausgaben". Dazu zählen die oben unter Punkt 2 und 3 angeführte Sonderausgaben. Für diese besteht ein jährlicher Höchstbetrag von € 2.920,00. Dieser Höchstbetrag erhöht sich um weitere € 2.920,00, wenn dem Steuerpflichtigen der Alleinverdiener- oder Alleinerzieherabsetzbetrag zusteht. Ausgaben, die den Höchstbetrag übersteigen, können nicht berücksichtigt werden.</p> <p>Weiters erhöht sich der Höchstbetrag um € 2.920,00, wenn dem Steuerpflichtigen kein Alleinverdiener- oder Alleinerzieherabsetzbetrag zusteht, er aber mehr als sechs Monate im Kalenderjahr verheiratet oder eingetragener Partner ist und vom (Ehe-)Partner nicht dauernd getrennt lebt und der (Ehe-)Partner Einkünfte von höchstens € 6.000,00 jährlich erzielt.</p> <p>Ausgaben bis zur Höhe des Höchstbetrages werden geviertelt. Steuerwirksam ist somit höchstens ein Viertel der zu berücksichtigenden Beträge, also entweder ein Viertel der tatsächlich aufgewendeten Beträge oder bei Übersteigen des Höchstbetrages ein Viertel des Höchstbetrages.</p> <p>Bei Steuerpflichtigen, deren <strong>Gesamtbetrag der Einkünfte</strong> mehr als <strong>€ 36.400,00/Jahr</strong> beträgt, wird das Sonderausgabenviertel gleichmäßig in solchem Ausmaß gekürzt, dass bei einem Gesamtbetrag der Einkünfte von <strong>€ 60.000,00 nur mehr</strong> der Sonderausgabenpauschalbetrag von <strong>€ 60,00</strong> als Sonderausgaben absetzbar ist.</p> <h3>Sonderausgaben ohne Höchstbetrag</h3> <p>Steuerberatungskosten sowie die Beiträge für eine freiwillige Weiterversicherung einschließlich des Nachkaufs von Versicherungszeiten in der gesetzlichen Pensionsversicherung, können des Pauschales und ohne Berücksichtigung des Höchstbetrages geltend gemacht werden.</p> <h3>Sonderausgaben mit jeweils eigenem Höchstbetrag</h3> <p>Dazu zählen die Kirchenbeiträge, Spenden und der Verlustabzug:</p> <ul> <li>Kirchenbeiträge können jährlich maximal in Höhe von € 400,00 als Sonderausgabe Berücksichtigung finden.</li> </ul> <p>Spenden an begünstigte Empfänger sind im Ausmaß von höchstens 10 % der Einkünfte des aktuellen Jahres berücksichtigungsfähig. Verluste aus Vorjahren sind unter den oben angeführten Voraussetzungen abzugsfähig.</p></div> </div> <p class="hideme_print top_anchor"> <a class="arrow" href="#top" title="nach oben">nach oben</a> </p> </div> <div id="e137821" class="zms_textarea "><p>Stand: 2. Jänner 2019</p></div> <div class="hideme_print top_anchor"> <a class="arrow" href="#content" title="nach oben">nach oben</a> </div> <div id="e137823" class="zms_textarea "><p class="disclaimer">Trotz sorgfältiger Datenzusammenstellung können wir keine Gewähr für die vollständige Richtigkeit der dargestellten Informationen übernehmen. Sollten Sie spezielle Fragen zu einem der Themen haben, stehen wir Ihnen jederzeit gerne für ein persönliches Gespräch zur Verfügung.</p></div> sozialversicherungs-beitragswerteSozialversicherungs-Beitragswerte <div class="infolist_section item_1 first" id="infolist_section_asvg"> <h2 title="ASVG">ASVG</h2> <div class="content"> <div id="e137702"> <table class="ZMSTable"> <colgroup> <col /><col /><col /><col /> </colgroup> <thead> <tr class="even"> <th>ASVG</th><th>2019</th><th>2018</th><th>2017</th> </tr> </thead> <tbody> <tr class="odd"> <td>Geringfügigkeitsgrenze monatlich</td><td>€ 446,81</td><td>€ 438,05</td><td>€ 425,70</td> </tr><tr class="even"> <td>Grenze für die DG Abgabe bei geringfügig Beschäftigten </td><td>€ 670,22</td><td>€ 657,08</td><td>€ 638,55</td> </tr><tr class="odd"> <td>Höchstbeitragsgrundlage monatlich laufend</td><td>€ 5.220,00</td><td>€ 5.130,00</td><td>€ 4.980,00</td> </tr><tr class="even"> <td>Höchstbeitragsgrundlage Sonderzahlung (2 Mal)</td><td>€ 10.440,00</td><td>€ 10.260,00</td><td>€ 9.960,00</td> </tr><tr class="odd"> <td>Höchstbeitragsgrundlage jährlich</td><td>€ 73.080,00</td><td>€ 71.820,00</td><td>€ 69.720,00</td> </tr> </tbody> </table> </div> </div> <p class="hideme_print top_anchor"> <a class="arrow" href="#top" title="nach oben">nach oben</a> </p> </div> <div class="infolist_section item_2" id="infolist_section_angestellte_ueber_der_geringfuegigkeitsgrenze"> <h2 title="Angestellte über der Geringfügigkeitsgrenze">Angestellte über der Geringfügigkeitsgrenze</h2> <div class="content"> <div id="e137704" class="zms_textarea "><h3>Dienstnehmer-Beitrag</h3></div> <div id="e137705"> <table class="ZMSTable"> <colgroup> <col /><col /><col /><col /> </colgroup> <thead> <tr class="even"> <th>ASVG</th><th>2019</th><th>2018</th><th>2017</th> </tr> </thead> <tbody> <tr class="odd"> <td>SV-Dienstnehmer laufend</td><td>18,12 %</td><td>18,12 %</td><td>18,12 %</td> </tr><tr class="even"> <td>SV-Dienstnehmer Sonderzahlung</td><td>17,12 %</td><td>17,12 %</td><td>17,12 %</td> </tr> </tbody> </table> </div> <div id="e137706" class="zms_textarea "><h3>Dienstgeber-Beitrag</h3></div> <div id="e137707"> <table class="ZMSTable"> <colgroup> <col /><col /><col /><col /> </colgroup> <thead> <tr class="even"> <th>ASVG</th><th>2019</th><th>2018</th><th>2017</th> </tr> </thead> <tbody> <tr class="odd"> <td>SV-Dienstgeber laufend</td><td>21,38 %</td><td>21,48 %</td><td>21,48 %</td> </tr><tr class="even"> <td>SV-Dienstgeber Sonderzahlung</td><td>20,88 %</td><td>20,98 %</td><td>20,98 %</td> </tr><tr class="odd"> <td>BVK-Beitrag</td><td>1,53 %</td><td>1,53 %</td><td>1,53 %</td> </tr> </tbody> </table> </div> </div> <p class="hideme_print top_anchor"> <a class="arrow" href="#top" title="nach oben">nach oben</a> </p> </div> <div class="infolist_section item_3" id="infolist_section_arbeiter_ueber_der_geringfuegigkeitsgrenze"> <h2 title="Arbeiter über der Geringfügigkeitsgrenze">Arbeiter über der Geringfügigkeitsgrenze</h2> <div class="content"> <div id="e137709" class="zms_textarea "><h3>Dienstnehmer-Beitrag</h3></div> <div id="e137710"> <table class="ZMSTable"> <colgroup> <col /><col /><col /><col /> </colgroup> <thead> <tr class="even"> <th>ASVG</th><th>2019</th><th>2018</th><th>2017</th> </tr> </thead> <tbody> <tr class="odd"> <td>SV- Dienstnehmer laufend</td><td>18,12 %</td><td>18,12 %</td><td>18,12 %</td> </tr><tr class="even"> <td>SV-Dienstnehmer Sonderzahlung</td><td>17,12 %</td><td>17,12 %</td><td>17,12 %</td> </tr> </tbody> </table> </div> <div id="e137711" class="zms_textarea "><h3>Dienstgeber-Beitrag</h3></div> <div id="e137712"> <table class="ZMSTable"> <colgroup> <col /><col /><col /><col /> </colgroup> <thead> <tr class="even"> <th>ASVG</th><th>2019</th><th>2018</th><th>2017</th> </tr> </thead> <tbody> <tr class="odd"> <td>SV-Dienstgeber laufend</td><td>21,38 %</td><td>21,48 %</td><td>21,48 %</td> </tr><tr class="even"> <td>SV-Dienstgeber Sonderzahlung</td><td>20,88 %</td><td>20,98 %</td><td>20,98 %</td> </tr><tr class="odd"> <td>BVK-Beitrag</td><td>1,53 %</td><td>1,53 %</td><td>1,53 %</td> </tr> </tbody> </table> </div> </div> <p class="hideme_print top_anchor"> <a class="arrow" href="#top" title="nach oben">nach oben</a> </p> </div> <div class="infolist_section item_4" id="infolist_section_freie_dienstnehmer_ueber_der_geringfuegigkeitsgrenze"> <h2 title="Freie Dienstnehmer über der Geringfügigkeitsgrenze">Freie Dienstnehmer über der Geringfügigkeitsgrenze</h2> <div class="content"> <div id="e137714"> <table class="ZMSTable"> <colgroup> <col /><col /><col /><col /> </colgroup> <thead> <tr class="even"> <th>ASVG</th><th>2019</th><th>2018</th><th>2017</th> </tr> </thead> <tbody> <tr class="odd"> <td>Dienstnehmer-Beitrag</td><td>17,62 %</td><td>17,62 %</td><td>17,62 %</td> </tr><tr class="even"> <td>Dienstgeber-Beitrag</td><td>20,88 %</td><td>20,98 %</td><td>20,98 %</td> </tr><tr class="odd"> <td>BVK-Beitrag</td><td>1,53 %</td><td>1,53 %</td><td>1,53 %</td> </tr> </tbody> </table> </div> </div> <p class="hideme_print top_anchor"> <a class="arrow" href="#top" title="nach oben">nach oben</a> </p> </div> <div class="infolist_section item_5" id="infolist_section_angestellte_arbeiter_freie_dienstnehmer_unter_der_geringfuegigkeitsgrenze"> <h2 title="Angestellte + Arbeiter, freie Dienstnehmer unter der Geringfügigkeitsgrenze">Angestellte + Arbeiter, freie Dienstnehmer unter der Geringfügigkeitsgrenze</h2> <div class="content"> <div id="e137716" class="zms_textarea "><h3>Dienstnehmer-Beitrag</h3></div> <div id="e137717"> <table class="ZMSTable"> <colgroup> <col /><col /><col /><col /> </colgroup> <thead> <tr class="even"> <th>ASVG</th><th>2019</th><th>2018</th><th>2017</th> </tr> </thead> <tbody> <tr class="odd"> <td>SV-Dienstnehmer laufend, Sonderzahlungen</td><td>0,00 %</td><td>0,00 %</td><td>0,00 %</td> </tr><tr class="even"> <td>freiwillige Selbstversicherung (KV,PV)</td><td>€ 63,07</td><td>€ 61,83</td><td>€ 60,09</td> </tr> </tbody> </table> </div> <div id="e137718" class="zms_textarea "><h3>Dienstgeber-Beitrag</h3></div> <div id="e137719"> <table class="ZMSTable"> <colgroup> <col /><col /><col /><col /> </colgroup> <thead> <tr class="even"> <th>ASVG</th><th>2019</th><th>2018</th><th>2017</th> </tr> </thead> <tbody> <tr class="odd"> <td>SV-Dienstgeber laufend (UV)</td><td>1,20 %</td><td>1,30 %</td><td>1,30 %</td> </tr><tr class="even"> <td>Dienstgeberabgabe laufend, Sonderzahlungen</td><td>16,40 %</td><td>16,40 %</td><td>16,40 %</td> </tr><tr class="odd"> <td>BVK-Beitrag</td><td>1,53 %</td><td>1,53 %</td><td>1,53 %</td> </tr> </tbody> </table> </div> </div> <p class="hideme_print top_anchor"> <a class="arrow" href="#top" title="nach oben">nach oben</a> </p> </div> <div class="infolist_section item_6 last" id="infolist_section_gsvg"> <h2 title="GSVG">GSVG</h2> <div class="content"> <div id="e137721" class="zms_textarea "><h3>für Wirtschaftskammermitglieder</h3></div> <div id="e137722"> <table class="ZMSTable"> <colgroup> <col /><col /><col /><col /><col /> </colgroup> <thead> <tr class="even"> <th></th><th>Beitrag</th><th>Krankenversicherung</th><th>Beitrag</th><th>Pensionsversicherung</th> </tr> </thead> <tbody> <tr class="odd"> <td>ab Beginn der Erwerbstätigkeit</td><td>7,65 %</td><td>MBGrl 446,81 €/M 5.361,72 €/J</td><td>18,50%</td><td>MBGrl 654,25 €/M 7.851,00 €/J</td> </tr><tr class="even"> <td>HBGL</td><td>7,65 %</td><td>6.090,00 €/M 73.080,00 €/J</td><td>18,50%</td><td>5.985,00 €/M 73.080,00 €/J</td> </tr> </tbody> </table> </div> <div id="e137723" class="zms_textarea "><p>Beitrag zu Selbständigenvorsorge: 1,53 %</p></div> <div id="e137724" class="zms_textarea "><p><strong>Unfallversicherung € 117,48/Jahr bzw. € 9,79/Monat</strong></p> <h3>Krankenversicherung:</h3> <ul> <li>im 1. und 2. Jahr der Erwerbstätigkeit fixe Bemessungsgrundlage (BMGrl) ohne Nachbemessung, wenn in letzten 120 Kalendermonaten keine GSVG Pflichtversicherung (PflV)</li> <li>im 3. Jahr der Erwerbstätigkeit: Nachbemessung nach ESt Bescheid</li> </ul> <h3>Pensionsversicherung:</h3> <p>Bei erstmaliger GSVG PflV.: Nachbemessung nach ESt Bescheid.</p></div> <div id="e137725" class="zms_textarea "><h3>Freiberuflich Selbstständige</h3> <p>(A)=ASVG, (G)=GSVG, (F)=FSVG</p></div> <div id="e137726"> <table class="ZMSTable"> <colgroup> <col /><col /><col /><col /> </colgroup> <thead> <tr class="even"> <th></th><th>PV in %</th><th>KV in %</th><th>UV in EUR</th> </tr> </thead> <tbody> <tr class="odd"> <td>WT</td><td>18,50 (G)</td><td>opt.out<sup>1)</sup></td><td>9,79 /M</td> </tr><tr class="even"> <td>Künstler</td><td>18,50 (G)</td><td>7,65 (G)</td><td>9,79 /M</td> </tr><tr class="odd"> <td>Journalisten</td><td>18,50 (G)</td><td>7,65 (G)</td><td>9,79 /M</td> </tr><tr class="even"> <td>Tierärzte</td><td>18,50 (G)</td><td>opt.out<sup>1)</sup></td><td>9,79 /M</td> </tr><tr class="odd"> <td>Dentisten</td><td>18,50 (G)</td><td>7,65 (G)</td><td>9,79 /M</td> </tr><tr class="even"> <td>Wohnsitz(tier)ärzte</td><td>18,50 (G)</td><td>opt.out<sup>1)</sup></td><td>9,79 /M</td> </tr><tr class="odd"> <td>Ärzte</td><td>20,00 (F)</td><td>opt.out<sup>2)</sup></td><td>9,79 /M</td> </tr><tr class="even"> <td>Patentanwälte</td><td>20,00 (F)</td><td>opt.out<sup>1)</sup></td><td>9,79 /M</td> </tr><tr class="odd"> <td>Apotheker</td><td>20,00 (F)</td><td>opt.out<sup>1)</sup></td><td>9,79 /M</td> </tr><tr class="even"> <td>Vorstände</td><td>22,80 (A)</td><td>7,65 (A)</td><td>1,20%</td> </tr><tr class="odd"> <td>Rechtsanwälte</td><td>Kammer</td><td>opt.out<sup>1)</sup></td><td>-</td> </tr><tr class="even"> <td>Ziviltechniker</td><td>20,00 (F)</td><td>opt.out<sup>1)</sup></td><td>-</td> </tr><tr class="odd"> <td>Notare</td><td>Kammer</td><td>opt.out<sup>1)</sup></td><td>-</td> </tr> </tbody> </table> </div> <div id="e137727" class="zms_textarea "><p><sup>1)</sup> Opting out: keine Pflichtversicherung aufgrund freiberuflicher Tätigkeit, Wahlrecht zwischen Gruppenversicherung, Selbstversicherung oder Selbstversicherung nach GSVG;</p> <p><sup>2)</sup> Gruppenversicherung verpflichtend, zusätzlich Selbstversicherung ASVG oder GSVG möglich;</p></div> </div> <p class="hideme_print top_anchor"> <a class="arrow" href="#top" title="nach oben">nach oben</a> </p> </div> <div id="e137824" class="zms_textarea "><p>Stand: 2. Jänner 2019</p></div> <div class="hideme_print top_anchor"> <a class="arrow" href="#content" title="nach oben">nach oben</a> </div> <div id="e137826" class="zms_textarea "><p class="disclaimer">Trotz sorgfältiger Datenzusammenstellung können wir keine Gewähr für die vollständige Richtigkeit der dargestellten Informationen übernehmen. Sollten Sie spezielle Fragen zu einem der Themen haben, stehen wir Ihnen jederzeit gerne für ein persönliches Gespräch zur Verfügung.</p></div> sportler_und_steuernSportler und Steuern <div id="e136510" class="zms_textarea "><h3>Einkommensermittlung bei selbst&auml;ndigen Sportlern</h3> <p>Einzelsportler, die kein echtes Dienstverh&auml;ltnis bei einem Verein haben, fallen im einkommensteuerlichen Sinn meist unter die Eink&uuml;nfte aus selbst&auml;ndiger Arbeit (oder Gewerbebetrieb). Sie m&uuml;ssen am Jahresende ihren Gewinn ermitteln und eine Einkommensteuererkl&auml;rung abgeben.</p> <p>Sind die Ausgaben f&uuml;r den Sport &uuml;ber mehrere Jahre hinweg h&ouml;her als die Einnahmen, kann im Sinne der Einkommensteuer Liebhaberei vorliegen. In diesem Fall wird der Sport als kostenpflichtiges Hobby angesehen und es besteht keine Steuerpflicht.</p> <p><em>Achtung: Die Belege &uuml;ber die Ausgaben m&uuml;ssen als Beweis der Zahlung aufbewahrt werden.</em></p> <h3>Sportlerpauschalierung</h3> <p>Selbst&auml;ndig t&auml;tige Sportler d&uuml;rfen ihre Eink&uuml;nfte auf Antrag pauschal ermitteln. Diese Pauschalierung gilt sowohl f&uuml;r haupt- als auch f&uuml;r nebenberufliche (Profi oder Amateure) Sportler, aber z. B. nicht f&uuml;r Artisten, Schausteller oder Trainer.</p> <p>Der Sportler hat dann nur 33 % seines Welteinkommens als Sportler (einschlie&szlig;lich der Werbeeinnahmen) in &Ouml;sterreich zu versteuern. Die restlichen zwei Drittel des Einkommens unterliegen in &Ouml;sterreich keiner Steuer. Sie sind aber im Wege des Progressionsvorbehalts zu erfassen. (Progressionsvorbehalt: Falls der Sportler auch andere Eink&uuml;nfte hat, flie&szlig;en die restlichen zwei Drittel bei der Berechnung des Steuersatzes mit ein).</p> <p>Werden die Eink&uuml;nfte pauschal ermitteln, ist die Anrechnung von ausl&auml;ndischen Steuern ausgeschlossen.</p> <p>Die Voraussetzungen f&uuml;r die Sportlerpauschalierung sind:</p> <ul> <li>der Sportler muss in &Ouml;sterreich unbeschr&auml;nkt steuerpflichtig sein,</li> <li>er muss selbst&auml;ndig t&auml;tig sein und</li> <li>die Auftritte bei sportlichen Veranstaltungen im Ausland (wie z. B. Wettk&auml;mpfe) &uuml;berwiegen im Verh&auml;ltnis zu den Auftritten im Inland (Rechnung nach Kalendertagen). Dies gilt auch, wenn der Sportler aufgrund einer Verletzung tats&auml;chlich nicht die &uuml;berwiegende Zahl von Kalendertagen im Ausland verbracht hat, er aber ohne Verletzung planm&auml;&szlig;ig verbracht h&auml;tte. Miteinzurechnen beim Vergleich sind nur die Sportveranstaltungen, aber z. B. keine Trainingslager. Trainingszeiten vor den Wettk&auml;mpfen z&auml;hlen zu der Zeit im Ausland.</li> </ul></div> <div class="infolist_section item_1 first" id="infolist_section_pauschale_reiseaufwandsentschaedigungen"> <h2 title="Pauschale Reiseaufwandsentschädigungen">Pauschale Reiseaufwandsentschädigungen</h2> <div class="content"> <div id="e136513" class="zms_textarea "><p>Mannschaftssportler und ihre Trainer gelten als Dienstnehmer bei ihren Vereinen. Grundsätzlich unterliegen sämtliche Entgelte und Sachleistungen der Lohnsteuerpflicht sowie der Beitragspflicht in der Sozialversicherung.</p> <p>Erhalten sie jedoch nur <strong>pauschale Reiseaufwandsentschädigungen</strong>, so sind diese von der <strong>Einkommensteuer befreit</strong>. Pauschale Reiseaufwandsentschädigungen liegen vor, wenn:</p> <ul> <li>Sie von einem <strong>Sportler, Schiedsrichter oder Sportbetreuer</strong> (z. B. Masseur, Trainer) bezogen werden. Nicht dazu zählen Platzwarte und Funktionäre.</li> <li>Sie höchstens <strong>€ 60,00 pro Einsatztag</strong> und <strong>€ 540,00 pro Kalendermonat</strong> betragen.</li> <li>Ihre <strong>Auszahlung</strong> von einem <strong>begünstigten Rechtsträger</strong> erfolgt (z. B. von einem Verein)</li> <li>Sie <strong>nur an den Einsatztagen</strong> (Training, Wettkampf) ausbezahlt werden. Die Einsatztage müssen dokumentiert werden. Auch die <strong>Auszahlung</strong> muss <strong>gesondert dokumentiert</strong> werden. Um die Dokumentation zu erleichtern, werden von der Österreichischen Bundes-Sportorganisation Formulare zur Verfügung gestellt (<a title="Bundes-Sportorganisation" href="http://www.bso.or.at" target="_blank">www.bso.or.at</a>).</li> </ul> <p>Auch Einzelsportler können die Begünstigung für pauschale Reiseaufwandsentschädigungen in Anspruch nehmen, wenn sie die obigen Voraussetzungen erfüllen.</p> <p>Neben den pauschalen Reiseaufwandsentschädigungen dürfen keine Kosten steuerfrei ersetzt werden. Das bedeutet, es dürfen zum Beispiel <strong>kein Kilometergeld und keine Tages- und Nächtigungsgelder</strong> ausgezahlt werden. Sachleistungen, wie Bus- oder Flugtickets oder auch Zimmer, dürfen jedoch zusätzlich zur Verfügung gestellt werden.</p> <p>Übersteigen die tatsächliche Reisekosten (z. B. für Fahrten von der Wohnung zum Trainingsort und zurück) die steuerfreien pauschalen Aufwandsentschädigungen, können die tatsächlichen Reisekosten und/oder die Pendlerpauschale im Zuge der Veranlagung geltend gemacht werden. Allerdings nur, wenn auch steuerpflichtige Einnahmen vorliegen und nicht nur steuerfreie pauschale Aufwandsentschädigungen.</p> <h3>Überschreiten der Höchstbeträge</h3> <p>Übersteigen die pauschalen Reiseaufwandsentschädigungen die Höchstbeträge, unterliegen nur jene Beträge, die diesen übersteigen, der Besteuerung. Werden sie nur in bestimmten Monaten ausbezahlt, bleiben die Obergrenzen bestehen. Das bedeutet, wenn in einem Monat keine pauschalen Reiseaufwandsentschädigungen bezahlt werden, können die Höchstbeträge im Folgemonat nicht erhöht werden.</p> <h3>Mehrere Dienstverhältnisse</h3> <p>Hat der Sportler mehrere Dienstverhältnisse, können die pauschalen Reiseaufwandsentschädigungen von jedem Arbeitgeber im Rahmen des Lohnsteuerabzuges bis zur Obergrenze steuerfrei belassen werden. Bei der Veranlagung erfolgt dann die Zurückführung auf das maximale Ausmaß.</p> <h3>Lohnkonto</h3> <p>Der Arbeitgeber muss <strong>kein Lohnkonto</strong> führen, wenn der Arbeitnehmer</p> <ul> <li>schriftlich bestätigt, dass er nur aus diesem Dienstverhältnis pauschale Reiseaufwandsentschädigungen bezieht und</li> <li>er keine Entgelte von anderen Arbeitgebern bezieht.</li> </ul> <p>Auch die Übermittlung eines Lohnzettels an das Finanzamt kann unterbleiben. Dasselbe gilt, wenn der Arbeitgeber nur bestimmte Kostenersätze auszahlt. Die Auszahlung der Reiseaufwandsentschädigungen bzw. Kostenersätze muss jedoch aus anderen Aufzeichnungen hervorgehen.</p> <h3>Sozialversicherung</h3> <p>Bezieht der Sportler pauschale Reiseaufwandsentschädigungen, so sind diese in der Sozialversicherung <strong>beitragsfrei</strong>. Jedoch nur, wenn die Tätigkeit als Sportler <strong>nebenberuflich</strong> ausgeübt wird. Als Hauptberuf zählen auch ein Studium und die Tätigkeit als Hausfrau oder -mann in einem Familienverband.</p></div> </div> <p class="hideme_print top_anchor"> <a class="arrow" href="#top" title="nach oben">nach oben</a> </p> </div> <div class="infolist_section item_2 last" id="infolist_section_umsatzsteuerliche_behandlung_der_einnahmen_von_sportlern"> <h2 title="Umsatzsteuerliche Behandlung der Einnahmen von Sportlern">Umsatzsteuerliche Behandlung der Einnahmen von Sportlern</h2> <div class="content"> <div id="e136515" class="zms_textarea "><h3>Preisgelder</h3> <p>Zuerst muss geklärt werden, ob eine Steuerpflicht in Österreich entsteht. Dies ist bei Preisgeldern abhängig davon, ob der Veranstalter ein Unternehmer ist.</p> <p><strong>Veranstalter ist Unternehmer:</strong> Preisgelder sind dort zu versteuern, wo der Leistungsempfänger seinen Unternehmenssitz hat. Leistungsempfänger ist bei Sportveranstaltungen der Veranstalter eines Wettkampfes.</p> <p><strong>Veranstalter ist kein Unternehmer:</strong> Die Preisgelder sind an dem Ort steuerbar, an dem die Veranstaltung stattfindet.</p> <h3>Werbeeinnahmen</h3> <p>Werbeeinnahmen sind in dem Land steuerpflichtig, in dem der Empfänger der Leistung seinen Unternehmenssitz hat.</p> <p><strong>Beispiel:</strong> Ein österreichischer Sportler wirbt in Österreich für einen spanischen Unternehmer. Die Werbeeinnahme ist in Österreich nicht steuerpflichtig, weil der leistungsempfangende Unternehmer seinen Sitz in Spanien hat. Ist es hingegen umgekehrt und wirbt ein spanischer Sportler in Spanien für einen österreichischen Unternehmer, so entsteht in Österreich die Steuerpflicht.</p> <h3>Steuerpflicht in Österreich</h3> <p>Unterliegen die Werbeeinnahmen und/oder Preisgelder der Steuerpflicht in Österreich, ist noch zu klären, ob der Sportler Unternehmer ist oder nicht.</p> <p><strong>Sportler ist kein Unternehmer:</strong> Das ist der Fall, wenn die Ausgaben für den Sport höher sind, als die Einnahmen. Es besteht keine Umsatzsteuerpflicht.</p> <p><strong>Sportler ist Kleinunternehmer:</strong> Sind die Einnahmen des Sportlers nicht höher als € 30.000,00 pro Jahr, dann unterliegt er der Kleinunternehmerregelung. Es besteht eine unechte Steuerbefreiung. Es kommt zu keiner Umsatzsteuerpflicht. Der Sportler kann aber auch keinen Vorsteuerabzug geltend machen.</p> <p><strong>Sportler ist Unternehmer:</strong> Unternehmer ist der Sportler, wenn seine Einnahmen aus der sportlichen Tätigkeit nachhaltig höher sind, als die Ausgaben. Auf der Rechnung muss die Umsatzsteuer aufscheinen. Der Steuersatz liegt bei 20 %.</p></div> </div> <p class="hideme_print top_anchor"> <a class="arrow" href="#top" title="nach oben">nach oben</a> </p> </div> <div id="e137827" class="zms_textarea "><p>Stand: 2. Jänner 2019</p></div> <div class="hideme_print top_anchor"> <a class="arrow" href="#content" title="nach oben">nach oben</a> </div> <div id="e137829" class="zms_textarea "><p class="disclaimer">Trotz sorgfältiger Datenzusammenstellung können wir keine Gewähr für die vollständige Richtigkeit der dargestellten Informationen übernehmen. Sollten Sie spezielle Fragen zu einem der Themen haben, stehen wir Ihnen jederzeit gerne für ein persönliches Gespräch zur Verfügung.</p></div> steuerlicher_ueberblick_zur_vermietungSteuerlicher Überblick zur Vermietung <div id="e135672" class="zms_textarea "><p>Besitzen Sie Immobilien, welche Sie zu Wohn- oder auch zu Geschäftszwecken vermieten bzw. einer anderen Person zur Nutzung überlassen, dann sind diese Einnahmen dem Finanzamt gegenüber zu erklären. Unter bestimmten Umständen sind für diese Einkünfte Einkommensteuer und Umsatzsteuer bzw. Gebühren zu entrichten.</p></div> <div class="infolist_section item_1 first" id="infolist_section_einkommensteuer"> <h2 title="Einkommensteuer">Einkommensteuer</h2> <div class="content"> <div id="e136520" class="zms_textarea "><p>Im Einkommensteuergesetz findet man sogar eine eigene Einkunftsart, die sich nur mit Vermietung und Verpachtung beschäftigt.</p> <h3>Einkunftsart "Vermietung und Verpachtung"</h3> <p>Die Einkunftsart "Vermietung und Verpachtung" ist gegenüber den ersten fünf Einkunftsarten (Einkünfte aus Land- und Forstwirtschaft, Einkünfte aus selbständiger Arbeit, Einkünfte aus Gewerbebetrieb, Einkünfte aus nichtselbständiger Arbeit und Einkünften aus Kapitalvermögen) subsidiär. Das heißt, unterliegen die Einkünfte schon den ersten fünf Einkunftsarten, gelten deren Vorschriften und nicht die Vorschriften über Vermietung und Verpachtung.</p> <p><strong>Beispiel:</strong></p> <p>Vermietet eine GmbH ein Grundstück, so gehört dieses Grundstück zu ihrem Betriebsvermögen. Aufgrund dessen wird das Grundstück in die Bilanz der GmbH aufgenommen und der Gewinn durch doppelte Buchführung ermittelt. Die Mieterträge sind in diesem Fall Einkünfte aus Gewerbebetrieb.</p> <p>Vermietet nun eine Privatperson und nicht eine GmbH dieses Grundstück, liegen Einkünfte aus Vermietung und Verpachtung vor. Eine Bilanzierung ist somit ausgeschlossen.</p> <h3>Wie werden die Einkünfte aus "Vermietung und Verpachtung" ermittelt?</h3> <p>Die Einkunftsermittlung aus Vermietung und Verpachtung erfolgt ausnahmslos nach dem Prinzip der Gegenüberstellung der Einnahmen und der Werbungskosten. Einnahmen sind also die Miete und eventuell die Betriebskosten, die Sie von Ihrem Mieter einnehmen. Das Steuerrecht meint mit dem Begriff Werbungskosten Aufwendungen und Ausgaben, die im Zusammenhang mit der Vermietung oder der Verpachtung stehen, wie z. B. Absetzung für Abnutzung (Afa), Betriebskosten, Zinsen für die Finanzierung des Gebäudes. Für Werbungskosten, die nicht regelmäßig jährlich anfallende Instandhaltungsarbeiten, Instandsetzungskosten und Herstellungskosten betreffen, gelten besondere zeitliche Verteilungsregelungen (siehe dazu nächsten Punkt). Für die zeitliche Zuordnung gilt das Zufluss-/Abflussprinzip. Demnach gelten Einnahmen in jenem Kalenderjahr als bezogen, in dem sie dem Steuerpflichtigen zugeflossen sind. Der Steuergesetzgeber hat aber auch hier einige Durchbrechungen dieses Zufluss-/Abflussprinzips vorgesehen, die wichtigste sei an dieser Stelle erwähnt: Wird die Miete Dezember mit Fälligkeit am 31.12. eines jeden Jahres "kurze Zeit nach dem Jahresbeginn", z. B. erst am 7. Jänner auf Ihr Bankkonto überwiesen, gilt diese Mieteinnahme noch im alten Kalenderjahr als bezogen. Als kurze Zeit versteht die Finanzbehörde bis fünfzehn Tage.</p> <h3>Zeitliche Verteilung der Absetzung von Werbungskosten</h3> <p>Nicht alle Ausgaben für das Mietobjekt mindern den Gewinn in dem Zeitraum, in dem sie angefallen sind. In diesem Zusammenhang hat das Steuerrecht folgende Kategorien entwickelt:</p> <ul> <li>Herstellungsaufwand und</li> <li>Erhaltungsaufwand.</li> </ul> <p>Der Erhaltungsaufwand wird wiederum in Instandsetzung- und Instandhaltungsaufwand unterteilt.</p> <h4>Herstellungsaufwand</h4> <p>Der Herstellungsaufwand ist grundsätzlich auf die Restnutzungsdauer des Gebäudes im Wege der Afa abzusetzen.</p> <p>Herstellungsaufwendungen können bei Einkünften aus Vermietung und Verpachtung auch beschleunigt auf 15 Jahre abgesetzt werden, wenn sie z. B.</p> <ul> <li>eine Wohnungszusammenlegung betreffen und das Mietrechtsgesetz anzuwenden ist, oder</li> <li>wenn die Aufwendungen nach dem Wohnhaussanierungsgesetz, Startwohnungsgesetz oder nach landesgesetzlichen Vorschriften gefördert werden.</li> </ul> <p>Unter gewissen Umständen ist sogar eine zehn Jahresverteilung möglich.</p> <p>Beispiele für Herstellungsaufwendungen:</p> <ul> <li>Neubau;</li> <li>Anbau, Aufstockung, Dachgeschossausbau;</li> <li>Umbauten, im Zuge derer Wesensart geändert wird, wie der Umbau einer Wohnung in Geschäftsräume oder in eine Kanzlei;</li> <li>Nachträgliche Einbauten, wie z. B. Zentralheizung, Aufzüge, Badezimmer oder Toiletten (Kategorieanhebung);</li> <li>Zusammenlegung von Wohnungen;</li> <li>Versetzung von Zwischenwänden;</li> <li>Einbau von Gebäudeteilen an anderen Stellen (z. B. Versetzung von Türen und Fenstern).</li> </ul> <h4>Instandsetzungsaufwand</h4> <p>Instandsetzungsaufwendungen - diese erhöhen den gesamten Nutzwert oder verlängern die Nutzungsdauer des Gebäudes - sind bei, im Rahmen der Einkünfte aus Vermietung und Verpachtung vermieteten, Wohngebäuden und bei an Dritte zu Wohnzwecken vermieteten Betriebsgebäuden zwingend auf 15 Jahre abzusetzen (vor dem 1.1.2016 zehn Jahre). Bei anderen Gebäuden (z. B. Lagerhalle) können die Aufwendungen sofort abgesetzt werden.</p> <h3>Beispiele für Instandsetzungsaufwendungen</h3> <ul> <li>Austausch von mehr als 25 % der gesamten Fenster und Türen</li> <li>Austausch von Dach und Dachstuhl;</li> <li>Austausch von Stiegen;</li> <li>Austausch von Zwischenwänden und Zwischendecken;</li> <li>Austausch von Unterböden (Estrich statt Holzboden usw.);</li> <li>Austausch von Heizanlagen sowie Feuerungseinrichtungen (z. B. Umstellung einer Zentralheizungsanlage von festen Brennstoffen auf Gas);</li> <li>Austausch von Elektro-, Gas-, Wasser- und Heizungsinstallationen;</li> <li>Austausch von Sanitärinstallationen (auch mit Erneuerung der Bodenbeläge und Fliesen);</li> <li>Umfangreiche Erneuerung des Außenverputzes beispielsweise mit Erneuerung der Wärmedämmung</li> <li>Trockenlegung der Mauern usw.</li> </ul> <h3>Instandhaltungsaufwand</h3> <p>Dieser Aufwand betrifft die kleineren Reparaturen und Servicearbeiten, die die Nutzungsdauer oder den Nutzwert nicht wesentlich verlängern bzw. erhöhen. Er ist sofort im Jahre der Bezahlung absetzbar. Dazu gibt es wiederum eine Besonderheit zu beachten: Kehren diese nicht regelmäßig wieder, können sie auf Antrag auf 15 Jahre (vor dem 1.1.2016 zehn Jahre) verteilt abgesetzt werden, bei Einkünften aus Vermietung und Verpachtung.</p> <h3>Beispiele für eine mögliche Zehntelabsetzung für Instandhaltungsaufwendungen</h3> <ul> <li>Ausmalen von Innenräumen;</li> <li>Färben der Fassade;</li> <li>kleine Dachreparaturen;</li> <li>Auswechseln eines oder einiger Fenster und Türen.</li> </ul></div> </div> <p class="hideme_print top_anchor"> <a class="arrow" href="#top" title="nach oben">nach oben</a> </p> </div> <div class="infolist_section item_2" id="infolist_section_umsatzsteuer"> <h2 title="Umsatzsteuer">Umsatzsteuer</h2> <div class="content"> <div id="e136522" class="zms_textarea "><p>Prinzipiell unterliegen Ihre Einnahmen als Vermieter auch der Umsatzsteuer. Sollten Ihre Umsätze jedoch unter € 30.000,00 (=Nettogrenze) jährlich liegen, so sind Sie als Kleinunternehmer von der Umsatzsteuer befreit. Sie können sich dafür z. B. von den Rechnungen für Reparaturen auch keine Vorsteuer abziehen. Es besteht jedoch die Möglichkeit, auf die Anwendung der Kleinunternehmerregelung zu verzichten. Damit werden Sie vorsteuerabzugsberechtigt.</p> <p>Sind Sie ein umsatzsteuerpflichtiger Unternehmer (= kein Kleinunternehmer), so sind für Sie als Vermieter folgende Umsatzsteuersätze wichtig:</p> <h3>Vermietung von Geschäftsräumen</h3> <p>Die Vermietung und Verpachtung von Geschäftsräumen ist grundsätzlich unecht von der Umsatzsteuer befreit. Durch die unechte Befreiung besteht auch kein Recht auf einen Vorsteuerabzug. „Unecht befreit“ bedeutet, dass für alle Aufwendungen im Zusammenhang mit der Vermietung auch kein Recht auf einen Vorsteuerabzug besteht.</p> <p>Solche Vermieter haben allerdings die Möglichkeit zur Steuerpflicht zu optieren, wenn der Mieter das Grundstück nahezu ausschließlich für Umsätze verwendet, die den Vorsteuerabzug nicht ausschließen (z. B. ist eine Option nicht möglich, wenn der Mieter ein Arzt ist, der die Räumlichkeiten für seine Arztpraxis nutzt, weil der Arzt nicht zum Vorsteuerabzug berechtigt ist). Nahezu ausschließlich bedeutet in diesem Fall zu mindestens 95 %.</p> <p>Für die Vermietung von Geschäftsräumen inkl. der anfallenden Betriebskosten gilt der Umsatzsteuersatz von 20 %, wenn auf die unechte Steuerbefreiung verzichtet wird (= Option).</p> <h3>Vermietung von Wohnräumen</h3> <p>Für die Vermietung von Wohnräumen (für Wohnzwecke) und dabei anfallende Betriebskosten (außer Heizkosten) gilt der Umsatzsteuersatz von 10 %. Heizkosten sind mit 20 % USt zu verrechnen.</p> <h3>Vermietung von Garagen</h3> <p>Für die Vermietung von Garagen und Abstellplätzen gilt der Umsatzsteuersatz von 20 %.</p> <p>Von der vereinnahmten Umsatzsteuer kann die Vorsteuer aus Betriebskosten, Reparaturen oder Ähnlichem in Abzug gebracht werden.</p></div> </div> <p class="hideme_print top_anchor"> <a class="arrow" href="#top" title="nach oben">nach oben</a> </p> </div> <div class="infolist_section item_3 last" id="infolist_section_gebuehren"> <h2 title="Gebühren">Gebühren</h2> <div class="content"> <div id="e136524" class="zms_textarea "><p>Für einen unterschriebenen Mietvertrag ist beim zuständigen Finanzamt für Gebühren die Vertragsgebühr zu erklären und zu entrichten. Als Vermieter müssen Sie dazu das Formular Geb1 ausfüllen und beim Finanzamt abgeben. Die Gebühr ist auf diesem Formular selbst zu berechnen und an das Finanzamt zu überweisen.</p> <p>Für Mietverträge über Wohnraum, die ab dem 11. November 2017 abgeschlossen wurden, ist keine Mietvertragsgebühr zu entrichten.</p></div> </div> <p class="hideme_print top_anchor"> <a class="arrow" href="#top" title="nach oben">nach oben</a> </p> </div> <div id="e137830" class="zms_textarea "><p>Stand: 2. Jänner 2019</p></div> <div class="hideme_print top_anchor"> <a class="arrow" href="#content" title="nach oben">nach oben</a> </div> <div id="e137832" class="zms_textarea "><p class="disclaimer">Trotz sorgfältiger Datenzusammenstellung können wir keine Gewähr für die vollständige Richtigkeit der dargestellten Informationen übernehmen. Sollten Sie spezielle Fragen zu einem der Themen haben, stehen wir Ihnen jederzeit gerne für ein persönliches Gespräch zur Verfügung.</p></div> steuerrechtlicher_ueberblick_fuer_aerzteSteuerrechtlicher Überblick für Ärzte <div id="e135685" class="zms_textarea "><p><strong>Ärzte kommen je nach Art Ihrer Tätigkeit grundsätzlich mit unterschiedlichen Steuergesetzen in Berührung:</strong></p> <ul> <li>als niedergelassener Arzt in der Form eines Einzelunternehmers mit Einkommensteuer und eventuell Umsatzsteuer</li> <li>als Gesellschafter und Geschäftsführer einer Ärzte-GmbH mit Körperschaftsteuer, Einkommensteuer und eventuell Umsatzsteuer</li> <li>als angestellter Arzt in einer Krankenanstalt mit der Einkommensteuer</li> </ul></div> <div class="infolist_section item_1 first" id="infolist_section_einkommensteuer"> <h2 title="Einkommensteuer">Einkommensteuer</h2> <div class="content"> <div id="e138439" class="zms_textarea "><p>(Zahn-, Tier-) Ärzte sind in erster Linie von der Einkommensteuer betroffen. Mit der Einkommensteuer können Sie üblicherweise in drei Formen konfrontiert werden:</p> <ul> <li>In Form der durch den Dienstgeber einbehaltenen Lohnsteuer, wenn Sie in einem Dienstverhältnis stehen. In diesem Fall erzielen Sie Einkünfte aus nichtselbständiger Arbeit.</li> <li>In Form der veranlagten Einkommensteuer, wenn Sie in keinem Dienstverhältnis stehen. Hierbei beziehen Sie grundsätzlich Einkünfte aus selbständiger Arbeit. In diesem Fall müssen Sie den Gewinn, der zu versteuern ist, selbst berechnen (siehe dazu Punkt Gewinnermittlung) und den entsprechenden Betrag an das Finanzamt abführen.</li> <li>In Form der Kapitalertragsteuer bei den meisten Zinseinkünften. Sie wird auch als Quellensteuer bezeichnet, weil sie automatisch an der Quelle, üblicherweise von der Bank, einbehalten wird.</li> </ul> <h3>Welcher Einkunftsart unterliegen Ärzte?</h3> <p>Wie unter dem Punkt Einkommensteuer ausgeführt, unterliegen Sie mit Ihren Einkünften bei selbständiger Arbeit der Einkommensteuer im Wege der Veranlagung. Bei einer nichtselbständigen Tätigkeit als Dienstnehmer wird die Einkommensteuer als Lohnsteuer vom Dienstgeber an das Finanzamt entrichtet. Nachfolgend soll beispielhaft dargestellt werden, ob die Tätigkeit den Einkünften aus selbständiger oder nichtselbständiger Arbeit unterliegt.</p> <h4>Einkünfte aus selbständiger Arbeit</h4> <ul> <li>Einkünfte aus der Privatordination</li> <li>Die sogenannten Klassegebühren gehören sowohl beim Primararzt als auch bei nachgeordneten Ärzten (Nachgeordnete Ärzte sind Oberärzte, Fachärzte und Assistenzärzte (Ärzte in Weiterbildung zum Facharzt)) grundsätzlich zu den Einkünften aus selbständiger Tätigkeit, soweit diese Entgelte nicht von einer Krankenanstalt im eigenen Namen verrechnet werden. Der Primararzt stellt selbst für die gesamte besondere Gebühr dem Patienten eine Rechnung und führt einen gewissen Teil an nachgeordnete Ärzte und einen Teil an die Krankenkasse ab. Die besondere Gebühr stellt in diesem Fall sowohl beim Primar- als auch bei nachgeordneten Ärzten grundsätzlich Einkünfte aus selbständiger Arbeit dar.</li> <li>Einkünfte als Geschäftsführer einer Ärzte-GmbH: Ist ein Arzt an einer Ärzte GmbH wesentlich beteiligt (mehr als 25 %) und bezieht einen Geschäftsführerbezug, so sind dies Einkünfte aus selbständiger Arbeit.</li> </ul> <h4>Einkünfte aus unselbständiger Arbeit</h4> <ul> <li>Einkünfte aus einem Dienstverhältnis mit einer Krankenanstalt;</li> <li>Krankenanstalt hebt Sondergebühr von Klassepatient im eigenen Namen ein und zahlt einen gewissen Prozentsatz sowohl an den Primararzt als auch an den Assistenzarzt. Sie sind zusammen mit dem laufenden Monatsbezug der Lohnsteuer zu unterwerfen;</li> <li>Gemeinde- (Distrikts-) Ärzte unterstehen hinsichtlich dieser Tätigkeit den dienst- und besoldungsrechtlichen Vorschriften der Landesregierung. Diese Einkünfte stellen Einkünfte aus unselbständiger Tätigkeit dar;</li> <li>Einkünfte aus der Tätigkeit als Ärztepropagandist.</li> </ul> <h3>Gewinnermittlung bei selbständiger Tätigkeit</h3> <p>Üben Sie nun als Arzt eine Tätigkeit aus, die als selbständige Arbeit qualifiziert werden kann, haben Sie drei Möglichkeiten, Ihren Gewinn zu ermitteln:</p> <ul> <li>Einnahmen-Ausgaben-Rechnung</li> <li>Basispauschalierung</li> <li>Bilanzierung</li> </ul> <h3>Einnahmen-Ausgaben-Rechnung</h3> <p>Ärzte können ihren Gewinn unabhängig von der Höhe des Umsatzes oder Gewinnes immer in der Form einer Einnahmen-Ausgaben-Rechnung (E-A-R) ermitteln. Die E-A-R ist eine Geldflussrechnung. Der Gewinn wird nicht durch doppelte Buchführung (=Bilanzierung), sondern durch die Gegenüberstellung der Geld-Einnahmen und der Geld-Ausgaben ermittelt. Gewinnwirksam wird bei der E-A-R grundsätzlich schon bzw. erst das, was an Geld der Kassa oder dem Bankkonto zugeflossen bzw. abgeflossen ist.</p> <p>Die Betriebsausgaben müssen in dieser Aufstellung gruppenweise gegliedert dargestellt werden und der Steuererklärung beigelegt werden.</p> <p><strong>Schema einer Einnahmen-Ausgaben-Rechnung</strong></p></div> <div id="e138440"> <table class="ZMSTable"> <colgroup> <col /><col /><col /> </colgroup> <thead> <tr class="even"> <th><strong>Kasseneinnahmen</strong></th><th>_____________</th><th></th> </tr> </thead> <tbody> <tr class="odd"> <td>Privateinnahmen</td><td>_____________</td><td></td> </tr><tr class="even"> <td>Summe Haupterlöse</td><td></td><td>_____________</td> </tr><tr class="odd"> <td>Anlagenverkäufe</td><td>_____________</td><td></td> </tr><tr class="even"> <td>Summe Nebenerlöse</td><td></td><td>_____________</td> </tr><tr class="odd"> <td>Summe Betriebseinnahmen</td><td></td><td>_____________</td> </tr><tr class="even"> <td>Betriebsausgaben</td><td></td><td></td> </tr><tr class="odd"> <td>Verbrauchsmaterial und Medikamente</td><td>_____________</td><td></td> </tr><tr class="even"> <td>Labor</td><td>_____________</td><td></td> </tr><tr class="odd"> <td>Summe Verbrauchsmaterial u. Labor</td><td></td><td>_____________</td> </tr><tr class="even"> <td>Löhne und Gehälter</td><td>_____________</td><td></td> </tr><tr class="odd"> <td>Sozialausgaben</td><td></td><td></td> </tr><tr class="even"> <td>sonst. Personalaufwand</td><td>_____________</td><td></td> </tr><tr class="odd"> <td>Summe Personalaufwand</td><td></td><td>_____________</td> </tr><tr class="even"> <td>Miete</td><td>_____________</td><td></td> </tr><tr class="odd"> <td>Strom, Gas, Beheizung</td><td>_____________</td><td></td> </tr><tr class="even"> <td>Praxisinstandhaltung, Reparaturen</td><td>_____________</td><td></td> </tr><tr class="odd"> <td>Telefon, Porto</td><td>_____________</td><td></td> </tr><tr class="even"> <td>Kfz-Kosten, Fahrtspesen</td><td>_____________</td><td></td> </tr><tr class="odd"> <td>Berufsfortbildung, -vertretung</td><td>_____________</td><td></td> </tr><tr class="even"> <td>Geringwertige Wirtschaftsgüter</td><td>_____________</td><td></td> </tr><tr class="odd"> <td>Buchhaltung, Beratung, Büroaufwand</td><td>_____________</td><td></td> </tr><tr class="even"> <td>Vertretungshonorar, Werkvertrag</td><td>_____________</td><td></td> </tr><tr class="odd"> <td>Zinsen, Finanzierungsaufwand</td><td>_____________</td><td></td> </tr><tr class="even"> <td>Kammer, Pflichtvers., Verw.kosten</td><td>_____________</td><td></td> </tr><tr class="odd"> <td>Sonstige Betriebsausgaben</td><td>_____________</td><td></td> </tr><tr class="even"> <td>Summe sonstiger Betriebsaufwand</td><td></td><td>_____________</td> </tr><tr class="odd"> <td>AfA lt. Anlagenverzeichnis</td><td></td><td></td> </tr><tr class="even"> <td>Summe unbarer Aufwand</td><td>_____________</td><td>_____________</td> </tr><tr class="odd"> <td>Summe Betriebsausgaben</td><td></td><td>_____________</td> </tr><tr class="even"> <td>Gewinn aus selbständiger Arbeit</td><td></td><td>_____________</td> </tr> </tbody> </table> </div> <div id="e138441" class="zms_textarea "><h3>Basispauschalierung</h3> <p>Insbesondere für einen Spitalsarzt kann die Basispauschalierung eine interessante Alternative zur Einnahmen-Ausgaben-Rechnung darstellen. Dazu hier die wichtigsten Bestimmungen:</p> <p>Soweit der Umsatz des vorangegangenen Wirtschaftsjahres nicht mehr als € 220.000,00 betragen hat, können Sie statt des Einzelnachweises der Betriebsausgaben das 12%ige (oder 6 % für bestimmte Tätigkeiten wie technische oder kaufmännische Beratung, Schriftstellerei, Vortragstätigkeit, Wissenschaftler usw.) Betriebsausgabenpauschale geltend machen. Berechnungsbasis für die 12 % sind die Betriebseinnahmen.</p> <p>Neben dem Betriebsausgabenpauschale können noch bestimmte zusätzliche Betriebsausgaben, wie zum Beispiel unter anderem Krankenversicherungsbeiträge des Arztes an einen gesetzlichen Sozialversicherungsträger, Beiträge zur Pflichtversicherung in der gesetzlichen Unfall- und Pensionsversicherung sowie Pflichtbeiträge zu Versorgungs- und Unterstützungseinrichtungen der Kammern (Wohlfahrtsfonds) dazukommen. Nach der Rechtsmeinung des BMF in den Einkommensteuerrichtlinien bestehen auch <em>keine Bedenken</em>, im Fall einer unechten Umsatz­steuerbefreiung unter bestimmten Voraussetzungen die auf abpauschalierte Betriebsausgaben entfallende Umsatz­steuer vereinfachend in Höhe des rechnerisch ermittelten Vorsteuer­pauschales zusätzlich abzuziehen. Neben dem Pauschale steht auch der Grundfreibetrag des Gewinnfreibetrages zu. Dieser beträgt 13 % des Gewinns, jedoch maximal 13 % von € 30.000,00, also € 3.900,00. Der darüber hinausgehende investitionsbedingte Gewinnfreibetrag steht diesen Steuerpflichtigen jedoch nicht zu.</p> <p>Bei Krankenhausärzten wird oft für die Nutzung der Einrichtungen der Krankenanstalt ein sogenannter Hausanteil abgezogen. Dieser Hausanteil kann von den Einnahmen als Betriebsausgabe abgezogen werden. Nach Ansicht der Finanz kann das Betriebsausgabenpauschale in Höhe von 12 % dann aber nicht noch zusätzlich steuerlich berücksichtigt werden.</p> <p>Gehen Sie jedoch in einer späteren Veranlagungsperiode von der Betriebsausgabenpauschalierung auf den Einzelnachweis der Betriebsausgaben über, so ist eine erneute Betriebsausgabenpauschalierung frühestens nach Ablauf von fünf Wirtschaftsjahren zulässig.</p> <p><strong>Schema einer Basispauschalierung</strong></p> <table> <tbody> <tr> <td colspan="2">Betriebseinnahmen in tatsächlicher Höhe</td> </tr> <tr> <td>-</td> <td>Betriebsausgaben-Pauschale</td> </tr> <tr> <td>-</td> <td>Zusätzliche Betriebsausgaben</td> </tr> <tr> <td><strong>=</strong></td> <td><strong>Gewinn / Verlust</strong></td> </tr> </tbody> </table> <h3>Bilanzierung</h3> <p>Nur der Vollständigkeit halber sei auf die Möglichkeit der Gewinnermittlung durch Bilanzierung, auch doppelte Buchhaltung oder Buchführung genannt, hingewiesen. Ärzte sind als Freiberufler nicht zur Buchführung verpflichtet, es besteht jedoch immer die Möglichkeit, freiwillig zu bilanzieren. Ärzte ermitteln ihren Gewinn fast ausschließlich mittels Einnahmen-Ausgaben-Rechnung, da die Gewinnermittlung mittels doppelter Buchführung mit erheblichem administrativen Aufwand verbunden ist: Während des Jahres doppelte Erfassung aller Geschäftsvorfälle und das Führen eines Kassabuches. Am Jahresende sind umfangreiche „Bilanzierungsarbeiten“, wie die periodengerechte Abgrenzung der Aufwendungen und Erträge, Durchführung einer Inventur (= Erfassung aller Vermögensgegenstände), Bewertung von halbfertigen Arbeiten (wie Prothesen) usw., notwendig. All diese administrativen und zeitraubenden Tätigkeiten fallen bei der Einnahmen-Ausgaben-Rechnung weg.</p></div> </div> <p class="hideme_print top_anchor"> <a class="arrow" href="#top" title="nach oben">nach oben</a> </p> </div> <div class="infolist_section item_2" id="infolist_section_umsatzsteuer"> <h2 title="Umsatzsteuer">Umsatzsteuer</h2> <div class="content"> <div id="e138443" class="zms_textarea "><h3>Befreite Umsätze</h3> <p>Heilbehandlungen von Ärzten im Bereich der Humanmedizin sind grundsätzlich unecht von der Umsatzsteuer befreit, dazu zählen Tätigkeiten zum Zweck der</p> <ul> <li>Vorbeugung,</li> <li>Diagnose,</li> <li>Behandlung und soweit wie möglich der Heilung von Krankheiten,</li> <li>zum Schutz (Aufrechterhaltung) oder Wiederherstellung der menschlichen Gesundheit.</li> </ul> <p>Durch die <strong>unechte Befreiung von der Umsatzsteuer</strong> für ärztliche Heilbehandlungen hat die Umsatzsteuer für Sie weniger Bedeutung. Unechte Steuerbefreiung bedeutet, dass Sie für Ihre ärztlichen Leistungen keine Umsatzsteuer in Rechnung stellen dürfen und auch keine <strong>Umsatzsteuer</strong> an das Finanzamt abführen müssen. Als Ausgleich dafür, dass Sie keine Umsatzsteuer abführen müssen, steht Ihnen aber auch <strong>kein Recht</strong> zu, die Umsatzsteuer aus den an Sie gestellten Rechnungen als <strong>Vorsteuer</strong> abzuziehen.</p> <p>Auch die Erstattung von ärztlichen Gutachten gehört zur Berufstätigkeit als Arzt. Bestimmte Gutachten fallen allerdings nicht unter die Befreiung und sind daher steuerpflichtig, wie z. B.</p> <ol> <li>die Feststellung der Vaterschaft</li> <li>die ärztliche Untersuchung über die pharmakologische Wirkung eines Medikaments beim Menschen und die dermatologische Untersuchung von kosmetischen Stoffen</li> <li>psychologische Tauglichkeit zur Berufsfindung</li> <li>Bescheinigungen nach dem Kriegsopferversorgungsgesetz</li> <li>Sachverhalte in laufenden Gerichtsverfahren bzw. im Rahmen einer außergerichtlichen Streitbeilegung, wie z. B. zivil- und strafrechtliche Haftungsfragen, ärztliche Kunstfehler.</li> </ol> <p>In diesen Fällen steht Ihnen jedoch der Vorsteuerabzug für bezogene Leistungen, die im Zusammenhang mit diesen Tätigkeiten stehen, zu.</p> <h3>Sonstige Tätigkeiten</h3> <p>Keine Heilbehandlungen im Sinne des Umsatzsteuergesetzes sind z. B.</p> <ul> <li>schriftstellerische Tätigkeit, auch wenn sie für eine ärztliche Fachzeitschrift erfolgt, oder Fachvorträge für Ärzte</li> <li>Untervermietung Ihrer Praxisräumlichkeiten</li> <li>Lehrtätigkeit</li> </ul></div> </div> <p class="hideme_print top_anchor"> <a class="arrow" href="#top" title="nach oben">nach oben</a> </p> </div> <div class="infolist_section item_3 last" id="infolist_section_koerperschaftsteuer"> <h2 title="Körperschaftsteuer">Körperschaftsteuer</h2> <div class="content"> <div id="e138445" class="zms_textarea "><p>Ärzte-Gruppenpraxen können auch in der Rechtsform einer Gesellschaft mit beschränkter Haftung geführt werden. Gesellschafter dieser GmbH dürfen nur Ärzte sein.</p> <p>1) GmbHs unterliegen mit ihrem <strong>Einkommen</strong> der <strong>Körperschaftsteuer</strong> (KöSt). Der Gewinn ist zwingend durch Erstellung eines Jahresabschlusses zu ermitteln. Die Körperschaftsteuer beträgt grundsätzlich 25 % des Einkommens der GmbH.</p> <p>Mindest-Körperschaftsteuer:<br /> Bei Verlusten oder niedrigen Gewinnen hat die GmbH jedoch zumindest die sogenannte Mindestkörperschaftsteuer zu entrichten.</p></div> <div id="e138446"> <table class="ZMSTable"> <colgroup> <col /><col /><col /> </colgroup> <thead> <tr class="even"> <th></th><th>pro Quartal</th><th>pro Jahr</th> </tr> </thead> <tbody> <tr class="odd"> <td><strong>GmbH</strong></td><td>€ 437,50</td><td>€ 1.750,00</td> </tr><tr class="even"> <td>Nach dem 30.6.2013 neugegründete GmbH</td><td></td><td></td> </tr><tr class="odd"> <td>Für die ersten fünf Jahre</td><td>€ 125,00</td><td>€ 500,00</td> </tr><tr class="even"> <td>für die nächsten fünf Jahre</td><td>€ 250,00</td><td>€ 1.000,00</td> </tr><tr class="odd"> <td>Danach</td><td>€ 437,50</td><td>€ 1.750,00</td> </tr> </tbody> </table> </div> <div id="e138447" class="zms_textarea "><p>Ist die tatsächliche KöSt (z. B. 25 % von € 1.000,00 = € 250,00) niedriger als die Mindest-­KöSt (€ 1.750,00 p.a.), so kann die Differenz zur Mindest-KöSt unbegrenzt auf die Körper­schaftsteuerschuld der folgenden Jahre angerechnet werden.</p> <p>2) Die <strong>Gewinnausschüttungen</strong> der GmbH an einen beteiligten Arzt werden wiederum mit der <strong>Kapitalertragsteuer</strong> (KESt) endbesteuert. Die KESt ist von der GmbH an das Finanzamt abzuführen. Der Arzt selbst hat jedoch die Möglichkeit, die KESt‑pflichtigen Kapitalerträge zu veranlagen, wenn die ESt geringer ist als die KESt. Die KESt wird in diesem Fall auf die ESt angerechnet und mit dem übersteigenden Betrag erstattet. Die Kapitalertragssteuer beträgt 27,5 % der ausgeschütteten Gewinne.</p> <p><strong>Schema der Steuerbelastung für Körperschaften und deren Gesellschafter</strong>, wenn der gesamte Gewinn ausgeschüttet wird:</p> <p>Kapitalgesellschaft erwirtschaftet Gewinn von <strong>€ 100.000,00</strong><br /> KöSt 25 % von € 100.000,00 = <strong>€ 25.000,00</strong><br /> der Kapitalgesellschaft verbleiben <strong>€ 75.000,00</strong></p> <p>KESt 27,5 % von € 75.000,00 <strong>= € 20.625,00</strong><br /> Gesellschafter erhält Ausschüttung von <strong>€ 54.375,00</strong></p> <p>Gesamt-Steuerbelastung (ausgehend vom Gewinn der Kapitalgesellschaft): 45,63 % .</p> <p>Für Gewinnanteile, die nicht ausgeschüttet werden und damit in der GmbH verbleiben, fällt lediglich die Körperschaftsteuer an.</p> <p>3) Durch seine <strong>Tätigkeit als Geschäftsführer</strong> unterliegt der Arzt <strong>mit seinem Geschäftsführerbezug</strong> der Einkommensteuer. Bei einer Beteiligung von mehr als 25 % sind diese als Einkünfte aus selbständiger Arbeit zu versteuern.</p></div> </div> <p class="hideme_print top_anchor"> <a class="arrow" href="#top" title="nach oben">nach oben</a> </p> </div> <div id="e138448" class="zms_textarea "><p>Für Tierärzte können abweichende Regelungen gelten.</p></div> <div id="e138449" class="zms_textarea "><p>Stand: 22. August 2019</p></div> <div class="hideme_print top_anchor"> <a class="arrow" href="#content" title="nach oben">nach oben</a> </div> <div id="e138451" class="zms_textarea "><p class="disclaimer">Trotz sorgfältiger Datenzusammenstellung können wir keine Gewähr für die vollständige Richtigkeit der dargestellten Informationen übernehmen. Sollten Sie spezielle Fragen zu einem der Themen haben, stehen wir Ihnen jederzeit gerne für ein persönliches Gespräch zur Verfügung.</p></div> steuerrechtlicher_ueberblick_fuer_ziviltechnikerSteuerrechtlicher Überblick für Ziviltechniker <div class="infolist_section item_1 first" id="infolist_section_einkommensteuer"> <h2 title="Einkommensteuer">Einkommensteuer</h2> <div class="content"> <div id="e138453" class="zms_textarea "><p>Ziviltechniker sind in erster Linie von der Einkommensteuer betroffen. Mit der Einkommensteuer können Sie üblicherweise in drei Formen konfrontiert werden:</p> <ul> <li>In Form der durch den Dienstgeber einbehaltenen Lohnsteuer, wenn Sie in einem Dienstverhältnis stehen. In diesem Fall erzielen Sie Einkünfte aus nichtselbständiger Arbeit.</li> <li>In Form der veranlagten Einkommensteuer, wenn Sie in keinem Dienstverhältnis stehen. Hierbei beziehen Sie Einkünfte aus selbständiger Arbeit. In diesem Fall müssen Sie den Gewinn, der zu versteuern ist, selbst berechnen (siehe dazu Punkt Gewinnermittlung) und an das Finanzamt abführen.</li> <li>In Form der Kapitalertragsteuer bei den meisten Zinseinkünften. Sie wird auch als Quellensteuer bezeichnet, weil sie automatisch an der Quelle, üblicherweise von der Bank, einbehalten wird.</li> </ul> <h3>Welcher Einkunftsart unterliegen Ziviltechniker?</h3> <p>Wie unter dem Punkt Einkommensteuer ausgeführt, unterliegen Sie mit Ihren Einkünften bei selbständiger Arbeit der Einkommensteuer im Wege der Veranlagung. Bei einer nichtselbständigen Tätigkeit als Dienstnehmer wird die Einkommensteuer als Lohnsteuer vom Dienstgeber an das Finanzamt entrichtet. Nachfolgend soll beispielhaft dargestellt werden, ob die Tätigkeit den Einkünften aus selbständiger oder nichtselbständiger Arbeit unterliegt.</p> <h3>Gewinnermittlung bei selbständiger Tätigkeit</h3> <p>Üben Sie nun als Ziviltechniker eine Tätigkeit aus, die als selbständige Arbeit qualifiziert werden kann, haben Sie drei Möglichkeiten, Ihren Gewinn zu ermitteln:</p> <ul> <li>Einnahmen-Ausgaben-Rechnung</li> <li>Basispauschalierung</li> <li>Bilanzierung</li> </ul> <h3>Einnahmen-Ausgaben-Rechnung</h3> <p>Ziviltechniker können ihren Gewinn unabhängig von der Höhe des Umsatzes oder Gewinnes immer in der Form einer Einnahmen-Ausgaben-Rechnung (E-A-R) ermitteln. Die E-A-R ist eine Geldflussrechnung. Der Gewinn wird nicht durch doppelte Buchführung (=Bilanzierung), sondern durch die Gegenüberstellung der Geld-Einnahmen und der Geld-Ausgaben ermittelt. Gewinnwirksam wird bei der E-A-R schon bzw. erst das, was an Geld der Kassa oder dem Bankkonto zugeflossen bzw. abgeflossen ist. Die Betriebsausgaben müssen in dieser Aufstellung gruppenweise gegliedert dargestellt werden und der Steuererklärung beigelegt werden.</p> <p><strong>Schema einer Einnahmen-Ausgaben-Rechnung</strong></p></div> <div id="e138454"> <table class="ZMSTable"> <colgroup> <col /><col /><col /> </colgroup> <thead> <tr class="even"> <th>Honorareinnahmen</th><th>_____________</th><th></th> </tr> </thead> <tbody> <tr class="odd"> <td>Anlagenverkäufe</td><td>_____________</td><td></td> </tr><tr class="even"> <td>Summe Betriebseinnahmen</td><td></td><td>_____________</td> </tr><tr class="odd"> <td>Betriebsausgaben</td><td></td><td></td> </tr><tr class="even"> <td>Löhne und Gehälter</td><td>_____________</td><td></td> </tr><tr class="odd"> <td>Sozialausgaben,</td><td></td><td></td> </tr><tr class="even"> <td>sonst. Personalaufwand</td><td>_____________</td><td></td> </tr><tr class="odd"> <td>Summe Personalaufwand</td><td></td><td>_____________</td> </tr><tr class="even"> <td>Miete</td><td>_____________</td><td></td> </tr><tr class="odd"> <td>Strom, Gas, Beheizung</td><td>_____________</td><td></td> </tr><tr class="even"> <td>Instandhaltung, Reparaturen</td><td>_____________</td><td></td> </tr><tr class="odd"> <td>Telefon, Porto</td><td>_____________</td><td></td> </tr><tr class="even"> <td>Kfz-Kosten, Fahrtspesen</td><td>_____________</td><td></td> </tr><tr class="odd"> <td>Berufsfortbildung, -vertretung</td><td>_____________</td><td></td> </tr><tr class="even"> <td>Geringwertige Wirtschaftsgüter</td><td>_____________</td><td></td> </tr><tr class="odd"> <td>Buchhaltung, Beratung, Büroaufwand</td><td>_____________</td><td></td> </tr><tr class="even"> <td>Werkvertragshonorare</td><td>_____________</td><td></td> </tr><tr class="odd"> <td>Zinsen, Finanzierungsaufwand</td><td>_____________</td><td></td> </tr><tr class="even"> <td>Kammer, Pflichtvers., Verw.kosten</td><td>_____________</td><td></td> </tr><tr class="odd"> <td>Sonstige Betriebsausgaben</td><td>_____________</td><td></td> </tr><tr class="even"> <td>Summe sonstiger Betriebsaufwand</td><td></td><td>_____________</td> </tr><tr class="odd"> <td>AfA lt. Anlagenverzeichnis</td><td></td><td></td> </tr><tr class="even"> <td>Summe unbarer Aufwand</td><td>_____________</td><td>_____________</td> </tr><tr class="odd"> <td>Summe Betriebsausgaben</td><td></td><td>_____________</td> </tr><tr class="even"> <td>Gewinn aus selbständiger Arbeit</td><td></td><td>_____________</td> </tr> </tbody> </table> </div> <div id="e138455" class="zms_textarea "><h3>Basispauschalierung</h3> <p>Die Basispauschalierung kann eine interessante Alternative zur Einnahmen-Ausgaben-Rechnung darstellen. Soweit der Umsatz im Vorjahr nicht mehr als € 220.000,00 betragen hat, können Sie unter bestimmten Voraussetzungen statt des Einzelnachweises der Betriebsausgaben das 12%ige (bei technischer Beratung, bestimmten anderen Tätigkeiten oder als Geschäftsführer einer GmbH nur 6 %) Betriebsausgabenpauschale geltend machen. Höchstens jedoch € 26.400,--. Berechnungsbasis für die 12 % sind die Betriebseinnahmen.</p> <p>Neben der 12%igen Betriebsausgabenpauschale können unter anderem noch bestimmte zusätzliche Betriebsausgaben wie Löhne (einschließlich Lohnnebenkosten), Beiträge zur Pflichtversicherung in der gesetzlichen Kranken-, Unfall- und Pensionsversicherung sowie Arbeitslosenversicherung und Pflichtbeiträge zu Versorgungs- und Unterstützungseinrichtungen der Kammern (Wohlfahrtsfonds). Neben dem Pauschale steht auch der Grundfreibetrag des Gewinnfreibetrages zu. Dieser beträgt 13 % des Gewinns, jedoch maximal 13 % von € 30.000,00, also € 3.900,00. Der darüber hinausgehende investitionsbedingte Gewinnfreibetrag steht diesen Steuerpflichtigen jedoch nicht zu.</p> <p><strong>Schema einer Basispauschalierung</strong></p> <table> <tbody> <tr> <td colspan="2">Betriebseinnahmen in tatsächlicher Höhe</td> </tr> <tr> <td>-</td> <td>Betriebsausgaben-Pauschale</td> </tr> <tr> <td>-</td> <td>Zusätzliche Betriebsausgaben</td> </tr> <tr> <td colspan="2">____________________________________</td> </tr> <tr> <td><strong>=</strong></td> <td class="align_right"><strong>Gewinn / Verlust</strong></td> </tr> </tbody> </table> <h3>Bilanzierung</h3> <p>Ziviltechniker sind als Freiberufler als natürliche Personen nicht zur Buchführung verpflichtet, es besteht jedoch immer die Möglichkeit, freiwillig zu bilanzieren. Ziviltechniker ermitteln ihren Gewinn zumeist mittels Einnahmen-Ausgaben-Rechnung, da die Gewinnermittlung mittels doppelter Buchführung mit erheblichem administrativen Aufwand verbunden ist: Während des Jahres doppelte Erfassung aller Geschäftsvorfälle und das Führen eines Kassabuches. Am Jahresende sind umfangreiche „Bilanzierungsarbeiten“ wie die periodengerechte Abgrenzung der Aufwendungen und Erträge, Durchführung einer Inventur (= Erfassung aller Vermögensgegenstände), Bewertung von halbfertigen Arbeiten, usw. notwendig.</p></div> </div> <p class="hideme_print top_anchor"> <a class="arrow" href="#top" title="nach oben">nach oben</a> </p> </div> <div class="infolist_section item_2 last" id="infolist_section_umsatzsteuer"> <h2 title="Umsatzsteuer">Umsatzsteuer</h2> <div class="content"> <div id="e138457" class="zms_textarea "><h4>Ermittlung der Steuerschuld</h4> <p>Die Ermittlung der Umsatzsteuer kann auf zwei verschiedene Arten erfolgen. Nach den vereinnahmten Entgelten (Istbesteuerung) oder den vereinbarten Entgelten (Sollbesteuerung).</p> <p>Angehörige der freien Berufe (darunter fallen Ziviltechniker) haben die Umsatzsteuer grundsätzlich nach den Regeln der Istbesteuerung zu berechnen. Wie bei der Einnahmen/Ausgaben Rechnung ist der Zahlungsfluss entscheidend für die Entstehung der Steuerschuld.</p> <p>Die Besteuerung nach vereinnahmten Entgelten ist unabhängig von der einkommenssteuerlichen Gewinnermittlung. Auch die Wahl der Rechtsform (GmbH, Personengesellschaft, Einzelunternehmer) hat darauf keinen Einfluss. Werden nach dem Einkommenssteuergesetz freiwillig Bücher geführt, erfolgt die Ermittlung der Umsatzsteuer weiterhin nach der Istbesteuerung. Durch die zwei unterschiedlichen Besteuerungssysteme kann es jedoch zu Problemen kommen. Auf Antrag kann ein Wechsel zur Sollbesteuerung durchgeführt werden.</p> <h4>Grundstücksleistung</h4> <p>Im Umsatzsteuerrecht wird unterschieden zwischen Lieferungen und sonstigen Leistungen. Das Tätigkeitsfeld eines Ziviltechnikers reicht vom Planen, Beraten, Prüfen, Überwachen bis hin zu treuhändischen Leistungen und der Erstellung von Gutachten. All diese Leistungen fallen im Umsatzsteuerrecht unter den Begriff „sonstige Leistung“.</p> <p>Wichtig ist diese Unterscheidung vor allem, wenn sonstige Leistungen erbracht werden mit Auslandsbezug. In diesem Fall stellt sich die Frage, in welchem Land die Tätigkeit steuerbar ist. Hauptsächlich führen Ziviltechniker Leistungen aus, die im Zusammenhang mit einem Grundstück stehen. Diese Leistungen gelten oft als dort ausgeführt, wo das Grundstück gelegen ist. Auch wenn der Ziviltechniker während seiner Tätigkeit als Berater oder Planer nie im Ausland bei dem Grundstück gewesen ist.</p> <p>Aufgrund einer EU-Durchführungsverordnung hat sich die Definition des Begriffs „Grundstücks“ seit 1.1.2017 etwas geändert.</p> <p>Als Grundstück gilt nun im Wesentlichen</p> <ol style="list-style-type: lower-alpha;"> <li>ein bestimmter Teil der Erdoberfläche, an dem Eigentum und Besitz begründet werden kann</li> <li>mit oder im Boden befestigte Gebäude oder Bauwerke, die nicht leicht abgebaut oder bewegt werden können.</li> <li>Sachen, die einen wesentlichen Bestandteil eines Gebäudes oder eines Bauwerks bilden, ohne die es unvollständig ist (z.B. Türen, Fenster, Dächer, Aufzüge)</li> <li>Sachen, Ausstattungsgegenstände oder Maschinen, die auf Dauer in einem Gebäude oder Bauwerk installiert sind, und die nicht bewegt werden können, ohne dass das Gebäude oder Bauwerk zerstört oder verändert wird.</li> </ol> <p>Nur Dienstleistungen, die in einem hinreichend direkten Zusammenhang mit dem Grundstück stehen, werden als Grundstücksleistungen betrachtet: So fällt beispielsweise die Erstellung von Bauplänen für ein konkretes Grundstück unter die Kategorie Grundstücksleistung, eine Planerstellung ohne Bezug auf ein konkretes Grundstück jedoch nicht.</p></div> </div> <p class="hideme_print top_anchor"> <a class="arrow" href="#top" title="nach oben">nach oben</a> </p> </div> <div id="e138458" class="zms_textarea "><p>Stand: 22. August 2019</p></div> <div class="hideme_print top_anchor"> <a class="arrow" href="#content" title="nach oben">nach oben</a> </div> <div id="e138460" class="zms_textarea "><p class="disclaimer">Trotz sorgfältiger Datenzusammenstellung können wir keine Gewähr für die vollständige Richtigkeit der dargestellten Informationen übernehmen. Sollten Sie spezielle Fragen zu einem der Themen haben, stehen wir Ihnen jederzeit gerne für ein persönliches Gespräch zur Verfügung.</p></div> steuertermineSteuertermine <div class="infolist_section item_1 first" id="infolist_section_monatliche_abgaben"> <h2 title="Monatliche Abgaben">Monatliche Abgaben</h2> <div class="content"> <div id="e135717"> <table class="ZMSTable"> <colgroup> <col /><col /><col /><col /><col /> </colgroup> <thead> <tr class="even"> <th>Monat</th><th>Umsatzsteuer *</th><th>L, DB, DZ</th><th>GKK</th><th>Stadtkasse/ Gemeinde</th> </tr> </thead> <tbody> <tr class="odd"> <td>Jänner</td><td>15. März</td><td>15. Februar</td><td>15. Februar</td><td>15. Februar</td> </tr><tr class="even"> <td>Februar</td><td>15. April</td><td>15. März</td><td>15. März</td><td>15. März</td> </tr><tr class="odd"> <td>März</td><td>15. Mai</td><td>15. April</td><td>15. April</td><td>15. April</td> </tr><tr class="even"> <td>April</td><td>15. Juni</td><td>15. Mai</td><td>15. Mai</td><td>15. Mai</td> </tr><tr class="odd"> <td>Mai</td><td>15. Juli</td><td>15. Juni</td><td>15. Juni</td><td>15. Juni</td> </tr><tr class="even"> <td>Juni</td><td>15. August</td><td>15. Juli</td><td>15. Juli</td><td>15. Juli</td> </tr><tr class="odd"> <td>Juli</td><td>15. September</td><td>15. August</td><td>15. August</td><td>15. August</td> </tr><tr class="even"> <td>August</td><td>15. Oktober</td><td>15. September</td><td>15. September</td><td>15. September</td> </tr><tr class="odd"> <td>September</td><td>15. November</td><td>15. Oktober</td><td>15. Oktober</td><td>15. Oktober</td> </tr><tr class="even"> <td>Oktober</td><td>15. Dezember</td><td>15. November</td><td>15. November</td><td>15. November</td> </tr><tr class="odd"> <td>November</td><td>15. Jänner</td><td>15. Dezember</td><td>15. Dezember</td><td>15. Dezember</td> </tr><tr class="even"> <td>Dezember</td><td>15. Februar</td><td>15. Jänner</td><td>15. Jänner</td><td>15. Jänner</td> </tr> </tbody> </table> </div> <div id="e135718" class="zms_textarea "><p>* Zusammenfassende Meldungen sind bis zum Monatsletzten des Folgemonats abzugeben bzw. elektronisch zu übermitteln.</p></div> </div> <p class="hideme_print top_anchor"> <a class="arrow" href="#top" title="nach oben">nach oben</a> </p> </div> <div class="infolist_section item_2" id="infolist_section_quartalsweise_abgaben"> <h2 title="Quartalsweise Abgaben">Quartalsweise Abgaben</h2> <div class="content"> <div id="e135720"> <table class="ZMSTable"> <colgroup> <col /><col /><col /><col /><col /> </colgroup> <thead> <tr class="even"> <th>Einkommensteuervorauszahlung</th><th>15. Februar</th><th>15. Mai</th><th>15. August</th><th>15. November</th> </tr> </thead> <tbody> <tr class="odd"> <td>Körperschaftsteuervorauszahlung</td><td>15. Februar</td><td>15. Mai</td><td>15. August</td><td>15. November</td> </tr><tr class="even"> <td>Umsatzsteuervorauszahlung (bei einem Vorjahresumsatz von Euro 30.000 - Euro 100.000)</td><td>15. Februar</td><td>15. Mai</td><td>15. August</td><td>15. November</td> </tr> </tbody> </table> </div> </div> <p class="hideme_print top_anchor"> <a class="arrow" href="#top" title="nach oben">nach oben</a> </p> </div> <div class="infolist_section item_3" id="infolist_section_abgabetermin_-_steuererklaerung_beim_finanzamt"> <h2 title="Abgabetermin - Steuererklärung beim Finanzamt">Abgabetermin - Steuererklärung beim Finanzamt</h2> <div class="content"> <div id="e135722" class="zms_textarea "><p>Anmerkung: Es gelten längere Fristen, wenn Sie durch einen STB vertreten werden!</p></div> <div id="e135723"> <table class="ZMSTable"> <colgroup> <col /><col /><col /> </colgroup> <thead> <tr class="even"> <th>Steuerart</th><th>Abgabeform</th><th>Frist</th> </tr> </thead> <tbody> <tr class="odd"> <td>Einkommen-, Umsatz-, Körperschaftsteuer- und Feststellungserklärung</td><td>auf Papier</td><td>30.4. des Folgejahres</td> </tr><tr class="even"> <td>Einkommen-, Umsatz-, Körperschaftsteuer- und Feststellungserklärung</td><td>FinanzOnline</td><td>30.6. des Folgejahres</td> </tr><tr class="odd"> <td>Arbeitnehmerveranlagung</td><td>Pflichtveranlagung</td><td>30.9. des Folgejahres</td> </tr><tr class="even"> <td>Arbeitnehmerveranlagung</td><td>Antrag</td><td>5 Jahre nach Ablauf des Kalenderjahres, für das der Antrag eingebracht wird</td> </tr><tr class="odd"> <td>Werbeabgabe</td><td>auf Papier</td><td>31.3. des Folgejahres</td> </tr><tr class="even"> <td>Lfd. Entrichtung Kfz Steuer</td><td>auf Papier</td><td>15. Februar, 15. Mai, 15. August und 15. November</td> </tr><tr class="odd"> <td>Kfz Steuer Jahreserklärung</td><td>auf Papier</td><td>31.3. des Folgejahres</td> </tr> </tbody> </table> </div> </div> <p class="hideme_print top_anchor"> <a class="arrow" href="#top" title="nach oben">nach oben</a> </p> </div> <div class="infolist_section item_4 last" id="infolist_section_abgabetermin_-_lohnverrechnung"> <h2 title="Abgabetermin - Lohnverrechnung">Abgabetermin - Lohnverrechnung</h2> <div class="content"> <div id="e135725"> <table class="ZMSTable"> <colgroup> <col /><col /><col /> </colgroup> <thead> <tr class="even"> <th>Steuerart</th><th>Abgabeform</th><th>Frist</th> </tr> </thead> <tbody> <tr class="odd"> <td>Lohnzettel</td><td>auf Papier</td><td>31.1. des Folgejahres</td> </tr><tr class="even"> <td>Lohnzettel</td><td>ELDA</td><td>28.2. des Folgejahres</td> </tr><tr class="odd"> <td>Beitragsgrundlagennachweis</td><td>DFÜ oder ELDA</td><td>28.2. des Folgejahres</td> </tr><tr class="even"> <td>Kommunalsteuerjahres- /DGA-Erklärung</td><td>FinanzOnline, auf Papier</td><td>31.3. des Folgejahres</td> </tr><tr class="odd"> <td>Schwerarbeitsmeldung</td><td>ELDA</td><td>28.2. des Folgejahres</td> </tr> </tbody> </table> </div> </div> <p class="hideme_print top_anchor"> <a class="arrow" href="#top" title="nach oben">nach oben</a> </p> </div> <div id="e137839" class="zms_textarea "><p>Stand: 2. Jänner 2019</p></div> <div class="hideme_print top_anchor"> <a class="arrow" href="#content" title="nach oben">nach oben</a> </div> <div id="e137841" class="zms_textarea "><p class="disclaimer">Trotz sorgfältiger Datenzusammenstellung können wir keine Gewähr für die vollständige Richtigkeit der dargestellten Informationen übernehmen. Sollten Sie spezielle Fragen zu einem der Themen haben, stehen wir Ihnen jederzeit gerne für ein persönliches Gespräch zur Verfügung.</p></div> tipps_und_infos_fuer_vermieterTipps und Infos für Vermieter <div class="infolist_section item_1 first" id="infolist_section_vorwerbungskosten"> <h2 title="Vorwerbungskosten">Vorwerbungskosten</h2> <div class="content"> <div id="e135733" class="zms_textarea "><p>Es können auch dann schon steuerlich abzugsfähige Werbungskosten vorliegen, wenn zum Zahlungszeitpunkt noch keine Einnahmen zufließen (Vorwerbungskosten). Die künftige Vermietung muss jedoch mit ziemlicher Sicherheit feststehen (z. B. mit dem zukünftigen Mieter ist bereits ein bindender Vertrag abgeschlossen worden = Vermietungsabsicht).</p> <ul> <li>Einen klassischen Fall der Vorwerbungskosten stellen Sanierungsaufwendungen dar. Sollten Sie ein bisher privat genutztes Gebäude zum Zwecke der Vermietung sanieren, sind diese Kosten bereits vor der Einnahmenerzielung abzugsfähig.</li> </ul></div> </div> <p class="hideme_print top_anchor"> <a class="arrow" href="#top" title="nach oben">nach oben</a> </p> </div> <div class="infolist_section item_2" id="infolist_section_nachwerbungskosten"> <h2 title="Nachwerbungskosten">Nachwerbungskosten</h2> <div class="content"> <div id="e135735" class="zms_textarea "><p>Auch nach der Beendigung der Vermietung können nachträgliche Werbungskosten anfallen, die durch den vorherigen Mieter hervorgerufen wurden.<br /> Diese Aufwendungen sind auch abzugsfähig, wenn keine Mieteinnahmen mehr erzielt werden.</p> <ul> <li>Beispiele der Nachwerbungskosten können sein: Nachzahlungen für die Zeit der Vermietung für Grundsteuer, Kanal- und Müllabfuhrgebühren, Beratungskosten oder Reparaturen.</li> </ul></div> </div> <p class="hideme_print top_anchor"> <a class="arrow" href="#top" title="nach oben">nach oben</a> </p> </div> <div class="infolist_section item_3" id="infolist_section_beginn_der_abschreibung_afa_"> <h2 title="Beginn der Abschreibung (AfA)">Beginn der Abschreibung (AfA)</h2> <div class="content"> <div id="e135737" class="zms_textarea "><p>Wird ein Gebäude in Vermietungsabsicht angeschafft, kann die AfA bereits ab der Inbetriebnahme dem Anschaffungszeitpunkt geltend gemacht werden, auch wenn die tatsächliche Vermietung erst später erfolgt.</p></div> </div> <p class="hideme_print top_anchor"> <a class="arrow" href="#top" title="nach oben">nach oben</a> </p> </div> <div class="infolist_section item_4" id="infolist_section_gutachten_koennen_den_abschreibungssatz_erhoehen"> <h2 title="Gutachten können den Abschreibungssatz erhöhen">Gutachten können den Abschreibungssatz erhöhen</h2> <div class="content"> <div id="e136555" class="zms_textarea "><p>Ohne Nachweis einer kürzeren technischen Nutzungsdauer ist bei Vermietung durch einen Privaten immer die gesetzliche festgelegte Nutzungsdauer von 67 Jahren bzw. ein AfA-Satz von 1,5 % maßgeblich, auch dann, wenn ein bereits in Nutzung stehendes Gebäude angeschafft wurde. Diese gesetzliche Nutzungsdauer kann nur bei Nachweis eines Gutachtens verkürzt werden. Bei Gebäuden, die betrieblichen Zwecken dienen (z. B. vermietete Produktionshalle), ist eine kürzere technische Restnutzungsdauer (kürzer als 67 Jahre) sehr häufig.<br /> In diesen Fällen ist die Erstellung eines Gutachtens empfehlenswert.</p> <p><strong>Abschreibung auf Gebäude bei betrieblich genutzten Gebäuden</strong></p> <p>Bei der Absetzung für Abnutzung (AfA) von Gebäuden gilt für unmittelbar betrieblich genutzte Gebäude ein einheitlicher Abschreibungssatz von bis zu 2,5 % der Anschaffungskosten. Bei Betriebsgebäuden, die zu Wohnzwecken vermietet werden, ist ein geringerer Abschreibungssatz von bis zu 1,5 % anzuwenden (wie im außerbetrieblichen Bereich). Wie bisher ist der Nachweis einer kürzeren Abschreibungsdauer möglich.</p> <p><strong>Privatvermögen: Aufteilung Grundstück und Gebäude</strong></p> <p>Fallen die Einkünfte aus der Vermietung unter Einkünfte aus Vermietung und Verpachtung, wird die Abschreibung von den auf das Gebäude entfallenden Anschaffungs- oder Herstellungskosten (bzw. fiktiven Anschaffungskosten) berechnet. Daher muss von den gesamten Kosten der Wert ermittelt werden, der auf das Gebäude entfällt. </p> <p>Ohne Nachweis eines anderen Aufteilungsverhältnisses sind von den Anschaffungskosten eines bebauten Grundstückes grundsätzlich 40 % als Anteil des Grund und Bodens auszuscheiden. Dies gilt nicht, wenn die tatsächlichen Verhältnisse offenkundig erheblich davon abweichen.</p> <p>Davon abweichend gelten lt. Verordnung folgende Regelungen:</p> <p><strong>Gemeinden mit weniger als 100.000 Einwohnern</strong></p> <p>In diesen Gemeinden sind als Grundanteil 20 % des Werts auszuscheiden, wenn der durchschnittliche Quadratmeterpreis für das Bauland und für voll aufgeschlossene unbebaute Grundstücke (baureifes Land) <strong>weniger</strong> als € 400,00 beträgt.</p> <p><strong>Gemeinden mit mindestens 100.000 Einwohnern</strong></p> <p>In Gemeinden, in denen mindestens 100.000 Einwohner leben und in Gemeinden, in denen der durchschnittliche Quadratmeterpreis für Bauland und baureifes Land bei <strong>mindestens</strong> € 400,00 liegt, beträgt der Anteil von Grund- und Boden</p> <ul> <li>30 %, wenn das Gebäude mehr als 10 Wohn- oder Geschäftseinheiten umfasst oder</li> <li>40 % wenn das Gebäude bis zu 10 Wohn- oder Geschäftseinheiten umfasst.<br />(Hinweis: Laut Verordnung liegt eine eigene Geschäftseinheit jedenfalls pro angefangenen 400 m<sup>2</sup> Nutzfläche vor)</li> </ul> <p><span style="font-weight: normal !msorm;"><strong>Gutachten statt pauschaler Aufteilung</strong></span></p> <p>Die neue Aufteilung muss nicht angewendet werden, wenn der Grundanteil nachge­wiesen wird, wie z. B. durch ein Gutachten eines Sachverständigen. Das Gutachten unterliegt allerdings der freien Beweiswürdigung der Behörde.</p> <p>Sie ist auch nicht anzuwenden, wenn die tatsächlichen Verhältnisse offenkundig erheblich (das heißt, der tatsächliche Grundanteil um mindestens 50 %) davon abweichen.</p></div> </div> <p class="hideme_print top_anchor"> <a class="arrow" href="#top" title="nach oben">nach oben</a> </p> </div> <div class="infolist_section item_5" id="infolist_section_abschreibung_bei_unentgeltlichem_erwerb"> <h2 title="Abschreibung bei unentgeltlichem Erwerb">Abschreibung bei unentgeltlichem Erwerb</h2> <div class="content"> <div id="e136557" class="zms_textarea "><p>Bei Erwerb eines Gebäudes durch Erbschaft oder Schenkung ist die Absetzung für Abnutzung vom Rechtsvorgänger fortzusetzen. Es ist weder eine neue Bemessungsgrundlage, noch ein neuer AfA-Satz zu ermitteln.</p> <p>Dies ist auch anzuwenden, wenn das Gebäude oder die Wohnung nicht durchgehend vermietet wird, aber vom Rechtsvorgänger bereits einmal vermietet wurde. Bei der Ermittlung der noch verbleibenden Nutzungsdauer bleibt die Zeit der „Nichtvermietung“ unberücksichtigt. Nur wenn die Vermietung des Rechtsvorgängers mehr als zehn Jahre zurück liegt, können die fiktiven Anschaffungskosten für die Afa-Bemessung herangezogen werden.</p></div> </div> <p class="hideme_print top_anchor"> <a class="arrow" href="#top" title="nach oben">nach oben</a> </p> </div> <div class="infolist_section item_6" id="infolist_section_subventionen"> <h2 title="Subventionen">Subventionen</h2> <div class="content"> <div id="e136559" class="zms_textarea "><p>Subventionen aus öffentlichen Mitteln sind nicht als Einnahmen aus Vermietung und Verpachtung anzusetzen, daher sind sie nicht steuerpflichtig. Die damit geförderten Instandhaltungs-, Instandsetzungs- oder Herstellungskosten sind aber um diese Subvention zu kürzen, bevor sie als Werbungskosten abgezogen werden. Ein etwa übersteigender Subventionsbetrag ist allerdings steuerpflichtig.</p></div> </div> <p class="hideme_print top_anchor"> <a class="arrow" href="#top" title="nach oben">nach oben</a> </p> </div> <div class="infolist_section item_7" id="infolist_section_umsatzsteuer-kleinunternehmer-regelung"> <h2 title="Umsatzsteuer-Kleinunternehmer-Regelung">Umsatzsteuer-Kleinunternehmer-Regelung</h2> <div class="content"> <div id="e136561" class="zms_textarea "><p>Wenn Ihr Jahresumsatz den Betrag von € 30.000,00 nicht übersteigt, sind Sie mit Ihren Umsätzen von der Umsatzsteuer befreit, können allerdings auch keine Vorsteuer absetzen. Der Betrag von € 30.000,00 ist „netto" zu verstehen.</p></div> </div> <p class="hideme_print top_anchor"> <a class="arrow" href="#top" title="nach oben">nach oben</a> </p> </div> <div class="infolist_section item_8" id="infolist_section_option_zur_umsatzsteuer-normalbesteuerung"> <h2 title="Option zur Umsatzsteuer-Normalbesteuerung">Option zur Umsatzsteuer-Normalbesteuerung</h2> <div class="content"> <div id="e136563" class="zms_textarea "><p>Fallen höhere Vorsteuerbeträge bei einem Kleinunternehmer (z. B. aus dem Erwerb einer Eigentumswohnung, aus Sanierungsaufwendungen oder aus Zubauten) an, kann eine „Option zur Steuerpflicht“ sinnvoll sein. Damit wird zwar der Vermietungsumsatz steuerpflichtig (10 % bei Wohnungsmieten), die Vorsteuern werden jedoch gleichzeitig abzugsfähig. Bei Vermietung von Geschäftsräumlichkeiten müsste abermals zur USt (Steuersatz 20 %) optiert werden (sofern möglich). Jedoch Vorsicht: Kein Springen zwischen Steuerfreiheit und Normalversteuerung.</p> <p>Der Verzicht auf die Kleinunternehmer-Regelung bindet für mindestens fünf Jahre und kann nur am Beginn eines Jahres widerrufen werden. Auf notwendige Vorsteuerberichtigungen ist dabei zu achten.</p></div> </div> <p class="hideme_print top_anchor"> <a class="arrow" href="#top" title="nach oben">nach oben</a> </p> </div> <div class="infolist_section item_9" id="infolist_section_vermietung_von_geschaeftslokalen"> <h2 title="Vermietung von Geschäftslokalen">Vermietung von Geschäftslokalen</h2> <div class="content"> <div id="e136565" class="zms_textarea "><p>Wird nicht zu Wohnzwecken vermietet, kann der Vermieter zwischen &bdquo;steuerfreiem Umsatz&ldquo; und &bdquo;mit 20 % zu versteuerndem Umsatz&ldquo; und steuerpflichtigem Umsatz (mit 20 %) w&auml;hlen (Option zur Steuerpflicht). Diese Option kann f&uuml;r jedes Bestandsverh&auml;ltnis gesondert ausge&uuml;bt werden.</p> <p>Die M&ouml;glichkeit der Option zur Steuerpflicht besteht grunds&auml;tzlich allerdings nur, wenn der Mieter das Grundst&uuml;ck nahezu ausschlie&szlig;lich f&uuml;r Ums&auml;tze verwendet, die den Vorsteuerabzug nicht ausschlie&szlig;en (z. B. ist eine Option nicht m&ouml;glich, wenn der Mieter ein Arzt ist, der die R&auml;umlichkeiten f&uuml;r seine Arztpraxis nutzt, weil der Arzt nicht zum Vorsteuerabzug berechtigt ist). Nahezu ausschlie&szlig;lich bedeutet in diesem Fall zu mindestens 95 %.</p></div> </div> <p class="hideme_print top_anchor"> <a class="arrow" href="#top" title="nach oben">nach oben</a> </p> </div> <div class="infolist_section item_10 last" id="infolist_section_verluste_bei_vermietung"> <h2 title="Verluste bei Vermietung">Verluste bei Vermietung</h2> <div class="content"> <div id="e136567" class="zms_textarea "><p>Treten bei Ihrer Vermietung vorübergehend Verluste auf, so können Sie diese Verluste im gleichen Jahr mit anderen positiven Einkünften (z. B. aus Ihrem Betrieb oder Ihrem Einkommen aus nichtselbständiger Arbeit) verrechnen und sparen damit Einkommensteuer. Sollten Sie neben den Vermietungseinkünften keine positiven Einkünfte haben, so sind Ihre Verluste aus Einkünften aus Vermietung und Verpachtung verloren, da sie nicht in das Folgejahr vortragsfähig sind. Aber Achtung: Bei dauernden Verlusten prüft die Finanz, ob Sie mit Ihrer Vermietung überhaupt Einkünfte erzielen wollen oder, ob es sich um eine sogenannte „Liebhaberei“ handelt. Dies ist dann mit Rentabilitäts- bzw. Prognoserechnungen zu widerlegen. Werden Ihre negativen Einkünfte aus Vermietung als Liebhaberei eingestuft, so können Sie die angefallenen Verluste nicht mehr mit positiven Einkünften verrechnen.</p></div> </div> <p class="hideme_print top_anchor"> <a class="arrow" href="#top" title="nach oben">nach oben</a> </p> </div> <div id="e137842" class="zms_textarea "><p>Stand: 2. Jänner 2019</p></div> <div class="hideme_print top_anchor"> <a class="arrow" href="#content" title="nach oben">nach oben</a> </div> <div id="e137844" class="zms_textarea "><p class="disclaimer">Trotz sorgfältiger Datenzusammenstellung können wir keine Gewähr für die vollständige Richtigkeit der dargestellten Informationen übernehmen. Sollten Sie spezielle Fragen zu einem der Themen haben, stehen wir Ihnen jederzeit gerne für ein persönliches Gespräch zur Verfügung.</p></div> unternehmensbewertungUnternehmensbewertung <div class="infolist_section item_1 first" id="infolist_section_wann_muss_ein_unternehmen_bewertet_werden_"> <h2 title="Wann muss ein Unternehmen bewertet werden?">Wann muss ein Unternehmen bewertet werden?</h2> <div class="content"> <div id="e135759" class="zms_textarea "><p>Bei Unternehmensverkäufen und Übernahmen stellt sich automatisch die Frage nach dem Wert Ihres Unternehmens. Für Kauf- bzw. Verkaufsverhandlungen, bei denen der Preis grundsätzlich durch Angebot und Nachfrage bestimmt wird, bildet der ermittelte Unternehmenswert eine wichtige Ausgangsbasis für die Gespräche. In vielen anderen Fällen, wie etwa bei der Abschichtung von Miteigentümern, Austritt von Kapitalgesellschaftern oder im Erbfall, kommt der durch eine sachgerechte Unternehmensbewertung ermittelte Wert direkt zur Anwendung. Es kann aber der Wert des Unternehmens auch ein aktuelles und laufendes Ziel der Unternehmensführung sein.</p></div> </div> <p class="hideme_print top_anchor"> <a class="arrow" href="#top" title="nach oben">nach oben</a> </p> </div> <div class="infolist_section item_2" id="infolist_section_wie_wird_der_wert_berechnet_"> <h2 title="Wie wird der Wert berechnet?">Wie wird der Wert berechnet?</h2> <div class="content"> <div id="e135761" class="zms_textarea "><p>Nur wie berechnet sich dieser Wert? Basis für die Bewertung sind die Erträge bzw. Cashflows, die mit dem Unternehmen aktuell und in Zukunft erwirtschaftet werden können. Dafür erforderlich ist also jedenfalls eine aktuelle Planungsrechnung für die kommenden Jahre. Zur Ermittlung eines Unternehmenswertes, der dem Marktwert am nächsten kommt, geht die Planungsrechnung von einer Fortführung des Unternehmens aus und muss die vorhandenen Marktchancen und Marktrisiken berücksichtigen.</p> <p>Aus den Erträgen bzw. den erzielten Cashflows wird mit Hilfe einer Rentenrechnung durch Abzinsung der Barwert errechnet. Berücksichtigt werden dabei auch Risikoabschläge, mögliche Erlösen aus der Veräußerung von nicht betriebsnotwendigem Vermögen etc.</p> <p>Ein Investor würde sich also fragen: <strong>Wieviel bekomme ich an Verzinsung (=Gewinn), wenn ich in dieses Unternehmen investiere im Vergleich zu den Zinsen, die mir die Bank bezahlt?</strong></p> <p>Der Wert Ihres Unternehmens wird von einer Vielzahl von Faktoren beeinflusst. Aus einer Reihe zulässiger Bewertungsmethoden muss die für den Einzelfall beste Vorgangsweise gewählt werden.</p></div> </div> <p class="hideme_print top_anchor"> <a class="arrow" href="#top" title="nach oben">nach oben</a> </p> </div> <div class="infolist_section item_3 last" id="infolist_section_ertragswertmethode_und_discounted_cashflow-verfahren"> <h2 title="Ertragswertmethode und Discounted Cashflow-Verfahren">Ertragswertmethode und Discounted Cashflow-Verfahren</h2> <div class="content"> <div id="e136572" class="zms_textarea "><p>Die zwei bedeutendsten Bewertungsmethoden sind derzeit das Ertragswertverfahren und das Discounted-Cashflow Verfahren (DCF).</p> <p>Bei der Ermittlung des Unternehmenswerts mit den dargestellten Methoden wird der Unternehmenswert als Barwert zuk&uuml;nftiger finanzieller &Uuml;bersch&uuml;sse ermittelt.</p> <p>Bei DCF-Verfahren werden die k&uuml;nftigen Cash-Flows eines Unternehmens geplant und dann diskontiert. DCF Verfahren kommen bei der Bewertung von Kapitagesellschaften zur Anwendung.</p> <p>Beim Ertragswertverfahren werden jene finanziellen &Uuml;bersch&uuml;sse geplant, welche dem Unternehmenseigner zuflie&szlig;en. F&uuml;r den Unternehmenswert werden diese &Uuml;bersch&uuml;sse dann diskontiert.</p> <h3>Planung</h3> <p>Ein wesentliches Element jeder Unternehmensbewertung stellt die Planungsrechnung f&uuml;r das Unternehmen dar. Basis f&uuml;r die Planung sind zukunftsbezogene Informationen zum Unternehmen und zum Markt auf dem das Unternehmen (z. B. Branche, Konkurrenz, Absatzmarkt) t&auml;tig ist.</p> <p>Die Unternehmensbewertung basiert dann letztendlich auf einer integrierten Planungsrechnung. Dies hat zusammenfassend Plan-Bilanzen, Plan-Gewinn- und Verlustrechnungen und Finanzpl&auml;nen zu umfassen.<br /> In einer Detailplanungsphase betrachtet man h&auml;ufig 3-5 Jahre. Danach anschlie&szlig;end sind die Pl&auml;ne f&uuml;r die Grobplanungsphase zu erstellen.</p> <h3>Diskontierung</h3> <p>Der Blick ist in die Zukunft gerichtet. Zuk&uuml;nftige &Uuml;bersch&uuml;sse (Gewinne) werden errechnet und diese dann auf den Barwert am Stichtag abgezinst. Im Zinssatz werden bestimmte Risiken ber&uuml;cksichtigt.</p> <p>Die zentrale Frage ist: Soll das Geld in das Unternehmen oder lieber in alternative Kapitalanlagen investiert werden?</p></div> </div> <p class="hideme_print top_anchor"> <a class="arrow" href="#top" title="nach oben">nach oben</a> </p> </div> <div id="e137845" class="zms_textarea "><p>Stand: 2. Jänner 2019</p></div> <div class="hideme_print top_anchor"> <a class="arrow" href="#content" title="nach oben">nach oben</a> </div> <div id="e137847" class="zms_textarea "><p class="disclaimer">Trotz sorgfältiger Datenzusammenstellung können wir keine Gewähr für die vollständige Richtigkeit der dargestellten Informationen übernehmen. Sollten Sie spezielle Fragen zu einem der Themen haben, stehen wir Ihnen jederzeit gerne für ein persönliches Gespräch zur Verfügung.</p></div> vorsteuerabzugsberechtigte_kfzVorsteuerabzugsberechtigte Kfz <div class="hideme_print dictionary_overview"> <ul> <li class="item_1 first"> <a href="/content/inhalte/infolisten/vorsteuerabzugsberechtigte_kfz/kastenwagen/index.html" title="Kastenwagen">Kastenwagen</a> </li> <li class="item_2"> <a href="/content/inhalte/infolisten/vorsteuerabzugsberechtigte_kfz/kleinlastkraftwagen/index.html" title="Kleinlastkraftwagen">Kleinlastkraftwagen</a> </li> <li class="item_3"> <a href="/content/inhalte/infolisten/vorsteuerabzugsberechtigte_kfz/pritschenwagen/index.html" title="Pritschenwagen">Pritschenwagen</a> </li> <li class="item_4"> <a href="/content/inhalte/infolisten/vorsteuerabzugsberechtigte_kfz/klein_autobusse/index.html" title="Klein-Autobusse">Klein-Autobusse</a> </li> <li class="item_5 last"> <a href="/content/inhalte/infolisten/vorsteuerabzugsberechtigte_kfz/kleinbusse/index.html" title="Kleinbusse">Kleinbusse</a> </li> </ul> </div> <div id="e137848" class="zms_textarea "><p>Stand: 2. Jänner 2019</p></div> <div class="hideme_print top_anchor"> <a class="arrow" href="#content" title="nach oben">nach oben</a> </div> <div id="e137850" class="zms_textarea "><p class="disclaimer">Trotz sorgfältiger Datenzusammenstellung können wir keine Gewähr für die vollständige Richtigkeit der dargestellten Informationen übernehmen. Sollten Sie spezielle Fragen zu einem der Themen haben, stehen wir Ihnen jederzeit gerne für ein persönliches Gespräch zur Verfügung.</p></div> werbungskostenWerbungskosten <div class="hideme_print dictionary_overview"> <ul> <li class="item_1 first"> <a href="#infolist_section_abc" title="ABC">ABC</a> </li> <li class="item_2"> <a href="#infolist_section_def" title="DEF">DEF</a> </li> <li class="item_3"> <a href="#infolist_section_ghi" title="GHI">GHI</a> </li> <li class="item_4"> <a href="#infolist_section_jkl" title="JKL">JKL</a> </li> <li class="item_5"> <a href="#infolist_section_mno" title="MNO">MNO</a> </li> <li class="item_6"> <a href="#infolist_section_pqr" title="PQR">PQR</a> </li> <li class="item_7"> <a href="#infolist_section_stu" title="STU">STU</a> </li> <li class="item_8"> <a href="#infolist_section_vwx" title="VWX">VWX</a> </li> <li class="item_9 last"> <a href="#infolist_section_yz" title="YZ">YZ</a> </li> </ul> </div> <div class="infolist_section item_1 first" id="infolist_section_abc"> <h2 title="ABC">ABC</h2> <div class="content"> <div class="infolist_section item_1 first" id="infolist_section_arbeitsessen"> <h3 title="Arbeitsessen">Arbeitsessen</h3> <div class="content"> <div id="e136582" class="zms_textarea "><p>Aufwendungen für Arbeitsessen sind sowohl hinsichtlich des Bewirteten als auch hinsichtlich der eigenen Konsumation zur Hälfte absetzbar, sofern es sich um ein Arbeitsessen mit ausschließlichem oder weitaus überwiegendem Werbecharakter mit untergeordneter Repräsentationskomponente handelt. Es ist zu dokumentieren, welches konkrete Rechtsgeschäft im Rahmen der Bewirtung zu welchem Zeitpunkt tatsächlich abgeschlossen wurde bzw. welches konkrete Rechtsgeschäft ernsthaft angestrebt wurde.</p></div> </div> </div> <div class="infolist_section item_2" id="infolist_section_arbeitskleidung"> <h3 title="Arbeitskleidung">Arbeitskleidung</h3> <div class="content"> <div id="e136584" class="zms_textarea "><p>Aufwendungen f&uuml;r b&uuml;rgerliche Kleidung sind grunds&auml;tzlich Kosten der Lebensf&uuml;hrung und nicht als Werbungskosten abzugsf&auml;hig. Dies gilt unabh&auml;ngig davon, ob die Kleidung tats&auml;chlich nur w&auml;hrend der Arbeitszeit oder auch in der Freizeit getragen wird.</p> <p>Unter dem Titel &bdquo;Arbeitskleidung&ldquo; als Werbungskosten abzugsf&auml;hig sind nur typische Arbeits- und Berufskleidung bzw. Arbeitsschutzkleidung, wie z. B. Uniformen, Arbeitsm&auml;ntel, Schutzhelme.</p></div> </div> </div> <div class="infolist_section item_3" id="infolist_section_arbeitsmittel"> <h3 title="Arbeitsmittel">Arbeitsmittel</h3> <div class="content"> <div id="e136586" class="zms_textarea "><p>Darunter fallen Arbeitsger&auml;te und Hilfsmittel wie z. B. Fachliteratur, PC, Kfz, die &uuml;berwiegend zur Aus&uuml;bung einer Berufst&auml;tigkeit verwendet werden.</p> <p>Arbeitsmittel, deren Anschaffungskosten &euro; 400,00, nicht &uuml;bersteigen, k&ouml;nnen zur G&auml;nze im Jahr der Anschaffung abgesetzt werden. &Uuml;bersteigen die Anschaffungskosten &euro; 400,00 ist grunds&auml;tzlich eine Aufteilung der Anschaffungskosten auf die Nutzungsdauer des Arbeitsmittels erforderlich.</p></div> </div> </div> <div class="infolist_section item_4" id="infolist_section_arbeitszimmer"> <h3 title="Arbeitszimmer">Arbeitszimmer</h3> <div class="content"> <div id="e136588" class="zms_textarea "><p>Aufwendungen f&uuml;r ein im Wohnungsverband gelegenes Arbeitszimmer und dessen Einrichtung z&auml;hlen grunds&auml;tzlich zu den nichtabzugsf&auml;higen Aufwendungen. Sofern ein im Wohnungsverband gelegenes Arbeitszimmer jedoch den Mittelpunkt einer betrieblichen oder beruflichen T&auml;tigkeit des Steuerpflichtigen bildet, k&ouml;nnen die mit dem Arbeitszimmer und seiner Einrichtung in Zusammenhang stehenden Ausgaben abzugsf&auml;hig sein.</p></div> </div> </div> <div class="infolist_section item_5" id="infolist_section_aus-_und_fortbildungskosten"> <h3 title="Aus- und Fortbildungskosten">Aus- und Fortbildungskosten</h3> <div class="content"> <div id="e136590" class="zms_textarea "><p>Es ist zwischen Ausbildungskosten (Aufwendungen zum Erlernen eines Berufes), Fortbildungskosten (Weiterbildung im erlernten Beruf) und Umschulungsmaßnahmen (Einstieg in eine neue berufliche Tätigkeit) zu unterscheiden.</p> <p>Die Abzugsfähigkeit von Ausbildungskosten ist nur dann gegeben, wenn ein Zusammenhang zur konkret ausgeübten oder damit verwandten Tätigkeit (z. B. Friseurin und Kosmetikerin, Dachdecker und Spengler) vorliegt.</p> <p>Kosten für die berufliche Fortbildung können dann als Werbungskosten geltend gemacht werden, wenn sie in Zusammenhang mit der konkret ausgeübten oder einer damit verwandten Tätigkeit stehen. Fortbildungskosten sollen dazu dienen, in einem bereits ausgeübten Beruf auf dem Laufenden zu bleiben und den jeweiligen Anforderungen gerecht zu werden.</p> <p>Umschulungsmaßnahmen sind dann abzugsfähig, wenn sie</p> <ul> <li>derart umfassend sind, dass sie einen Einstieg in eine neue berufliche Tätigkeit ermöglichen, die mit der bisherigen Tätigkeit nicht verwandt ist und</li> <li>auf eine tatsächliche Ausübung eines anderen Berufes abzielen.</li> </ul></div> </div> </div> <div class="infolist_section item_6" id="infolist_section_beitraege_an_berufsverbaende_und_interessenvertretungen"> <h3 title="Beiträge an Berufsverbände und Interessenvertretungen">Beiträge an Berufsverbände und Interessenvertretungen</h3> <div class="content"> <div id="e136592" class="zms_textarea "><p>Gewerkschaftsbeiträge sind Werbungskosten, soweit sie von aktiven oder im Ruhestand befindlichen Arbeitnehmern in angemessener, statutenmäßig festgesetzter Höhe geleistet werden. Dies gilt grundsätzlich auch für Beiträge an andere Berufsvertretungen und Interessensverbände.</p> <p>Beiträge zu Interessensvertretungen von Pensionisten (z. B. Seniorenbund, Pensionistenverband) sind als Werbungskosten abzugsfähig.</p></div> </div> </div> <div class="infolist_section item_7" id="infolist_section_betriebsratsumlage"> <h3 title="Betriebsratsumlage">Betriebsratsumlage</h3> <div class="content"> <div id="e136594" class="zms_textarea "><p>Da sich die Betriebsratsumlage bei der laufenden Lohnabrechnung nicht steuermindernd auswirkt, erfolgt die steuerliche Ber&uuml;cksichtigung erst bei den Werbungskosten im Rahmen der Arbeitnehmerveranlagung.</p></div> </div> </div> <div class="infolist_section item_8" id="infolist_section_buergschaften"> <h3 title="Bürgschaften">Bürgschaften</h3> <div class="content"> <div id="e136596" class="zms_textarea "><p>Aufwendungen des Arbeitnehmers aus einer B&uuml;rgschafts&uuml;bernahme zugunsten des Arbeitgebers sind abzugsf&auml;hig, wenn die B&uuml;rgschafts&uuml;bernahme beruflich veranlasst war.</p></div> </div> </div> <div class="infolist_section item_9 last" id="infolist_section_computer"> <h3 title="Computer">Computer</h3> <div class="content"> <div id="e136598" class="zms_textarea "><p>Aufwendungen f&uuml;r Computer und Zubeh&ouml;r sind Werbungskosten, wenn die Ger&auml;te beruflich verwendet werden. Sind die Ger&auml;te in der Privatwohnung des Steuerpflichtigen aufgestellt, so kann es im Sch&auml;tzungsweg zu einem Ausscheiden eines Privatanteils kommen. Dies wird insbesondere dann der Fall sein, wenn der PC auch von anderen als vom Steuerpflichtigen &ndash; z. B. von Familienangeh&ouml;rigen &ndash; verwendet wird. Ohne Nachweis des Steuerpflichtigen wird von der Finanzverwaltung ein Ausma&szlig; an privater Nutzung von mindestens 40 % angenommen.</p></div> </div> </div> </div> <p class="hideme_print top_anchor"> <a class="arrow" href="#top" title="nach oben">nach oben</a> </p> </div> <div class="infolist_section item_2" id="infolist_section_def"> <h2 title="DEF">DEF</h2> <div class="content"> <div class="infolist_section item_1 first" id="infolist_section_darlehensverluste"> <h3 title="Darlehensverluste">Darlehensverluste</h3> <div class="content"> <div id="e136602" class="zms_textarea "><p>Gewährt der Arbeitnehmer dem Arbeitgeber zur Arbeitsplatzsicherung ein Darlehen, so kann der Verlust der Forderung infolge der Liquidation des Arbeitgebers zu Werbungskosten aus nichtselbständiger Arbeit führen.</p></div> </div> </div> <div class="infolist_section item_2" id="infolist_section_depotkosten"> <h3 title="Depotkosten">Depotkosten</h3> <div class="content"> <div id="e136604" class="zms_textarea "><p>Kosten, die in Zusammenhang mit einem Wertpapierdepot anfallen, sind als Kosten der Verwaltung der Einkunftsquelle als Werbungskosten abzugsf&auml;hig, soweit es sich nicht um Depotkosten von endbesteuerten Wertpapieren handelt. Diese Aufwendungen f&uuml;r endbesteuerte Kapitalertr&auml;ge sind auch dann nicht abzugsf&auml;hig, wenn auf die M&ouml;glichkeit der Endbesteuerung verzichtet und der Veranlagungsweg gew&auml;hlt wird.</p></div> </div> </div> <div class="infolist_section item_3" id="infolist_section_fachliteratur"> <h3 title="Fachliteratur">Fachliteratur</h3> <div class="content"> <div id="e136606" class="zms_textarea "><p>Aufwendungen f&uuml;r Fachliteratur sind grunds&auml;tzlich Werbungskosten, sofern ein Zusammenhang mit dem Beruf besteht. Keine Fachliteratur sind Zeitungen und allgemein bildende Werke.</p></div> </div> </div> <div class="infolist_section item_4" id="infolist_section_fahrtkosten"> <h3 title="Fahrtkosten">Fahrtkosten</h3> <div class="content"> <div id="e136608" class="zms_textarea "><p>Kosten, die f&uuml;r die Fahrten zwischen Wohnung und Dienstort entstehen, sind durch den Verkehrsabsetzbetrag und das Pendlerpauschale abgegolten. Sonstige Fahrten, f&uuml;r die der Steuerpflichtige den eigenen Pkw verwendet und die in Zusammenhang mit der beruflichen T&auml;tigkeit stehen, k&ouml;nnen entweder in H&ouml;he des amtlichen Kilometergeldes oder in tats&auml;chlicher H&ouml;he geltend gemacht werden.</p> <p>Fahrten zum Mittagessen in der Mittagspause sind grunds&auml;tzlich nicht beruflich veranlasst und daher keine Werbungskosten.</p></div> </div> </div> <div class="infolist_section item_5" id="infolist_section_familienheimfahrten"> <h3 title="Familienheimfahrten">Familienheimfahrten</h3> <div class="content"> <div id="e136610" class="zms_textarea "><p>Aufwendungen f&uuml;r Familienheimfahrten eines Arbeitnehmers vom Wohnsitz am Arbeitsort zum Familienwohnsitz sind Werbungskosten, wenn die Voraussetzungen einer beruflich veranlassten doppelten Haushaltsf&uuml;hrung vorliegen.</p> <p>Liegen die Voraussetzungen f&uuml;r eine auf Dauer angelegte doppelte Haushaltsf&uuml;hrung nicht vor, so k&ouml;nnen Kosten f&uuml;r Familienheimfahrten vor&uuml;bergehend als Werbungskosten geltend gemacht werden. Als vor&uuml;bergehend wird bei einem verheirateten (in ehe&auml;hnlicher Gemeinschaft lebenden) Steuerpflichtigen ein Zeitraum von zwei Jahren, bei einem allein stehenden Steuerpflichtigen ein Zeitraum von sechs Monaten angesehen.</p> <p>Bei einem verheirateten (in ehe&auml;hnlicher Gemeinschaft lebenden) Dienstnehmer sind bei Geltendmachung der Kosten einer doppelten Haushaltsf&uuml;hrung grunds&auml;tzlich die Kosten von w&ouml;chentlichen Familienheimfahrten zu ber&uuml;cksichtigen. Bei einem allein stehenden Steuerpflichtigen wird grunds&auml;tzlich das monatliche Aufsuchen des Heimatortes als ausreichend anzusehen sein. Voraussetzung ist, dass der allein stehende Steuerpflichtige an diesem Heimatort &uuml;ber eine Wohnung verf&uuml;gt; der Besuch der Eltern ist nicht als Familienheimfahrt zu werten.</p></div> </div> </div> <div class="infolist_section item_6" id="infolist_section_fehlgelder"> <h3 title="Fehlgelder">Fehlgelder</h3> <div class="content"> <div id="e136612" class="zms_textarea "><p>Als Werbungskosten k&ouml;nnen Kassenfehlbetr&auml;ge, die der Arbeitnehmer dem Arbeitgeber ersetzen muss, geltend gemacht werden.</p></div> </div> </div> <div class="infolist_section item_7" id="infolist_section_finanzierungskosten"> <h3 title="Finanzierungskosten">Finanzierungskosten</h3> <div class="content"> <div id="e136614" class="zms_textarea "><p>Ob Finanzierungsaufwendungen als Werbungskosten abzugsf&auml;hig sind, h&auml;ngt davon ab, ob&nbsp;mit den aufgenommenen Mitteln privat oder im Rahmen der au&szlig;erbetrieblichen Einkunftsquelle genutzte Arbeitsmittel angeschafft werden. Im ersten Fall ist kein Werbungskostenabzug m&ouml;glich, im zweiten Fall stellt der Finanzierungsaufwand Werbungskosten dar. Die Beurteilung, ob die aufgenommenen Finanzmittel mit der Privatsph&auml;re oder der au&szlig;erbetrieblichen Einkunftsquelle in Zusammenhang stehen, erfolgt nicht aus betriebswirtschaftlicher Sichtweise: So stellen Zinsen f&uuml;r aufgenommene Fremdmittel beispielsweise auch dann einen abzugsf&auml;higen Aufwand dar, wenn der Steuerpflichtige in der Lage gewesen w&auml;re, den Aufwand, der durch die au&szlig;erbetriebliche Einkunftsquelle veranlasst ist, statt mit Fremdmitteln durch Eigenmittel zu finanzieren.</p></div> </div> </div> <div class="infolist_section item_8 last" id="infolist_section_fortbildungskosten"> <h3 title="Fortbildungskosten">Fortbildungskosten</h3> <div class="content"> <div id="e136616" class="zms_textarea "><p>siehe <a href="#infolist_section_aus-_und_fortbildungskosten">Aus- und Fortbildungskosten</a></p></div> </div> </div> </div> <p class="hideme_print top_anchor"> <a class="arrow" href="#top" title="nach oben">nach oben</a> </p> </div> <div class="infolist_section item_3" id="infolist_section_ghi"> <h2 title="GHI">GHI</h2> <div class="content"> <div class="infolist_section item_1 first" id="infolist_section_glaeubigerschutzverband"> <h3 title="Gläubigerschutzverband">Gläubigerschutzverband</h3> <div class="content"> <div id="e136620" class="zms_textarea "><p>Beiträge zu einem Gläubigerschutzverband sind bei betrieblicher Veranlassung als Werbungskosten abzugsfähig.</p></div> </div> </div> <div class="infolist_section item_2 last" id="infolist_section_internet"> <h3 title="Internet">Internet</h3> <div class="content"> <div id="e136622" class="zms_textarea "><p>N&uuml;tzt ein Steuerpflichtiger das Internet f&uuml;r berufliche Zwecke, so sind die Kosten daf&uuml;r als Werbungskosten absetzbar. Eine Aufteilung in private und berufliche Nutzung wird, wenn eine genaue Abgrenzung nicht m&ouml;glich ist, im Sch&auml;tzungswege erfolgen. Abzugsf&auml;hig sind die (anteiligen) Kosten f&uuml;r eine allf&auml;llige Providergeb&uuml;hr und die Onlinegeb&uuml;hren. Dar&uuml;ber hinaus k&ouml;nnen Kosten f&uuml;r beruflich genutzte spezielle Informationsangebote zur G&auml;nze abgesetzt werden.</p></div> </div> </div> </div> <p class="hideme_print top_anchor"> <a class="arrow" href="#top" title="nach oben">nach oben</a> </p> </div> <div class="infolist_section item_4" id="infolist_section_jkl"> <h2 title="JKL">JKL</h2> <div class="content"> <div class="infolist_section item_1 first" id="infolist_section_kleidung"> <h3 title="Kleidung">Kleidung</h3> <div class="content"> <div id="e136626" class="zms_textarea "><p>siehe <a href="#infolist_section_arbeitskleidung">Arbeitskleidung</a></p></div> </div> </div> <div class="infolist_section item_2" id="infolist_section_klubbeitraege"> <h3 title="Klubbeiträge">Klubbeiträge</h3> <div class="content"> <div id="e136628" class="zms_textarea "><p>siehe <a href="#infolist_section_partei-_und_klubbeitraege">Partei- und Klubbeitr&auml;ge</a></p></div> </div> </div> <div class="infolist_section item_3" id="infolist_section_kontofuehrungskosten_und_kreditkartengebuehren"> <h3 title="Kontoführungskosten und Kreditkartengebühren">Kontoführungskosten und Kreditkartengebühren</h3> <div class="content"> <div id="e136630" class="zms_textarea "><p>Kosten f&uuml;r die Kontof&uuml;hrung eines Gehaltskontos k&ouml;nnen ebenso wie eine Kreditkartengeb&uuml;hr grunds&auml;tzlich nicht abgesetzt werden. Dies gilt auch, wenn der Arbeitgeber die Einrichtung eines Gehaltskontos verlangt. Kontof&uuml;hrungskosten k&ouml;nnen nur dann als Werbungskosten abzugsf&auml;hig sein, wenn sie ein ausschlie&szlig;lich oder nahezu ausschlie&szlig;lich f&uuml;r beruflich veranlasste Gesch&auml;ftsvorf&auml;lle eingerichtetes Konto betreffen (z. B. Konto zur Abbuchung der Leasingraten hinsichtlich eines als Arbeitsmittel verwendeten Kfz).</p></div> </div> </div> <div class="infolist_section item_4" id="infolist_section_kraftfahrzeugskosten_kilometergeld"> <h3 title="Kraftfahrzeugskosten Kilometergeld">Kraftfahrzeugskosten Kilometergeld</h3> <div class="content"> <div id="e136632" class="zms_textarea "><p>Wenn das Kfz privat und beruflich genutzt wird, können die Aufwendungen für die berufliche Nutzung als Werbungskosten berücksichtigt werden. Befindet sich der PKW im Privatvermögen, können bei einem Ausmaß der beruflichen Fahrten von nicht mehr als 30.000 Kilometer pro Jahr die Kosten für die berufliche Kfz-Nutzung in Höhe des amtlichen Kilometergeldes von € 0,42 angenommen werden. Bei einer darüber hinausgehenden Nutzung sind entweder die tatsächlich nachgewiesenen Kosten oder das amtliche Kilometergeld für 30.000 Kilometer anzusetzen.</p> <p>Mit dem Kilometergeld sind insbesondere folgende Aufwendungen für das Kfz abgegolten:</p> <ul> <li>AfA</li> <li>Treibstoff, Öl</li> <li>Servicekosten, Reparaturkosten</li> <li>Zusatzausrüstungen, z. B. Winterreifen</li> <li>Steuern, (Park-)Gebühren, Maut</li> <li>Versicherungen aller Art</li> <li>Mitgliedsbeiträge für Autofahrerclubs</li> <li>Finanzierungskosten</li> </ul></div> </div> </div> <div class="infolist_section item_5 last" id="infolist_section_literatur"> <h3 title="Literatur">Literatur</h3> <div class="content"> <div id="e136636" class="zms_textarea "><p>siehe <a href="#infolist_section_fachliteratur">Fachliteratur</a></p></div> </div> </div> </div> <p class="hideme_print top_anchor"> <a class="arrow" href="#top" title="nach oben">nach oben</a> </p> </div> <div class="infolist_section item_5" id="infolist_section_mno"> <h2 title="MNO">MNO</h2> <div class="content"> <div class="infolist_section item_1 first" id="infolist_section_mankogelder"> <h3 title="Mankogelder">Mankogelder</h3> <div class="content"> <div id="e136640" class="zms_textarea "><p>siehe <a href="#infolist_section_fehlgelder">Fehlgelder</a></p></div> </div> </div> <div class="infolist_section item_2" id="infolist_section_mitgliedsbeitraege"> <h3 title="Mitgliedsbeiträge">Mitgliedsbeiträge</h3> <div class="content"> <div id="e136642" class="zms_textarea "><p>siehe <a href="#infolist_section_beitraege_an_berufsverbaende_und_interessenvertretungen">Beitr&auml;ge an Berufsverb&auml;nde und Interessenvertretungen</a></p> <p>siehe <a href="#infolist_section_partei-_und_klubbeitraege">Partei- und Klubbeitr&auml;ge</a></p></div> </div> </div> <div class="infolist_section item_3 last" id="infolist_section_musikinstrumente"> <h3 title="Musikinstrumente">Musikinstrumente</h3> <div class="content"> <div id="e136644" class="zms_textarea "><p>F&uuml;r Musikinstrumente, die als Arbeitsmittel der Berufsaus&uuml;bung dienen, ist ein Abzug als Werbungskosten m&ouml;glich.</p></div> </div> </div> </div> <p class="hideme_print top_anchor"> <a class="arrow" href="#top" title="nach oben">nach oben</a> </p> </div> <div class="infolist_section item_6" id="infolist_section_pqr"> <h2 title="PQR">PQR</h2> <div class="content"> <div class="infolist_section item_1 first" id="infolist_section_partei-_und_klubbeitraege"> <h3 title="Partei- und Klubbeiträge">Partei- und Klubbeiträge</h3> <div class="content"> <div id="e136648" class="zms_textarea "><p>Zahlungen an politische Parteien, deren Organisationen und Gliederungen sowie an parteinahe Vereine, die auf Grund einer politischen Funktion geleistet werden m&uuml;ssen, sind Werbungskosten. Neben laufenden Zahlungen kann es sich dabei auch um au&szlig;erordentliche Zahlungen handeln, z. B. aus Anlass eines Wahlkampfes, sofern die Leistung von dem statutenm&auml;&szlig;ig zust&auml;ndigen Organ beschlossen wird. Werden solche Zahlungen auch nach dem Ausscheiden aus einer Funktion geleistet, sind sie ebenfalls als Werbungskosten zu behandeln. Nicht abzugsf&auml;hig sind hingegen Mitgliedsbeitr&auml;ge an die Partei selbst oder ihre Gliederungen, die auch von Mitgliedern ohne politische Funktion geleistet werden.</p> <p>Nicht abzugsf&auml;hig ist die Weitergabe von Politikerbez&uuml;gen an wohlt&auml;tige Organisationen, auch wenn dazu auf Grund von Parteibeschl&uuml;ssen eine Verpflichtung besteht. Wird ein Bezug hingegen ohne Widmung nicht angenommen, dann liegt kein Zufluss vor.</p></div> </div> </div> <div class="infolist_section item_2" id="infolist_section_planungskosten"> <h3 title="Planungskosten">Planungskosten</h3> <div class="content"> <div id="e136650" class="zms_textarea "><p>Kosten f&uuml;r die Planung eines Geb&auml;udes sind grunds&auml;tzlich den Herstellungs- und Anschaffungskosten zuzuordnen. Diese Kosten werden daher im Wege der Absetzung f&uuml;r Abnutzung &uuml;ber die Nutzungsdauer des Geb&auml;udes verteilt abgeschrieben.</p> <p>Fallen Planungskosten f&uuml;r ein Geb&auml;ude an, das letztlich nicht errichtet wird, so sind diese Kosten sofort abzugsf&auml;hig.</p></div> </div> </div> <div class="infolist_section item_3" id="infolist_section_prozesskosten"> <h3 title="Prozesskosten">Prozesskosten</h3> <div class="content"> <div id="e136652" class="zms_textarea "><p>Als Werbungskosten abzugsf&auml;hig sind Aufwendungen, die in Zusammenhang mit einem berufsbedingten Zivilprozess anfallen (z. B. &uuml;ber die H&ouml;he des Arbeitslohnes, zur R&uuml;ckg&auml;ngigmachung einer K&uuml;ndigung).</p></div> </div> </div> <div class="infolist_section item_4 last" id="infolist_section_rechtsberatung"> <h3 title="Rechtsberatung">Rechtsberatung</h3> <div class="content"> <div id="e136654" class="zms_textarea "><p>Kosten, die mit der laufenden Beratung im Zusammenhang mit einer au&szlig;erbetrieblichen Einkunftsquelle entstehen, sind als Werbungskosten abzugsf&auml;hig. Sind derartige Kosten mit der Vertragserrichtung anl&auml;sslich der Anschaffung einer au&szlig;erbetrieblichen Einkunftsquelle verbunden, so gelten sie als Anschaffungsnebenkosten und sind im Wege der AfA abzugsf&auml;hig.</p></div> </div> </div> </div> <p class="hideme_print top_anchor"> <a class="arrow" href="#top" title="nach oben">nach oben</a> </p> </div> <div class="infolist_section item_7" id="infolist_section_stu"> <h2 title="STU">STU</h2> <div class="content"> <div class="infolist_section item_1 first" id="infolist_section_schuldzinsen"> <h3 title="Schuldzinsen">Schuldzinsen</h3> <div class="content"> <div id="e136658" class="zms_textarea "><p>siehe <a href="#infolist_section_finanzierungskosten">Finanzierungskosten</a></p></div> </div> </div> <div class="infolist_section item_2" id="infolist_section_spenden_und_geschenke"> <h3 title="Spenden und Geschenke">Spenden und Geschenke</h3> <div class="content"> <div id="e136660" class="zms_textarea "><p>Damit Pokale und &auml;hnliche Sachspenden eines Politikers als Werbungskosten abzugsf&auml;hig sind, m&uuml;ssen sie einen entsprechenden Werbecharakter aufweisen. Dies wird z. B. durch die Namensaufschrift des Spenders und dessen Funktionsbezeichnung erreicht. Eine pers&ouml;nliche &Uuml;bergabe durch den Spender ist nicht erforderlich. Unterst&uuml;tzungszahlungen, die aus beruflichen Anl&auml;ssen im Wahlkreis eines politischen Mandatars erfolgen, sind ebenfalls als Werbungskosten abzugsf&auml;hig (z. B. Spenden an Musikkapellen, Ballbesuche usw.).</p></div> </div> </div> <div class="infolist_section item_3" id="infolist_section_sportgeraete"> <h3 title="Sportgeräte">Sportgeräte</h3> <div class="content"> <div id="e136662" class="zms_textarea "><p>Aufwendungen f&uuml;r Sportger&auml;te werden grunds&auml;tzlich der privaten Lebensf&uuml;hrung zuzurechnen sein. Anders wird die Beurteilung der Abzugsf&auml;higkeit f&uuml;r Sportger&auml;te und -bekleidung jedoch f&uuml;r Berufssportler ausfallen. Bei ihnen steht die Anschaffung von Sportger&auml;ten in unmittelbarem Zusammenhang mit ihrer Berufsaus&uuml;bung.</p></div> </div> </div> <div class="infolist_section item_4" id="infolist_section_sprachkurs"> <h3 title="Sprachkurs">Sprachkurs</h3> <div class="content"> <div id="e136664" class="zms_textarea "><p>siehe <a href="#infolist_section_aus-_und_fortbildungskosten">Aus- und Fortbildungskosten</a></p></div> </div> </div> <div class="infolist_section item_5" id="infolist_section_steuerberatungskosten"> <h3 title="Steuerberatungskosten">Steuerberatungskosten</h3> <div class="content"> <div id="e136666" class="zms_textarea "><p>Zur G&auml;nze als Werbungskosten abzugsf&auml;hig sind die Kosten, die in Zusammenhang mit der Steuerberatung stehen, wenn die Beratung die Ermittlung au&szlig;erbetrieblicher Eink&uuml;nfte betrifft.</p></div> </div> </div> <div class="infolist_section item_6" id="infolist_section_strafen"> <h3 title="Strafen">Strafen</h3> <div class="content"> <div id="e136668" class="zms_textarea "><p>Steuerlich nicht abzugsfähig sind Geldstrafen, die von Gerichten, Verwaltungsbehörden oder den Organen der EU verhängt werden.</p></div> </div> </div> <div class="infolist_section item_7" id="infolist_section_studienreisen"> <h3 title="Studienreisen">Studienreisen</h3> <div class="content"> <div id="e136670" class="zms_textarea "><p>Sollen Aufwendungen in Zusammenhang mit Auslandsreisen als Werbungskosten abgesetzt werden, unterliegt dies einer besonders strengen Beurteilung durch die Finanzverwaltung. Diese will derartige Aufwendungen grunds&auml;tzlich der privaten Lebensf&uuml;hrung zurechnen, sofern die Reise auch nur zum Teil als privat veranlasst anzusehen ist.</p></div> </div> </div> <div class="infolist_section item_8" id="infolist_section_telefon"> <h3 title="Telefon">Telefon</h3> <div class="content"> <div id="e136672" class="zms_textarea "><p>Aufwendungen f&uuml;r Telefonate, die beruflich veranlasst sind, sind als Werbungskosten absetzbar. Eine Aufteilung der Telefonkosten (sowohl Grundgeb&uuml;hr als auch Verbindungsentgelt) in einen privaten und einen beruflichen Teil ist m&ouml;glich und erfolgt durch Sch&auml;tzung, wenn eine genaue Abgrenzung nicht vorgenommen werden kann.</p></div> </div> </div> <div class="infolist_section item_9 last" id="infolist_section_umzugskosten"> <h3 title="Umzugskosten">Umzugskosten</h3> <div class="content"> <div id="e136674" class="zms_textarea "><p>Wechselt ein Steuerpflichtiger beruflich veranlasst den Wohnort, so k&ouml;nnen die mit dem Umzug in Zusammenhang stehenden Kosten unter bestimmten Voraussetzungen als Werbungskosten geltend gemacht werden. Ein Umzug setzt die Aufgabe des bisherigen Wohnsitzes voraus.</p> <p>Eine berufliche Veranlassung zum Umzug liegt z. B. in folgenden F&auml;llen vor:</p> <ul> <li>der Arbeitnehmer wird vom Dienstgeber an einen anderen Dienstort versetzt</li> <li>der Arbeitnehmer ist zum Bezug einer Dienstwohnung verpflichtet</li> <li>der Arbeitnehmer tritt eine Anstellung au&szlig;erhalb seines bisherigen Wohnortes an</li> </ul></div> </div> </div> </div> <p class="hideme_print top_anchor"> <a class="arrow" href="#top" title="nach oben">nach oben</a> </p> </div> <div class="infolist_section item_8" id="infolist_section_vwx"> <h2 title="VWX">VWX</h2> <div class="content"> <div class="infolist_section item_1 first" id="infolist_section_verlust_privater_wirtschaftsgueter"> <h3 title="Verlust privater Wirtschaftsgüter">Verlust privater Wirtschaftsgüter</h3> <div class="content"> <div id="e136678" class="zms_textarea "><p>Der Verlust eines privaten Wirtschaftsgutes kann insbesondere dann zu Werbungskosten f&uuml;hren, wenn er bei der beruflichen Verwendung des Wirtschaftsgutes eintritt (z. B. Unfall mit dem Privat-Kfz anl&auml;sslich einer Dienstfahrt).</p> <p>Der Verlust von Bargeld, das dem Dienstnehmer vom Dienstgeber anvertraut wurde, begr&uuml;ndet Werbungskosten, soweit nicht der Dienstgeber den Schaden tr&auml;gt.</p> <p>siehe dazu auch unter <a href="#infolist_section_fehlgelder">Fehlgelder</a>.</p></div> </div> </div> <div class="infolist_section item_2" id="infolist_section_versicherungen"> <h3 title="Versicherungen">Versicherungen</h3> <div class="content"> <div id="e136680" class="zms_textarea "><p>Prämien für Sachversicherungen sind abzugsfähig, wenn sie sich auf Wirtschaftsgüter beziehen, die dem Steuerpflichtigen zur Einnahmenerzielung dienen.</p></div> </div> </div> <div class="infolist_section item_3" id="infolist_section_verteidigerkosten"> <h3 title="Verteidigerkosten">Verteidigerkosten</h3> <div class="content"> <div id="e136682" class="zms_textarea "><p>siehe <a href="#infolist_section_prozesskosten">Prozesskosten</a></p></div> </div> </div> <div class="infolist_section item_4" id="infolist_section_waffen"> <h3 title="Waffen">Waffen</h3> <div class="content"> <div id="e136684" class="zms_textarea "><p>Aufwendungen in Zusammenhang mit Waffen stellen auch dann keine Werbungskosten dar, wenn die Waffe aufgrund der mit dem Beruf in Zusammenhang stehenden Gefahr angeschafft wurde. Ein Werbungskostenabzug ist nur dann zul&auml;ssig, wenn sich die Anschaffung der Waffe unmittelbar aus der Berufsaus&uuml;bung ergibt.</p></div> </div> </div> <div class="infolist_section item_5 last" id="infolist_section_werbegeschenke"> <h3 title="Werbegeschenke">Werbegeschenke</h3> <div class="content"> <div id="e136686" class="zms_textarea "><p>siehe <a href="#infolist_section_spenden_und_geschenke">Spenden, Geschenke</a></p></div> </div> </div> </div> <p class="hideme_print top_anchor"> <a class="arrow" href="#top" title="nach oben">nach oben</a> </p> </div> <div class="infolist_section item_9 last" id="infolist_section_yz"> <h2 title="YZ">YZ</h2> <div class="content"> <div class="infolist_section item_1 first" id="infolist_section_zeitungen"> <h3 title="Zeitungen">Zeitungen</h3> <div class="content"> <div id="e136690" class="zms_textarea "><p>Selbst wenn eine Tageszeitung Informationen beinhaltet, die f&uuml;r die Berufsaus&uuml;bung eines Steuerpflichtigen unerl&auml;sslich sind, k&ouml;nnen die Aufwendungen f&uuml;r Tageszeitungen nicht als Werbungskosten ber&uuml;cksichtigt werden.</p></div> </div> </div> <div class="infolist_section item_2 last" id="infolist_section_zinsen"> <h3 title="Zinsen">Zinsen</h3> <div class="content"> <div id="e136692" class="zms_textarea "><p>Der Abzug von Zinsen als Werbungskosten ist m&ouml;glich, wenn die Anschaffung von Arbeitsmitteln fremdfinanziert wurde. Nicht zul&auml;ssig ist die Ber&uuml;cksichtigung von Zinsen, wenn Werbungskosten durch Pauschals&auml;tze abgegolten werden, wie dies etwa beim Kilometergeld der Fall sein kann.</p> <p>siehe auch <a href="#infolist_section_finanzierungskosten">Finanzierungskosten</a></p></div> </div> </div> </div> <p class="hideme_print top_anchor"> <a class="arrow" href="#top" title="nach oben">nach oben</a> </p> </div> <div id="e137851" class="zms_textarea "><p>Stand: 2. Jänner 2019</p></div> <div class="hideme_print top_anchor"> <a class="arrow" href="#content" title="nach oben">nach oben</a> </div> <div id="e137853" class="zms_textarea "><p class="disclaimer">Trotz sorgfältiger Datenzusammenstellung können wir keine Gewähr für die vollständige Richtigkeit der dargestellten Informationen übernehmen. Sollten Sie spezielle Fragen zu einem der Themen haben, stehen wir Ihnen jederzeit gerne für ein persönliches Gespräch zur Verfügung.</p></div> wichtige_betriebswirtschaftliche_kennzahlenWichtige betriebswirtschaftliche Kennzahlen <div class="infolist_section item_1 first" id="infolist_section_return_on_investment_oder_gesamtkapitalrentabilitaet"> <h2 title="Return on Investment oder Gesamtkapitalrentabilität">Return on Investment oder Gesamtkapitalrentabilität</h2> <div class="content"> <div id="e135918" class="zms_textarea "><p>Die Kennzahl Return on Investment (ROI) drückt den Erfolg des Unternehmens im Verhältnis zum eingesetzten Vermögen ("Investment") aus. Da dem eingesetzten Vermögen ein ebenso hohes Kapital gegenübersteht, entspricht diese Kennzahl auch der Verzinsung des gesamten eingesetzten Kapitals, der Gesamtkapitalrentabilität. Damit wird die Frage beantwortet: Wie viel bleibt für das investierte Geld? Um die Entstehung des ROI bzw. der Gesamtkapitalrentabilität nachvollziehen zu können, wird die Kennzahl in zwei weitere, ihr zu Grunde liegende Kennzahlen, zerlegt, die Umsatzrentabilität und die Umschlagshäufigkeit des Vermögens.</p></div> </div> <p class="hideme_print top_anchor"> <a class="arrow" href="#top" title="nach oben">nach oben</a> </p> </div> <div class="infolist_section item_2" id="infolist_section_umsatzrentabilitaet"> <h2 title="Umsatzrentabilität">Umsatzrentabilität</h2> <div class="content"> <div id="e135920" class="zms_textarea "><p>Die Umsatzrentabilität gibt an, wie viel Prozent vom Umsatz als Gewinn übrig bleibt. Dies gibt gleichzeitig Aufschluss darüber, um wie viel Prozent die Preise sinken können, ohne in die Verlustzone zu geraten. Die Umsatzrentabilität errechnet sich durch die Division von Gewinn durch den Nettoumsatz.</p></div> </div> <p class="hideme_print top_anchor"> <a class="arrow" href="#top" title="nach oben">nach oben</a> </p> </div> <div class="infolist_section item_3" id="infolist_section_umschlagshaeufigkeit_des_vermoegens"> <h2 title="Umschlagshäufigkeit des Vermögens">Umschlagshäufigkeit des Vermögens</h2> <div class="content"> <div id="e135922" class="zms_textarea "><p>Die Umschlagshäufigkeit des Vermögens (Kapitalumschlag) zeigt, in welchem Verhältnis der erzielte Umsatz zum eingesetzten Vermögen steht. Je höher die Umschlagshäufigkeit ist, je schneller sich das Vermögen dreht, je geringer also das gebundene Vermögen im Verhältnis zum Umsatz ist, desto besser ist es für die Spitzenkennzahl, den ROI. Der Kapitalumschlag errechnet sich durch Division des Nettoumsatz durch das Gesamtkapital.</p></div> </div> <p class="hideme_print top_anchor"> <a class="arrow" href="#top" title="nach oben">nach oben</a> </p> </div> <div class="infolist_section item_4" id="infolist_section_eigenkapitalquote"> <h2 title="Eigenkapitalquote">Eigenkapitalquote</h2> <div class="content"> <div id="e135924" class="zms_textarea "><p>Die wichtige Rating-Kennzahl Eigenkapitalquote sagt aus, wie viel Prozent des gesamten Unternehmenskapitals bzw. der Vermögensgegenstände aus Eigenmitteln stammen. Das Eigenkapital kann ausschließlich durch Ein- bzw. Auszahlungen in das Unternehmen sowie durch den erwirtschafteten Gewinn bzw. Verlust verändert werden. Daraus ergibt sich, dass die Höhe des Eigenkapitals den Risikopolsters eines Unternehmens bestimmt. D.h. wie viel Verlust ein Unternehmen vertragen und noch immer ein positives Eigenkapital in der Bilanz ausweisen kann, ohne dass es zu Zuzahlungen der Gesellschafter kommen muss. Je höher die Eigenkapitalquote ist, desto besser ist die Beurteilung dieser Kennzahl.</p></div> </div> <p class="hideme_print top_anchor"> <a class="arrow" href="#top" title="nach oben">nach oben</a> </p> </div> <div class="infolist_section item_5" id="infolist_section_schuldentilgungsdauer_in_jahren"> <h2 title="Schuldentilgungsdauer in Jahren">Schuldentilgungsdauer in Jahren</h2> <div class="content"> <div id="e135926" class="zms_textarea "><p>In wie vielen Jahren kann Ihr Unternehmen seine Schulden aus eigener Kraft begleichen? Diese wichtige Rating Kennzahl gibt darauf Antwort, indem Sie das Fremdkapital den freien liquiden Mitteln pro Jahr (dem Cashflow) gegenüber stellt. Eine geringe Schuldentilgungsdauer ist als positiv zu werten, da sie auf geringe Inanspruchnahme von Fremdkapital und/oder auf eine hohe Ertragskraft zurückzuführen ist.</p></div> </div> <p class="hideme_print top_anchor"> <a class="arrow" href="#top" title="nach oben">nach oben</a> </p> </div> <div class="infolist_section item_6" id="infolist_section_cashflow"> <h2 title="Cashflow">Cashflow</h2> <div class="content"> <div id="e135928" class="zms_textarea "><p>Der Cashflow ist eine wichtige Kennzahl zur Unternehmenssteuerung bei angespannter Liquidität und ist ein Indikator für die Finanzkraft des Unternehmens. So ist er auch für Ihren Banker eine sehr relevante Zahl zur Beurteilung der Bonität Ihres Unternehmens. Der Cashflow ist – einfach gesagt – nichts anderes als eine Darstellung , woher das Geld im Unternehmen gekommen und wofür es verwendet wurde. Berechnungsformeln gibt es für den Cashflow viele. In der Grundstruktur wird der Cash-flow wie folgt berechnet:</p> <p>Gewinn<br /> + Abschreibungen<br /> + Veränderung der Rückstellungen<br /> = Cashflow</p></div> </div> <p class="hideme_print top_anchor"> <a class="arrow" href="#top" title="nach oben">nach oben</a> </p> </div> <div class="infolist_section item_7" id="infolist_section_cashflow_in_prozent_der_betriebsleistung"> <h2 title="Cashflow in Prozent der Betriebsleistung">Cashflow in Prozent der Betriebsleistung</h2> <div class="content"> <div id="e135930" class="zms_textarea "><p>Das Verhältnis des Cashflows aus dem Ergebnis zum erzielten Umsatz gibt Aufschluss über die finanzielle Leistungsfähigkeit des Unternehmens. Dieser Betrag steht im Wesentlichen für Investitionen, Schuldentilgung und Gewinnausschüttung zur Verfügung. Der Cashflow in Prozent der Betriebsleistung ist eine wichtige Rating-Kennzahl.</p></div> </div> <p class="hideme_print top_anchor"> <a class="arrow" href="#top" title="nach oben">nach oben</a> </p> </div> <div class="infolist_section item_8" id="infolist_section_debitorenziel_in_tagen"> <h2 title="Debitorenziel in Tagen">Debitorenziel in Tagen</h2> <div class="content"> <div id="e135932" class="zms_textarea "><p>Je höher das durchschnittliche Debitorenziel ist, innerhalb der Ihre Kunden ihre Rechnungen bezahlen, desto länger dauert es, bis Ihr wohlverdientes Geld auf Ihrem Bankkonto liegt. Für die Debitorendauer ist insbesondere der Vergleich zu den durchschnittlich gewährten Zahlungszielen des Unternehmens beim Kunden interessant. Eine höhere Forderungsdauer als dem Kunden gewährt wird, deutet darauf hin, dass entweder kein ausreichendes Forderungsmanagement im Unternehmen vorhanden ist oder die Kunden teilweise Liquiditätsprobleme haben und nicht rechtzeitig zahlen. Eine niedrigere Forderungsdauer als dem Kunden gewährt wird, kann darauf hindeuten, dass die Kunden die Möglichkeit von Skonto ausnützen oder zu lange Zahlungsziele gewährt werden.</p></div> </div> <p class="hideme_print top_anchor"> <a class="arrow" href="#top" title="nach oben">nach oben</a> </p> </div> <div class="infolist_section item_9" id="infolist_section_kreditorenziel_in_tagen"> <h2 title="Kreditorenziel in Tagen">Kreditorenziel in Tagen</h2> <div class="content"> <div id="e135934" class="zms_textarea "><p>Diese Kennzahl gibt an, wie lange es durchschnittlich dauert, bis Ihre Lieferanten ihr Geld bekommen. Eine höhere Kreditorendauer als das von den Lieferanten gewährte Zahlungsziel, kann darauf hindeuten, dass das Unternehmen teilweise Liquiditätsprobleme hat und nicht rechtzeitig bezahlen kann. Wenn eine niedrigere Kreditorendauer als vom Lieferanten gewährt wird, kann das darauf hindeuten, dass sie intensiv die Möglichkeit von Skonti ausnützen.</p></div> </div> <p class="hideme_print top_anchor"> <a class="arrow" href="#top" title="nach oben">nach oben</a> </p> </div> <div class="infolist_section item_10 last" id="infolist_section_lagerdauer_in_tagen"> <h2 title="Lagerdauer in Tagen">Lagerdauer in Tagen</h2> <div class="content"> <div id="e135936" class="zms_textarea "><p>Die Kennzahl zeigt Ihnen, wie viele Tage eines Jahres eingekauftes Material oder Ware im Durchschnitt auf Lager liegt. Eine hohe Lagerdauer kann darauf hindeuten, dass im Lagerbereich viele Waren vorhanden sind, die nicht mehr benötigt werden oder das Unternehmen nur gering von Lieferanten bezüglich Liefermöglichkeiten abhängig ist. Eine niedrige Lagerdauer kann darauf hindeuten, dass das Lager großteils auf Lieferanten ausgelagert ist (hohe Abhängigkeit des Unternehmens).</p></div> </div> <p class="hideme_print top_anchor"> <a class="arrow" href="#top" title="nach oben">nach oben</a> </p> </div> <div id="e137854" class="zms_textarea "><p>Stand: 2. Jänner 2019</p></div> <div class="hideme_print top_anchor"> <a class="arrow" href="#content" title="nach oben">nach oben</a> </div> <div id="e137856" class="zms_textarea "><p class="disclaimer">Trotz sorgfältiger Datenzusammenstellung können wir keine Gewähr für die vollständige Richtigkeit der dargestellten Informationen übernehmen. Sollten Sie spezielle Fragen zu einem der Themen haben, stehen wir Ihnen jederzeit gerne für ein persönliches Gespräch zur Verfügung.</p></div>

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